Verkabelung der Anschlüsse
Um Synchronissationen vornehmen zu können, müssen
vorab die Schnittstellen der beteiligten Geräte in Ihrem
Setup entsprechend sinnvoll und formatrichtig unterein-
ander verbunden werden. Achten Sie stets darauf, daß
die Word Clock-Ausgänge der SMART CLOCK mit den
entsprechenden Eingängen der zu synchronisierenden
Geräte verbunden werden!
Die Kabelwege sind grundsätzlich so kurz wie möglich
zu halten, um Verluste und eventuelle Störeinstrahlungen
seitens anderer Geräte zu minimieren!
Es ist essentiell wichtig, die Längen aller angeschlossenen
Kabel nach Möglichkeit gleich zu halten. Nur so können
Sie gewährleisten, daß die zu synchronisierenden Geräte
phasengleich angesteuert werden (Kabeltoleranzen ausge-
nommen).
WORD CLOCK- + VIDEOVERKABELUNG
Für die Übertragung von Word Clock- und Videosignalen
werden elektrische, unsymmetrische Kabel mit BNC-Steck-
verbindern eingesetzt.
Es ist bitte strikt darauf zu achten, daß der Leitungswider-
stand des eingesetzten Kabels, gemäß den Spezifikationen,
75 Ohm beträgt! Wird hierbei Kabel mit einem abweichen-
den Leitungswiderstand eingesetzt, kann dieses zu dra-
stischen Qualitätsverlusten der Signalgüte führen! Die ein-
wandfreie Synchronisierung der angeschlossenen Geräte
wäre in Frage gestellt.
Ferner ist unbedingt darauf zu achten, daß die Word Clock-
Eingänge, welche Sie mit den Ausgängen der SMART CLOCK
verbinden wollen, mit 75 Ohm abgeschlossen sind! Bei den
meisten Word Clock- oder Video-Eingängen besteht die
Möglichkeit, die Terminierung mit einem sog. »Terminie-
rungsschalter« zu aktivieren oder zu unterbrechen. Dieser
Schalter kann sich außerhalb aber auch innerhalb eines
Gerätes befinden.
Bei Geräten, die keine Terminierung des Word Clock-Ein-
ganges aufweisen, z.B. RME Hammerfall mit Word Clock i/o
oder Alesis BRC, kann eine Terminierung unter Verwendung
eines zusätzlichen BNC-T-Stückes herbeigeführt werden.
Stecken Sie das T-Stück mit seinem Mittelanschluß auf den
Eingang des empfangenden Gerätes. Nun wird an dem einen
Seitenanschluß das von der SMART CLOCK kommende Kabel
aufgesteckt und an den anderen Anschluß des BNC-T-Stückes
ein 75 Ohm-Widerstand, ausgeführt als BNC-Abschlußstück.
Grundsätzlich sollte das »Weiterschleifen« der Word Clock-
Leitungen mittels passiver BNC-T-Stücke aus Gründen der
Signalqualität, bzw. hinsichtlich der entstehenden Pegelver-
luste, vermieden werden. Ist eine derartige Verschaltung
unumgänglich achten Sie bitte darauf, daß bei allen Word
Clock-Eingängen, bis auf den des letzten Gerätes in der
Kette, die Terminierungen abgeschaltet sind! Bei einer seri-
ellen Word Clock-Verschaltung ist grundsätzlich immer nur
der letzte Takteingang zu terminieren! Es sollten hierbei
nicht mehr als drei Geräte verschaltet, bzw. an einem Aus-
gang der SMART CLOCK/-av angeschlossen werden.
Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich, hochwertiges Kabel-
material mit einer guten Schirmung für Ihre Taktleitungen
einzusetzen, insbesondere dann, wenn Sie Word Clock x 256-
Signale über größere Entfernungen übertragen müssen.
Eine Länge von max. zehn Metern sollte jedoch hierbei nicht
überschritten werden!
6 SMART CLOCK + SMART CLOCK av
Typischerweise tragen die entsprechenden Kabelqualitäten
für Word Clock- oder Videoübertragung die Bezeichnung
»RG-59U, RG-59B/U«.
S/PDIF-VERKABELUNG (optisch)
Die optische S/PDIF-Schnittstelle ist mit Lichtwellenleiter-
kabeln zu verbinden, welche dem TOSLINK
Herstellers Toshiba entsprechen müssen. Hier können Ka-
bel auf Kunststoffaser sowie auf Glasfaserbasis eingesetzt
werden. Bei Kunststoffaserkabeln sollte aus Gründen der
Übertragungssicherheit eine Länge von zehn Metern nicht
überschritten werden. Glasfaserkabel hingegen können
Daten über deutlich größere Entfernungen problemlos
transferieren.
S/PDIF-VERKABELUNG (coaxial)
Die coaxiale S/PDIF-Schnittstelle ist mit elektrischen, un-
symmetrischen Kabeln unter Einsatz von Cinch-Steckverbin-
dern zu verbinden. Der Leitungswiderstand des Kabels muß,
gemäß den Spezifikationen, 75 Ω betragen.
AES/EBU-VERKABELUNG
Die AES/EBU-Schnittstelle ist mit elektrischen, symmetri-
schen Kabeln unter Einsatz von XLR-Steckverbindern zu ver-
binden. Der Leitungswiderstand des Kabels muß, gemäß
den Spezifikationen, 110 Ω betragen.
Lassen Sie sich von Ihrem Fachhändler entsprechend taugli-
che Kabelsorten für die jeweiligen Schnittstellen empfehlen
und aus Sicherheitsgründen nach Möglichkeit auch schrift-
lich bestätigen!
Optische Kabel, speziell getestet für die Übertragung von
S/PDIF- und ADAT
-Signalen, sind von MUTEC über den
TM
Fachhandel in verschiedenen Längen erhältlich!
BEDIENUNG
Wahl der Basistaktfrequenz
Die Bedienung der SMART CLOCK/-av ist denkbar einfach. Mit
den in der nachstehenden Skizze gekennzeichneten Frequenz-
wahlschaltern wählen Sie die für Ihr Studio-Setup benötigte
Basistaktfrequenz aus.
Mit dem WC SELECT-Schalter wählen Sie zuerst als Basistakt-
rate zwischen 32,0kHz, 44,1kHz und 48,0kHz aus. Die ent-
sprechende LED leuchtet. Durch den nebenstehenden Schalter
kann die zuvor gewählte Taktrate mit den Faktoren x1, x2
und x4 multipliziert werden. Für die Einstellungen x2 und
x4 leuchten die entsprechenden LEDs WC x 2 und WC x 4.
Es kann somit jede Word Clock-Frequenz zwischen 32,0kHz
und 192,0kHz eingestellt werden. Die hier gewählte Taktrate
gilt als Grundeinstellung für alle Word Clock- und Audioaus-
gänge.
Die werkseitige Einstellung ist 44,1kHz, dieses bedeutet,
der WC SELECT-Schalter steht in seiner Mittelstellung
(44.100Hz-LED leuchtet), der Schalter für die Multiplikation
der Taktrate steht in seiner untersten Stellung (x1).
-Standard des
TM