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Wasserqualität In Heizungsanlagen; Steinbildung - Weishaupt Wwp Li 22-A R Montage- Und Betriebsanleitung

Luft/wasser-wärmepumpe für innenaufstellung
Inhaltsverzeichnis
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Montage- und Betriebsanleitung
WWP LI 22-A R - WWP LI 26-A R
6.4
Wasserqualität in Heizungsanlagen

6.4.1 Steinbildung

Eine Steinbildung in Heizungsanlagen kann nicht vermieden werden, ist aber in Anla-
gen mit Vorlauftemperaturen kleiner 60 °C vernachlässigbar gering. Bei Hochtempera-
tur-Wärmepumpen und vor allem bei bivalenten Anlagen im großen Leistungsbereich
(Kombination Wärmepumpe + Kessel) können auch Vorlauftemperaturen von 60 °C
und mehr erreicht werden. Ein bevorzugtes Verfahren zur Vermeidung von Steinbildung
ist die Enthärtung, da sie die Erdalkalien (Calcium- und Magnesiumionen) dauerhaft
aus dem Heizungssystem entfernt.
Folgende Werte für die Wasserqualität von Heizungs- und Kühlwasser sind zu beach-
ten und bei einem Vor-Ort-Check zu prüfen:
Härtegrad
Leitfähigkeit
ph-Wert
abfiltrierbare Stoffe
Folgende (Grenz-)Werte sind dabei zwingend einzuhalten:
Maximaler Härtegrad des Füll- und Ergänzungswassers 11 °dH.
Bei vollentsalztem Wasser (VE-Wasser)(salzarm) darf der Leitwert maximal 100 ì S/
cm betragen.
Bei teilentsalztem Wasser (salzhaltig) darf der Leitwert maximal 500 ì S/cm betra-
gen.
Der ph-Wert muss zwischen 8,2 - 9 liegen.
Der Grenzwert für abfiltrierbare Stoffe im Heizungswasser liegt bei < 30 mg/l
Gegebenenfalls, beispielsweise bei bivalenten Anlagen sind zusätzlich die in der fol-
gend aufgeführten Tabelle aufgelisteten Vorgaben zu berücksichtigen, bzw. die ge-
nauen Richtwerte für Füll- und Ergänzungswasser und die Gesamthärte der Tabelle
nach VDI 2035 – Blatt 1entnommen werden.
Hinweis
Das spezifische Volumen einer Heizungsanlage ist vor Befüllung der Anlage zu
ermitteln.
Zur Beurteilung, ob ein Wasser die Tendenz zur Kalkauflösung oder zur Kalkabschei-
dung hat, wird der sog. Sättigungsindex SI herangezogen. Er zeigt an, ob der pH-Wert
dem pH-Neutralpunkt entspricht bzw. um wie viel dieser durch Säureüberschuss un-
terschritten, oder durch Kohlensäuredefizit überschritten wird. Bei Sättigungsindex
unter 0 ist das Wasser aggressiv, neigt zu Korrosionen. Bei Sättigungsindex über 0 ist
das Wasser kalkabscheidend.
Der Sättigungsindex SI sollte zwischen - 0,2 < 0 < 0,2 liegen
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