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Äquatoriale (Polare) Ausrichtung - Meade Instruments Lx600 Bedienungsanleitung

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ANHANG E: ÄQUATORIALE (POLARE) AUSRICHTUNG
Äquatoriale Ausrichtung
Bei äquatorialer (oder "polarer") Ausrichtung ist das Teleskop so
ausgerichtet, dass die horizontale und vertikale Achse des Teleskops
mit dem himmlischen Koordinatensystem ausgerichtet ist.
Wichtiger Hinweis: Die Option Telescope: Mount" des Setup-Menüs
ist werkseitig auf "Alt-az" als Standard eingestellt. Das in diesem
Abschnitt vorgestellte Beispiel geht davon aus, dass Sie zum ersten
Mal eine Ausrichtung mit Ihrem Teleskop und damit dem "Teleskop"
durchführen: Die Option "Telescope: Mount" muss nicht ausgewählt
werden.
Wenn das Teleskop parallaktisch aufgestellt ist, müssen Sie die Option
"Polar" aus dem Menü AutoStar II "Telescope Mount" wählen.
Um Ihr Teleskop parallaktisch auszurichten, ist es wichtig, zu verstehen,
wie und wo Himmelsobjekte zu lokalisieren sind, während sie sich über
den Himmel bewegen. Dieser Abschnitt bietet eine grundlegende
Einführung in die Terminologie der parallaktisch ausgerichteten
Astronomie und enthält Anweisungen zum Auffinden des Himmelspols
und zum Auffinden von Objekten am Nachthimmel mittels Deklination
und Rektaszension.
Norpol
(bei
Polaris)
Erd-
Drehung
Rektaszension
S ü d l i c h e r
Himmelspol
Abb. 19. Himmels-Sphäre.
Himmels-Koordinaten
Es wurde ein himmlisches Koordinatensystem geschaffen, das eine
imaginäre Kugel um die Erde herum abbildet, auf der alle Sterne zu
liegen scheinen. Dieses Kartensystem ist vergleichbar mit dem System
der Breitengrade und Längengrade auf Erdoberflächenkarten.
Bei der Kartierung der Erdoberfläche werden Längengrade zwischen
Nord- und Südpol und Breitengrade in Ost-West-Richtung, parallel zum
Erdäquator, gezogen. Ebenso wurden imaginäre Linien gezeichnet, um
ein Breiten- und Längengrad-Gitter für die Himmelskugel zu bilden.
Diese Linien werden als Rektaszension und Deklination bezeichnet.
Die Himmelskarte enthält auch zwei Pole und einen Äquator wie eine
Karte der Erde. Die Pole dieses Koordinatensystems sind definiert
als die beiden Punkte, an denen der Nord- und Südpol der Erde (d.h.
die Erdachse), wenn er bis zur Unendlichkeit verlängert wird, die
Himmelskugel durchqueren würde. Der Nordhimmelspol (Abb. 19, 1)
ist also der Punkt am Himmel, an dem eine Verlängerung des Nordpols
die Himmelskugel schneidet. Der Nordstern, Polaris, befindet sich sehr
nahe dem Nordhimmelspol (Abb. 19, 1). Der Himmelsäquator (Abb. 19,
2) ist eine Projektion des Erdäquators auf die Himmelskugel.So wie die
Position eines Objekts auf der Erdoberfläche durch seine Breite und
Länge bestimmt werden kann, können auch Himmelsobjekte durch
Rektaszension und Deklination lokalisiert werden. Zum Beispiel: Sie
können Los Angeles, Kalifornien, anhand seiner Breite (+34°) und Länge
(118°) lokalisieren. Ebenso können Sie den Ringnebel (M57) durch
seinen Rektaszension (18h) und seine Deklination (+33°) lokalisieren.
-
Rektaszension (RA): Diese himmlische Version
des Längengrades wird in Einheiten von Stunden
(hr), Minuten (min) und Sekunden (sec) auf einer
24-Stunden-Uhr gemessen (ähnlich wie die Zeitzonen
der Erde durch Längengrade bestimmt werden).
Die "Null"-Linie wurde willkürlich gewählt, um das
Sternbild Pegasus zu passieren, eine Art kosmischer
Greenwich-Meridian. Der RA-Koordinatenbereich
reicht von 0hr 0min 0min 0sec bis 23hr 59min 59sec.
Es gibt 24 Primärlinien von RA, die sich in Abständen
von 15 Grad entlang des Himmelsäquators befinden.
Objekte, die sich immer weiter östlich der Null-RA-
Himmel-
Gitterlinie (0hr 0min 0sec) befinden, tragen höhere
äquator
RA-Koordinaten.
-
Deklination (DEC): Diese himmlische Version des
Breitengrades wird in Grad, Bogenminuten und
Bogensekunden gemessen (z.B. 15° 27' 33"). DEC-
Positionen nördlich des Himmelsäquators sind mit
einem Plus-(+)-Zeichen gekennzeichnet (z.B. ist die
DEC des Nordhimmelspols +90°). DEC-Positionen
südlich des Himmelsäquators werden mit einem
Minuszeichen (-) gekennzeichnet (z.B. ist die DEC
des südlichen Himmelspols -90°). Jedem Punkt auf
dem Himmelsäquator (wie den Sternbildern Orion,
Jungfrau und Wassermann) wird eine Deklination von
Null zugeschrieben, die als 0° 0' 0" dargestellt wird.
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