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Hinweise Zur Inbetriebnahme; Fehlersuche - Envea Flowjam Plus Bedienungsanleitung

Materialflussüberwachung mit rückstaumeldung
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13. Unter der Registerkarte Flow werden die Parameter für das Flow- und das Jam-Limit hinterlegt. Mit Hilfe
der aufgezeichneten Sensorsignale können hier die korrekten Parameter hinterlegt werden.
Es ist zu beachten, dass der Sensor nur solange einen Jam-Wert berechnet und ausgibt bis das Flow-
Limit unterschritten wird. Ein Beispiel für die korrekte Auswahl der Limits ist in Abbildung 13 dargestellt.
Die eingegebenen Parameter werden sensorseitig gerundet, dadurch kann es beim Zurücklesen der
Sensorparameter zu kleinen Abweichungen kommen.
14. Sind die Parameter korrekt ausgelesen und in die entsprechenden Felder eingetragen, werden die
Parameter mit einem Klick auf Schreiben an die Auswerteeinheit gesendet.
Damit ist die Grundfunktion des Gerätes gegeben und die Messwerte werden ausgewertet.

8.2 Hinweise zur Inbetriebnahme

Nach dem Einschalten benötigt das Gesamtsystem 5 Sekunden, um einen ersten Messwert zu liefern.
Für Messdauern von weniger als 3 Sekunden, gibt der Sensor keine zuverlässige Verstopfungsmeldung
aus.
Der FlowJam Plus gibt keine Auskunft über den Füllzustand der Förderleitung (volles oder leeres Rohr).
Er ist lediglich in der Lage, die Entstehung einer Verstopfung zu erkennen.
Reflektionen von sich bewegenden Anlagenteilen sollten vermieden werden.
Für eine höhere Prozesssicherheit wird empfohlen, beide Relaiskontakte gemeinsam auszuwerten.
Ein Verstopfungszustand sollte erst übernommen werden, wenn der Sensor keine Materialbewegung
mehr detektiert.
Durch irreguläre Materialbewegungen im Messbereich, wie z. B. abbröckelndes Material, kann es zu
kurzzeitigen Verstopfungssignalen kommen.
Ein Jam-Signal bleibt solange bestehen bis wieder ungehinderte Materialbewegung detektiert wird.
Bei der Auswahl des Einsatzortes für den FlowJam Plus ist darauf zu achten, dass die Temperatur und
der Druck innerhalb der Leitung oder des Behälters keine zusätzlichen Maßnahmen wie z. B.
das Anbringen eines mikrowellendurchlässigen Trennflansches erforderlich machen.
Erfordern die Prozessbedingungen den Einsatz eines Flansches ist sicherzustellen, dass keine Ausbuchtungen
entstehen, in denen sich Material sammeln kann. Durch Materialablagerungen vor dem Sensor kann
die Verstopfungserkennung beeinträchtigt werden. Gegebenenfalls sollte der Flansch mit einem nicht
leitenden Material wie z. B. POM oder Keramik verschlossen werden.
Beim Einsatz an Förderleitungen aus nichtleitendem Material erfolgt die Messung durch die Wandung
der Leitung. Es muss keine separate Aussparung in der Leitung angebracht werden. Entsteht zwischen
dem Sensorkopf und der zu messenden Leitung ein Spalt aus nichtleitendem Material, z. B. ein Luftspalt
bei Montage mit einer Rohrschelle, kann es zu einer fehlerhaften Beurteilung des Verstopfungszustandes
kommen. Durch einen Luftspalt zwischen Sensor und der zu überwachenden Leitung können die Sensor-
signale von außen beeinflusst werden.

9. Fehlersuche

Sollte selbst bei hoher Empfindlichkeit und kleinstmöglichem Flow-Limit die Flow-LED trotz Materialfluss
nicht leuchten, sollten folgende Punkte untersucht werden:
Eigenschaften des Materials (z. B. durchlässig für Mikrowellen)
Lage des Einbauortes
Distanz zwischen Sensor und Materialfluss
Leuchtet die Flow-LED ohne dass Materialfluss vorhanden ist und die minimale Empfindlichkeit sowie ein
hohes Flow-Limit eingestellt sind, erfasst der Sensor wahrscheinlich eine Fremdbewegung oder Vibration.
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