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POWERTEX PWE r-PET Gebrauchsanweisung Seite 17

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POWERTEX Rundschlingen und Hebebänder
Bedienungsanleitung (DE)
WARNUNG
• Die Nichtbeachtung der in dieser Gebrauchsanweisung enthaltenen
Vorschriften kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen und unter
anderem die Verletzungsgefahr erhöhen.
• Lesen und verinnerlichen Sie diese Anweisungen vor dem Gebrauch.
1 Nutzung von Rundschlingen und Hebebändern (Anschlagmittel)
unter widrigen Bedingungen oder in gefährlichen Anwendungen
1.1 Das Material aus dem die Anschlagmittel hergestellt werden, hat
eine hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien. Polyester (PES) ist
gegen die meisten Mineralsäuren beständig, wird jedoch durch Laugen
beschädigt;
Unschädliche Lösungen von Säuren oder Laugen können durch
Verdunstung eine entsprechende Konzentration erreichen, die Schä-
den verursachen kann. Verunreinigte Anschlagmittel sind umgehend
von der weiteren Benutzung auszuschließen und müssen in kaltem
Wasser eingeweicht, an der Luft getrocknet und durch eine fachkundi-
ge Person überprüft werden.
Anschlagmittel mit Beschlägen der Güteklasslasse 8 und mehrsträngi-
ge Anschlagmittel mit Aufhängegliedern der Güteklasse 8 sollten nicht
unter sauren Bedingungen eingesetzt werden. Der Kontakt mit Säuren
oder sauren Dämpfen verursacht bei Güteklasse 8 oder
Materialien höherer Güteklassen Wasserstoffversprödung.
Falls eine Exposition gegenüber Chemikalien wahrscheinlich ist,
empfiehlt es sich, Rücksprache mit dem Hersteller oder Lieferanten zu
nehmen.
1.2 Die Nutzung und Aufbewahrung der Anschlagmittel innerhalb der
folgenden Temperaturbereiche ist zulässig:
a) Polyester: -40°C bis 100°C.
Bei niedrigen Temperaturen kann es zu Eisbildung kommen, falls
Feuchtigkeit vorhanden ist. Das Eis kann wie ein Schneid- und
Schleifmittel wirken und Schäden im Inneren des Anschlagmittels
verursachen. Darüber hinaus verringert das Eis die Flexibilität des
Anschlagmittels und macht dieses im Extremfall sogar für den Einsatz
unbrauchbar.
Diese Temperaturbereiche variieren in chemischen Umgebungen, in
diesem Fall sollte eine Empfehlung des Herstellers oder Lieferanten
eingeholt werden.
Zum Trocknen ist eine begrenzte indirekte Umgebungsheizung inner-
halb dieser Bereiche zulässig.
1.3 Die künstlichen Fasern, aus denen die Anschlagmittel hergestellt
werden, sind anfällig für Schäden durch ultraviolette Strahlung.
Die Anschlagmittel sollten nicht in direktem Sonnenlicht oder in der
Nähe von UV-Strahlungsquellen aufbewahrt werden.
2 Inspektion von Rundschlingen und Hebebändern im Einsatz
2.1 Vor der ersten Verwendung des Anschlagmittels ist sicherzustellen,
dass:
a) das Anschlagmittel präzise den Angaben auf dem Bestellschein
entspricht;
b) ein Zertifikat des Herstellers vorhanden ist;
c) die auf dem Anschlagmittel angegebene Kennzeichnung und WLL
mit den Angaben des Zertifikats übereinstimmt.
2.2 Das Anschlagmittel muss vor jeder Nutzung auf Mängel kontrol-
liert werden, zudem ist sicherzustellen, dass die Kennzeichnung und
Spezifikation korrekt sind. Ein nicht gekennzeichnetes oder mangel-
haftes Anschlagmittel darf nicht verwendet werden, sollte jedoch einer
befähigten Person zur Überprüfung vorgelegt werden.
Eine EG-Konformitätserklärung ist verfügbar.
2.3 Während des Nutzungszeitraums sollten regelmäßige Kontrollen
auf Mängel oder Beschädigungen durchgeführt werden, einschließlich
etwaiger durch Verschmutzung verborgenen Beschädigungen, welche
die weitere kontinuierliche Nutzung des Anschlagmittels beeinträchti-
gen könnten. Diese Kontrollen sollten sich auch auf alle Beschläge
und Hebezeuge erstrecken, die in Verbindung mit dem Anschlagmittel
verwendet werden. Falls Zweifel an der Gebrauchstauglichkeit beste-
hen oder eine der erforderlichen Kennzeichnungen verloren gegangen
oder unleserlich geworden ist, muss das Anschlagmittel zur Überprü-
fung durch eine befähigte Person außer Betrieb genommen werden.
Offenkundige Schäden in der Ummantelung (Rundschlinge) weisen auf
eine mögliche Beschädigung des tragenden Kerns hin.
Im Folgenden finden Sie Beispiele für Mängel oder Schäden, wel-
che die Eignung des Anschlagmittels für eine kontinuierliche sichere
Nutzung beeinträchtigen könnten:
a) Oberflächlicher Verschleiß. Bei normalem Gebrauch tritt ein gewis-
ser Verschleiß der Oberflächenfasern der Ummantelung auf (Rund-
schlinge). Dies ist vollkommen normal und wirkt sich nur geringfügig
aus. Starker Verschleiß, insbesondere punktuell, sollte jedoch kritisch
betrachtet werden. Punktuelle Abnutzungen, können – anders als
allgemeiner Verschleiß – durch scharfe Kanten verursacht werden,
während das Anschlagmittel unter Spannung steht,
und können dazu führen, dass die Ummantelung (Rundschlinge) ein-
geschnitten wird und/oder an Festigkeit verliert.
b) Schnittverletzungen: Einschnitte. Kreuz- oder Längsschnitte in der
Ummantelung oder beschädigte Nahtstellen bieten Anlass für ernste
Zweifel an der Unversehrtheit des Kerns. Hebeband: Kreuz- oder
Längsschnitte, Einschnitte oder beschädigte Webkanten, beschädigte
Nähte oder bis in die Ösen reichende Einkerbungen.
c) Freiliegender Kern (Rundschlinge).
d) Chemische Einwirkung. Eine chemische Einwirkung führt zu punk-
tueller Schwächung und Aufweichung des Materials. Dies zeigt sich
durch Abblättern der Ummantelung/Oberfläche, die sich abzupfen oder
abreiben lässt. Alle Anzeichen einer chemischen Beschädigung der
Ummantelung (Rundschlinge) bieten Anlass für Zweifel an der
Unversehrtheits des Kerns (Rundschlinge).
e) Schäden durch Hitze oder Abrieb. Diese zeigen sich in den Fasern
der Ummantelung/des Oberflächenmaterials, die ein glasig glänzendes
Aussehen annehmen, in extremen Fällen können Fasern miteinander
verschmelzen, was wiederum eine Schwächung des Kerns (Rundsch-
linge) zur Folge hat.
f) Beschädigte oder verformte Beschläge.
3 Die richtige Auswahl und Verwendung von Rundschlingen und
Hebebändern (Anschlagmittel)
3.1 Bei der Auswahl und Angabe von Schlingen ist Folgendes zu
beachten:
3.1.1 Bei der Auswahl und Bestimmung von Anschlagmitteln ist stets
die erforderliche Betriebslastgrenze zu beachten, des Weiteren sind
die Betriebsart sowie die Art der anzuhebenden Ladung zu berück-
sichtigen. Faktoren wie die Größe, die Form und das Gewicht der
Ladung in Kombination mit der beabsichtigten Verwendungsmethode,
der Arbeitsumgebung und der Art der Ladung beeinflussen die richtige
Auswahl. Die ausgewählte Schlinge sollte sowohl stark genug
3.1.2 als auch ausreichend Lang für die beabsichtigte Verwendung
sein. Schlingen sollten vorzugsweise aus einer Länge bestehen oder
mit den richtigen Beschlägen verlängert werden. Knoten und Schlingen
in Schlingen (siehe Abbildung 4a) sind nicht erlaubt. Die Ausführung
der Endausführung ist ebenfalls zu berücksichtigen, d. h. ob Beschläge
oder Schlaufen erforderlich sind. (siehe Abbildungen 4B und 4C).
3.1.3 Wird mehr als ein Anschlagmittel zum Anheben einer Ladung
verwendet, sollten diese Anschlagmittel identisch sein. Das Material
aus dem diese Anschlagmittel bestehen, darf weder durch die Umge-
bung noch durch die Ladung negativ beeinträchtigt werden
WARNUNG
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