STEUERUNGS-
FUNKTIONEN
17.3. AUTOMATISCHE SOMMERAbSCHALTUNG
Bei höheren Außentemperaturen ist die Beheizung des Gebäudes
unsinnig. Der Systemsteuerung schaltet die Heizung ab, sobald
die durchschnittliche Tagesaußentemperatur (24-Std.-Durchschnitt)
den Wert des Parameters (P26) übersteigt. Um diese Funktion zu
deaktivieren, muss der Parameter auf AUS gestellt werden.
P26 Sommerabschalttemperatur.
17.4. AUTOMATISCHE AUSSCHALTFUNKTION
Wenn die berechnete Vorlauftemperatur unter der
Raumtemperatur liegt, dann kann die Wärmepumpe
ausgeschaltet werden, um Energie zu sparen.
P30 Ausschaltfunktion aktivieren/deaktivieren
17.5. SYSTEMFROSTSCHUTZ
Der System Controller besitzt eine Frostschutzfunktion, um
die Gefahr des Einfrierens der Heizungsrohre zu verringern.
Sobald die Außentemperatur unter den Wert des Parameters
P22 sinkt, wird die Brauchwasseremperatur mindestens
bei dem Parameterwert P21 konstant gehalten. Minimale
Brauchwassertemperatur P21, wenn der Frostschutz aktiv ist.
Frotsschutz P22 Aktivierungstemperatur durch Aussentemperatur.
17.6. bLOCKIERSCHUTZ FÜR PUMPEN UND
VENTILE
Der Systemsteuerung besitzt eine Blockierschutzfunktion für
Ventile und Pumpen, die dazu beitragen, dass diese Bauteile bei
längerem Stillstand nicht funktionsuntüchtig werden.
Alle 24 Stunden werden nicht verwendete Bauteile kurz in
Betrieb genommen.
17.7. ESTRICH-TROCKNUNGSFUNKTION
Diese Funktion dient ausschließlich dazu, frisch auf
Fußbodenheizungen aufgetragenen Estrich zu trocknen. Sie
wird aktiviert, indem der Parameters P25 auf 1 gesetzt wird.
Sobald der Estrich trocken ist, schaltet die Steuerung wieder in
den Normalbetrieb.
Die Estrich-Funktion kann jederzeit auch manuell deaktiviert
werden, indem der Parameter P25 auf 0 gesetzt wird.
Estrich-Funktion gemäß EN 1264 Teil 1
1. Drei Tage lang durchgehendes Heizen bei 25°C
2. Einstellung der Heizung für vier Tage auf maximale
Brauchwassertemperatur (P6) (maximal bis 55°C).
17.8. DHW-REGULIERUNG
Wenn der Brauchwasser fühler (T DHW) unterhalb des unter
dem DHW-Unterschied liegenden DHW-Sollwerts fällt, wird
der Brauchwasserrspeicher gestartet. Wenn der Brauchwasser
fühler (T DHW) den DHW-Sollwerts übersteigt, wird der
Brauchwasserrspeicher gestoppt. Während der Erhitzung
des Brauchwasserrspeichers sind die Heizkörper oder die
Fußbodenheizung (DHW-Priorität) abgeschaltet.
Während der Erhitzung des Brauchwasserrspeichers liefert die
Wärmepumpe Wasser mit einer Temperatur des DHW-Sollwerts +
DHW-Abweichung. In bivalenten Systemen (CONF 3, 4, 5) kann die
DHW-Abweichung erhöht werden, um ein schnelleres Erhitzen des
Brauchwasserrspeichers durch den Heizkessel zu ermöglichen.
P10 DHW-Sollwerttemperatur
P11 DHW-Steuerdifferential
P12 DHW-Versorgungsauschaltung
In Systemen mit einem elektrischen Heizer für DHW, setzt die
Systemsteuerung zuerst die Wärmepumpe ein, um den DHW-
Speicher zu erhitzen. Wenn nach Ablauf der Zeit P34, die DHW-
Solltemperatur nicht erreicht wurde, wird der elektrische Heizer
für DHW eingeschaltet.
P34 DHW elektrischer Heizer Wartezeit.
17.9. WÄRMEPUMPENSENSOR-AbWEICHUNG
Aufgrund der Unterschiede in der Messposition ergibt sich ein
Unterschied zwischen dem Wärmepumpenausgangstemperatur
und der Brauchwassertemperatur (TSUP). Dieser Unterschied
kann die Steuerung beeinflussen und der Parameter P31
wird aktiviert, um eine Korrektur vorzunehmen. Ein typischer
Standardwert eines 3-K-Unterschieds wird angenommen.
P31 Temperaturfühler Offset.
17.10. STEUERUNGSGRENZWERT
bRAUCHWASSER-
RÜCKLAUFWASSERUNTERSCHIED
Bevor die Systemsteuerung das Hilfsheizgerät (elektrischer Heizer
oder Heizkessel) einschaltet, versucht sie stets die Wärmepumpe
einzuschalten. Bevor die Systemsteuerung das Hilfsheizgerät jedoch
einschaltet, muss sie den Temperaturunterschied zwischen dem
Brauchwasser (TSUP) und dem Rücklaufwasser (TRET) erfassen
und feststellen, dass dieser über dem Parameterwert P32 liegt. Eine
Standardstörung von 3 K sollte in den meisten Fällen ausreichen.
P32 Rücklauftemperatur Spreizung.
17.11. AbWEICHUNG
RÜCKLAUFWASSERTEMPERATURGRENZWERT
CONF2: Bei einem System mit einem 3-Stufen-Heizer ist es
sehr wichtig, die Rücklaufwassertemperatur innerhalb des
Arbeitsbereichs der Wärmepumpe zu halten, damit die Wärmepumpe
läuft, wenn der elektrische Heizer zum Einsatz kommt. Wenn
die Rücklaufwassertemperatur über den maximalen Wert der
Wärmepumpenausgangstemperatur minus Parameter P33 steigt, wird
der elektrische Heizer ausgeschaltet. Der empfohlene Wert ist 5 K.
CONF 3, 4, 5: Dieser Parameter sollt auf AUS (OFF) gesetzt
werden, damit in dieser Konfiguration durch den alleinigen
Betrieb des Heizkessels höhere Brauchwassertemperaturen
erreicht werden.
P33 Abweichung Rücklauftemperaturgrenze.
17.12. FESTbRENNSTOFF- ODER ÖLHEIZKESSEL
Zur Reduzierung der Kondensation in Festbrennstoff- und
Ölheizkessel, durch das Starten des Heizkessels mit kaltem
Wasser, kann ein Timer eingestellt werden, der das Öffnen des
Mischventils verzögert (KONF 4,5). Auf diese Weise kann der
Heizkessel das Wasser aufheizen bevor der Wasserfluss beginnt.
P35 Öffnungsverzögerungszeit des Mischventils.
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