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Meyra 9.500 Wartungs- Und Serviceanleitung

Meyra 9.500 Wartungs- Und Serviceanleitung

Elektrorollstuhl
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Elektrorollstuhl
Modelle: 9.500
Wartungs- und Serviceanleitung
W i r b e w e g e n M e n s c h e n .
Inhaltsverzeichnis
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Inhaltszusammenfassung für Meyra 9.500

  • Seite 1 Elektrorollstuhl Modelle: 9.500 Wartungs- und Serviceanleitung W i r b e w e g e n M e n s c h e n .
  • Seite 2: Inhaltsverzeichnis

    Inhalt Allgemeines Vorwort Anforderungen an das Werkstattpersonal Kundendienst Hinweise zu Wartungs- und Servicearbeiten Fahrzeug-Identifi zierung Begriff serklärung Servicestellung Sicherheitshinweise Lagerung Benötigte Werkzeuge und Hilfsmittel Anpassungs- und Einstellarbeiten Beinstütze Mechanische Beinstütze Höhe der Fußplatte einstellen Armlehnen Armlehnenhöhe einstellen Tiefenanpassung der Armpolster Kleiderschutzhöhe einstellen Kabelverlegung Sitz...
  • Seite 3 Batterien Batteriekasten herausnehmen Batteriekasten einsetzen Ladegerät Antrieb Antrieb ausbauen Antrieb einbauen Kohlebürsten Kohlebürsten ausbauen Kohlebürsten einbauen Powermodul Kontaktbelegung Lichtmodul Kontaktbelegung Programmierung des Fahrverhaltens Standard-Einstellungen der VR2-Fahrparameter Standard-Einstellung der VR2-Fahrparameter bis 6 km/h Fehlerdiagnose < LED >-Bedienmodul Störungsdarstellungen durch die Batterieanzeige Informationsdarstellungen durch die Batterieanzeige Informationsdarstellungen durch die Anzeige der Geschwindigkeitsvorwahl Funktionsprüfung...
  • Seite 4: Allgemeines

    Arbeiten am Rollstuhl betraut sind, lich). sorgfältig zu lesen und zu beachten. Alle erforderlichen Dokumente sowie zusätzliche Informationen über unsere Produkte befi nden sich auf unserer Webseite unter: Kundendienst < www.meyra.de >. Technische Fragen beantwortet Ihnen gern Ihr na- tionaler Meyra Vertriebspartner.
  • Seite 5: Hinweise Zu Wartungs- Und Servicearbeiten

    Hinweise zu Wartungs- und Arbeiten am Fahrzeug Servicearbeiten ☞ Für Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten ist das Fahrzeug auszuschalten und gegen un- ☞ Jeder Rollstuhl sollte einmal im Jahr zur Inspek- gewollte Rollbewegungen zu sichern. tion. ☞ Zusätzlich ist Haupt-/Batteriesicherung zu ent- –...
  • Seite 6: Fahrzeug-Identifi Zierung

    FAHRZEUG-IDENTIFIZIERUNG Zur eindeutigen Fahrzeug-Identifi zierung im Falle von Rückfragen oder bei einer Ersatzteilbestellung sind folgende Angaben dem Typenschild zu ent- nehmen: ☞ siehe Muster-Typenschild [1] Die Modellbezeichnung (im Feld Type bzw. Typ) 2. Die Serien-Nummer (neben dem Feld SN) BEGRIFFSERKLÄRUNG Hier fi...
  • Seite 7: Sicherheitshinweise

    SICHERHEITSHINWEISE BENÖTIGTE WERKZEUGE UND HILFSMITTEL ☞ Tragen Sie bei Service-Arbeiten geeignete Be- kleidung sowie ggf. Handschuhe und Schutz- Für die Einstell- und Wartungsarbeiten empfehlen brille. wir den Einsatz von qualitativ hochwertigem Werk- – Verletzungsgefahr durch falsche Arbeitsklei- zeug. dung. ☞ Durch den Einsatz von qualitativ hochwerti- gem Werkzeug können z.
  • Seite 8: Anpassungs- Und Einstellarbeiten

    ANPASSUNGS- UND EINSTELLARBEITEN In den folgenden Kapiteln wird die Anpassung des Rollstuh- les auf die sich ändernden individuellen Bedürfnisse des Nutzers beschrieben. BEINSTÜTZE Mechanische Beinstütze Höhe der Fußplatte einstellen – Zur Einstellung der Höhe die Verschraubung (1) demon- tieren. – Die Fußplatte auf die gewünschte Höhe teleskopieren und die Verschraubung (1) wieder montieren.
  • Seite 9: Armlehnen

    ARMLEHNEN Armlehnenhöhe einstellen Zum Einstellen der Armlehnenhöhe die Klemmschraube (1) lösen, die Armlehne auf die gewünschte Höhe halten und die Klemmschraube (1) wieder festdrehen. Achtung: Vor dem Lösen der Klemmschraube (1) die Armleh- ne gegen Herunterfallen mit einer Hand sichern. – Quetschgefahr bei demontierter oder zu leicht angezo- gener eingeschraubter Klemmschraube (1)! Beim Einstellen ist die maximale Armlehnenhöhe er-...
  • Seite 10: Sitz

    SITZ Sitzbreite einstellen Zum Einstellen der Sitzbreite die Klemmschraube (1) lösen, die Armlehnenaufnahme je Seite um das gleiche Maß ver- schieben und die Klemmschraube (1) wieder festdrehen. Achtung: Beim Einstellen ist die maximale Sitzbreite erreicht, wenn eine Markierung über dem Aufnahmerohr sicht- bar wird [2].
  • Seite 11: Rückenlehne

    RÜCKENLEHNE Winkelverstellbare Rückenlehne Zum Umrüsten der Standard-Rückenlehne auf eine win- kelverstellbare Rückenlehne [1] muss die vorhandene Stan- dard-Rückenlehne demontiert werden. Dazu sind die Be- festigungsschrauben (2) ganz herauszuschrauben und die Rückenlehne ist abzunehmen. Nach dem Demontieren der Aufnahmegabel (3) wird der vorhandene Rückengurt über die Rückenrohre gezogen und entsprechend der gewählten Rückenhöhe am Rohrbo- gen befestigt.
  • Seite 12: Räder

    RÄDER Radwechsel Vor der Demontage eines Rades den Elektrorollstuhl gegen Fortrollen sichern und kippsicher abstützen. ☞ Reifen immer paarweise erneuern. Achtung: Niemals für die Demontage des Rades die Verbindungs- schrauben der Felgenhälften (1) lösen. – Verletzungsgefahr! Antriebsräder demontieren Vor der Demontage der Antriebsräder ist die jeweilige mitt- lere Abdeckung zu entfernen (2) und das Rad durch De- montieren der Radmutter (3) abzuziehen.
  • Seite 13: Steuerkopf Einstellen

    Steuerkopf einstellen Bei einer wackligen Lenkradgabel ist der Steuerkopf durch Nachziehen der Steuerkopfmutter (1) zu befestigen. ☞ Dazu das Kapitel Anzugsmomente nach DIN für Schraub- verbindungen auf Seite 31 beachten. Lenkräder demontieren Vor dem Austausch oder einer Reparatur ist das Lenkrad zu demontieren.
  • Seite 14: Sicherungen

    SICHERUNGEN Hauptsicherung Die Haupt-/Batteriesicherungen (1) stecken rechts oben im Sicherungshalter der Batteriekästen. Elektronische Absicherung Powermodul Alle elektrischen Komponenten (bis auf die Batterien) wer- den elektronisch durch das Powermodul (2) abgesichert. Das Powermodul sorgt außerdem für eine Strombegren- zung der Motoren. Im Fall eines Kurzschlusses wird die defekte Komponente deaktiviert.
  • Seite 15: Beleuchtung

    BELEUCHTUNG Der Elektrorollstuhl kann mit einer LED-Beleuchtung ausge- rüstet werden [1]. Die Fahrscheinwerfer sind, je Seite, mit der Klemmschelle (2) am vorderen Rahmenrohr zu befestigen [3]. Die Rückleuchten sind, je Seite, mit den Verschraubungen M5 (4) am hinteren Rahmen zu befestigen [5]. Das Lichtmodul (6) ist auf den Haltewinkel des Powermo- duls (7) zu schrauben.
  • Seite 16: Batterien

    BATTERIEN Nach dem Herausheben des Batteriekastens können die Batterien [1] ausgetauscht werden. Batteriekasten herausnehmen Servicestellung herstellen. 2. Batteriesicherungsgurt öff nen und den Batteriekasten mit dem Tragegurt herausheben. 3. Bei Bedarf den Deckel des Batteriekastens abheben. Batteriekasten einsetzen Das Einsetzen des Batteriekastens erfolgt sinngemäß in der umgekehrten Reihenfolge zum Kapitel Batteriekasten her- ausnehmen auf Seite 16.
  • Seite 17: Ladegerät

    LADEGERÄT ☞ Hinweis: ☞ Beim Wechsel auf Batterien mit erheblich abweichen- der Kapazität ist auch ein angepasstes Ladegerät zu verwenden, damit die Ladezeiten begrenzt bleiben und die Batterien vollständig geladen werden. ☞ Bei Wechsel des sekundärseitigen Steckers [B] (Teile- Nr. 206 917 100) muss eine Brücke (4), siehe Innenan- sicht des Steckers, zwischen die Kontakte 2 (Masse) und 3 gelötet werden.
  • Seite 18: Antrieb

    ANTRIEB Das Fahrzeug ist beidseitig mit je einem Antrieb versehen. Ein Antrieb besteht aus dem Motor (1), der Magnetbremse (2) und dem Schneckengetriebe (3). Der Antrieb kann nur komplett ausgetauscht werden. Antrieb ausbauen Im Folgenden wird der Austausch des linken Antriebes be- schrieben.
  • Seite 19: Kohlebürsten

    Kohlebürsten Die Kohlebürsten (1) werden im Satz geliefert und sind im- mer satzweise auszutauschen. ☞ Nicht die Schleiffl äche der Kohlebürste berühren! ☞ Die Kohlebürsten sind verschlissen, wenn sie bis auf 3 mm Länge abgenutzt sind. Sie sind ebenfalls auszutauschen, wenn die Kontakt- fl...
  • Seite 20: Powermodul

    POWERMODUL Das Powermodul (1) speichert die Einstellung der Fahrpara- meter und übernimmt als Leistungselektronik die Ansteue- rung der Fahrmotore. Alle Ein- und Ausgänge des Powermoduls sind kurzschluss- fest, so dass Schmelzsicherungen entfallen. Das Powermodul ist auf einem Montageblech vor der Kreuzstrebe montiert.
  • Seite 21: Programmierung Des Fahrverhaltens

    PROGRAMMIERUNG DES Standard-Einstellungen der VR2-Fahrparame- FAHRVERHALTENS Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Parame- terwerte sind so gewählt, dass die Prüfungsanfor- Das Fahrverhalten des Elektrofahrzeugs kann, fahr- derungen zur Zertifi zierung CE erfüllt werden. zeugabhängig, über ein Programmiergerät einge- stellt werden. Die Parameterwerte des Auslieferungszustandes Standard-Einstellung der VR2-Fahrparame- sind so gewählt, dass die Anforderungen zur Erfül-...
  • Seite 22: Fehlerdiagnose

    < LED >-Bedienmodul ☞ Lässt sich die Störung nicht beheben und das Fahrzeug nicht weiterbetreiben, wenden Sie sich an ihren natio- nalen Meyra-Ortopedia Vertriebspartner. Störungsdarstellungen durch die Batterieanzeige Im Falle einer Störung wird der Elektrorollstuhl sicherheits- halber stillgesetzt und die Leuchtsegmente der Batteriean- zeige (1) blinken schnell.
  • Seite 23 Störungsursache Störungsbehebung Die Batteriespannung ist zu hoch (Berg- Den Stecker am Bedienmodul sowie die Bat- abfahrt) oder die Anschlüsse haben eine terieanschlüsse kontrollieren. schlechte Verbindung. Die Joystickkommunikation ist defekt. Anschlußkabel prüfen.
  • Seite 24: Informationsdarstellungen Durch Die Batterieanzeige

    Informationsdarstellungen durch die Batterieanzeige Zur Informationsdarstellung blinken die Leuchtsegmente der Batterieanzeige (1) langsam. Die Anzahl der blinkenden Segmente gibt Aufschluss über die Art der Information. Information Ursache Behebung Laufl icht auf-/ab- Joystick zu früh ausgelenkt. Den Joystick loslassen, das Bedienmodul wärts ausschalten und wieder einschalten.
  • Seite 25: Informationsdarstellungen Durch Die Anzeige Der Geschwindigkeitsvorwahl

    Informationsdarstellungen durch die Anzeige der Ge- schwindigkeitsvorwahl Zur Informationsdarstellung blinken die Leuchtsegmente der Anzeige der Geschwindigkeitsvorwahl (1). Information Ursache Behebung Laufl icht auf-/ab- Die Wegfahrsperre ist eingeschal- Die Wegfahrsperre ausschalten. ☞ Siehe dazu Kapitel < Wegfahrsperre >. wärts tet. Langsam blinkend Die automatische Geschwindig- Die elektrische Verstellung in Grundposition keitsreduzierung ist aktiv.
  • Seite 26: Funktionsprüfung

    FUNKTIONSPRÜFUNG Bremsweg Bei der Programmierung des Verzögerungswertes ist der Maximalwert des Bremsweges der EN 12184 Kontrolle der Kabelverlegung zu beachten. Nach dem Austausch defekter Teile und bei der Wartung ist die korrekte Kabelführung der Kabel zu Maximaler Bremsweg der EN 12184 überprüfen.
  • Seite 27: Wartung

    W i r b e w e g e n M e n s c h e n . WARTUNG Wiedereinsatz Vor jedem Wiedereinsatz ist der Rollstuhl einer Rollstühle sind Medizinprodukte der Klasse I-MPG. kompletten Inspektion zu unterziehen. Wir empfehlen mindestens einmal pro Jahr. Die ausgeführten Arbeiten und der Austausch wesent- ☞...
  • Seite 28: Wartungs-Checkliste Der Jährlichen Inspektionsarbeiten

    Wartungs-Checkliste der jährlichen Inspektionsarbeiten Vorarbeiten zur Sichtprüfung ❑ Sitz- und Rückenelement, Beinstützen, Armlehneneinheiten entfernt. Ggf. das Fahrzeug oder Teil- bereiche vor der Sichtprüfung gereinigt. Sichtprüfung Karosserie ❑ Rahmen, Anbauteile und Zubehör auf Beschädigung, Korrosion sowie Lackschäden geprüft. ❑ Abdeckungen sowie Verkleidungen weisen keine Verformungen oder Brüche auf. ❑...
  • Seite 29 Wartungs-Checkliste der jährlichen Inspektionsarbeiten Batterien ❑ Keine Verschmutzung sowie äußere Beschädigungen der Batterien. ❑ Verschraubung der Batteriepole geprüft. ❑ Pole und Anschlussklemmen sind sauber und mit Vaseline oder Säureschutzfett gefettet. ❑ Abdeckkappen auf den Batteriepolen vorhanden. ❑ Gebrauchstauglichkeit der Batterien gewährleistet (Kapazitätsprüfung erfolgt). ❑...
  • Seite 30 Wartungs-Checkliste der jährlichen Inspektionsarbeiten Bremsen ❑ Bremsen auf Funktion geprüft. ❑ Der maximale Bremsweg entspricht der EN 12184. Ölen/Fetten ❑ Drehpunkte und Lagerstellen von Bedienhebeln und beweglichen Teilen auf Leichtgängigkeit geprüft. ❑ Bowdenzüge auf Funktion und Leichtgängigkeit geprüft. Endkontrolle ❑ Beleuchtungs- und Signaleinrichtung geprüfen.
  • Seite 31: Din-Normen Und Richtlinien

    DIN-Normen und Richtlinien Anzugsmomente nach DIN für Schraub- verbindungen Die Anzugsmomente nach DIN für Schraubverbindungen sind der nebenstehenden Tabelle zu entnehmen. Gewindedurch- Anzugsmoment messer Reifen 3 Nm Fülldruck vorn: ........ min. 2,5 / max. 3,5 bar (35 psi) 5 Nm Fülldruck hinten: ......
  • Seite 32: Schaltplan

    SCHALTPLAN...
  • Seite 33: Notizen

    NOTIZEN...
  • Seite 34 NOTIZEN...
  • Seite 35 NOTIZEN...
  • Seite 36 Ihr Fachhändler MEYRA GmbH Meyra-Ring 2 D-32689 Kalletal-Kalldorf +49 5733 922 - 311 +49 5733 922 - 9311 info@meyra.de www.meyra.de MEYRA 1 073 343 (Stand 2013-10) Technische Änderungen vorbehalten. Original-Wartungs- und Serviceanleitung.

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