11.3.1
Stützräder
Abb. 11.10
1. Lösen Sie die Schrauben (A).
2. Versetzen Sie das Stützrad seitlich und drehen Sie es
evtl. nach vorn oder hinten.
•
Bei einem Reihenabstand von weniger als 510
mm müssen die Stützräder nach vorn gedreht sein.
•
Bei einem Reihenabstand von mehr als 510 mm
müssen die Stützräder nach hinten gedreht sein.
3. Ziehen Sie die Schrauben (A) fest.
11.4
Dosiergehäuse
An jedem Säaggregat befindet sich ein Dosiergehäuse,
das von einem Elektromotor angetrieben wird. Der
Elektromotor treibt die Lochscheibe an, wodurch die
Geschwindigkeit der Ausgabe geregelt wird. Der
elektrische Antrieb hat den Vorteil, dass die Ausgabe
einfach kalibriert werden kann. Entweder wird der
gewünschte Abstand zwischen dem Saatgut oder die
Anzahl der Körner pro Hektar eingestellt. Die Ausgabe-
geschwindigkeit kann während der Fahrt eingestellt
werden. Alle Einheiten besitzen eine gemeinsame
Ausgabegeschwindigkeit, es besteht aber die Möglichkeit,
jeden Motor individuell auszuschalten.
An jedem Säaggregat befindet sich ein Saatgutsensor. Er
wird verwendet, um Ausgabemenge und -qualität zu
berechnen. Wird die gewünschte Ausgabequalität nicht
erreicht, gibt das System einen Alarm aus.
Schalten Sie Control Station/Virtual Terminal
(ISOBUS) oder iPad (E-Control) sowie das
Gebläse aus, bevor das Dosiergehäuse geöffnet
wird.
903243-de; 19.03.2019
Beschreibung des Säaggregats
11.4.1
Aufbau des Dosiergehäuses
E
A
B
G
F
Abb. 11.11
A. Schiebeklappe
B. Luftkanalgitter (Sonderausstattung)
C. Saatgutgitter
D. Singulator
E. Singulatorstellrad
F. Nabe
G. Verschluss
H. Auslass mit Saatgutsensor
I. Särohr
J. Luftanschluss
11.4.2
Beschreibung des Dosiergehäuses
Das Saatgut gelangt durch das Öffnen der Schiebeklappe
(A) in das Dosiergehäuse.
Durch den im Dosiergehäuse erzeugten Überdruck wird
von der Lochscheibe jeweils ein Saatgutkorn ausgegeben.
Der Singulator (D) entfernt überschüssiges Saatgut von
der Lochscheibe. Die Empfindlichkeit des Singulators
wird mithilfe des Singulatorstellrads (E) justiert.
Die Luft gelangt aus dem Gebläse in den Luftanschluss
(J) und über das Luftkanalgitter (Sonderausstattung, B)
zum Dosiergehäuse. Das Luftkanalgitter verteilt die Luft
im Dosiergehäuse und verhindert, dass Verunreinigungen
wie Pflanzenrückstände ins Dosiergehäuse gelangen.
Der Druck im Dosiergehäuse sollte 3,5 kPa (0,035 bar)
betragen. Der Überdruck im Dosiergehäuse sorgt dafür,
dass das Saatgut durch das Särohr (I) in die Saatfurche
befördert wird. Da das Saatgut mithilfe von Druckluft
durch das Särohr befördert wird, wird die Sägenauigkeit
nicht durch Vibrationen und Bodenneigung beeinträchtigt.
Das Saatgutgitter (C) ist in zwei Ausführungen erhältlich.
Es verhindert, dass das nicht per Singulator von der
Lochscheibe entfernte Saatgut in den Auslass (H) gelangt.
Im Auslass (H) befindet sich ein Saatgutsensor, der den
Abstand zwischen den Saatgutkörnern und ihre Anzahl
erfasst. Diese Information wird u.a. zum Berechnen von
Skips und Doubles verwendet.
D
J
C
H
I
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