Bose QC25 + Antlion ModMic 4 = AFU-taugliches Headset
Christian Janßen DL1MGB
Einleitung
Noch vor 10 bis 15 Jahren war man im Contest auf schraubstockähnliche Kopfhörer
angewiesen, um den Lärm der Endstufenlüfter oder die Diskussionen über die schlechten
Bedingungen der sich unterhaltenden Freischicht zu unterdrücken. Doch mittlerweile gibt es
sehr gute und leichte Kopfhörer mit so genannter Noise-Cancelling-Funktion, die sich ein
ganzes Wochenende angenehm tragen lassen und vom Umgebungslärm sehr gut
abschotten; und ohne dass man befürchten muss, dass sich der Inhalt eines geplatzten
Gelkissens über einem ergießt.
Nachdem ich im Januar 2016 stolzer Besitzer eines Bose Headsets QC25 wurde und kurz
darauf in Finnland das erste Mal das ModMic 4 von Antlion in der Hand hielt (welches dann
auch gleich den Besitzer wechselte), war klar, dass ich dem Gelkissenschraubstockheadset
aus vergangenen Tagen nicht mehr nachtrauern musste.
Die Montage
Das ModMic 4 wird über kleine Magnete am Kopfhörer gehalten. Ein Magnet befindet sich
am Ausleger des Mikrofons und das Gegenstück wird am gewünschten Kopfhörer angeklebt
(Bild 1). Somit lässt sich das Mikrofon an jeden beliebigen Kopfhörer montieren und bei
Nichtbenutzung auch wieder leicht entfernen. Es bleibt nur der kleine Magnet ständig an der
Kopfhörermuschel (Bild 2). Durch die an den Magneten angebrachten Zacken kann man das
Mikrofon um 90° nach oben wegdrehen.
Bild 1 Bose QC25 mit montiertem
Bild 2 Bose QC25 und abgenommenes ModMic 4 (Bild: citrix.com)
ModMic 4 (Bild: citrix.com)
Erste Gehversuche
Die ersten Einsätze erfolgten im Laufe des Jahres 2016 bei gelegentlichem DXen. Dabei
wurde schnell klar, dass die Audioqualitäten des Mikrofons sich sehen (hören) lassen
können. Die Kombination QC25 mit ModMic 4 sollte beim ARRL SSB 2017 das erste Mal so
richtig getestet werden.
Ich war zu Gast bei K1ZZ und hatte schon die Station auf den Einsatz des neuen Mikrofons
umgebaut (zwei Funkgeräte und den dazugehörigen MK2R+), da verweigerte der Bose-
Kopfhörer kurz vor Contestbeginn plötzlich seinen Dienst. Es war ja noch ein Heil-Kopfhörer