1.11 Inklusive ‚Tara'-Funktionen
Aktivieren Sie die Tarafunktion, um das Gerät zu zwingen, das aktuelle Signal als „0"-Gewicht zu über-
nehmen. Die Tara-Funktion verändert nicht die interne Kalibrierung der Zelle und kann so oft wie nötig
aktiviert werden. Die Tara-Funktion wird in der Regel verwendet, um einen „0"-Messwert einzustellen,
wenn ein festes Gewicht in die Wägezelle
eingelegt wurde. Beispiel: Ein Lastwagen fährt in eine Ladezone ein und wird auf eine Waage gestellt. Die
Waage zeigt an, dass das Gewicht des Lastwagens 2.500 kg beträgt. Es wird eine Tara auf die Waage auf-
getragen, die nun 0 kg anzeigt. Der Lkw fährt auf die Ladefläche und wird beim Verlassen der Ladefläche
erneut auf die Waage gestellt. Jetzt beträgt das
»
Ergebnis 1.550 kg. Dies ist das Gewicht des auf den Lkw geladenen Materials. Wenn der Lkw das
Wiegesystem verlässt, zeigt das Gerät -2.500 kg an. Aktivieren Sie erneut eine Tara, um einen Wert
von 0 kg zu erzwingen oder warten Sie auf einen neuen LKW. Das Gerät akzeptiert verschiedene
Möglichkeiten zur Aktivierung der Tara-Funktion: Schließen Sie die Klemme „EK" mit der Klemme „Vexc-
" kurz. Konfigurieren Sie zuvor die Klemme „EK" mit der Tarafunktion (siehe Abschnitt 1.13.11).
»
Drücken Sie die Taste „LE" (←) auf der Fronttastatur. Konfigurieren Sie zuvor die Taste „LE" (←) mit
der Tarafunktion (siehe Abschnitt 1.13.12). „ automatisch beim Einschalten des Geräts. Konfigurieren
Sie zuvor die Funktion „beim „ mit Tarafunktion (siehe Abschnitt 1.13.14). automatisch mit der Funktion
„Autotara". Die inhärenten mechanischen Eigenschaften einer Wägezelle führen dazu, dass
»
das „Null-Gewicht"-Signal ein nicht konstanter Wert ist. Dies kann durch Auflegen und Abnehmen
desselben Gewichts von einer Wägezelle festgestellt werden. Wenn das Gewicht entfernt wird, ist
der Messwert nicht immer „0", sondern ein zufälliger Wert nahe und um „0" herum. Mit der Funktion
„Auto-Tara" wird die „Tara" automatisch aktiviert, wenn der Messwert des Geräts stabil ist und nahe bei
„0" liegt (siehe Abschnitt 1.13.14). Um versehentliche Tara zu vermeiden, bietet das Gerät den Parameter
„Max. Tara' (‚MAX.t') zur Verfügung. Die Aktivierung der Funktion „Tara", entweder manuell oder
automatisch, wird nicht angewendet, wenn der Messwert über dem in diesem Parameter definierten
Wert liegt (siehe Abschnitt 1.13.7).
Der aktuelle Tarawert kann über die Fronttaste „UP" (↑) abgerufen werden, indem die Funktion „Tara" im
Menü „Taste UP" aktiviert wird (siehe Abschnitt 1.13.15). Eine Rückstellung auf den Tara-Wert kann auch
über dieses Menü erfolgen.
1.12 Beispiele für Verbindungen für mehr als 1 Zelle
1.12.1 Verbindungen mit einer Abzweigdose
Eine ‚Junction Box' für Wägezellen hat eine interne Elektronik, die das Signal/Gewicht-Verhält-
!
nis, das dem Gerät zur Verfügung gestellt wird, verändern kann. Prüfen Sie die Dokumentation
des Herstellers der Anschlussdose.
Das nachstehende Beispiel geht von einem „Verbindungskasten" aus, der einfach als „Anschlusskasten"
verwendet wird,und davon, dass alle 4 Wägezellen vom gleichen Typ sind.
Beispiel: 4 Wägezellen mit einem Nenngewicht von 100 kg und einer Empfindlichkeit von 2 mV/V. Schlie-
ßen Sie die 4 Wägezellen an die ‚Anschlussdose' an. Schließen Sie das Gerät mit 4 oder 6 Drähten an die
‚Anschlussbox' an, wie in der‚Anschlussbox'-Dokumentation angegeben. Bei Verwendung der 4-Draht-"An-
schlussdose" siehe Abschnitt 1.8.1 zum Anschluss der nicht verwendeten „Sense"-Drähte.
»
Konfigurieren Sie das Gerät wie in diesem Dokument angegeben, unter der Annahme, dass : „die
Empfindlichkeit des Systems bleibt gleich (2 mV/V)
»
Das Nenngewicht des Systems ergibt sich aus der Addition der Nenngewichte der einzelnen Zellen (4 x
100 kg= 400 kg)
12