Werte mit h (z.B. 280h) hinter den Ziffern gekennzeichnet. Dokumentation Dieses Benutzerhandbuch ist für die absoluten, magnetischen Winkelkodierer WV58M bzw. WH58M gültig und soll die notwendigen Informationen zur Handhabung dieser Geräte vermitteln. Hinweise zur Gewährleistung, Sicherheitshinweise und mechanischer Montage der Winkelkodierer WV/WH58M sind der diesen Gebern beiliegenden Benutzerinformation zu entnehmen.
Bestimmungsgemässe Verwendung Die genannten Winkelkodierer sind Präzisionsmessgeräte. Sie dienen ausschließlich zur Erfassung von Winkelpositionen und Umdrehungen, der Aufbereitung und Bereitstellung der Messwerte als elektrische Ausgangssignale für das Folgegerät. Die Winkelkodierer dürfen ausschließlich zu diesem Zweck verwendet werden. Produktfamilie magnetische Winkelkodierer Die Produktfamilie der magnetischen, absoluten Winkelkodierer umfasst zur Zeit die folgenden 4 Typen: §...
Ein Profibussystem unterscheidet folgende Gerätetypen: § DP-Master-Klasse 1 (DPM1) ist eine Steuerung, welche zyklisch Informationen mit einem DP-Slave austauscht (z.B. eine SPS), § DP-Master-Klasse 2 (DPM2) sind Programmier-, Projektierungs- oder Bediengeräte, § DP-Slave ist ein Peripheriegerät, welches Ausgangsdaten einliest und Eingangsdaten an einen DP- Master weitergibt, Wahlweise können in einem Profibussystem nur ein Master (Monomastersystem) oder aber mehrere Master (Mulimastersystem) aktiv sein.
Die dem Winkelkodierer WV/WH58M zugeordnete GSD-Datei hat die Bezeichnung „SIKO094D.GSD“. Diese Datei kann per Datenträger zur Verfügung gestellt werden bzw. liegt zum Download auf der Homepage von SIKO GmbH (www.siko.de) zum Abruf bereit. Das Profibus-Geräte-Profil für Encoder Das Profil beschreibt die Funktionalität von Drehgeber, die an einem PROFIBUS-DP-System angeschlossenen werden können.
Telegrammaufbau Das folgende Diagramm zeigt den prinzipiellen Ablauf des Telegrammverkehrs DP-Master (DPM1) DP-Slave Aufruftelegramm Schluss-Info Ausgangsdaten Kopf-Info Kopf-Info Eingangsdaten Schluss-Info Antworttelegramm Initialisierung, Nutzdatenverkehr (Data Exchange) Vor dem Austausch von Nutzdaten zwischen dem Master und Slave wird jeder Slave neu initialisiert. Der Master sendet Parametrier- und Konfigurationsdaten an den Slave.
4.2.4 Diagnoseanforderung vor dem Datenaustausch Der Master sendet nochmals ein Slave Diagnose „Request-Slave-Diag“, der Slave antwortet mit einem „Slave-Diagnose-Response“. Der Master überprüft jetzt, ob die Parametrierung und Konfigurierung mit den im Slave hinterlegten Daten übereinstimmen. Sind die vom Master gewünschten Daten erlaubt und liegen keine Fehler vor, meldet der Slave über die Diagnosedaten seine Bereitschaft für den Nutzdatentransfer.
Standardeinstellung: Bit 0 = 0 – steigende Codewerte bei Drehung der Geberwelle im Uhrzeigersinn. Der Wert wird nichtflüchtig im Drehgeber gespeichert. 5.2.1.2 Klasse 2 Funktionalität Dieses Bit aktiviert die Klasse 2 Funktionalität. Der DP-Master muss dieses Bit setzen, damit die Klasse 2 Funktionalität genutzt werden kann.
Messschritten auf die eingestellte Schrittzahl pro Umdrehung (max. 1024 Schritte bei der 10Bit-Version, max. 4096 Schritte bei der 12Bit-Version). Beispiel: WV58M-12+12Bit (Gesamtauflösung = 4096 Schritte pro Umdrehung * 4096 Umdrehungen): ² Dateninhalt = 16777216 bzw. 01 00 00 00h Oktett 14...
Format der Positionsdaten Oktett 31 - 24 23 - 16 15 - 8 7 - 0 Daten Presetfunktion Die Preset-Funktion unterstützt die Anpassung des Drehgeber-Nullpunkts zum mechanischen Nullpunkt des Systems. Die Preset-Funktion setzt den aktuellen Positionswert des Drehgebers auf den Preset-Wert. In der Data-Exchange-Funktion wird der Preset-Wert als Ausgangswert gespeichert.
Wertebereich des Presetwertes: WV/WH58M-10+12Bit bzw. 12+12Bit: -8388608 ... +8388607 Vorzeichenbit der 10+12Bit- bzw. 12+12Bit-Version ist Bit 2 WV/WH58M-10Bit-Singleturn: -32768 … +31744 WV/WH58M-12Bit-Singleturn: -32768 … +28672 Vorzeichenbit der 10Bit-Singleturn- bzw. 12Bit-Singleturn-Version ist Bit 2 Diagnosemeldungen Diagnosemeldungen beinhalten Angaben über den jeweiligen Zustand des Drehgebers. Die Diagnosemeldungen bestehen aus Profibusrelevanten und Gerätespezifischen Informationen.
Seite 17
Bit 3: Diag.Ext_Diag Dieses Bit wird vom Slave gesetzt. Ist das Bit gesetzt, so muss in dem Slave-spezifischen Diagnosebereich (Ext_Diag_Data) ein Diagnoseeintrag vorliegen. Ist das Bit nicht gesetzt, so kann in dem Slave-spezifischen Diagnosebereich (Ext_Diag_Data) eine Statusmeldung vorliegen. Bit 2: Diag.Cfg_Fault Dieses Bit wird gesetzt, sobald die vom DP-Master zuletzt gesendeten Konfigurationsdaten mit denjenigen, die der Slave vorgibt, nicht übereinstimmen, d.h.
Bit 0: Diag.Prm_Req Setzt der Slave dieses Bit, so muss er neu parametriert und konfiguriert werden. Das Bit bleibt solange gesetzt, bis eine Parametrierung erfolgt ist. Anmerkung: Ist das Bit 1 und das Bit 0 gesetzt, so hat das Bit 0 die höhere Priorität. 6.1.3 Stationsstatus 3 Wird von der Geber-Applikation nicht unterstützt.
Die Diagnose-Funktion „Unterstützte Alarmmeldungen“ (Oktett 18 und 19, nur Klasse 2) liefert die Information, welche Alarmmeldungen der Geber unterstützt. Oktett 7 - 0 Alarmmeldungen Bezeichnung Positionsfehler Nein 1 – 6 nicht unterstützt Kommunikation mit Grundkarte Schalter ist nicht Kommunikation ist unterbrochen, über DIP-Schalter unterbrochen betätigt Positionswert ist ungültig...
Die Batteriegepufferten Drehgeber WV(WH)58M in der 10- und 12-Bit-Version markieren über ein Bit innerhalb dieses Oktetts eine entladene Batterie. Oktett 7 – 0 zusätzliche Alarmmeldungen Bezeichnung 0 – 5, 7 nicht unterstützt, immer Wert 0 Batteriezustand Batterie noch nicht entladen Batterie entladen 6.1.13 Unterstützte Alarmmeldungen Die Diagnose-Oktetts 18 und 19 enthalten Informationen zu den von den Drehgebern unterstützten...
6.1.14 Warnungen Warnungen zeigen an, dass für bestimmte interne Parameter Toleranzen überschritten wurden. Im Gegensatz zu den Alarmmeldungen weisen sie nicht auf falsche Positionswerte hin. Die Diagnose-Oktetts 20 und 21 enthalten die Warnungen. Bei einer Warnung wird das EXT_Diag Bit auf 1 gesetzt, bis die Warnung gelöscht ist. Die Diagnose-Funktion „Unterstützte Warnungen“...
= 0 (nicht unterstützt) Bezeichnung = 1 (unterstützt) Frequenz Temperatur LED Reserve CPU-Watchdog Betriebszeit Batterieladung Referenzpunkt 8 – 15 nicht unterstützt 6.1.16 Profilversion Die Diagnose-Oktetts 24 und 25 informieren über die angewandte Version des Drehgeber-Profils. Die Oktetts sind unterteilt in eine Revisionsnummer und einen Index. Beispiel: Profilversion: Oktett-Nr.:...
Oktett 15 – 8 7 – 0 Daten – 2 – 2 Revisionsnummer Index Profilversion 6.1.18 Betriebszeit Diese Funktion ist bei den Drehgebern der Serie WV(WH)58M nicht implementiert. Die Abfrage dieser Diagnoseinformation ergibt den Wert FFFFFFFFh. Oktett 31 – 24 23 –...
Oktett 31 – 24 23 – 16 15 – 8 7 – 0 Daten Messschritte pro Umdrehung Oktett 31 – 24 23 – 16 15 – 8 7 – 0 Daten Gesamtanzahl der Messschritte 6.1.22 Drehgeber-Typ Die im Encoder-Profil an dieser Stelle vorgesehene Seriennummer wird durch die Angabe der Drehgeber-Variante im ASCII-Format ersetzt.
Seite 26
Oktett 7 – 0 SIKO_Diag_1 Bezeichnung Drehrichtung steigende Positionswerte bei steigende Positionswerte bei Drehung der Geberwelle in Drehung der Geberwelle Uhrzeigerrichtung (Clockwise, entgegen der Uhrzeigerrichtung (CounterClockwise, CCW) 1 – 4 nicht unterstützt, Wert immer 0 Batteriewarnung Batterieladung OK Batterieladung ist unter den Warnwert abgesunken Batteriealarm Batterie OK oder Batterieladung...
Index Firmwareversion der Grundkarte Projektierungsbeispiel An Hand einer Beispielprojektierung soll die Einbindung eines WV58M mit Profibusschnittstelle in eine STEP7-Profibusumgebung verdeutlicht werden. Voraussetzung zur Einbindung ist das Vorhandensein der Gerätestammdatei, SIKO094D.GSD, welche von der Homepage der SIKO GmbH heruntergeladen werden kann (www.siko.de). Mit der dazugehörenden Bitmap-Datei ist das verwendete Konfigurationstool in der Lage, den Drehgeber als...
§ Datei SIKO094D.GSD auswählen und öffnen. § Die Frage nach Installation der Bitmap-Datei bestätigen. Katalog aktualisieren § Auswahl des Kommandos „Katalog aktualisieren” aus dem Menü Extra. Datum: 27.07.2005 Seite 28 von 33 Art.Nr. 83223 Änd. Stand 221/05...
Drehgeber in Profibus-Projekt aufnehmen (Voraussetzung: DP-Master ist bereits konfiguriert) § WV/WH58M aus dem Hardware-Katalog-Fenster auswählen und im oberen Stationsfenster an die (symbolisierte) Profibusleitung hängen (A) (per Drag-and-Drop). § Gewünschtes Modul anklicken und ins untere Stationseigenschaften-Fenster ziehen (B). Datum: 27.07.2005 Seite 29 von 33 Art.Nr.
Geber parametrieren § Nach einem Doppelklick auf den im Stationseigenschaften-Fenster angezeigten Eintrag öffnet sich das nachfolgende Fenster mit den DP-Slave-Eigenschaften: § Ein weiterer Doppelklick auf einen der dargestellten Parameternamen öffnet ein weiteres Fenster, in welchem der Wert dann geändert werden kann. Datum: 27.07.2005 Seite 30 von 33 Art.Nr.
Seite 31
Parametername (in Englisch) Erklärung im Handbuch Kapitel Code Sequenz Codefolge 5.2.1.1 Class 2 functionality Klasse 2 Funktionalität 5.2.1.2 Scaling function control Skalierungsfunktion 5.2.1.4 Measuring units / revolution Schritte pro Umdrehung 5.2.2 Total measuring range (units) hi Gesamtauflösung in Schritten 5.2.3 Total measuring range (units) lo Gesamtauflösung in Schritten 5.2.3...
Anpassung der S7-Programm-Bausteine Diagnosemeldungen des Drehgebers, bei denen das Bit „Statische Diagnose” (Bit Diag.Stat_Diag im Diagnose-Oktett Stationsstatus_2) gesetzt wird, haben zur Folge, dass die Master-SPS, wenn keine besonderen Vorkehrungen getroffen wurden, in den Zustand Bus-Stop geht. Soll dieser Zustand vermieden werden, müssen die Organisationsbausteine OB82 (Diagnose) und OB86 (Stationsfehler) in das SPS-Programm eingebunden werden.
Die DIP-Schaltereinstellungen werden nur beim Starten des Gebers (Power- On) gelesen. Eine Änderung der Schalterstellungen im Betrieb des Gebers hat keine Auswirkungen. (Ausnahme: DIP-Schalter 1) Standardeinstellung bei Geberauslieferung ist die Slave-Adresse 10 (DIP- Schalter 5 und 7 = OFF). Diagnose LED‘s Neben dem DIP-Schalter sind jeweils eine grüne und eine gelbe LED angeordnet.