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Das LON-Bussystem
2.1
Technologie
Basis eines LON-Systems ist der „Installationsbus", also die Leitung, die alle angeschlos-
senen Geräte miteinander verbindet und Signale zwischen allen Busteilnehmern überträgt.
Beim LON handelt es sich um ein dezentrales Bussystem. Eine zentrale Einheit ist nicht
nötig, da jeder Teilnehmer (Busgerät) über eigene Intelligenz verfügt. Per Software werden
alle nötigen Parameter via Bus in die einzelnen Gerät geladen. Innerhalb des LON stehen
verschiedene Übertragungsmedien zur Verfügung.
Alle Wieland LON Geräte verwenden die 2-Draht-Bustechnik Twisted Pair (TP) mit ei-
nem extern versorgten TP/FT-10 Transceiver. Es wird eine separate Leitung benutzt. Diese
wird zusammen mit der normalen Elektroinstallation verlegt und stellt das Transportmedi-
um für die Kommunikation mit Zustandsmeldungen oder Schaltbefehlen zur Verfügung.
In größeren LON Systemen werden die Subnetze durch Router logisch verbunden und
galvanisch voneinander getrennt. Die Router sorgen dafür, dass die Telegrammbelastung
in den gekoppelten Subnetzen nicht zu groß wird. Sie lassen Telegramme, die nur in be-
stimmten Bereichen benötigt werden, nicht in andere Bereiche durch und minimieren
somit die Busbelastung. Der LON ist ein ereignisgesteuertes Bussystem. Deshalb werden
nur dann Telegramme erstellt, wenn sie tatsächlich notwendig sind.
2.2
Topologie
Jeder Busanschluss stellt einen Knoten dar, egal ob es sich dabei um einen einfachen Tas-
ter oder eine komplexe Visualisierung handelt.
Die Knoten jedes Systems sind in Sensoren (z.B. Taster, Temperaturfühler), Aktoren
(z.B. Schaltausgänge, Jalousieausgänge) und Systemgeräte (z.B. Router, Spannungsver-
sorgungen) gegliedert.
Die kleinste Einheit im LON System ist ein Subnetz. Ein Subnetz kann höchstens 127
Teilnehmer verbinden. Router ermöglichen die Kopplung von bis zu 255 Subnetzen zu
einer Domäne (einem Netzwerk). Somit können Netzwerke mit über 32.000 Knoten in einer
Domäne realisiert werden. Bei sehr komplexen Installationen besteht die Möglichkeit über
spezielle Koppler mehrere Domänen zusammen zu schalten.
2.3
Adressierung
Zur Identifizierung und gezielten Ansprache der Busteilnehmer dienen unverwechselbare
„Adressen". Das LON-System nutzt zwei Adress-Typen:
Neuron-ID
Die Neuron-ID ist eine weltweit eindeutige 48 bit-Identifikation (ähnlich einer Ethernet
MAC-Adresse) die jedem LON Chip bei der Herstellung zugewiesen wird. Sie bietet die
Möglichkeit jeden Knoten zu jeder Zeit eindeutig zu identifizieren. Dadurch können z.B.
getrennte LON Netzwerke nachträglich automatisiert zu einem Netzwerk vereinigt werden.
Subnet/Node-ID
Die Subnet/Node-ID (Subnetz/Knoten-ID) wird bei Inbetriebnahme an jeden Teilnehmer
vergeben. Sie definiert jeden Knoten eindeutig. Da diese Adresse an die Subnetzstruktur
angelehnt ist, bleibt das Bussystem selbst in der Endausbaustufe noch übersichtlich. Zu-
sätzlich gewährleistet die Möglichkeit der Subnet/Node-ID dem Inbetriebnehmer ausrei-
Wieland Electric | BA000579 | 1/2009 (Rev. A)
Das LON-Bussystem
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