KÄLTEMITTEL- UND WASSERLEITUNGEN
4.3.4 Anforderungen und Empfehlungen für den Warmwasserkreislauf
•
Die maximale Leitungslänge hängt von dem möglichen
Maximaldruck in der Wasserauslassleitung ab. Überprüfen
Sie die Pumpkurve.
•
Das Innengerät ist mit einem Luftablass (werksseitig
mitgeliefert) an der höchsten Stelle des Innengeräts
ausgestattet. Wenn diese Stelle nicht die höchste der
Wasserinstallation ist, kann Luft in den Wasserrohren
bleiben, was zu Fehlfunktionen des Systems führen kann.
Für diesen Fall sollten zusätzliche Luftablässe (nicht
mitgeliefert) installiert werden, um den Eintritt von Luft in den
Wasserkreislauf zu verhindern.
Bei Fußbodenheizungen sollte die Luft mittels einer externen
•
Pumpe und eines offenen Kreislaufs abgelassen werden, um
Lufttaschen zu vermeiden.
•
Wenn das Gerät während der Ausschaltperioden gestoppt
wird und die Umgebungstemperaturen sehr niedrig sind,
kann das Wasser in den Rohren und in der Umwälzpumpe
gefrieren und die Rohre und die Wasserpumpe beschädigen.
In diesen Fällen muss der Installateur sicher stellen, dass
die Wassertemperatur in den Leitungen nicht unter den
Gefrierpunkt fällt. Um dies zu vermeiden, verfügt das
Gerät über einen Selbstschutzmechanismus, der aktiviert
werden sollte (siehe Wartungshandbuch, Kapitel
Funktionen").
Überprüfen Sie, ob die Wasserpumpe des Heizkreislaufs
•
innerhalb des Pumpen-Betriebsbereichs arbeitet und der
Wasserfluss das Pumpenminimum nicht unterschreitet.
Wenn der Wasserdurchfluss geringer als 12 Liter/Minute ist
(6 Liter/Minute für 3,0 PS-Gerät), wird ein Alarm am Gerät
angezeigt.
•
Es wird dringend empfohlen, einen zusätzlichen Spezial-
Wasserfilter an der Heizung zu installieren (Installation
vor Ort), um Partikel zu entfernen, die möglicherweise von
vorangegangenen Lötarbeiten vorhanden sind und nicht mit
dem Wassersieb des Innengeräts entfernt werden können.
•
Beim Auswählen eines Speichers für den
Warmwasserbetrieb müssen folgende Punkte berücksichtigt
werden:
Die Speicherkapazität des Speichers muss dem
-
täglichen Verbrauch entsprechen, um eine Stagnation
des Wassers zu verhindern.
Im Wasserkreislauf des Warmwasserspeichers muss
-
während der ersten Tage nach der Durchführung
der Installation mindestens einmal am Tag frisches
Wasser zirkulieren. Zusätzlich muss das System
mit frischem Wasser gespült werden, wenn kein
Warmwasserverbrauch über einen langen Zeitraum
vorliegt.
Vermeiden Sie lange Wasserleitungen zwischen dem
-
Speicher und der Warmwasser-Installation, um mögliche
Temperaturverluste zu reduzieren.
Wenn der Trinkkaltwasser-Eingangsdruck höher
-
ist, als der Systemdruck des Geräts (6 Bar), ist
ein Druckminderer mit einem Nennwert von 7 Bar
anzubringen.
•
Sicherstellen, dass die Anlage die Gesetzgebung in Sachen
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PMDE0638 rev.0 - 04/2023
Leitungsanschluss und Materialien, Hygienemaßnahmen,
Prüfungen und mögliche erforderliche Verwendung von
einigen spezifischen Komponenten, wie thermostatische
Mischventile, Differentialdruck-Überlaufventil etc., erfüllt.
Der maximale Wasserdruck ist 3 bar (Öffnungsnenndruck
•
des Überdruckventils). Stellen Sie ein geeignetes
Druckreduktionsgerät im Wasserkreislauf bereit, um sicher zu
stellen, dass der maximale Druck NICHT überschritten wird.
Sicherstellen, dass die an das Überdruckventil und
•
den Luftablass angeschlossenen Abflussleitungen
ordnungsgemäß verlegt werden, um zu vermeiden, dass
Wasser mit Gerätekomponenten in Kontakt kommt.
•
Sicherstellen, dass alle vor Ort bereitgestellten und
im Leitungskreislauf installierten Komponenten dem
Wasserdruck und dem Wassertemperaturbereich, in dem
das Gerät betrieben werden kann, standhalten.
HYDRO FREE-Geräte sind ausschließlich für die
•
Verwendung in einem geschlossenen Wasserkreislauf
vorgesehen.
•
Der Innenluftdruck des Expansionsbehälters wird an die
Wassermenge der abgeschlossenen Installation angepasst
(werksseitig mit 0,1 MPa Innenluftdruck geliefert).
„Optionale
•
Keine Art von Glykol dem Wasserkreislauf hinzuzufügen.
Abflusshähne müssen an allen niedrigen Punkten der
•
Installation angebracht werden, um eine komplette Drainage
des Kreislaufs während der Wartung zu ermöglichen.
4.3.5 Wasserbefüllung
1 Überprüfen Sie, dass ein Wasser-Absperrventil (Zubehör
ATW-WCV-01) mit einem Absperrventil (nicht mitgeliefert)
für die Befüllung des Heizungs-Hydraulikkreislaufs an
den Wasserbefüllungspunkt (Wassereinlassanschluss)
angeschlossen ist (siehe
2 Stellen Sie sicher, dass alle Ventile geöffnet sind
(Wassereinlass-/-auslass-Absperrventile und der Rest der
Ventile der Heizungsinstallationskomponenten).
3 Stellen Sie sicher, dass die Luftablässe des Innengeräts
und der Anlage offen sind (den Luftablass des Innengeräts
mindestens zweimal drehen).
4 Prüfen Sie, dass die Abflussleitungen an das Überdruckven-
til und an das allgemeine Abflusssystem vorschriftsmäßig
angeschlossen sind. Das Überdruckventil wird später als
Luftablassvorrichtung während des Wassereinfüllprozesses
verwendet.
5 Befüllen Sie den Heizungskreislauf mit Wasser, bis der am
Manometer angezeigte Druck ungefähr 1,8 bar erreicht.
?
H I N W E I S
Während das System mit Wasser befüllt wird, ist es höchst
empfehlenswert, das Überdruckventil manuell zu betreiben, um mit
dem Luftablassverfahren zu helfen.
6 Entfernen Sie so viel Luft wie möglich aus dem
Wasserkreislauf durch den Innen-Luftablass und weitere
Luftablässe der Installation (Fan coils, Heizkörper...).
7 Beginnen Sie den Test des Luftablassverfahrens. Es gibt
„4.3 Heizung und
Warmwasser").