Bedienungsanleitung
für Warmluftkamine mit Radiante 60 K
Jeder Hark - Warmluftkamin wird einer eingehenden Qualitäts-
prüfung unter zogen. Hierbei wird eingehend auf Material be-
schaffenheit, Verarbeitung und Liefer umfang geprüft, um die
Funktions fähigkeit des Warmluftkamins gewähren zu können.
Allerdings gehört dazu auch, dass Sie vor Inbetrieb nahme alle
aufgeführten Punkte genauestens beachten.
1. Grundsätzliche Hinweise
1.1 Die wirksame Schorn stein höhe sollte ab Rauchrohreintritt bis
zur Schornsteinmündung mindestens 4,50 m betragen und
der Schornstein sollte einen Mindest querschnitt von 254 cm
haben, jedoch max. 400 cm
sätze nach A1 oder Bauart 1 benötigen 4 m
pro 1 kW Nenn wärmeleistung!
1.2 Kamine dürfen nur in Räumen über 12 m
aufgestellt werden.
1.3 Kamine dürfen nicht in Räumen aufgestellt werden, in denen
leicht entzündbare oder explo sions fähige Stoffe herge stellt
oder gelagert werden.
1.4 Kamine sind raumluftabhängige Feuerstätten, d. h., sie
entnehmen ihre Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum. Für
ausreichende Verbrennungsluft hat der Anlagen betreiber
bzw. -ersteller zu sorgen.
1.5 Kamine bzw. Heizkamine dürfen nicht in Räumen und
Wohnungen aufgestellt werden, aus denen mit Hilfe
von Ventilatoren (z. B. Küchendunstab saug anlagen) Luft
abgesaugt wird, es sei denn, eine Gefährdung des offenen
Kamins ist völlig aus geschlos sen. In der Tat wird nicht nur die
Luft innerhalb des Aufstellraums der Feuer stätte um gewälzt,
sondern sie verlässt auch diesen Raum als Fort luft - Sekundär-
luft - Primärluft. Um nun eine Gefährdung beim Betrieb des
Wärme erzeugers auszu schließen, sollten schon bei der
Herstellung der Stellfläche (bzw. des Fundaments)
entsprechende Vorkehr ungen getroffen werden. So kann
auch später problemlos eine Ver bren nungs luftleitung
ein gebaut werden.
1.6 Beim Betrieb mehrerer Feuerstätten in einem Aufstellraum
oder in einem Luftverbund ist für jede Feuerstätte eine
separate Ver bren nungsluftleitung zu erstellen oder eine
Leitung entsprechend groß zu dimensionieren
1.7 Kamine dürfen nur unter Aufsicht betrieben werden.
Abbildung 1
nicht überschreiten.Kaminein-
2
Raumvolumen
3
Grundfläche
2
im Kamin- & Kachelofenbau
1.8 Die Stellfläche (Unterbau) muss aus nichtbrennbaren
Baustoffen bestehen und der statischen Last der Feuer stätte
standhalten. Ungeeignete Untergründe sind u.a.: Asphalt-
Estrich, schwim mender Estrich, sowie Estrich mit Fußboden-
heizung. Stellflächen dieser Art müssen durch Zement-Estrich
als Verbund-Estrich ausgetauscht werden. Dabei muss außer-
dem beachtet werden, dass zwischen Zement-Estrich und
Betondecke keinerlei (!) Versorgungs leitungen (Trittschall-
oder Wärmedämmung, Elektro leitungen etc.) verlegt sind.
Der Verbund-Estrich muss in der Größe des Kaminsockels
2
hergestellt werden. Achten Sie dringend darauf, dass
zwischen dem Verbund-Estrich und dem schwimmenden
Estrich eine Be wegungs fuge angeordnet ist.
1.9 Zwischen Strahlungsbereich der Feuerraum öffnung und
brenn baren Bau teilen (Wand verklei dungen, Einbau möbel,
Deko möbel usw.) ist ein Mindestabstand von 80 cm
einzuhalten. Der Boden belag vor der Feuer stelle darf nur aus
nichtbrenn baren Mater ialien bestehen. Folgende Größen
müssen nach vorn gemessen ein ge halten werden: Socke l-
höhe zuzügl. 30 cm, gesamt mindestens 50 cm. Für die
Seiten gilt: Sockel höhe zuzügl. 20 cm, gesamt mindestens
30 cm. Keramische Fliesen, Naturstein, Kunststein und evtl.
auch Metall bieten sich als geeignete Materialien an. (Abb.
1 und 2)
1.10 Abb. 3 zeigt Ihnen die Abstände von Möbeln zur
Kamin verkleidung, zum einen bei einer nicht isolierten
Verkleidung und zum andern bei einer isolierten
Verkleidung.
1.11 Der Heizeinsatz darf nicht durch Umbauten oder den
Anbau fremder Bauteile manipuliert werden.
Allgemeine Hinweise
• Als geeignete Brennstoffe empfehlen wir harzarmes, natur-
belassenes Scheitholz mit einer Restfeuchte von max. 20%
Wassergehalt und Braunkohlebriketts. Die maximale Auf-
gabemenge pro Stunde beträgt bei Scheitholz 3,5 (ca. 2-4
Scheite von mittlerer Güte in 33 cm Länge), und bei Braunkohle-
briketts maximal 2,8 kg (ca. 5 Stück). Harz reiches Holz (Fichte,
Kiefer, Tanne) darf nur bei geschlos senem Feuerraum verbrannt
Abbildung 2
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