Serie
Sicherheitshinweise Antrieb 1
Vor der Inbetriebnahme durchlesen.
Design
Warnung
1. Es besteht die Gefahr von abrupten, unvor-
hersehbaren Zylinderbewegungen, wenn gleit-
ende Teile der Anlage durch externe Kräfte o. ä.
verbogen werden.
In solchen Fällen besteht Verletzungsgefahr, z. B. durch ein Mitreißen der
Hände oder Füße in die Anlage, oder die Anlage selbst kann beschädigt
werden. Daher ist die Anlage auf einen gleichmäßigenBetrieb einzustel-
len, und so zu konzipieren, dass derartigen Risiken vorgebeugt wird.
2. Eine Schutzabdeckung wird empfohlen, um die
Verletzungsgefahr so gering wie möglich zu halten.
Wenn fix montierte Objekte und bewegliche Zylinderteile eine
Verletzungsgefahr darstellen, muss die Anlage so konzipiert werden,
dass direkter Körperkontakt vermieden wird.
3. Ziehen Sie alle feststehenden und angeschlos-
senen Teile so fest, dass sie sich nicht lösen kön-
nen.
Insbesondere wenn ein Zylinder mit hoher Geschwindigkeit betrieben
oder an Orten mit starken Vibrationserscheinungen aufgestellt wird, ist
sicherzustellen, dass alle Teile fest angezogen bleiben.
4. Eventuell kann eine Verzögerungsschaltung
oder ein Stoßdämpfer erforderlich sein.
Wird ein Objekt mit hoher Geschwindigkeit angetrieben, oder ist die Last
sehr schwer, so ist die zylindereigene Dämpfung nicht ausreichend, um
den Aufprall zu absorbieren. Bauen Sie eine Verzögerungsschaltung
ein, um die Geschwindigkeit vor dem Dämpfungsvorgang zu reduzie-
ren, oder installieren Sie einen externen Stoßdämpfer, um den Aufprall
abzuschwächen. In diesem Fall sollte auch die Festigkeit der Anlage
überprüft werden.
5. Ziehen Sie einen möglichen Betriebsdruck-
abfall durch Stromausfall o.ä. in Betracht.
Wird ein Zylinder in einem Klemmmechanismus verwendet, besteht
die Gefahr, dass Werkstücke hinunterfallen, wenn die Klemmkraft auf-
grund eines durch Stromausfall usw. verursachten Systemdruck-abfalls
nachlässt. Daher sind Schutzvorrichtungen zu installieren, um Personen-
und Sachschäden zu verhindern. Auch bei hängenden Systemen und
Hebevorrichtungen sind Schutzmassnahmen gegen das Hinunterfallen
von Werkstücken zu treffen.
6. Ziehen Sie einen möglichen Ausfall der
Energieversorgung in Betracht.
Es sind Maßnahmen zu treffen, um Personen- und Sachschäden zu
vermeiden, wenn die Energieversorgung bei pneumatisch, elektrisch
oder hydraulisch gesteuerten Systemen ausfällt.
7. Konzipieren Sie einen Schaltkreis zur Vermeidung
abrupter Bewegungen angetriebener Objekte.
Wird ein Zylinder über ein Richtungssteuerventil mit Mittelstellung
offen angetrieben oder nach dem Ablassen des Restdruckes aus
dem System wieder angefahren, rucken der Kolben und das anget-
riebene Objekt abrupt und mit hoher Geschwindigkeit an, wenn eine
Zylinderseite druckbeaufschlagt wird, weil Druck im Zylinderinneren
fehlt. Deshalb ist die Ausrüstung so zu wählen und sind die Schaltungen
so zu konzipieren, dass abrupte Bewegungen verhindert werden und
sich damit die Gefahr von Verletzungen und/oder von Schäden an der
Anlage reduziert.
8. Ziehen Sie die Notwendigkeit von Notaus-
schaltungen in Betracht.
Konzipieren Sie das System so, dass keine Gefahr von Personen-
und/oder Sachschäden besteht, wenn die Anlage unter anomalen
Bedingungen durch das Auslösen einer Sicherheitseinrichtung bzw. durch
einen Stromausfall oder eine manuelle Notausschaltung angehalten wird.
9. Überlegen Sie die Schritte bei einer Wieder-
inbetriebnahme nach einer Notausschaltung
oder einem unvorhergesehenen Stillstand.
Konzipieren Sie das System so, dass bei der Wiederinbetrieb-nahme
keine Personen- oder Sachschäden verursacht werden können.
Installieren Sie eine manuelle Sicherheitskontrollvorrich-tung, wenn
der Zylinder in die Ausgangsposition zurückgesetzt werden muss.
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RSH
Auswahl
Warnung
1. Beachten Sie die technischen Daten.
Die in diesem Katalog enthaltenen Produkte sind für den Einsatz
in industriellen pneumatischen Anlagen vorgesehen. Wenn die
Produkte unter Bedingungen eingesetzt werden, bei denen die
zulässigen Werte für Druck, Temperatur usw. nicht eingehalten
werden, können Schäden und/oder Funktionsstörungen auftre-
ten. Vermeiden Sie einen Einsatz der Produkte unter solchen
Bedingungen. (Siehe technische Daten.)
Wenden Sie sich an SMC, wenn ein anderes Medium als Druckluft
verwendet werden soll.
2. Anhalten in Zwischenstellung
Soll der Zylinderkolben mit einem 5/3-Wegeventil mit geschlossener
Mittelstellung in einer Zwischenstellung angehalten werden, ist es
aufgrund der Verdichtbarkeit der Luft schwierig, so präzise und
genaue Haltepositionen zu erzielen, wie mit hydraulischem Druck.
Da Ventile und Zylinder keine hundertprozentige Luftdichtheit
errei-chen, kann es außerdem sein, dass die Halteposition nicht
über einen längeren Zeitintervall konstant gehalten werden kann.
Wenden Sie sich an SMC, wenn eine Halteposition für längere Zeit
gehalten werden soll.
Achtung
1. Betreiben Sie das Gerät innerhalb des maxi-
mal zulässigen Hubbereichs.
Andernfalls wird die Kolbenstange beschädigt.
Entnehmen Sie die maximalen Hubbereichsangaben dem
Modellauswahlverfahren für den jeweiligen Druckluftzylinder.
2. Betreiben Sie den Kolben innerhalb des zuläs-
sigen Bereichs, so dass am Hubende keine
Beschädigung durch den Aufprall entsteht.
Betreiben Sie den Kolben innerhalb eines Bereichs, in dem ver-
hindert wird, dass der Kolben beim Aufprall auf die Abdeckplatte am
Hubende infolge seiner kinetischen Energie Schaden verursacht.
Entnehmen Sie die Werte für den Bereich, innerhalb dessen kein
Schaden entsteht, dem Zylinderauswahlverfahren.
3. Verwenden Sie ein Drosselrückschlagventil
zur gleichmäßigen Einstellung der Zylinder-
geschwindigkeit, so dass diese schrittweise
von einer niedrigen Anfangs- bis zur gewün-
schten Endgeschwindigkeit hochfährt.
4. Sorgen Sie dafür, dass Zylinder mit großen
Hublängen in der Mitte abgestützt werden.
Zylinder mit großen Hublängen müssen in der Mitte abgestützt
werden, um ein Durchhängen der Kolbenstange, Verbiegen des
Zylinderrohrs sowie Schäden an der Kolbenstange durch Vibrationen
und äußere Krafteinwirkungen zu verhindern.