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Inhaltsverzeichnis
Bedienungsanleitung für
UMD 913
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Inhaltsverzeichnis
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Inhaltszusammenfassung für PQ Plus UMD 913

  • Seite 1 Bedienungsanleitung für UMD 913...
  • Seite 2: Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis Allgemeines ................................4 Installation ................................5 Bedeutung der auf dem Gerät verwendeten Symbole .................. 5 Physikalische Anordnung ..........................5 Anschluss des Geräts ........................... 7 Stromversorgung ..............................7 Gemessene Spannungen ............................7 Gemessene Ströme ..............................7 Sonstige Ein- und Ausgänge ..........................8 Inbetriebnahme..............................
  • Seite 3 Ein- und Ausgänge .............................. 34 Anschluss der Ein- und Ausgänge ......................35 Anschluss der digitalen Ein- und Ausgänge DI/O1 – DI/O4................36 Anschluss des digitalen Eingangs DI5 ........................ 37 Anschluss der digitalen Ausgänge RO5 – RO8 ....................37 Anschluss der Analogeingänge ........................... 37 Anschluss eines externen Pt100-Temperatursensors (T ) ...................
  • Seite 4: Allgemeines

    1. Allgemeines Messung und Auswertung • Vier Spannungs-Messeingänge, Stern-/Dreieck-/Aronschaltung Vier Strom-Messeingänge für Stromwandler mit Nennstrom-Sekundärausgängen von 5 oder 1 A • 10/12-Perioden-Auswertungszyklus (200 ms bei 50/60 Hz) • Kontinuierliche (lückenlose) Messung von Spannung und Strom • Auswertung von harmonischen Komponenten bis zur 128./108. Ordnung •...
  • Seite 5: Installation

    2. Installation 2.1 Bedeutung der auf dem Gerät verwendeten Symbole Warnung – Betriebsanleitung lesen! AC – Alternating Voltage (Wechselspannung) DC – Direct Voltage (Gleichspannung) Die CE-Kennzeichnung garantiert die Einhaltung der europäischen Richtlinien und Vorschriften. Das Gerät darf nicht zusammen mit dem normalen unsortierten Hausmüll entsorgt werden. Doppelte oder verstärkte Isolation des Geräts (Schutzklasse II) 2.2 Physikalische Anordnung Das Gerät ist in ein Kunststoffgehäuse eingebaut, das für die Installation in einer Verteilertafel vorgesehen ist.
  • Seite 6 Die Einbauposition des Geräts muss mit Sperren gesichert werden. Abb. 2.1b: Detailansicht der Befestigung mit Verriegelungen Im Verteilerkasten sollte eine ausreichende natürliche Luftzirkulation vorhanden sein, und in der Nähe des Geräts sollten keine weiteren Wärme erzeugenden Geräte installiert werden. Abb. 2.1c: Abstand um das Gerät Insbesondere unter dem Gerät sollten keine anderen Instrumentierungen installiert werden, die Wärme abgeben, da ansonsten möglicherweise ein fehlerhafter Temperaturwert gemessen wird.
  • Seite 7: Anschluss Des Geräts

    2.3 Anschluss des Geräts Stromversorgung Die Versorgungsspannung (in dem in den technischen Daten angegebenen Bereich) wird an die Klemmen X1 (Nr. 15) und X2 (16) über eine Trennvorrichtung (Schalter – siehe Stromlaufplan) angeschlossen. Diese muss sich in der Nähe des Geräts befinden und für den Bediener leicht zugänglich sein. Die Trennvorrichtung muss als solche gekennzeichnet sein.
  • Seite 8: Sonstige Ein- Und Ausgänge

    Sonstige Ein- und Ausgänge Das Anschließen von Fehlerstromeingängen, anderen Eingängen, Ausgängen und Kommunikationsverbindungen wird in den entsprechenden Kapiteln weiter unten beschrieben.
  • Seite 9: Inbetriebnahme

    3. Inbetriebnahme 3.1 Einrichtung Beim Einschalten der Stromversorgung zeigt das Gerät kurz das Logo des Herstellers an. Danach wird einer der eigentlichen Datenbildschirme – beispielsweise derjenige mit den Leiter-Nullleiter-Spannungen – angezeigt: Zu diesem Zeitpunkt müssen die Messgeräteparameter eingerichtet werden, die für die Durchführung ordnungsgemäßer Messungen mit dem Messgerät erforderlich sind (die so genannte Installationsgruppe): •...
  • Seite 10: Beispiel Für Eine Einrichtung

    Anstelle des I -Multiplikators kann der RCT-Typ 0/20 mA oder 4/20 eingestellt werden – siehe hierzu das Kapitel „RCM“ weiter unten. • Nennfrequenz f – dieser Parameter muss in Übereinstimmung mit der Nennfrequenz des Messnetzes entweder auf 50 oder 60 Hz und optional auf „DC-500“ (= Fixscan-Modus) eingestellt werden. Nennspannung U , Nennstrom I , Nennleistung P...
  • Seite 11 Für eine ordnungsgemäße Überprüfung der Stromwandleranschlüsse können Sie den Zeigerdiagramm- Bildschirm verwenden. Nach Überprüfen der gemessenen Größen können andere Parameter (zur Echtzeituhr, zur Mittelwertbildung, zur Fernkommunikation usw.) eingestellt werden.
  • Seite 12: Ausführliche Beschreibung

    4. Ausführliche Beschreibung 4.1 Grundfunktionen Die Messgeräte bewerten alle üblichen elektrischen Größen wie verkettete Spannungen, Phasenspannungen, Ströme, Wirk-, Blind- und Scheinleistungen, Leistungsfaktoren, Spannungs- und Strom-Gesamtverzerrungsfaktoren, Oberschwingungen, Wirk- und Blindenergie, durchschnittliche Maximalleistungen, Frequenz usw. Darüber hinaus wird mit einem eingebauten Sensor die Temperatur gemessen. Optional kann bei geeigneten Messgerätemodellen die zweite Temperatur mit einem externen Pt100-Sensor gemessen werden.
  • Seite 13: Hauptmenü

    Bei Messgeräten, die mit unidirektionalen I/Os ausgestattet sind, wird das Symbol für Eingänge und das Symbol für Ausgänge verwendet. … Lokalzeit (Stunden : Minuten) • Bei Betätigen einer der Schaltflächen wird die Statusleiste durch die Werkzeugleiste ersetzt. Die Werkzeugleiste bestimmt die Funktion der jeweiligen Schaltflächen und ändert sich je nach Kontext dynamisch. Wenn für einen längeren Zeitraum keine Eingaben über die Schaltflächen erfolgen, wird die Werkzeugleiste durch die Statusleiste ersetzt.
  • Seite 14: Oszillogramme

    Oszillogramme Diese Gruppe enthält die tatsächlichen Wellenformen aller gemessenen Spannungen und Ströme. Mit den Schaltflächen können Sie zwischen dem Spannungs- und dem Strom-Bildschirm umschalten. Ebenfalls angezeigt werden die Effektivwerte der Spannungen/Ströme und das Maximum ihrer Spitzenwerte Up/Ap. Zeigerdiagramm Diagramm der Spannungs- und Strom-Grundschwingungszeiger. Die Spannungs-Zeigerwinkel φ...
  • Seite 15: Rundsteuersignal

    Als Nächstes folgt die Tabelle der Spannungsereignisse (Voltage Events, VE). Die Ereignisse sind nach Größe und Dauer der einzelnen Spannungseinbrüche, -anstiege und -unterbrechungen sortiert. In der Tabelle können Sie die Anzahl der einzelnen Ereignisse abfragen, die seit dem letzten Löschen registriert wurden. Sie können die VE- Tabelle im PQ-Einrichtbildschirm löschen.
  • Seite 16: Installationseinstellung

    Anzeigeauflösung … Das Format der aktuellen und durchschnittlichen Datengruppen kann auf 3 oder 4 • signifikante Stellen eingestellt werden. 4.2..2 Installationseinstellung Alle Parameter dieser Gruppe werden im Kapitel Installationseinrichtung für die elektrischen Messgrößen weiter oben erläutert (im Abschnitt „Inbetriebnahme“). 4.2..3 Einstellung der Fernkommunikation COM-Schnittstelle (RS-485): Kommunikationsadresse •...
  • Seite 17: Einstellung Der Mittelwertverarbeitung

    Warnung: Beim Bearbeiten von Parametern für die Uhr muss berücksichtigt werden, dass sich dies auch auf interne Datenarchive auswirkt: Beim Ändern von Datum oder Uhrzeit werden alle Archive gelöscht! 4.2..5 Einstellung der Mittelwertverarbeitung In dieser Parametergruppe kann die Mittelwertverarbeitung für die Messgrößen der U/I-, der P/Q/S- und – optional –...
  • Seite 18: Sperren/Entsperren Per Benutzerverwaltung

    4.2..10 Entsperren von der Schalttafel aus Um das Messgerät zu sperren, schalten Sie in Menü -> Sperren den Status „Gesperrt“ durch Eingabe einer PIN von Wenn das Messgerät von der Schalttafel aus gesperrt wurde, ist der Wert dieser PIN festgelegt und entspricht den letzten vier Ziffern der Seriennummer des Messgeräts.
  • Seite 19: Funktionsbeschreibung

    RAM-Speicherfehler Stellen Sie das Gerät (optimalerweise mit dem ENVIS- Programm, falls möglich) auf die Standardeinstellung ein; falls der Fehler wieder auftritt, schicken Sie das Gerät zur Reparatur an eine Servicestelle. Geräte- Stellen Sie das Gerät (optimalerweise mit dem ENVIS- Einrichtungsfehler Programm, falls möglich) auf die Standardeinstellung ein;...
  • Seite 20: Oberschwingungs- Und Gesamtverzerrungsfaktor-Auswertungsverfahren

    Wird der Messbereich für einen Spannung oder einen Strom überschritten, signalisiert das Gerät dies durch die Anzeige in der rechten oberen Ecke des aktuellen Datenfensters. Effektivwerte der Spannungen und Ströme werden anhand der abgetasteten Signale aus dem Messzyklus unter Verwendung der nachstehenden Formeln berechnet (Beispiele für Phase Nr. 1): Phasenspannung (Effektivwert): ��...
  • Seite 21: Auswertungsverfahren Für Leistung, Leistungsfaktor Und Unsymmetrie

    4.3..4 Auswertungsverfahren für Leistung, Leistungsfaktor und Unsymmetrie Die Leistungs- und Leistungsfaktorwerte werden aus den abgetasteten Signalen nach den unten genannten Formeln kontinuierlich berechnet. Die Formeln gelten für die grundlegende Schaltungsart Y (Stern). Wirkleistung: �� = ∑ �� ∗ �� ∗ ���������� ��=1 ��,1 ��,1...
  • Seite 22: Der "Fixscan"-Modus

    ∑����ℎ Grundschwingungs-Dreiphasen-Leistungsfaktor: ∑���������� = ������(����������( ∑����ℎ Leistungen und Leistungsfaktoren der Grundschwingungskomponente (cos φ) werden in 4 Quadranten gemäß der Norm IEC 62053 – 23, Anhang C, ausgewertet: Abb. 4.20: Erkennung des Stromverbrauchs bzw. der Stromeinspeisung sowie Eigenschaft der Blindleistung nach Phasendifferenz Zur eindeutigen Spezifizierung des Quadranten wird der Leistungsfaktor der Grundschwingungskomponente –...
  • Seite 23: Funktion

    Es gibt jedoch auch andere Anwendungen, beispielsweise: Netze mit f = 400 Hz • • Netze mit variabler Frequenz, z.B. am Ausgang von Frequenzumrichtern Der Fixscan-Modus wird zum Messen in diesen Netzen verwendet. 4.3..6.1 Funktion Der Fixscan-Modus wird aktiviert, indem der Parameter f auf „DC-500“...
  • Seite 24: Messwertauswertung Und -Aggregation

    Blindleistung ��1 = √ ��1 − ��1 Scheinleistung ��1 = ��1*��1 Leistungsfaktor |��1| ����1 = ��1 Hinweis: Die angegebenen Zeichen und Auswertungsformeln gelten für die Phase Nr. 1. Messwertauswertung und -aggregation Wie oben beschrieben, werden die Messwerte gemäß IEC 61000-4-30 Ausg.3 durch Verarbeitung von kontinuierlichen (lückenlosen) und 10 bzw.
  • Seite 25 Mittelungszeitraum im Bereich von 0,2 Sekunden bis 1 Stunde • Wenn als Mittelungsverfahren Festes Fenster eingestellt ist, werden die Werte aus festen Blockintervallen berechnet. Die Werte werden am Ende eines jeden Intervalls aktualisiert. Die Startzeitpunkte der Intervalle werden auf den nächsten ganzen Zeitpunkt synchronisiert (wenn beispielsweise der Mittelungszeitraum auf 15 Minuten eingestellt ist, werden die Mittelwerte vier Mal pro Stunde zu den Zeitpunkten xx:00, xx:15, xx:30 und xx:45 aktualisiert).
  • Seite 26: Aggregation Von Erfassten Werten

    Nur die jeweilige Gruppe (U/I, P/Q/S oder RCM) der maximalen bzw. minimalen Mittelwerte ist vom einzelnen Löschvorgang betroffen! Jede Gruppe muss einzeln gelöscht oder eingestellt werden. Nach dem Löschen von registrierten maximalen bzw. minimalen Mittelwerten beginnt die Auswertung der jeweiligen Mittelwerte von neuem. Danach sind sowohl die Mittelwerte als auch ihre registrierten maximalen bzw.
  • Seite 27 3EQC … exportierte Blindenergie (kapazitiv, C) • Durch Herunterscrollen können auch die Energiewerte einzelner Phasen abgefragt werden. Durch Navigieren nach rechts gelangen Sie in den 4Q/T-Zweig. Diese Darstellung zeigt einzelne Blindenergiewerte, die während des Imports und Exports von Wirkleistung registriert wurden, was besonders bei der Überwachung erneuerbarer Energiequellen nützlich sein kann.
  • Seite 28: Verarbeitung Des Maximalbedarfs

    Wenn Sie den Verarbeitungszeitraum festlegen, beachten Sie, dass die in diesem Bildschirm ausgewerteten Energien anhand von Werten berechnet werden, die im Elektrizitätszähler-Archiv gespeichert sind. Wenn ein solcher Datensatz nicht im Archiv gespeichert ist, können die ausgewerteten Energien fehlerhaft sein. Um korrekte Werte zu erhalten, muss die Registrierung des Elektrizitätszähler-Archivs entsprechend eingestellt und das Archiv mit ausreichender Datentiefe gefüllt sein.
  • Seite 29 4.3..11.1 MD-Verarbeitung, letzter Bedarf und geschätzter Bedarf im festen Fenster Wenn der Modus zur Mittelung des Maximalbedarfs auf Festes Fenster eingestellt ist, unterscheidet sich die AD- Auswertung von derjenigen mit dem schwebenden Fenster. Der Hilfsenergiepuffer wird zu Beginn eines jeden Mittelwertbildungsfensters gelöscht und beginnt von Null an zu zählen.
  • Seite 30: Fehlerstromüberwachung (Residual Current Monitoring, Rcm)

    5. Fehlerstromüberwachung (Residual Current Monitoring, RCM) Modelle, die mit Fehlerstromüberwachungs-Eingängen ausgestattet sind, können auch zur Fehlerstromüberwachung (RCM) eingesetzt werden. Die RCM kann bei gemessenen Netzstörungen Frühwarnungen auslösen. Die Messgeräte messen Wechsel- und pulsierende Fehlergleichströme nach der RCM-Spezifikation Typ A gemäß der Definition in der Norm IEC 62020.
  • Seite 31: Spezial-Rcts Mit Dc-Stromausgang

    anschließend mit den maximal zulässigen statischen und dynamischen Strömen der Messgeräteeingänge, die in den technischen Spezifikationen zu finden sind. Bei der RCT-Installation ist besondere Sorgfalt geboten. Wenn beispielsweise versehentlich nur zwei Stromleiter eines Drehstromkabels in den RCT eingebaut werden, kann der RCT an seinem Ausgang einen falschen Fehlerstrom in einer Größenordnung abgeben, die maximal derjenigen des Nennphasenstroms des Netzes entsprechen kann! Beispiel:...
  • Seite 32: Rcm-Einrichtung Und -Darstellung

    Einer der Ausgänge eines jeden RCTs kann optional über PE geerdet werden – erden Sie in diesem Fall stets den Ausgang, der an die Klemme(n) IΔ12/IΔ22 angeschlossen ist! Berücksichtigen Sie diese Erdung, wenn einer der Fehlerstromeingänge für die RCM und gleichzeitig der andere für eine 20-mA-DC-Stromschleifenmessung verwendet wird oder außerdem ein Temperatureingang angeschlossen ist, um mögliche Kurzschlüsse zu vermeiden! Die maximale Kabellänge beträgt 3 Meter! Andernfalls kann die EMV-Störfestigkeit des Gerätes...
  • Seite 33 Installieren Sie den RCT auf einem geraden Abschnitt eines Kabels und weit genug von Biegungen entfernt. • Zentrieren Sie das Kabel so präzise wie möglich im RCT-Fenster. Andernfalls können falsche Fehlerströme auftreten. • Um eine höhere Störfestigkeit gegen falsche Fehlerströme aufgrund asymmetrischer Installation zu erzielen, insbesondere bei niedrigen zu messenden Fehlerströmen, verwenden Sie einen RCT mit einem größeren Fensterdurchmesser als erforderlich.
  • Seite 34: Ein- Und Ausgänge

    6. Ein- und Ausgänge Die Messgeräte können optional mit einer Kombination von Aus- und Eingängen ausgestattet werden (siehe Kennzeichnung der hergestellten Modelle unten). Folgende I/O-Typen sind verfügbar: Elektromechanische Relais-Digitalausgänge, bezeichnet als ROx (x = Ausgangsnummer) • Halbleiter-Digitalausgänge – DOx • •...
  • Seite 35: Anschluss Der Ein- Und Ausgänge

    Der aktuelle Zustand sowohl der Alarmleuchten als auch der digitalen I/Os kann in der Statusleiste überprüft werden (siehe oben). 6.1 Anschluss der Ein- und Ausgänge Abb. 6.1: UMD 913 – I/O-Steckverbinder Die Ein- und Ausgänge werden an Klemmen auf der Rückseite eines Messgeräts gemäß den folgenden Tabellen angeschlossen.
  • Seite 36: Anschluss Der Digitalen Ein- Und Ausgänge Di/O1 - Di/O4

    I/O-Anschluss Klemme Signal Hinweise Nr./Name 21/D1 DO1 Digitalausgang oder - Die Ein- und Ausgänge sind unipolar. DI1 Digitaleingang - Der gemeinsame Pol der „DO“-Ausgänge ist positiv (+). 22/D2 DO2 Digitalausgang oder - Der gemeinsame Pol der „DI“-Eingänge ist DI2 Digitaleingang negativ (-).
  • Seite 37: Anschluss Des Digitalen Eingangs Di5

    Die Ein- und Ausgänge sind von der geräteinternen Schaltung isoliert. Jedes Ein- und Ausgangspaar hat einen gemeinsamen Pol, und die Paare sind voneinander isoliert. Anschluss des digitalen Eingangs DI5 Der Eingang ist für Signale mit Nennspannungen im Bereich von 100 – 230 VAC („Netzspannungseingang“) ausgelegt.
  • Seite 38: Anschluss Eines Externen Pt100-Temperatursensors (T E )

    Da die AIG-Klemmen des gemeinsamen Pols intern miteinander verbunden sind, dürfen Sie hier keine Signale mit unterschiedlichem Potential anschließen! Anschluss eines externen Pt100-Temperatursensors (T Mit ausgewählten Gerätemodellen kann eine externe Temperatur T gemessen werden. Der Eingang ist für einen Dreileiteranschluss an einen Pt100-Widerstandstemperatursensor ausgelegt. Schließen Sie den Sensor gemäß...
  • Seite 39: I/O-Aktionen

    Jede Klausel besteht aus folgenden Elementen: ...Klauselschalter – Bei ON ist die Klausel aktiv, d. h. die Klauselbedingung (sofern festgelegt) wird • ausgewertet, und wenn das Ergebnis „wahr“ (= logisch 1) lautet, erfolgt die Verarbeitung der Klauselaktion (oder -aktionen). Durch Klicken auf den Schalter können Sie diesen auf AUS umschalten – die Klauselverarbeitung wird dann unterdrückt und hat keine Wirkung.
  • Seite 40 Polarität … Wählen Sie Direkt , wenn der Ausgang bei einem wahren Ergebnis der entsprechenden • Klauselbedingung eingeschaltet werden soll und umgekehrt. • Steuerung … Wenn dieses Element auf 1 gesetzt ist, folgt der Ausgangszustand einfach dem Ergebniswert der Bedingung. Ist es auf ↑ gesetzt, schaltet sich der Ausgang temporär für die voreingestellte Impulsbreite nur dann ein bzw.
  • Seite 41: Frequenzzähler (Frequency Counter, Fc)

    Sie können eine der Alarmleuchten (A1, A2) auch als Impulsausgang einstellen und dann gleichzeitig die Impulsfunktion auf der Messgeräteanzeige überprüfen. 6.2..4 Impulsschalter Die Impulsschalter-Funktion dient zum Steuern von Schaltern oder Schützen, die zwei Signale benötigen: eines zum Einschalten und das zweite zum Ausschalten. Wählen Sie die Digitalausgänge zum Ein- und Ausschalten aus, und stellen Sie die Schaltimpulsbreite ein.
  • Seite 42: Impulszähler (Pulse Counter, Pc)

    6.2..6 Impulszähler (Pulse Counter, PC) In ähnlicher Weise können Zähler von eingehenden Impulsen für alle Digitaleingänge überprüft werden. Die Zähler geben üblicherweise die Menge eines Mediums wieder, die seit der letzten Rückstellung des Zählers durchgelaufen ist. Fügen Sie die Aktion Impulszähler hinzu, und stellen Sie ein: Name des Zählers (beispielsweise Barrel1) •...
  • Seite 43: Nachricht Senden

    6.2..8 Analogausgang (Analog Output, AO) Für Analogausgänge müssen folgende Parameter eingestellt werden: Analogausgang Nummer • Steuerungsgröße und Phase … Wählen Sie die gewünschte Größe aus, die an den Ausgang übertragen • werden soll. Es können sowohl einphasige als auch dreiphasige Größen oder logische AND/OR- Verknüpfungen von ihnen gewählt werden.
  • Seite 44: Stundenzähler (Hour Meter, Hm)

    Außerdem muss der Empfänger im Einrichtungs-Ordner Kommunikation spezifiziert werden. Aktivieren Sie die Option E-Mail, und stellen Sie die E-Mail-Parameter gemäß Anwendungshinweis Nr. 003 ein: E-Mail-Nutzung für Status-Benachrichtigungen. Abb. 6.12: Beispiel für die Einrichtung der Kommunikation für die Aktion „E-Mail senden“ 6.2..11 Stundenzähler (Hour Meter, HM) Mit dem Stundenzähler kann die Dauer einiger Ereignisse gemessen werden.
  • Seite 45: Archivsteuerung

    Es können bis zu 4 Stundenzähler definiert werden. Um den Zustand der Stundenzähler auf einer Messgeräteanzeige abzufragen, müssen Sie den Stundenzähler-Bildschirm mit dem Programm ENVIS-DAQ in die Hauptdatengruppe einfügen. Anschließend können Sie zum Bildschirm scrollen und die gemessenen Daten überprüfen. Im Beispiel sehen Sie zwei Stundenzähler, und zwar HM1 mit dem Namen HX1 und HM2 mit dem Namen HX2.
  • Seite 46 6.2..14 Allgemeines Oszillogramm Diese Aktion steht nur zur Verfügung, wenn das entsprechende Firmwaremodul installiert ist. Sie ermöglicht das Aufzeichnen der Verläufe von gemessenen Spannungen und Strömen in grafischer Form. Im Einrichtungsbildschirm können Sie Folgendes einstellen: Aufzuzeichnende Spannungs- und Stromsignale • Abtastrate der Aufzeichnung •...
  • Seite 47: I/O-Bedingungen

    Geben Sie nun die Bedingung für diese Aktion an, z. B.: Abb. 6.19: I/O-Einrichtung – Beispielbedingung für die Aktion „Variable“ Anschließend wird die Variable durch die Bedingung gesteuert und kann einfach in anderen Klauseln als weitere Bedingung Var1 verwendet werden – siehe Kapitel I/O-Bedingungen weiter unten. Während der Initialisierung des I/O-Blocks nach dem Einschalten oder Neustart des Messgeräts werden alle Variablen (mit Ausnahme derer, die aufgrund der Option „Bleibend“...
  • Seite 48: Messgrößen-Bedingung

    6.2..17 Messgrößen-Bedingung Werte der wichtigsten Messgrößen können als Bedingung in den Klauseln für die I/O-Einrichtung verwendet werden. Die Höhe der ausgewählten Größe wird mit dem voreingestellten Grenzwert verglichen und erhält entweder das Ergebnis „wahr“ (1) oder „falsch“ (0). Hierfür müssen die folgenden Parameter voreingestellt werden: Größe und Phase …...
  • Seite 49: Rcm-Bedingung

    Wenn das Steuerungs-Eingabefeld „0→1” eingestellt ist, werden alle Ereignisse auf allen eingestellten Phasen einzeln und voneinander unabhängig ausgewertet. Wenn beispielsweise eine Unterbrechung auf der Phase L1 für den gesamten Auswertungszyklus angedauert hat und gleichzeitig ein Anstieg auf der Phase L2 aufgetreten ist, lautet das Ergebnis der Bedingung „wahr“. Weitere Einzelheiten finden Sie im Anwendungshinweis Firmwaremodul Allgemeines Oszillogramm.
  • Seite 50: I/O-Istdaten-Darstellung

    Abb. 6.25: I/O-Einrichtung – Eigenschaften der Variablen-Bedingung 6.3 I/O-Istdaten-Darstellung Digitale und analoge I/O Am Ende des Istdatenzweiges kann der digitale I/O-Istzustandsbildschirm und, falls eingestellt, der analoge I/O- Zustandsbildschirm aufgelistet werden. Abb. 6.30: Beispiel für einen digitalen I/O-Istzustandsbildschirm Der digitale I/O-Istzustandsbildschirm zeigt den aktuellen Zustand aller Ein- und Ausgänge an: •...
  • Seite 51: Impulszähler

    Impulszähler Wenn mindestens eine Impulszähleraktion in der I/O-Einrichtung verwendet wird, kann der Impulszählerbildschirm im Elektrizitätszählerzweig aufgelistet werden. Die Tabelle zeigt die eingestellten Impulszähler (PC), die den Digitaleingängen (DI) entsprechen. Der aktuelle Impulszählerwert, der zur Voreinstellung der Impulszählergrößeneinheiten neu berechnet wird, wird in der entsprechenden Zeile mit seinem Namen und seiner Einheit angezeigt (verkürzt auf 6/4 Zeichen).
  • Seite 52: Digitaleingang Als Frequenz- Und Impulszähler

    Es wird nicht empfohlen, die Grenzfrequenz zu weit zu erhöhen. Andernfalls können Störspitzen Fehlmessungen verursachen. Wenn hingegen die maximale Ausgangsfrequenz eines an das Gerät angeschlossenen Sensors kleiner als 100 Hz ist, ist es zweckmäßig, die Grenzfrequenz auf den entsprechenden Wert abzusenken. 6.4..2 Digitaleingang als Frequenz- und Impulszähler Die Funktion des Frequenzzählers basiert auf der Messung der Zeitspanne zwischen den letzten beiden Impulsen.
  • Seite 53: Computergesteuerter Betrieb

    7. Computergesteuerter Betrieb Die Überwachung der aktuell gemessenen Werte und der Geräteeinrichtung kann nicht nur per Schalttafel, sondern auch über einen lokalen oder entfernten Computer erfolgen, der über eine Kommunikationsverbindung mit dem Gerät verbunden ist. Ein solcher Betrieb ist nicht nur komfortabler, sondern ermöglicht es Ihnen auch, alle Optionen des Geräts zu nutzen, beispielsweise das Einstellen der Ein-/Ausgänge oder das Einrichten und Überwachen von Verläufen, die im internen Speicher des Geräts aufgezeichnet sind, was über das Bedienfeld des Geräts nicht möglich ist.
  • Seite 54: Kommunikationsprotokolle

    Empfohlener Leitungstyp: Abgeschirmtes doppelt verdrilltes Paar 2 x 2 x 0,2 mm , beispielsweise Belden 9842 oder Unitronic Li2YCY (Lappkabel) Empfohlener minimaler Leiterquerschnitt: 0,2 mm Maximaler Leiterquerschnitt: 2,5 mm 7.1..1.2 Abschlusswiderstände Die RS-485-Schnittstelle erfordert die Terminierung der Endknoten durch den Einbau von Abschlusswiderständen, insbesondere bei hohen Übertragungsraten und großen Entfernungen.
  • Seite 55 Abb. 7.1: Web Abb. 7.1: Webserver server...
  • Seite 56: Firmware-Erweiterungsmodule

    8. Firmware-Erweiterungsmodule Die Standard-Firmware enthält spezifische Module mit zusätzlichen Funktionen. Damit die Module genutzt werden können, müssen sie zuerst aktiviert werden. Für einen Aktivierungscode wenden Sie sich bitte an den Hersteller Ihres Geräts oder direkt an unsere Verkaufsabteilung. 8.1 Energiequalitätsmodul Geräte mit aktiviertem PQ-Modul messen die Netzqualitäts-Indizes gemäß...
  • Seite 57: Rundsteuersignal-Modul

    8.2 Rundsteuersignal-Modul Das RCS-Modul (Rundsteuersignal oder Netzsignalspannung) aktiviert eine Funktion, um verschiedene Rundsteuersignale im überwachten Stromnetz zu erfassen, auszuwerten, zu dekodieren und zu speichern. Die Signalisierungsfrequenz und die Telegramm-Schwellenspannung können angegeben werden. Die Signale werden dekodiert und im internen Speicher archiviert. Bei Geräten mit Anzeige kann der Signalpegel auch live angezeigt werden.
  • Seite 58: Ethernet-Seriell-Modul

    Die heruntergeladenen Werte werden einschließlich eines aktuellen Zeitstempels in ihrem Speicher abgelegt. Archivierte Messwerte können mit ENVIS.Daq oder im Online-Zugriff in eine CEA-Datei oder in die SQL-Datenbank heruntergeladen werden. Die Messwerte können sowohl auf der Geräteanzeige (in zusätzlichen Bildschirmen in der Istdatengruppe) als auch im ENVIS-Programm visualisiert werden. Aus diesen Archivdaten kann der Benutzer Grafiken, Tabellen, Berichte und andere Ressourcen erstellen.
  • Seite 59: Anschlussbeispiele

    9. Anschlussbeispiele Direkt-Sternschaltung („3Y“) und Fehlerstromüberwachung...
  • Seite 60: Beispiele Für Dreiphasige Spannungs- Und Stromschaltungen

    Beispiele für dreiphasige Spannungs- und Stromschaltungen TN-Netz IT-Netz Direkt-Dreieckschaltung („3D“) Direkt-Sternschaltung („3Y“) IT-Netz TN-Netz Direkt-Aronschaltung („3A“) Sternschaltung („3Y“) über VT...
  • Seite 61 IT-Netz IT-Netz Dreieckschaltung („3D“) über VT Dreieckschaltung („3D“) über VT (VT zur Außenleiter-Außenleiter- (VT zur Außenleiter-Neutralleiter- Spannung) Primärspannung) Stromversorgungsoptionen Außenleiter-Außenleiter- Außenleiter-Neutralleiter- DC-Stromversorgung Spannung Spannung AC-Stromversorgung AC-Stromversorgung MAXIMAL POLARITÄT VERFÜGBARE FREI SPANNUNG WÄHLBAR BEACHTEN!!!
  • Seite 62 AI1, 24-VDC-I/O und RS-485-Kommunikationsverbindung, Anschlussbeispiel...
  • Seite 63 250-VAC-Digital-I/O-Anschlussbeispiel...
  • Seite 64 Analogeingänge AI3, AI4 und Analogausgang AO1, Anschlussbeispiel...
  • Seite 65 UMD 913 … Anschluss eines externen Pt100-Temperatursensors...
  • Seite 66: Hergestellte Modelle Und Kennzeichnung

    10. Hergestellte Modelle und Kennzeichnung...
  • Seite 67: Technische Daten

    11. Technische Daten Funktionsmerkmale gemäß IEC 61557-12 Modell „230 X/5A“, U = 230 V, I = 5 A Symbol Funktion Klass Messbereich Hinw eise Gesamtwirkleistung 0 – 24 kW Gesamtblindleistung 0 – 24 kVAr Gesamtscheinleistung 0 – 24 kVA Gesamtwirkenergie 0 –...
  • Seite 68 Geräteeigenschaften gemäß IEC 61557-12 Netzqualitäts-Bewertungsfunktion PQI-A Klassifizierung nach Par. 4.3 Direkter Spannungsanschluss Spannungsanschluss über VT Temperatur nach Par. 4.5.2.2 < 95 % – nicht kondensierende Relative Feuchte und Höhe nach Par. 4.5.2.3 Bedingungen < 2000 m Wirkleistungs-/Energiefunktions-Leistungsklasse Funktionseigenschaften gemäß IEC 61000-4-30 Ausg. 2 Funktion Klasse Unsicherheit...
  • Seite 69 Messgrößen – Spannung *) Frequenz – Nennfrequenz 50/60 Hz Messbereich 40 – 70 Hz Messunsicherheit ± 5 mHz Spannung Modell „400“ ) – 50 – 440 V Nennspannung (Phase-zu- Neutralleiter, U Messbereich U 3 – 880 V Crest-Faktor @U Messbereich U 5 –...
  • Seite 70 Messgrößen – Strom *) Modell „X/5A“ ) – Nennstrom 1/5 A Crest-Faktor @I Messbereich 0,0025 – 10 A Messunsicherheit (t +/- 0,05 % vom Ablesewert +/- 0,01 % vom Ablesewert 23±2°C) Temperaturdrift +/- 0,03 % vom Ablesewert +/- 0,01 % vom Ablesewert/10 °C Messkategorie 150 V KAT IV Dauerüberlast...
  • Seite 71 Gemessene Größen – Leistung, Leistungsfaktor, Energie *) Wirk-/Blindleistung, Leistungsfaktor (PF), cos φ (P Referenzbedingungen „A“: Umgebungstemperatur (t 23 ± 2 °C U, I U = 80 – 120 % U , I = 1 – 120 % I für Wirkleistung, PF, cos φ PF = 1,00 für Blindleistung PF = 0,00...
  • Seite 72 Fehlerstrom-/Analogeingänge AI1 – AI2 Betriebsart 20 mA DC Messbereich 0,01 – 40 mA 0,02 – 22 mA Restbetriebsstrom Δn 0,1 – 30 mA – Einstellbereich Intrinsische Messunsicherheit (t +/- 0,1 % vom Ablesewert +/- 0,02 % vom Ablesewert = 23±2 °C) Temperaturdrift +/- 0,03 % vom Ablesewert + +/- 0,01 % vom Ablesewert/10°C Dauerüberlast...
  • Seite 73 Digitaleingänge und -ausgänge Digitaleingänge DI1 – DI4 optoisoliert, unipolar Maximale Spannung 35 V Spannung für „logisch“ 0/1 < 3 V > 10 V Eingangsstrom 3 mA bei 10 V/13 mA bei 24 V/20 mA bei 35 V Dynamische Parameter *): - Impuls-/Pausendauer >= 0,5 / 0,5 ms - Maximalfrequenz...
  • Seite 74 Analogausgänge AO1 – AO2 Strom (20 mA) von der geräteinternen Schaltung isoliert, gemeinsamer Pol Ausgangsstrombereich 0 – 22 mA Maximale Lastimpedanz 450 Ω Ausgangssignal-Unsicherheit ± 1 % vom Messbereich +12-VDC-Hilfsspannungsversorgung für I/O Anschluss isoliert Ausgangsspannung 11,7 – 12,3 V Maximale Dauerlast 200 mA Kurzschlusssicherheit kontinuierlich, automatischer Neustart...
  • Seite 75: Wartung, Service

    12. Wartung, Service Die Messgeräte erfordern während des Betriebs keine Wartung. Für einen zuverlässigen Betrieb ist es nur erforderlich, die spezifizierten Betriebsbedingungen einzuhalten und das Gerät keinem gewaltsamen Umgang und Kontakt mit Wasser oder Chemikalien auszusetzen, was mechanische Schäden verursachen könnte. Die eingebaute CR2450-Lithiumbatterie sichert den Speicherinhalt und die Funktion der Echtzeituhr für mehr als 5 Jahre ohne Stromversorgung bei einer mittleren Temperatur von 20 °C und einem Laststrom im Messgerät von weniger als 10 μA.

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