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Zeitverhalten (Timing); Timing-Regeln; Timing-Empfehlungen - Huber Pilot One Handbuch

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HANDBUCH

4.1 Timing-Regeln

INFORMATION

4.2 Timing-Empfehlungen

8
Datenkommunikation PB

4 Zeitverhalten (Timing)

Die Softwareprotokolle sind so strukturiert, dass sehr einfache Timing-Regeln anwendbar sind:
Der Datenfluss innerhalb eines Befehls sollte nicht unterbrochen werden. Pausen von mehr als
100 ms zwischen den Zeichen eines Befehls führen im Thermostat zum Abbruch des gerade ein-
gehenden Befehls.
Manchmal kann das Betriebssystem des Masters für solche Probleme verantwortlich sein. Zur
Überprüfung kann ein Oszilloskop oder auch ein Datenlogger, der auf einem schnellen Mithör-PC
installiert ist, helfen.
Die Protokolle sind so aufgebaut, dass auf eine korrekte Anfrage immer eine Antwort vom
Thermostat gesendet wird. Bevor ein neues Kommando gesendet werden kann, muss die
vollständige Antwort des Thermostats abgewartet werden. Wird vorher ein neues Kommando
gesendet, so wird dieses verworfen. Hat der Master die Antwort des Thermostats empfangen, so
kann sofort das nächste Kommando gesendet werden. Normalerweise vergehen nur wenige Zehntel
Sekunden bis zur Antwort des Thermostats. Die typische Antwortzeit liegt unterhalb 300 ms.
Ist nach dieser Zeit keine Antwort eingegangen, sollte das Kommando nochmals wiederholt werden.
Zur Sicherheit kann die Zeit bis zur Wiederholung auch etwas größer gewählt werden. Generell
empfehlen wir mindestens eine Sekunde auf die Antwort zu warten um auch in ungünstigen
Situationen keine unnötigen Timeouts zu riskieren.
.
Bei Verwendung des Com.G@te® oder Web.G@te® können etwas längere Antwortzeiten entstehen,
die 300 ms überschreiten. Passen sie in diesem Fall ihre Timeout Bedingung entsprechend an.
Wenn die Geschwindigkeit aufs Maximale ausgereizt wird, so bekommt man einen Datendurchsatz
der für ein Temperiergerät sehr hoch ist. Auch wenn Master und Slave das verkraften, sollte
überlegt werden, welche Erneuerungsrate wirklich benötigt wird. Man wird feststellen, dass es fast
immer reichen wird, im Bereich einiger Sekunden zu bleiben. Es macht technisch wenig Sinn, die
Festplatte mit redundanten Daten zu verstopfen oder dem Thermostaten die Rechenzeit unnötig
abzuziehen.
Sollen recht große Datenmengen übertragen werden müssen, wie es gelegentlich für die Prozess-
dokumentation gefordert wird, dann kann gegebenenfalls die Wiederholrate an die jeweilige
Signaldynamik angepasst werden. Das bedeutet, dass manche Signale dann häufiger abgefragt
werden als andere.
Wenn von „großen Datenmengen" gesprochen wird, sind in diesem Zusammenhang letztlich
Größenordnungen von 10 oder 20 Bytes/s gemeint. Aber zusammen mit typischerweise langen
Laufzeiten bei Temperierprozessen kommen dann doch respektable Mengen Zustande. Bei 20
Bytes/s wird ein Megabyte schon in ca. 14 Stunden erreicht.
Haftung für Irrtümer und Druckfehler ausgeschlossen.
Zeitverhalten (Timing)
Kapitel 4
V1.2.0de/01.06.15

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