erfolgt die Signalauswertung z. B. mit Sicherheits-Relais oder mit einer Sicher‐
heitssteuerung.
Die angeschlossene Steuerung und alle für die Sicherheit verantwortlichen Geräte
müssen dem geforderten Performance Level und der geforderten Kategorie ent‐
sprechen (z. B. gemäß ISO 13849-1).
Sie müssen das Gesamtkonzept der Steuerung, in die die Sicherheitszuhaltung
eingebungen wird, nach ISO 13849-2 validieren, bzw. nach EN 62061 bewerten.
4.5 Prüfkonzept
Die Sicherheitszuhaltung muss bei der Inbetriebnahme, nach Veränderungen und
in regelmäßigen Abständen von einer entsprechend befähigten Person geprüft
werden.
Die regelmäßigen Prüfungen dienen dazu, die Wirksamkeit der Sicherheitszuhal‐
tung zu überprüfen und Mängel aufgrund von Veränderungen oder äußeren Ein‐
flüssen (z. B. Beschädigungen oder Manipulation) aufzudecken.
Der Hersteller und der Betreiber müssen Art und Häufigkeit der Prüfungen der
Maschine auf Grundlage der Einsatzbedingungen und der Risikobeurteilung fest‐
legen. Die Festlegung der Prüfungen muss in nachvollziehbarer Weise dokumen‐
tiert werden.
5
Montage
5.1 Sicherheit
GEFAHR
Gefahr durch unerwarteten Anlauf der Maschine
Tod oder schwere Verletzung
Stellen Sie sicher, dass der Gefahr bringende Zustand der Maschine
b
ausgeschaltet ist und bleibt.
GEFAHR
Umgehung der Schutzeinrichtung
Gefahr der Unwirksamkeit der Schutzeinrichtung
Anreize zur Manipulation der Sicherheitszuhaltung mit mindestens einer
b
der folgenden Maßnahmen vermeiden:
°
Sicherheitsschalter verdeckt, abgeschirmt oder außer Reichweite
anbringen.
°
Nach Möglichkeit für Betätiger nicht lösbare Befestigungen verwen‐
den (z. B. Schweißen, Kleben, Einwegschrauben oder Nieten).
VORSICHT
Heißes Gehäuse
Verbrennungsgefahr
Bei Umgebungstemperaturen > 40 °C die Sicherheitszuhaltung gegen
b
versehentliches Berühren durch Personen schützen.
WICHTIG
Durch falschen Anbau und ungeeignete Umgebungsbedingungen kann die
Sicherheitszuhaltung beschädigt werden.
Sicherheitsschalter und Betätiger so anordnen, dass eine Beschädigung
b
durch vorhersehbare äußere Einwirkung verhindert wird.
Sicherheitsschalter und Betätiger nicht als Anschlag verwenden.
b
Aufnahme und Befestigung von Sicherheitsschalter und Betätiger muss
b
ausreichend stabil sein, um den ordnungsgemäßen Betrieb aufrecht zu
erhalten.
Nur zuverlässige Befestigungselemente verwenden, die ausschließlich
b
mit Werkzeug gelöst werden können.
Wenn durch Fluchtungsfehler eine Öffnung an der trennenden Schutz‐
b
einrichtung entsteht, dann darf diese die Schutzwirkung nicht beein‐
trächtigen.
Bei Umgebungstemperaturen > 40 °C den Sicherheitsschalter gegen
b
Berührung mit brennbarem Material schützen.
Die angegebene IP-Schutzart gilt nur bei korrekt angezogenen Gehäuse‐
b
schrauben, Leitungseinführungen und Steckverbindern. Anzugsdrehmo‐
ment beachten.
5.2 Umstellen der Betätigungsrichtung
1.
Betätiger in Betätigungskopf einführen.
2.
Schrauben am Betätigungskopf lösen.
3.
Betätigungskopf in gewünschte Richtung drehen.
Abbildung 1: Umstellen der Betätigungsrichtung
4.
Schrauben mit 0,8 Nm anziehen.
5.
Nicht verwendete Betätigungsschlitze mit beiliegenden Schlitzabdeckungen
verschließen.
5.3 Montieren
1.
Betätiger in Betätigungskopf einführen.
2.
Sicherheitsschalter formschlüssig mit feststehendem Teil der Schutzeinrich‐
tung verbinden.
8020542/1PK9/2024-10-02/de, en
3.
Betätiger dauerhaft und unlösbar mit beweglichem Teil der Schutzeinrich‐
tung verbinden.
4.
Zusätzlichen Anschlag für beweglichen Teil der Schutzeinrichtung anbringen.
5.4 Schutz vor Umgebungseinflüssen
Voraussetzung für eine dauerhafte und einwandfreie Sicherheitsfunktion ist der
Schutz des Betätigungskopfes vor eindringenden Fremdkörpern wie Spänen,
Sand, Strahlmitteln usw.
Bei Lackierarbeiten den Betätigungsschlitz, den Betätiger und das Typenschild
abdecken.
6
Elektrische Installation
6.1 Sicherheit
GEFAHR
Gefahr durch elektrische Spannung
Tod oder schwere Verletzung
Sicherstellen, dass die Maschine und die Anschlussleitungen der Sicher‐
b
heitszuhaltung während der elektrischen Installation in spannungsf‐
reiem Zustand sind und bleiben.
GEFAHR
Falscher Anschluss der Sicherheitszuhaltung
Verlust der Sicherheitsfunktion
Bei Isolationsmaterial bzw. Anschlusslitzen auf die erforderliche Tempe‐
b
raturbeständigkeit sowie mechanische Belastbarkeit achten.
Wenn unterschiedliche Spannungen zwischen den Kontaktpaaren und
b
der Magnetspule verwendet werden (z. B. 230 V und 24 V), dann so im
Anschlussraum verdrahten, dass immer eine sichere Trennung gegeben
ist.
Für Sicherheitsfunktionen ausschließlich sichere Kontakte für Zuhal‐
b
tungsüberwachung und sichere Kontakte für Türüberwachung verwen‐
den.
Einzeldrähte auf einer Länge von 6 mm (± 1mm) abisolieren, um siche‐
b
ren Kontakt zu gewährleisten.
6.1.1
Hinweise zu cULus
Geräte mit Leitungseinführung
Für den Einsatz und Verwendung gemäß den Anforderungen von cULus muss eine
Kupferleitung (60/75 °C) verwendet werden.
Geräte mit Steckverbinder
Für den Einsatz und Verwendung gemäß Anforderungen von cULus muss eine
Class-2-Spannungsversorgung nach UL 1310 verwendet werden. Am Einsatzort
installierte Anschlussleitungen der Sicherheitszuhaltung müssen einen ständigen
räumlichen Abstand von 50,8 mm zu Folgendem einhalten:
•
Bewegliche und festinstalliert Leitungen ohne geeignete Isoliermaterialien,
die eine gleiche oder höhere Spannungsfestigkeit gegenüber den anderen
relevanten Anlagenteilen besitzen
•
Aktive Anlagenteile ohne Isolierung, die mit einer Spannungsversorgung von
über 150 V arbeiten
i110 Lock | SICK
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