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Einbaubedingungen; Elektrodenachse; Bedingungen An Der Messstelle; Strömungsprofil An Der Messstelle - Acs-Control-System Flowcont Tgf Bedienungsanleitung

Magnetisch-induktiver durchflussmesser für voll- und teilgefüllte rohrleitungen (freispiegelleitungen)
Inhaltsverzeichnis
Magnetisch-induktiver Durchflussmesser
Magnetisch-induktiver Durchflussmesser
Aufnehmer Modell DP41F/DP46F
Messumformer Modell FXP4000-XP2 (50XP2000)
1
4

Einbaubedingungen

Funktionsbeschreibung
4.1
Magnetisch-induktive Durchflussmesser "IDM" sind ideale

Elektrodenachse

Durchflussmessgeräte für alle Flüssigkeiten, Breie, Pasten mit
Der Einbau des Durchflussufnehmers hat axialsymmetrisch zu
einer bestimmten elektrischen Mindestleitfähigkeit. Die Geräte
erfolgen, und es muss sichergestellt sein, dass das obere
messen genau, verursachen keinen Druckverlust, haben keine
Elektrodenpaar exakt in waagerechter Position ausgerichtet ist.
beweglichen oder in das Messrohr hineinragenden Teile, sind
Den idealen Einbau mit waagerechter Elektrodenachse zeigt
verschleißfrei und chemisch resistent. Der Einbau ist auch
Abb. 4 .
nachträglich in jede bestehende Anlage problemlos möglich.
Eine Libelle ist im Anschlusskasten des Durchflussaufnehmers
installiert. Sie ist eine zusätzliche Hilfe zur Ausrichtung des
ABB Automation Products "IDM" sind seit vielen Jahren
Durchflussaufnehmers.
bewährt und bevorzugte Durchflussmesser in der Chemischen
Industrie, der Kommunalen Wasser- und Abwasserwirtschaft,
der Nahrungsmittelindustrie sowie der Papierindustrie.
1.1
Messprinzip des PARTI-MAG II
Die Grundlage der magnetisch-induktive Durchflussmessung
ist das Faraday'sche Induktionsgesetz. Der leitfähige Messstoff
durchfließt das Rohr senkrecht zur Richtung des
Magnetfeldes
U
~ B · D ·V
E
Die im Messstoff induzierte Spannung wird durch mehrere
Elektrodenpaare abgegriffen. Diese sind im Rohr so ange-
Abb. 4
Elektrodenachse
bracht, dass bei jeder durchströmten Querschnittsfläche
(bei Teil- und Vollfüllung) jeweils das wertigkeitsoptimal plazier-
4.2

Bedingungen an der Messstelle

te Elektrodenpaar zur Messung herangezogen wird.
Zusätzlich ist eine Elektrode zur Erkennung der Vollfüllung
4.2.1 Strömungsprofil an der Messstelle
integriert.
Das Strömungsprofil muss innerhalb der Messstelle bei vollge-
Die vier Elektrodenpaare ermöglichen neben der optimalen
fülltem Rohr axialsymmetrisch ausgebildet sein. Die Strömung
Messung der mittleren Fließgeschwindigkeit die Detektion des
muss frei von Drall und Pulsation sein. Es dürfen keine stehen-
überlagerten elektrischen Wechselfeldes und damit die
den Wirbel in die Zone der Messwertbildung hineinreichen, wie
Erfassung der Füllhöhe.
sie z.B hinter Raumkrümmern oder bei tangentialem Einschuss
auftreten können.
Mittels der im Messumformer abgelegten Kennlinien und der
Teilfüllungsinformation wird die Messspannung U
Die Wasserspiegeloberfläche darf quer zur Strömungsrichtung
und in ein durchflussproportionales Ausgangssignal umgewan-
keine Neigung aufweisen, wie sie z.B. direkt hinter Krümmern
delt.
auftritt. Im Bereich des Durchflussaufnehmers ist ein Wechsel-
sprung zu verhindern. Das max. zulässige Rohrleitungsgefälle
beträgt 5% (d.h. 5 cm pro Meter). Gefällewechsel innerhalb der
Ein- und Auslaufstrecke sind zu vermeiden. Das optimale
Gefälle liegt in einem Bereich zwischen 0,8 bis 1,5 %.
4.2.2 Leitfähigkeit der zu messenden Flüssigkeit
Die Leitfähigkeit muss in einem Bereich von 50 µS/cm bis
10 mS/cm liegen.
4.2.3 Füllhöhe in der Rohrleitung
Die minimale Füllhöhe beträgt 10 % des Durchmessers (bei
DN 150 15 %). Unterhalb dieser Füllhöhe wird der Durchfluss
nicht erfasst. Bei der Auswahl der Nennweite muss darauf
geachtet werden, dass das Messrohr bei minimalem Abfluss
mind. 10 % gefüllt ist. Andernfalls ist die Nennweite zu reduzie-
ren. Die Füllhöhe bei max. Abfluss sollte 50 % sicher über-
schreiten. Die Füllhöhe bei Normaldurchfluss, der den größten
Teil der Zeit auftritt, sollte mindestens 30 % überschreiten.
6
10
10
ACS-CONTROL-SYSTEM GmbH l Lauterbachstr. 57 l D-84307 Eggenfelden l www.acs-controlsystem.de l info@acs-controlsystem.de
Elektrodenachse oberes
Elektrodenpaar
korrigiert
E
1.2

4.2.4 Ablagerungen, Reinigung

Aufbau des Messsystems
Ablagerungen an der Rohrsohle sind zu vermeiden. Dieses
Der PARTI-MAG II besteht aus einem Durchflussaufnehmer
kann z. B. durch ein ausreichend großes Rohrleitungsgefälle
Modell DP41 (Standard) oder Modell DP46 (Ex-Ausführung),
erreicht werden.
der in die jeweilige Rohrleitung montiert wird und einem sepa-
raten Messumformer (Modell 50XP2000), der vor Ort oder an
Wenn Ablagerungen durch entsprechende bautechnische
einer zentralen Stelle montiert wird. Die max. zulässige Signal-
Maßnahmen nicht vermieden werden können, ist eine regelmä-
kabellänge zwischen Durchflussaufnehmer und Messumfor-
ßige Reinigung des Messwertaufnehmers erforderlich. Dabei
mer beträgt 50 m. Der Messumformer ist stets außerhalb der
darf ein max. zul. Druck des Wasserstrahls des Spülwagens
Ex-Zone zu montieren.
von 200 bar nicht überschritten werden.

4.2.5 Montage des Messumformers

Direkte Sonneneinstrahlung auf das Messumformergehäuse
ist zu vermeiden (Schutzdach). Die für den Messumformer
max. zulässige Umgebungstemperatur darf nicht überschritten
werden.
4.3

Ein- und Auslaufstrecken

Es muss eine gerade Rohrstrecke mit der Nennweite des Auf-
nehmers von mindestens dem 5-fachen der Nennweite vor und
dem 3-fachen der Nennweite hinter dem Durchflussmesser ein-
gehalten werden (Abb. 3). Bei Einbau eines vertikal schließen-
den Schiebers hinter dem Durchflussmesser darf die
Nachlaufstrecke auf 2 x DN verkürzt werden. Stoßkanten sind
im Bereich des Aufnehmers und der Rohrleitung zu vermeiden.
In der Einlaufstrecke dürfen keine zusätzlichen Ein- und Ablei-
tungen vorhanden sein. Zu Reinigungs- und Kontrollzwecken
empfiehlt es sich, eine Inspektionsöffnung zu installieren.
U
= Messspannung
E
B
= magnetische Induktion
D
= Elektrodenabstand
v
= mittlere Fließgeschwindigkeit
q
= Volumendurchfluss
v
Abb. 1
Schema des magnetisch-induktiven Durchflussmesser
PARTI-MAG II
5 x DN
Abb. 5
Ein- und Auslaufstrecke
4.4
Drehmomentangaben für die Flansche
Das Anziehen der Muttern ist in der üblichen Weise gleichmä-
ßig ohne einseitige Überlastung durchzuführen.
Wir empfehlen, die Gewindebolzen vorher einzufetten und die
Muttern wie in der in Abb. 6 ersichtlichen Reihenfolge über
Kreuz anzuziehen. Beim ersten Durchgang sind ca. 50 %, beim
zweiten Durchgang ca. 80 %, und erst beim dritten Durchgang
ist das max. Drehmoment aufzubringen. Das max. Drehmo-
ment darf nicht überschritten werden (siehe Tabelle).
.
.
U
B
D
v
E
··
2
D
π
----------
q v
=
v ⋅
4
U
q
E
v
3 x DN
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