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Modbus; Allgemeine Beschreibung - Huber Pilot One Handbuch

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Modbus

Kapitel 10
10 Modbus
Das Modbus Protokoll ermöglicht es auf die zuvor beschriebenen PB-Kommando Adressen zuzugrei-
fen.
Bei der Kommunikation mit dem Modbus Protokoll müssen die Regeln wie sie im Kapitel 4
»Zeitverhalten (Timing) bei PB-Kommandos« beschrieben sind ebenfalls beachtet werden.
.
INFORMATION
Diese Funktionalität steht nur bei Geräten mit Pilot ONE® Regler zur Verfügung. Das Modbus Proto-
koll ist bereits ab E-grade Basic freigeschaltet, allerdings kann zur Verwendung verschiedener PB-
Kommando Adressen eine zusätzliche E-grade Aktivierung notwendig sein (vergl. Kapitel 6
»Spezielle Beschreibung der PB-Kommandos«).

10.1 Allgemeine Beschreibung

Beschrieben wird hier nur der allgemeine Aufbau eines Modbus Kommandos in der Betriebsart
Modbus TCP. Die Modbus Spezifikation ist über www.modbus.org verfügbar.
.
INFORMATION
Die Kommunikation zwischen dem Modbus Master und dem Modbus Slave (Thermostat mit Pilot
ONE® Regler) erfolgt über den, für Modbus TCP reservierten, Ethernet Port 502.
Auf jedes syntaktisch richtige Modbus Kommando erfolgt eine Antwort durch den Modbus Slave.
Ein Modbus Kommando wird im Allgemeinen als „Application Data Unit" (ADU) bezeichnet. Jedes
Kommando setzt sich aus 6 (unterschiedlich langen) Blöcken zusammen:
Transaction Identifier
Function Code
Dabei werden die Blöcke TID, PID, Length und UID zusammenfassend als „Modbus Application Pro-
tocol Header" (MBAP) und die Blöcke FC und Data zusammen als „Protocol Data Unit" (PDU) be-
zeichnet.
Transaction Identifier
Protocol Identifier
Message Length
Function Code
Unit Identifier
User Data
.
INFORMATION
Im Gegensatz zu den PB-Kommandos, bei denen die Werte in Zeichenketten umgewandelt werden,
werden hier Binärdaten ausgetauscht.
V1.9.0de/06.03.18
Modbus Application Protocol Header (MBAP)
TID
PID
Protocol Identifier
2 Bytes
2 Bytes
Protocol Data Unit (PDU)
FC
Data
User Data
1 Byte
n Bytes
Transaktionsnummer (TID) zur Synchronisierung gleichzeitiger Anfragen
zwischen Server und Client.
Das Protokollkennzeichen (PID) wird bei Modbus TCP nicht verwendet, es
muss immer mit 0x0000 belegt sein.
Die Nachrichtenlänge (Length) gibt die Anzahl der nachfolgenden Bytes
im Kommando (UID + PDU) an.
Der Funktionscode (FC) gibt an, welche Funktion der Modbus Slave aus-
führen soll.
Die Geräteadresse (UID) hat bei Modbus TCP keine Auswirkung, da die
Slaves über ihre IP Adresse angesprochen werden. Daher wird dieser
Wert bei Modbus TCP immer auf 0xFF gesetzt.
Die Benutzerdaten (Data) enthalten die zu übertragenden Informationen.
Haftung für Irrtümer und Druckfehler ausgeschlossen.
Length
Message Length
Unit Identifier
2 Bytes
Datenkommunikation
HANDBUCH
UID
1 Byte
35

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