PB-Paketkommando
Kapitel 9
9.2 Aufbau mit größerem Wertebereich und höherer Genauigkeit
Ist der Wertebereich nicht ausreichend kann dieser beim Paketkommando ebenfalls erweitert wer-
den. Es gelten die gleichen Eigenschaften wie sie im Kapitel 8 »PB-Kommandos mit größerem Wer-
tebereich und höherer Genauigkeit« beschrieben wurden.
Das Paketkommando mit größerem Wertebereich setzt sich wie folgt zusammen:
[mssillbdddddddd....ddddddddpp<CR>
[
m
ss
i
ll
b
dddddddd...dddddddd
pp
<CR>
9.3 Konfiguration
Die Konfiguration des PB-Paketkommandos erfolgt am Pilot ONE® Regler. Dazu muss im Haupt-
menüpunkt ‚Schnittstellen' der Punkt ‚PB-Paket' aufgerufen werden. Ohne vorherige Konfiguration
durch den Anwender ist bereits eine Standardkonfiguration vorhanden. Diese kann frei verändert
werden. Es können PB-Kommando Adressen hinzugefügt oder entfernt werden und die Reihenfolge
der Adressen festgelegt werden.
Adressen welche nicht freigeschaltet sind (vergl. E-grade) sind in der Auswahlliste ausgegraut.
V1.9.0de/06.03.18
Starterkennung (1 Zeichen)
Als Startkennung ist das Zeichen ‚[' definiert.
Kommunikationsrichtung (1 Zeichen)
Das Zeichen ‚M' steht für eine Master-Anfrage (vom Automatisierungssys-
tem).
Das Zeichen ‚S' steht für eine Slave-Antwort (vom Thermostat).
Slave-Adresse (2 Zeichen in Hexadezimaldarstellung)
Standardmäßig wird die Slave-Adresse 1 verwendet. Bei der Kommunikati-
on über die RS232 oder RS485 Schnittstelle des Com.G@tes kann die Slave-
Adresse im Menü der Pilot ONE® Reglers verändert werden.
Identifier der Datengruppe (1 Zeichen)
Für das PB-Paketkommando ist der Buchstabe ‚B' definiert.
Länge des Kommandos (2 Zeichen in Hexadezimaldarstellung)
Die Länge des Kommandos entspricht der Anzahl der Zeichen ohne Prüf-
summe und ohne Endekennung.
Blockzähler
Da die Kommandolänge systembedingt auf 255 Zeichen begrenzt ist kön-
nen hier maximal 30 Adressen mit einem Kommando angesprochen wer-
den. Sollen mehr Adressen angesprochen werden, muss dies durch Ver-
wendung der Blockzähler B und C geschehen.
Für den ersten Block (1...30) wird das Zeichen ‚A' verwendet.
Für den zweiten Block (31...60) wird das Zeichen ‚B' verwendet.
Für den dritten Block (61) wird das Zeichen ‚C' verwendet.
Werte zu den PB-Kommando Adressen: (jeweils 8 Zeichen)
Die einzelnen Werte werden als 32 bit Zahlen übergeben. In Hexadezimal-
darstellung entspricht dies einer Zahl mit 8 Ziffern. Für jede Ziffer wird ein
Zeichen übertragen. Gültige Zeichen sind 0-9 und A-Z. Bei einer Master-
Anfrage ist zudem die Zeichenfolge ‚********' zulässig um dem Regler mit-
zuteilen, dass auf diese Adresse nur lesend zugegriffen wird.
Die Darstellung entspricht damit der Wertedarstellung der PB-Kommandos
mit größerem Wertebereich.
Enthält das Slave-Antwortkommando anstelle der erwarteten Werte ledig-
lich die Zeichenfolge „EL" oder „EB" (inklusive der Anführungszeichen),
weist dies auf ein syntaktisch richtiges, aber inhaltlich falsches PB-
Paketkommando hin. „EL" besagt, dass die Anzahl der in der Master-
Anfrage enthaltenen Werte nicht mit der projektierten Anzahl überein-
stimmt. „EB" besagt, dass ein ungültiger Blockzähler empfangen wurde.
Maximal können 30 PB-Kommando Adressen mit einem PB-Paket-
kommando angesprochen werden. Damit ergibt sich für das gesamte
Kommando eine maximale Länge von 251 Zeichen.
Prüfsumme (2 Zeichen)
Die ASCII-Codes aller vorangehenden Zeichen werden in einer Byte-
Variable aufaddiert (Bereichsüberläufe werden ignoriert). Das Ergebnis
entspricht der Prüfsumme und muss in Hexadezimaldarstellung mit 2 Zei-
chen eingetragen werden.
Endekennung
<CR> steht stellvertretend für das nicht druckbare Zeichen Carriage Return
(ASCII Code 0x0D). Dieses Zeichen signalisiert das Ende des Kommandos.
Haftung für Irrtümer und Druckfehler ausgeschlossen.
HANDBUCH
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Datenkommunikation