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MELAG Euroklav 23 VS+ Benutzerhandbuch
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Inhaltsverzeichnis
Benutzerhandbuch
Euroklav
Euroklav
Autoklav
ab Software-Version 5.20
DE
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde!
Wir danken Ihnen für das Vertrauen, das Sie uns mit dem Kauf dieses MELAG-Produktes entgegengebracht haben. Wir
sind ein inhabergeführtes Familienunternehmen und konzentrieren uns seit der Gründung im Jahr 1951 konsequent auf
Produkte für die Praxishygiene. Durch ständiges Streben nach Qualität, höchster Funktionssicherheit und Innovationen
gelang uns der Aufstieg zum Weltmarktführer im Bereich der Instrumentenaufbereitung und Hygiene.
Sie verlangen zu Recht von uns optimale Produktqualität und Produktzuverlässigkeit. Mit der konsequenten Realisierung
unserer Leitsätze
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gen zu erfüllen. Unser zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach EN ISO 13485 wird u. a. in jährlichen mehrtägi-
gen Audits durch eine unabhängige benannte Stelle überwacht. Hierdurch ist gewährleistet, dass MELAG-Produkte nach
strengen Qualitätskriterien gefertigt und geprüft werden!
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Inhaltszusammenfassung für MELAG Euroklav 23 VS+

  • Seite 1 Software-Version 5.20 Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde! Wir danken Ihnen für das Vertrauen, das Sie uns mit dem Kauf dieses MELAG-Produktes entgegengebracht haben. Wir sind ein inhabergeführtes Familienunternehmen und konzentrieren uns seit der Gründung im Jahr 1951 konsequent auf Produkte für die Praxishygiene.
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeine Hinweise................................ 5 Symbole im Dokument ................................. 5 Auszeichnungsregeln................................ 5 2 Sicherheit .................................... 6 3 Leistungsbeschreibung ............................... 8 Bestimmungsgemäßer Gebrauch ............................ 8 Sterilisationsverfahren................................ 8 Art der Speisewasserversorgung ............................ 8 Sicherheitsvorrichtungen.............................. 9 Übersicht Sterilisierprogramme............................ 9 Programmläufe................................... 10 Programmübersicht................................ 11 4 Gerätebeschreibung ................................ 13 Lieferumfang .................................. 13 Geräteansichten................................. 13 Symbole auf dem Gerät .............................. 14 Bedienpanel .................................. 16 Halterungen für die Beladung ............................ 16 5 Erste Schritte .................................. 17...
  • Seite 4 Inhaltsverzeichnis Protokolle im internen Protokollspeicher löschen ...................... 35 Protokolle richtig lesen ............................... 36 9 Funktionsprüfungen................................ 38 Automatische Funktionsprüfung............................ 38 Manuelle Funktionsprüfung.............................. 38 Chargenbezogene Prüfungen ............................ 38 Vakuumtest .................................. 38 Bowie & Dick-Test................................ 39 Wasserqualität des Speisewassers prüfen ........................ 39 Vorwärmtemperatur des Kessels prüfen.......................... 40 10 Instandhaltung.................................. 41 Instandhaltungsintervalle .............................. 41 Reinigen ..................................... 41 Fleckenbildung vermeiden .............................. 43 Türdichtung austauschen.............................. 43 Sterilfilter austauschen oder sterilisieren ........................... 44...
  • Seite 5: Allgemeine Hinweise

    Sicherheitshinweise. Stellen Sie sicher, dass Sie jederzeit Zugriff zur digitalen oder gedruckten Version des Benutzerhandbuches haben. Sollte das Handbuch nicht mehr lesbar sein, beschädigt werden oder abhandenkommen, können Sie sich ein neues Exemplar im MELAG Downloadcenter unter www.melag.com herunterladen.
  • Seite 6: Sicherheit

    Kontrollieren Sie das Gerät nach dem Auspacken auf Transportschäden. Lassen Sie das Gerät nur von Personen aufstellen, installieren und in Betrieb nehmen, die durch MELAG autorisiert sind. Lassen Sie den Elektroanschluss und die Anschlüsse für Zu- und Abwasser nur von einem Fachmann einrichten.
  • Seite 7 Vorfälle (z. B. Todesfall oder eine schwerwiegende Verschlechterung des Gesundheitszustandes eines Patienten), welche vermutlich durch das Produkt verursacht wurden, dem Hersteller (MELAG) und der zuständigen Behörde des Mitgliedstaates, in dem der Anwender und/oder der Patient niedergelassen ist, zu melden sind.
  • Seite 8: Leistungsbeschreibung

    3 Leistungsbeschreibung 3 Leistungsbeschreibung Bestimmungsgemäßer Gebrauch Der Autoklav ist für den Einsatz im allgemeinen medizinischen Bereich überall dort vorgesehen, wo für die verwendeten Instrumente und deren Verpackungsart kein Autoklav mit Zyklen vom Typ „B“ nötig ist. Nach EN 13060 handelt es sich bei diesem Autoklav um einen Sterilisator mit Zyklen vom Typ „S“. Als Uni- versal-Autoklav ist er zur Sterilisation von unverpackten/verpackten massiven Instrumenten, einfachen Hohlkörpern und kleineren Mengen Textilien geeignet.
  • Seite 9: Sicherheitsvorrichtungen

    3 Leistungsbeschreibung Sicherheitsvorrichtungen Interne Prozessüberwachung In der Elektronik des Autoklaven ist ein Prozessbeurteilungssystem integriert. Es vergleicht während eines Programms die Prozessparameter wie Temperatur, Zeit und Druck. Es überwacht die Parameter hinsicht- lich ihrer Grenzwerte bei Ansteuerung und Regelung und gewährleistet eine sichere und erfolgreiche Steri- lisation.
  • Seite 10: Programmläufe

    3 Leistungsbeschreibung Programmläufe Reguläres Sterilisierprogramm Nach dem Start eines Programms können Sie den Programmlauf am Display verfolgen. Es werden Kam- mertemperatur und -druck sowie die Dauer bis zum Sterilisations- und Trocknungsende angezeigt. Programmphase Beschreibung 1. Vorvakuum Im Vorvakuum wird durch Evakuieren Luft abgesaugt und Dampf in der Sterilisierkammer erzeugt, so dass ein Überdruck entsteht.
  • Seite 11: Programmübersicht

    3 Leistungsbeschreibung Programmübersicht HAUPT-Menü Funktion Grundstellung (siehe nächste Seite) 1x drücken hh:mm:ss Gleichzeitig drücken, um in das SETUP-Menü AIN6: Leitwert 0,00 bar 89°C Funktion zu gelangen 10 µS/cm loslassen Wählen durch gedrückt halten der Taste '-' 2x drücken Tür entriegeln mit der Taste '+' Universal-Programm AIN4: Temp_Vorhz.
  • Seite 12 SETUP-Menü Funktion hh:mm:ss Grundstellung 0,00 bar 89°C Beide Tasten gleichzeitig drücken kein Ausgabemedium MELAprint MELAflash SETUP-Menü Gilt nur für Vacuklav 23 B+/31 B+, Euroklav S+/VS+, Vacuvet 23 B+, MELAnet-Grafikdaten (MELAnet Box) Funktion: DAC Professional Computer Gilt nur für Euroklav S+/ VS+ Modem Letzte Gesamt-...
  • Seite 13: Gerätebeschreibung

    4 Gerätebeschreibung 4 Gerätebeschreibung Lieferumfang Kontrollieren Sie bitte den Lieferumfang, bevor Sie das Gerät aufstellen und anschließen. Standard-Lieferumfang ▪ Euroklav 23 VS+ oder Euroklav 29 VS+ ▪ Benutzerhandbuch ▪ Technisches Handbuch ▪ Verwendungshinweise für die Halterungen ▪ Gewährleistungsurkunde ▪ Werksprüfungsprotokoll inklusive Konformitätserklärung ▪...
  • Seite 14: Symbole Auf Dem Gerät

    4 Gerätebeschreibung Rückseite Federsicherheitsventil Sterilfilter Einwegablauf Speisewasserzufluss über internen Vorratstank Schlauchbrücke für interne Speisewasserversorgung Netzkabel Innenansicht Befestigung für MELAdem 40 Sterilisierkammer Türverriegelungsstift Kesseldichtfläche 2x Gerätesicherung Rückstellknopf Überhitzungsschutz serieller Daten- und Druckeranschluss (RS232)* Anschluss zum Entleeren des Vorratstanks - Speisewasser Anschluss zum Entleeren des Vorratstanks - Abwasser 21 20 Türdichtung...
  • Seite 15 Das Gerät darf nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Es muss über den Inverkehrbringer einer sach- und fachgerechten Entsorgung zugeführt werden. MELAG-Geräte stehen für höchste Qualität und lange Lebensdauer. Wenn Sie Ihr MELAG-Gerät nach vielen Jahren des Betriebes endgültig stilllegen möchten, dann kann die vorgeschriebene Entsorgung des Gerätes auch bei MELAG in Berlin erfolgen.
  • Seite 16: Bedienpanel

    4 Gerätebeschreibung Bedienpanel Das Bedienpanel besteht aus einem 2-zeiligem alphanumerischen LC-Display und vier Folientasten. 14:27:12 0,02bar 25 °C 2-zeiliges LC-Display zur Programmstatusanzeige und Parameteranzeige Uhrzeit (h:min:s) Kammerdruck (bar) und (Dampf-)Temperatur (°C) Funktionstasten '-' und '+' zur Anwahl, Einstellung und Anzeige spezieller Funktionen: Drucken, Datum/Uhrzeit, Vorwärmung, Gesamtchargen, Leitfähigkeit, Störung quittieren, Taste '+' zum Entriegeln der Tür Programmwahltaste 'P' zur Anwahl der Sterilisationsprogramme/Testprogramme sowie zur Wahl/Einstellung von Optionen...
  • Seite 17: Erste Schritte

    Speisewasser vorhanden. Das manuelle Auffüllen des internen Vor- ratstanks entfällt. HINWEIS Halten Sie bitte erst Rücksprache mit MELAG, wenn Sie Wasser-Aufbereitungsanlagen anderer Hersteller einsetzen möchten. Verwendung des internen Vorratstanks Bei der Speisewasserversorgung über den internen Vorratstanks muss dieser von Zeit zu Zeit manuell be- füllt werden.
  • Seite 18: Abwasseranschluss

    5 Erste Schritte Drücken Sie die Taste 'S', um die Einstellung zu speichern und das Menü zu verlassen. Durch wiederholtes Drücken der Taste 'S' verlassen Sie das Menü vollständig und gelangen zurück in die Grundstellung des Displays. Abwasseranschluss Das Abwasser kann entweder im internen Vorratstank auf der Abwasserseite (links) gesammelt und manu- ell entleert oder über den Einwegablauf automatisch abgelassen werden.
  • Seite 19 5 Erste Schritte Navigieren Sie mit der Taste '+' oder '-' im Menü Funktion bis zur Displayanzeige: Funktion Datum/Uhrzeit Drücken Sie die Taste 'P', um zu bestätigen. Ê Es wird die aktuelle Stunde angezeigt. Mit der Taste '+' oder '-' wählen Sie zwischen folgenden Einstellmöglichkeiten: Stunde, Minute, Sekunde, Tag, Monat, Jahr.
  • Seite 20: Autoklav Beladen

    6 Autoklav beladen 6 Autoklav beladen Sterilisiergut vorbereiten Vor der Sterilisation erfolgt immer die sachgemäße Reinigung und Desinfektion. Nur so kann eine an- schließende Sterilisation des Sterilisierguts gewährleistet werden. Verwendete Materialien, Reinigungsmit- tel und Aufbereitungsverfahren sind von entscheidender Bedeutung. ACHTUNG Betreiben Sie den Autoklav nur mit einem eingesetzten Sterilfilter.
  • Seite 21: Autoklav Beladen

    Beachten Sie daher bei der Beladung Folgendes: Stellen Sie Tabletts oder Kassetten nur mit der zugehörigen Halterung in die Sterilisierkammer. Verwenden Sie perforierte Tabletts, wie z. B. die Tabletts von MELAG. Nur so kann Kondensat ablaufen. Wenn Sie geschlossene Unterlagen oder Halbschalen für die Aufnahme des Sterilisierguts einsetzen, sind schlechte Trocknungsergebnisse die Folge.
  • Seite 22: Weiche Sterilisierverpackungen

    Achten Sie darauf, dass Sie beim Stapeln der Sterilisierbehälter die Perforation nicht abdecken. Tipp: Die Sterilisierbehälter von MELAG erfüllen alle Anforderungen nach EN 868-8 für eine erfolgreiche Sterilisation und Trocknung. Sie sind im Deckel und am Boden perforiert und mit Einmal-Papierfiltern aus- gestattet.
  • Seite 23 Die Angaben der massiven Beladungen (z. B. Instrumente) sind inklusive der Gewichte von Halterungen, Tabletts und Sterilisierbehälter. Die Angaben der porösen Beladungen (z. B. Textilien) sind exklusive der Gewichte von Halterungen, Tabletts und Sterilisierbehälter. Beladungsmuster speziell für den Dentalbereich finden Sie auf der MELAG-Internetseite im Downloadbe- reich unter www.melag.com...
  • Seite 24: Sterilisieren

    7 Sterilisieren 7 Sterilisieren Programm auswählen Mit der Programmwahltaste 'P' wählen Sie umlaufend zwischen der Grundstellung und dem gewünschten Programm. Wählen Sie das Sterilisierprogramm danach aus, ob und wie das Sterilisiergut verpackt ist. Des Weiteren müssen Sie die Temperaturbeständigkeit des Sterilisierguts beachten. Die folgenden Tabellen zeigen, für welches Sterilisiergut Sie welches Programm einsetzen.
  • Seite 25: Zusätzliche Programmoptionen

    Für die automatische Vorwärmung muss der Autoklav durchgehend eingeschaltet bleiben. MELAG empfiehlt die automatische Vorwärmung zu aktivieren. Um die Einstellung zu ändern, gehen Sie wie folgt vor: Wählen Sie das Menü Funktion durch gleichzeitiges Drücken der Tasten '+' und '-' bis zur Displayanzeige Funktion: Letzte Chargennr.
  • Seite 26: Programm Läuft

    7 Sterilisieren Wenn Sie ein Programm über die Programmwahltaste 'P' angewählt haben, wird auf dem Display zusätz- lich zum gewählten Programm die Sterilisationstemperatur angezeigt und ob das jeweilige Programm für verpacktes oder unverpacktes Sterilisiergut geeignet ist. Universal-Programm 134 °C verpackt Drücken Sie die Taste 'S', um das Programm zu starten.
  • Seite 27: Programm Ist Beendet

    7 Sterilisieren Programm ist beendet Wenn das jeweilige Programm erfolgreich beendet wurde, dann zeigt das Display die Meldung: Universal-Programm erfolgreich beendet Ist im SETUP-Menü Funktion unter Letzte Chargennr. die Sofortausgabe nach Programmende aktiviert, wird das Protokoll des gelaufenen Programms nach dem Öffnen der Tür an die aktivierten Ausga- bemedien ausgegeben, siehe Protokollieren [} Seite 30].
  • Seite 28: Programmabbruch Nach Beginn Der Trocknung

    7 Sterilisieren Drücken Sie die Taste '-'. Ê Das Display zeigt die Meldung Tür entriegeln mit Taste '+' im Wechsel mit der Anzeige des zuvor gewählten Programms. Nach dem Drücken der Taste '+' können Sie die Tür öffnen. Ê Auf dem Protokoll wird der Hinweis Programm abgebrochen/Gut nicht steril! ausgegeben. Programmabbruch nach Beginn der Trocknung Während der Trocknungsphase können Sie das Programm über die Taste 'S' abbrechen, ohne dass der Autoklav eine Störung meldet.
  • Seite 29: Sterilgut Lagern

    7 Sterilisieren VORSICHT Unsterile Instrumente durch beschädigte oder aufgeplatzte Verpackungen. Dies gefährdet die Gesundheit des Patienten und des Praxisteams. Wenn eine Verpackung nach der Sterilisation beschädigt oder geplatzt ist, verpacken Sie das Sterilisiergut neu und sterilisieren es noch einmal. Wenn Sie das Sterilgut direkt nach Programmende aus dem Gerät entnehmen, kann es vorkommen, dass sich geringe Mengen Feuchtigkeit auf dem Sterilgut befinden.
  • Seite 30: Protokollieren

    8 Protokollieren 8 Protokollieren Chargendokumentation Die Chargendokumentation ist als Nachweis für ein erfolgreich abgelaufenes Programm und als verpflich- tende Maßnahme der Qualitätssicherung unerlässlich. Im internen Protokollspeicher des Gerätes werden die Daten, wie z. B. Programmtyp, Charge und Prozessparameter aller gelaufenen Programme abgelegt. Für die Chargendokumentation können Sie den internen Protokollspeicher auslesen und die Daten an ver- schiedene Ausgabemedien übertragen lassen.
  • Seite 31: Ausgabemedien

    8 Protokollieren Ausgabemedien Sie haben die Möglichkeit, die Protokolle der gelaufenen Programme an folgende Ausgabemedien auszu- geben und entsprechend zu archivieren: ▪ MELAflash CF-Card-Printer auf CF-Card ▪ Computer, z. B. mit Software MELAtrace/MELAview (optional mit MELAnet Box) ▪ Protokolldrucker MELAprint 42/44 Im Auslieferzustand des Autoklaven ist keine Option zum Ausgeben der Protokolle eingestellt.
  • Seite 32 8 Protokollieren Textprotokolle am Computer auslesen Zum Auslesen der Protokolle können Sie die Software MELAtrace/MELAview verwenden. Um den Computer am Autoklav anzumelden, müssen Sie einmalig folgende Einstellung vornehmen: Schalten Sie den Autoklav ein. Warten Sie, bis das Display die Grundeinstellung anzeigt. Wählen Sie das SETUP-Menü Funktion durch gleichzeitiges Drücken der Tasten '+' und '-'.
  • Seite 33: Protokolle Sofort Automatisch Ausgeben

    8 Protokollieren Markieren Sie den Editor und bestätigen Sie mit "OK". Ê Danach können Sie Dateien mit dieser Endung durch Doppelklick im Windows Editor öffnen. Alternativ können Sie alle Textprotokolle mit der Dokumentationssoftware MELAtrace/MELAview (ab MELAview 3) öffnen. Protokolle sofort automatisch ausgeben Textprotokolle Wenn Sie sofort nach dem Ende eines Programms das zugehörige Textprotokoll automatisch auf ein Aus- gabemedium ausgeben möchten, dann nutzen Sie die Funktion Sofort-Ausgabe JA.
  • Seite 34: Protokolle Nachträglich Ausgeben

    8 Protokollieren HINWEIS Ist es für die Sofortausgabe nicht möglich, ein Protokoll auszugeben, z. B. weil das aktivierte Ausgabemedium nicht angeschlossen ist, erscheint ein Warnhinweis. MELAG empfiehlt, die Sofortausgabe der Protokolle zu nutzen. Grafikprotokolle Beachten Sie für die Protokollausgabe sofort nach Ende eines Programms Folgendes: Im SETUP-Menü Funktion: Protokoll-Ausgabe muss das Ausgabemedium...
  • Seite 35: Protokollspeicher Anzeigen

    8 Protokollieren Navigieren Sie mit der Taste '+' oder '-' bis zur Displayanzeige: gespeicherte Zyklen ausgeben Drücken Sie die Taste 'P', um die Ausgabe des gewählten Programms zu starten. Während der Ausgabe zeigt das Display die Meldung: Ausgabe. Ê Ist die Ausgabe erfolgt, erscheint die Displayanzeige: Gespeicherte Zyklen ausgeben. Falls Sie das Untermenü...
  • Seite 36: Protokolle Richtig Lesen

    8 Protokollieren Navigieren Sie mit der Taste '+' oder '-' bis zur Displayanzeige: Alle Zyklen löschen Drücken Sie die Taste 'P', um alle Protokolle zu löschen. Um das Untermenü ohne Löschen zu verlassen, drücken Sie die Taste 'S'. Um das Menü nach dem Löschen zu verlassen, drücken Sie die Taste 'P'. Das Display zeigt die Meldung Funktion: Protokoll-Ausgabe.
  • Seite 37 8 Protokollieren Beispiel für ein Textprotokoll eines erfolgreich abgelaufenen Programms Autoklav-Typ ---------- gestartetes Programm aktuelles Tagesdatum Uhrzeit beim Programmstart Tageschargennummer Seriennummer Aufheiztemperatur Leitfähigkeit des Speisewassers WERTE DER PROGRAMMSCHRITTE Programmlaufphasen mit den dazugehörigen Werten für Druck, Temperatur und Zeit (relativ zum Programmstart) ZUSAMMENFASSUNG Kontrollmeldung mittlere Sterilisationstemperatur mit max.
  • Seite 38: Funktionsprüfungen

    9 Funktionsprüfungen 9 Funktionsprüfungen Automatische Funktionsprüfung Durch die elektronische Parametersteuerung wird das Zusammenwirken der sterilisationsrelevanten Para- meter Druck, Temperatur und Zeit ständig automatisch überwacht. Das Prozessbeurteilungssystem des Autoklaven vergleicht die Prozessparameter während des Programms untereinander und überwacht diese hinsichtlich ihrer Grenzwerte. Das Überwachungssystem des Autoklaven prüft die Gerätekomponenten hinsichtlich ihrer Funktionstüchtigkeit und ihres plausiblen Zusammenspiels.
  • Seite 39: Bowie & Dick-Test

    9 Funktionsprüfungen HINWEIS Bei einem angeschlossenen Protokolldrucker oder einem anderen Ausgabemedium und der Einstellung Sofort-Ausgabe JA erfolgt gleichzeitig ein Protokollausdruck. Bowie & Dick-Test Der Bowie & Dick-Test dient dem Nachweis der Dampfdurchdringung von porösen Materialien wie z. B. Textilien. Für den Bowie & Dick-Test werden im Fachhandel verschiedene Testsysteme angeboten. Führen Sie den Test nach den Herstellerangaben des Testsystems durch.
  • Seite 40: Vorwärmtemperatur Des Kessels Prüfen

    9 Funktionsprüfungen Vorwärmtemperatur des Kessels prüfen Drücken Sie die Taste '-' 2x, beim ersten Mal kurz und beim zweiten Mal gedrückt halten. AIN4: Temp. Vorheiz. 120°C Ê Die Anzeige wechselt von der Leitfähigkeit zur Vorwärmtemperatur des Kessels.
  • Seite 41: Instandhaltung

    Beachten Sie unbedingt die Hinweise zum Reinigen der betreffenden Teile. Sterilisierkammer, Kesseldichtfläche, Halterung, Tabletts Zur Werterhaltung Ihres Gerätes sowie zur Vermeidung von hartnäckigen Verunreinigungen und Ablage- rungen empfiehlt MELAG eine wöchentliche Reinigung der Oberflächen (z. B. mit dem MELAG Kesselrei- nigungsset). Reinigung der Sterilisierkammer, Kesseldichtfläche, Halterung und Tabletts ACHTUNG Beschädigung der Oberflächen...
  • Seite 42: Gehäuseteile

    10 Instandhaltung Wischen Sie die Oberflächen gründlich ab, um Reinigungsrückstände zu entfernen. Wiederholen Sie diesen Vorgang bei Bedarf nach Auswringen des Tuches. Ê Rückstände von Reinigungsmitteln können sich entzünden oder Ablagerungen auf den Instrumenten verursachen. Lassen Sie die gereinigten Bereiche vollständig trocknen. Dies kann einige Minuten dauern. Wischen Sie die gereinigten Oberflächen abschließend mit einem trockenen, fusselfreien Mikrofasertuch ab.
  • Seite 43: Fleckenbildung Vermeiden

    10 Instandhaltung Speise- und Abwasserseite reinigen ü Das Gerät ist kalt. Entfernen Sie den Tankdeckel und den Einfülltrichter. Reinigen Sie Speisewassereite (rechts) und Abwasserseite (links) mit einem fusselfreinem Tuch und frischem Speisewasser. Setzen Sie den Einfülltrichter und den Tankdeckel wieder ein. Fleckenbildung vermeiden Nur wenn Sie die Instrumente vor der Sterilisation richtig reinigen, vermeiden Sie, dass sich Rückstände von der zu sterilisierenden Beladung unter dem Dampfdruck während der Sterilisation lösen.
  • Seite 44: Sterilfilter Austauschen Oder Sterilisieren

    10 Instandhaltung Setzen Sie die Türdichtung in die Nut der Türronde ein. HINWEIS Beachten Sie, dass beim Einsetzen die breite Dichfläche zum Kessel zeigt! Nur bei korrektem Sitz der Türdichtung in der Nut ist ein einwandfreies Schließen der Tür gewährleistet und der Kessel dicht. Sterilfilter austauschen oder sterilisieren Der Sterilfilter muss turnusmäßig im Rahmen der Wartung ausgetauscht werden.
  • Seite 45 10 Instandhaltung Bringen Sie den Sterilfilter durch mäßigen Druck und gleichzeitiges Drehen am Haltestutzen an. Sterilfilter steriliseren Ziehen Sie den Sterilfilter durch Drehen und gleichzeitiges Ziehen vom Haltestutzen ab. Schieben Sie ein perforiertes Tablett in den Autoklaven und platzieren Sie den Sterilfilter senkrecht auf dem Tablett.
  • Seite 46: Filter Im Kessel Reinigen

    10 Instandhaltung Filter im Kessel reinigen Lösen Sie die beiden Befestigungsschrauben der Metallabdeckung in der Sterilisierkammer, z. B. mit einer Münze und nehmen Sie die Metallabdeckung Schrauben Sie zur Kontrolle und Reinigung den Filter „Kondensatrücklauf“ (Pos. a) und den Filter „Vakuum/ Strömung“ (Pos. b) gegen den Uhrzeigersinn aus der Öffnung heraus.
  • Seite 47: Betriebspausen

    11 Betriebspausen 11 Betriebspausen Sterilisierhäufigkeit Pausenzeiten zwischen einzelnen Programmen sind nicht erforderlich. Nach Ablauf bzw. Abbruch der Trocknungszeit und Entnahme des Sterilgutes können Sie den Autoklav sofort neu beladen und ein Pro- gramm starten. Betriebspausen Abhängig von der Dauer der Betriebspausen müssen folgende Maßnahmen eingehalten werden: Dauer der Betriebspause Maßnahme Kurze Pausen zwischen zwei...
  • Seite 48: Transport

    11 Betriebspausen Transport Transport innerhalb der Praxis ACHTUNG Bei Nichtbeachtung können Schäden am Gerät und Funktionsstörungen auftreten. Beachten Sie für den Transport innerhalb eines Raumes oder innerhalb der Praxis Folgendes: Bei Verwendung einer Wasser-Aufbereitungsanlage und/oder eines Abwasserschlauches schließen Sie den Wasserzulauf und entfernen Sie die Schlauchanschlüsse an der Geräterückseite. Wenn Sie die Halterung und die Tabletts oder Kassetten beim Transport in der Sterilisierkammer belassen möchten, schützen Sie die Oberfläche der Türronde.
  • Seite 49: Betriebsstörungen

    Sollten Sie das betreffende Ereignis nicht in der aufgeführten Tabelle finden oder Ihre Handlungen nicht zum Erfolg führen, dann wenden Sie sich an Ihren Fachhändler oder an den autorisierten MELAG-Kun- dendienst in Ihrer Nähe. Halten Sie die Seriennummer Ihres Gerätes und eine detaillierte Beschreibung...
  • Seite 50: Warnmeldungen

    Start eines Programmes. Der Sie bitte einen autorisierten Kundendienst/ prüfen eingebaute Strömungswächter Techniker des Fachhandels. schließt nicht. Bei Verwednung einer Wasser-Aufbereitungsanlage von MELAG: Der Warnhinweis erscheint nach MELAdem 40/53/53 C: dem Start eines Programmes. Der Die Wasser-Aufbereitungsanlage eingebaute Strömungswächter kontrollieren, ggf.
  • Seite 51 Start durch nochmaliges Drücken der schlecht/ Patrone/ ist zu hoch. Taste 'S' noch möglich. Modul tauschen Leitfähigkeit ≥ 40 µS/cm Bei Verwendung einer Wasser-Aufbereitungsanlage von MELAG: Das Mischbettharz ist verbraucht. MELAdem 40: Tauschen Sie das Mischbettharz (Art.-Nr. 61026) aus, siehe Benutzerhandbuch der Wasser- Aufbereitungsanlage.
  • Seite 52 12 Betriebsstörungen Ereignis Mögliche Ursachen Was Sie tun können Ausgabemedium ist Der Autoklav wird ohne Stellen Sie im Menü Protokoll- nicht bereit Ausgabemedium betrieben, aber es Ausgabe die Option kein ist ein Ausgabemedium angemeldet. Ausgabemedium ein. Das Ausgabemedium ist nicht richtig Kontrollieren Sie den korrekten Anschluss angeschlossen.
  • Seite 53 12 Betriebsstörungen Ereignis Mögliche Ursachen Was Sie tun können Vakuumtest nicht Die beim Vakuumtest ermittelte Kontrollieren Sie die Türdichtung und erfolgreich Leckrate liegt über dem maximal den Kesselflansch auf Sauberkeit und, zulässigen Wert von 1,3 mbar. wenn nötig, reinigen Sie die Bereiche. Leckrate: > 1,3 mbar Die Türdichtung und/ oder der Kontrollieren Sie die Türdichtung auf...
  • Seite 54: Störungsmeldungen

    12 Betriebsstörungen Störungsmeldungen Ereignis Mögliche Ursachen Was Sie tun können Die Türdichtung und/oder die Kontrollieren Sie die Türdichtung und die Dichtfläche Dichtfläche an der Sterilisierkammer ist an der Sterilisierkammer auf Verschmutzungen und verschmutzt oder die Türdichtung ist Fremdkörper, reinigen Sie diese ggf. Kontrollieren defekt.
  • Seite 55 12 Betriebsstörungen Ereignis Mögliche Ursachen Was Sie tun können Der Überhitzungsschutz hat ausgelöst. Drücken Sie den Rückstellknopf Überhitzungsschutz an der Vorderseite des Autoklaven rechts unten (hinter der Abdeckung) wieder hinein. Der Autoklav ist überladen. Beachten Sie die maximal zulässigen Beladungsmengen, siehe Autoklav beladen [} Seite 20].
  • Seite 56 12 Betriebsstörungen Ereignis Mögliche Ursachen Was Sie tun können Der Überhitzungsschutz des Lassen Sie den Autoklav ca. 2 min abkühlen und Rohrheizkörpers hat ausgelöst. starten Sie das Programm erneut. HINWEIS: Diese Meldung kann auftreten, wenn ein Programm sofort nach einer Störung oder einem Programmabbruch erneut gestartet wurde.
  • Seite 57 12 Betriebsstörungen Ereignis Mögliche Ursachen Was Sie tun können Die maximal zulässige Lassen Sie die gebäudeseitige Installation prüfen Temperaturdifferenz wurde (z. B. Sicherungsautomaten), testen Sie den überschritten. Autoklav an einer anderen Steckdose bzw. einem anderen Stromkreis. Bei wiederholtem Auftreten kontaktieren Sie bitte einen autorisierten Kundendienst/Techniker des Fachhandels.
  • Seite 58 12 Betriebsstörungen Ereignis Mögliche Ursachen Was Sie tun können Der erforderliche Kammerdruck wurde Beachten Sie die maximal zulässigen während der Sterilisation unterschritten. Beladungsmengen, siehe Autoklav beladen [} Seite 20]. Führen Sie ggf. einen Vakuumtest Der Autoklav ist ggf. überladen. durch, siehe Vakuumtest [} Seite 38].
  • Seite 59 12 Betriebsstörungen Ereignis Mögliche Ursachen Was Sie tun können Die Sterilisiertemperatur am Beachten Sie die maximal zulässigen Temperatursensor 2 wurde Beladungsmengen, siehe Autoklav beladen unterschritten. [} Seite 20]. Führen Sie ggf. einen Vakuumtest durch, siehe Vakuumtest [} Seite 38]. Der Autoklav ist ggf. überladen. Die Türdichtung und/oder die Kontrollieren Sie die Türdichtung und die Dichtfläche Dichtfläche an der Sterilisierkammer ist...
  • Seite 60: Tür-Not-Öffnen Bei Stromausfall

    12 Betriebsstörungen Tür-Not-Öffnen bei Stromausfall WARNUNG Der Autoklav muss vollständig druckentlastet sein! Nichtbeachtung kann zu schweren Verbrühungen/Verletzungen führen. Zwischen Sterilfilter und der Rückseite des Autoklaven darf kein Dampf austreten. Der Verschluss-Schiebegriff muss sich leicht betätigen lassen. Die Tür muss sich mit geringem Druck ca. 2 mm nach hinten drücken lassen. Lassen Sie den Autoklav unbedingt abkühlen.
  • Seite 61: Gerätesicherungen Austauschen

    12 Betriebsstörungen Gerätesicherungen austauschen Wenn die Gerätesicherungen ausgelöst haben, gehen Sie für den Austausch wie folgt vor: Schalten Sie den Autoklav am Netzschalter aus und ziehen Sie den Netzstecker aus der Steckdose. Öffnen Sie die Tür manuell, siehe Tür-Not-Öffnen bei Stromausfall [} Seite 60].
  • Seite 62: Technische Daten

    Die Angabe kann sich in Abhängigkeit von der Beladung um bis zu 4 kg beim Euroklav 23 VS+ sowie bis zu 3 kg beim Euroklav 29 VS+ erhöhen. Bei Verwendung einer Wasser-Aufbereitungsanlage muss das zusätzliche Gewicht der Wasser-Aufbereitungsanlage berücksichtigt werden. Bei Verwendung einer Wasser-Aufbereitungsanlage. Optional: automatisch über den Einwegablauf mit dem MELAG-Nachrüstsatz für den Tankablauf...
  • Seite 63: Zubehör Und Ersatzteile

    14 Zubehör und Ersatzteile 14 Zubehör und Ersatzteile Alle aufgeführten Artikel sowie eine Übersicht über weiteres Zubehör sind über den Fachhandel zu beziehen. Kategorie Artikel Art.-Nr. 23 VS+ 29 VS+ Kammer- Kammer- tiefe tiefe 45 cm 35 cm Halterungen Halterung A Plus 82630 82620 für 5 Tabletts oder 3 Sterilisierbehälter Halterung D 46840...
  • Seite 64: Glossar

    Sterilisierzyklus einen Wert nicht überschreitet, der zu einer Beschädigung des Ver- Autorisierter Techniker Ein autorisierter Techniker ist eine von MELAG ge- packungsmaterials führen könnte. [EN 13060] schulte und autorisierte Person eines Kunden- dienstes oder Fachhandels. Nur dieser Techniker...
  • Seite 65 Glossar genüber den vorgesehenen Einstellungen. [siehe körperlänge D…Hohlkörperdurchmesser [siehe EN 13060] EN 13060] Leitfähigkeit Prozessbeurteilungssystem Als Leitfähigkeit wird die Fähigkeit eines leitfähigen auch Self-Monitoring-System – beobachtet sich chemischen Stoffes oder Stoffgemisches bezeich- selbst, vergleicht Messfühler während laufender net, Energie oder andere Stoffe oder Teilchen im Programme untereinander Raum zu leiten oder zu übertragen.
  • Seite 66 MELAG Medizintechnik GmbH & Co. KG Geneststraße 6-10 10829 Berlin Deutschland E-Mail: info@melag.de Web: www.melag.com Originalbetriebsanleitung Verantwortlich für den Inhalt: MELAG Medizintechnik GmbH & Co. KG Technische Änderungen vorbehalten Ihr Fachhändler...

Diese Anleitung auch für:

Euroklav 29 vs+

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