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AWH TANKO RT Betriebs- Und Montageanleitung Seite 27

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Retraktorsystem TANKO-RT/-RTS
Grundprinzip des Retractors ist die Trennung zwischen Ruhezustand (geschlossener Aufbau, der
Sprühkopf M befindet sich im Hydrorohr N und damit außerhalb des zu reinigenden Behälters) und
Reinigungszustand (der Sprühkopf ist zur Reinigung in den Behälter ausgefahren). Der Antrieb für diese
Bewegung erfolgt durch einen Pneumatikzylinder (Arbeitszylinder P).
Am Zentrallager wird mit Abdichtung zur Kolbenstange sowie zur Gehäusewand eine vollständige
Trennung von Antriebs- und Reinigungsbereich realisiert.
Das Gehäuse des Retractors (Hydrorohr) ist am zu reinigenden Behälter fest installiert. Im
geschlossenen Zustand (z.B. während des Produktionsprozesses) befindet sich der Sprühkopf (M) im
Gehäuse und dichtet mit der Tankwand bzw. dem Stutzen ab.
Wird das Retractorsystem innerhalb des Wirkbereichs von Einbauten eingesetzt, d.h. besteht die
Möglichkeit der Kollision des ausgefahrenen Sprühkopfes mit beweglichen Einbauten im Behälter, so
ist der sichere Betrieb des Retractorsystems nur mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen möglich. Es ist
zusätzlich im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung bzw. Risikobeurteilung durch den Verwender die
funktionale Anforderung an die Steuerung des Retractorsystems und ggf. zusätzlich notwendiger
Überwachungseinrichtungen am Behälter zur Vermeidung der Kollision zwischen Sprühkopf und
Einbauten festzulegen und zu realisieren. Dabei sind folgende Funktionen und deren Überwachung
sicherzustellen:
Druckluftausfall; Der Behälter mit Retractorsystem muss sicherheitsgerichtet abgefahren werden.
Die Ruhepositionen von beweglichen Einbauten, müssen festgelegt und überwachbar sein.
Nach Abschalten des Reinigungsmediums bis zum Stillstand des Sprühkopfes ist eine Nachlaufzeit
von 1 Minute zu berücksichtigen. Erst nach dieser Zeit darf der Sprühkopf eingefahren werden.
Der Prozess darf nach abgeschlossenem Reinigungsprozess erst wieder gestartet werden, wenn der
Arbeitszylinder des TANKO-RT/RTS in der eingefahrenen (geschlossenen) Position ist.
Im Ruhezustand des Retractorsystems (Arbeitszylinder in der Position „eingefahren", Signal G1) und
während des Betriebs der Anlage muss Druckluft auf dem Pneumatikanschluss E (Arbeitszylinder
einfahren) des Arbeitszylinders anliegen.
Durch die betreiberseitige Steuerung ist sicherzustellen, dass der Reinigungsmodus nur gestartet
werden kann, wenn sich die beweglichen Einbauten der Anlage, in deren Wirkbereich der Sprühkopf
sich bewegt, in Ihrer Ruheposition befinden und gegen Wiedereinschalten gesichert sind.
Ist diese Voraussetzung erfüllt, fährt mit Start der Reinigung der Arbeitszylinder die Kolbenstange mit
dem daran befestigten Sprühkopf bis zur Endposition in den Behälter ein. Das anschließend ins
Hydrorohr einströmende Reinigungsmedium erzeugt im Innern des Rohres einen Staudruck, der
zusammen mit dem Mediendurchfluss den rotierenden Sprühkopf in Rotation versetzt. Der statische
Sprühkopf bleibt in seiner Position und dreht nicht.
Dabei kommt das bewährte Prinzip der Schwallreiniger zum Tragen. Das Reinigungsgerät besprüht die
Innenfläche des Behälters mit dem Reinigungsmedium. Das zu entsorgende Material wird an- bzw.
abgelöst und abgeführt.
Nach Beendigung des Reinigungsprozesses kann der Retractor zur Vermeidung von Restflüssigkeit
trocken geblasen werden. Die Ausblaszeit sollte 0,5 – 1 Minute betragen und 1 Minute nicht
überschreiten. Die maximalen Drücke dafür (siehe
dürfen nicht überschritten werden. Anschließend fährt der Sprühkopf vollständig in das Gehäuse zurück
und dichtet über einen O-Ring zum Behälterinnenraum vollständig ab.
Der Programmablauf dieser Bewegungen ist über die kundenseitige Steuerung zu definieren.
3 Aufbau und Funktion
Tabelle 3.3-3: Betriebsparameter
Original-Betriebs-/Montageanleitung 2020/12
Hydraulikseite)
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Diese Anleitung auch für:

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