Funktionale Sicherheit KFD2-RSH-1.2E.L2, KFD2-RSH-1.2E.L3
Planung
3.2
Annahmen
Während der FMEDA wurden folgende Annahmen getroffen:
•
Die Ausfallraten sind konstant, Verschleiß wird nicht berücksichtigt.
•
Die Ausfallrate basiert auf dem Siemens-Standard SN29500.
•
Das sicherheitsbezogene Gerät gilt als Gerät des Typs A mit einer Hardware-
Fehlertoleranz von 0.
•
Das Gerät wird unter durchschnittlichen industriellen Umgebungsbedingungen eingesetzt,
die vergleichbar sind mit der Klassifizierung "Stationär montiert" nach MIL-HDBK-217F.
Alternativ dürfen im Industriebereich typische Betriebsbedingungen vergleichbar mit
IEC/EN 60654-1 Klasse C mit einer Durchschnittstemperatur von 40 ºC über einen langen
Zeitraum angenommen werden. Für eine Durchschnittstemperatur von 60 ºC müssen die
Ausfallraten mit dem auf Erfahrungswerten basierenden Faktor 2,5 multipliziert werden.
Ein ähnlicher Faktor muss verwendet werden, falls häufige Temperaturschwankungen zu
erwarten sind.
•
Die Nennspannung am Binäreingang beträgt 24 V. Stellen Sie sicher, dass die
Nennspannung unter allen Betriebsbedingungen 26,4 V nicht übersteigt.
•
Die DO-Karte muss in der Lage sein, einen Signalstrom von mindestens 100 mA zu liefern.
•
Beachten Sie im High Demand Mode die Einschränkungen der Gebrauchsdauer der
Ausgangsrelais.
SIL 3-Anwendung
•
Das Gerät beansprucht weniger als 10 % der Gesamtausfallrate für einen
SIL 3-Sicherheitskreis.
•
Für eine SIL 3-Anwendung im Low Demand Mode sollte der PFD
SIF (Safety Instrumented Function) unter 10
wäre somit 10
•
Für eine SIL 3-Anwendung im High Demand Mode sollte der PFH-Gesamtwert der
SIF unter 10
Stunde.
•
Für eine SIL 3-Anwendung im High Demand Mode müssen die interne
Fehlerüberwachung und die Leitungsfehlerüberwachung aktiviert werden. Der
Fehlermeldeausgang, der Ausgang für die Sammelfehlermeldung oder die Änderung der
Eingangsimpedanz müssen überwacht werden. Bei erkannten Fehlern muss die
notwendige Reaktion eingeleitet werden.
•
Wenn Sie das Gerät für Anwendungen im High Demand Mode verwenden, führen Sie eine
Risikoanalyse bezüglich systematischer Fehler durch. Treffen Sie geeignete Maßnahmen,
um diese systematischen Fehler zu beherrschen. Zum Beispiel können das folgende
Maßnahmen sein:
•
Nutzung redundanter Stromversorgungen,
•
Überwachung von Eingangssignal, Anschlussklemmen und Anschlussleitungen auf
Kurzschluss und offenen Stromkreis,
•
Überwachung auf offenen Stromkreis am Ausgang.
•
Da der Sicherheitskreis über eine Hardware-Fehlertoleranz von 0 verfügt und es sich um
ein Gerät des Typs A handelt, muss der SFF-Wert nach Tabelle 2 in IEC/EN 61508-2 für
SIL 3-(Teil-)Systeme bei über 90 % liegen.
SILCL- und PL-Anwendung
•
Die Normen IEC/EN 62061 und EN/ISO 13849-1 fordern, dass das Sicherheitsgerät das
Ruhestromprinzip erfüllt. Da das Gerät für Arbeitsstrom konzipiert ist, wurde keine
Sicherheitseinstufung nach IEC/EN 62061 oder EN/ISO 13849-1 vorgenommen. Falls Sie
das Gerät in Anwendungen für Maschinensicherheit benutzen, müssen Sie die spezifische
Anwendung betrachten und nachweisen, dass eine äquivalente Sicherheitsstufe erreicht
wird.
-4
.
-7
pro Stunde liegen. Der maximal zulässige PFH-Wert wäre somit 10
-Gesamtwert der
avg
-3
liegen. Der maximal zulässige PFD
-Wert
avg
-8
pro
9