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Sicherheit
11.8 Beschreibung der Signalausgänge des
Messumformers
2.1
Allgemeines zur Sicherheit
Trennung Ein-/Ausgang
Das Kapitel "Sicherheit" gibt einen Überblick über die für den
Alle Ein-und Ausgangssignale sind vom Signalkreis und
Betrieb des Gerätes zu beachtenden Sicherheitsaspekte.
untereinander galvanisch getrennt.
Das Gerät ist nach den derzeit gültigen Regeln der Technik
11.8.1 Gleichstromausgang
gebaut und betriebssicher. Es wurde geprüft und hat das Werk
0/4-20 mA, Bürde < 1000 Ω
in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um
0/2-10 mA, Bürde < 2000 Ω
diesen Zustand für die Betriebszeit zu erhalten, müssen die
Umschaltbar durch Softwareparameter
Angaben der Anleitung sowie der geltenden Dokumentation
und Zertifikate beachtet und befolgt werden.
Die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen müssen beim Be-
Stromausgang
trieb des Gerätes unbedingt eingehalten werden. Über die all-
gemeinen Hinweise hinaus sind in den einzelnen Kapiteln der
0 - 20 mA
Anleitung die Beschreibungen von Vorgängen oder Handlungs-
anweisungen mit konkreten Sicherheitshinweisen versehen.
Erst die Beachtung aller Sicherheitshinweise ermöglicht den
optimalen Schutz des Personals sowie der Umwelt vor Gefähr-
dungen und den sicheren und störungsfreien Betrieb des Gerä-
tes.
2.2
Bestimmungsgemäße Verwendung
Dieses Gerät dient folgenden Zwecken:
• Zur Weiterleitung von flüssigen oder breiförmigen Mess-
stoffen mit elektrischer Leitfähigkeit.
• Zur Messung von Durchfluss des Betriebsvolumens.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehören auch
folgende Punkte:
• Die Anweisungen in dieser Anleitung müssen beachtet und
befolgt werden.
• Die technischen Grenzwerte müssen eingehalten werden,
11.8.2 Normierter Impulsausgang
siehe Kapitel "Technische Grenzwerte".
Normierter Impulsausgang, getrennt für jede Durchflussrich-
• Die zulässigen Messstoffe müssen beachtet werden, siehe
tung, max. Zählerfrequenz 5 kHz. Die Impulswertigkeit ist
Kapitel "Zulässige Messstoffe".
zwischen 0,001 und 1000 einstellbar. Impulsbreite von 0,1 ms
bis 2000 ms einstellbar.
2.3
Bestimmungswidrige Verwendung
11.8.2.1 Aktiv
Folgende Verwendungen des Gerätes sind unzulässig:
Spannungsfrei 24 V rechteck, Bürde > 150 Ω.
• Der Betrieb als elastisches Ausgleichsstück in Rohrleitun-
11.8.2.2 Passiv
gen, z. B. zur Kompensation von Rohrversätzen, Rohr-
Passiv, Optokoppler:
schwingungen, Rohrdehnungen etc.
5 V < U
< 30 V DC
CE
• Die Nutzung als Steighilfe, z. B. zu Montagezwecken.
2 mA <
< 220 mA, f
5 kHz
ICE
max
• Die Nutzung als Halterung für externe Lasten, z. B. als Hal-
terung für Rohrleitungen etc.
• Materialauftrag z. B. durch Überlackierung des Typen-
schildes oder Anschweißen oder Anlöten von Teilen.
• Materialabtrag z. B. durch Anbohren des Gehäuses.
Reparaturen, Veränderungen und Ergänzungen oder der Ein-
bau von Ersatzteilen sind nur soweit zulässig wie in der Anlei-
tung beschrieben. Weitergehende Tätigkeiten müssen mit ABB
Automation Products GmbH abgestimmt werden. Ausgenom-
men hiervon sind Reparaturen durch von ABB autorisierte
Fachwerkstätten.
ACS-CONTROL-SYSTEM GmbH l Lauterbachstr. 57 l D-84307 Eggenfelden l www.acs-controlsystem.de l info@acs-controlsystem.de
Magnetisch-induktiver Durchflussmesser
Magnetisch-induktiver Durchflussmesser
2.4
11.8.3 Schaltausgang für Systemüberwachung
Technische Grenzwerte
(Alarmausgang)
Das Gerät ist ausschließlich für die Verwendung innerhalb der
Die interne Systemüberwachung gibt im Störungsfall eine Klar-
auf dem Typenschild und in den Datenblättern genannten tech-
textmeldung auf dem Display aus und betätigt den Schaltaus-
nischen Grenzwerte bestimmt.
gang. Wahlweise Optokoppler oder Relais (bei Alarm geöffnet).
Folgende technische Grenzwerte sind einzuhalten:
Auftretende Störungen werden im Fehlerregister gespeichert .
• Der zulässige Druck (PS) und die zulässige Messstoff-
Optokoppler: 16 V < U
temperatur (TS) dürfen die Druck-Temperatur-Werte
(p/T-Ratings) nicht überschreiten.
Relais:
• Die maximale Betriebstemperatur darf nicht überschritten
werden.
• Die zulässige Umgebungstemperatur darf nicht überschrit-
11.8.4 Konfigurierbare Schaltausgänge
ten werden.
(Optokoppler)
• Die Gehäuseschutzart muss beim Einsatz beachtet werden.
Die Funktion der Schaltausgänge ist über die Software auf
• Der Durchflussaufnehmer darf nicht in der Nähe von starken
folgende Funktionen einstellbar:
elektromagnetischen Feldern z. B. Motoren, Pumpen,
Keine Funktion,
Transformatoren usw. betrieben werden. Ein Mindest-
Leeres Rohr,
abstand von ca. 100 mm muss eingehalten werden. Bei der
Vor-/Rücklaufsignalisierung,
Montage auf oder an Stahlteilen (z. B. Stahlträgern) muss
Max.-Alarm oder Min.-Alarm für Füllhöhe,
ein Mindestabstand von 100 mm eingehalten werden.
Max.-Alarm oder Min.-Alarm für Durchfluss,
(Diese Werte wurden in Anlehnung an die IEC801-2 bzw.
Optokoppler :16 V < U
IECTC77B ermittelt).
0 mA < I
11.8.5 Serielle Schnittstelle RS 485
2.5
Zulässige Messstoffe
V
= 5 V. Eingangsimpedanz: ≥ 12 kΩ,
Beim Einsatz von Messstoffen müssen folgende Punkte beach-
ss
max. Kabellänge ≤ 1200 m
tet werden:
Baudrate 1200-9600 Baud.
• Es dürfen nur solche Messstoffe (Fluide) eingesetzt werden,
Max. 32 Instrumente parallel an einem Bus. Wir empfehlen ein
bei denen nach Stand der Technik oder aus der Betriebs-
abgeschirmte und paarweise verdrillte Datenleitung.
erfahrung des Betreibers sichergestellt ist, dass die für die
Klemmen:V1, V2, V3, V4; Funktion T-, T+, R-, R+.
Betriebssicherheit erforderlichen chemischen und physika-
lischen Eigenschaften der Werkstoffe der messstoffberühr-
ten Bauteile Messelektrode, ggf. Erdungselektrode,
Auskleidung, ggf. Anschlussteil, ggf. Schutzscheibe und ggf.
Schutzflansch während der Betriebszeit nicht beeinträchtigt
werden.
• Messstoffe (Fluide) mit unbekannten Eigenschaften oder
abrasive Messstoffe dürfen nur eingesetzt werden, wenn der
Betreiber durch eine regelmäßige und geeignete Prüfung
den sicheren Zustand des Gerätes sicherstellen kann.
• Die Angaben des Typenschildes müssen beachtet werden.
2.6
Pflichten des Betreibers
Abb. 48
Kommunikation über Schnittstelle RS 485
Vor dem Einsatz von korrosiven und abrasiven Messstoffen
muss der Betreiber die Beständigkeit aller messstoffberührten
Teile abklären. ABB unterstützt gerne bei der Auswahl, kann
jedoch keine Haftung übernehmen.
Der Betreiber muss grundsätzlich die in seinem Land geltenden
nationalen Vorschriften bezüglich Installation, Funktions-
prüfung, Reparatur und Wartung von elektrischen Geräten
beachten.
2.7
Qualifikation des Personals
Die Installation, Inbetriebnahme und Wartung des Gerätes darf
nur durch ausgebildetes Fachpersonal erfolgen, das vom
Anlagenbetreiber dazu autorisiert wurde. Das Fachpersonal
muss die Anleitung gelesen und verstanden haben und deren
Anweisungen befolgen.
Aufnehmer Modell DP41F/DP46F
Durchflussaufnehmer
< 30 V; 0 V < U
CE
0 mA < I
< 0,2 mA; 2mA < I
CE
max. 3W, max. 250 mA,
max 30 V DC
< 30 V; 0V < U
CE
CEL
< 0,2 mA; 2mA < I
< 15 mA
CE
CEL
< 3,5 V
CEL
< 15 mA
CEL
< 3,5 V
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