ETS 64-R
Funktion:
Der bei der Öffnung erstöffnende Flügel ist der Master und wird mit DubleD als MastrA
konfiguriert. Sein Partner ist der Slave und wird mit DubleD als SlaveA konfiguriert.
Bei vorhandener CAN-Verbindung zeigt der Master ein kleines, schwarzes (m) und der
Slave ein kleines, schwarzes (s) an. Fehlt dagegen die Verbindung wird ein kleines, weis-
ses (m) respektive ein kleines, weisses (s) angezeigt.
Die Parameter-Einstellungen des Masters und des Slaves sind gänzlich unabhängig von-
einander. So kann z.B. auf dem Master ein Vo = 4 und auf dem Slave ein Vo = 5 einge-
stellt werden.
Um eine kollisionsfreie Öffnung der beiden Türflügel zu erreichen, gewährt der Slave-
Flügel dem Master-Flügel einen Öffnungsvorsprung. Dieser kann auf dem Slave mit
AoSeq definiert werden. Der Default-Wert von AoSeq ist 20° und damit für die meisten
2-flügligen Anlagen genügend. Der Slave beginnt erst zu öffnen, wenn der Master den
Öffnungswinkel von 20° überschritten hat.
Danach ist es so, dass der Slave den Master einholen und überholen darf, wenn dies
gewünscht ist. Dies geschieht, indem Vo des Slaves grösser als Vo des Masters konfigu-
riert wird.
Wenn (wegen eines am Master angeschlossenen Elektroschlosses) TDelay des Mas-
ters grösser als 0,0 s konfiguriert wird, dann wird der Winkel zwischen Slave und Master
entsprechend grösser. Um dies zu kompensieren, kann AoSeq entsprechend verringert
werden.
Ein AoSeq von 0° bedeutet, dass beide Türflügel gleichzeitig öffnen, d.h. dass keine Öff-
nungsverzögerung aktiv ist.
Der Default-Wert von AcSeq ist 20° und damit für die meisten 2-flügligen Anlagen genü-
gend. Wenn ein mechanischer Schliessfolgeregler mit einer mechanischen Schliessver-
zögerung von z.B. 90° eingesetzt wird, dann muss AcSeq auf 90° oder mehr konfiguriert
werden.
AcSeq 20° bedeutet: Der Master beginnt erst zu Schliessen wenn der Slave 20° Vor-
sprung hat. Mit diesem Vorsprung wird erreicht, dass der Master in einem Zug (ohne
Anzuhalten) schliesst, was eine optisch schöne Schliessung ergibt.
Der Master darf den Slave überholen. 20° (Wert AcSeq) vor der Zu-Position prüft der
Master, ob der Slave schon geschlossen ist. Wenn nicht, legt der Master, zum Schutz vor
einer Kollision, einen Zwischenhalt ein.
Ein aktives SES-Signal auf einem Türflügel führt zu einem Sicherheitshalt von beiden
Türflügeln. Dasselbe gilt für das SER-Signal. Ein aktives SER-Signal führt zu einem Re-
versieren von beiden Türflügeln.
Eine 2-flüglige Anlage kann 1-flüglig betrieben werden. Ein aktives EMCY-Signal auf dem
Slave konfiguriert die Schliessfolge als 1-flüglig.
Ist nur das EMCY-Signal auf dem Master aktiv, dann gilt dieses EMCY-Signal für beide
Türflügel. Entsprechend der auf dem Master mit EMY-IN konfigurierten Aktion führen bei-
de Türflügel ein CL-SPR (Close Spring), STOP, OPEN oder CL-MOT (Close Motor) aus.
Ist nur das EMCY-Signal auf dem Slave aktiv, dann führt der Slave ein CL-SPR aus, un-
abhängig von der auf dem Slave mit EMY-IN konfigurierten Aktion.
Sind beide EMCY-Signale aktiv, dann führt der Master seine konfigurierte EMY-IN-Aktion
aus und der Slave ein CL-SPR. Die Ausnahme dazu bildet die Master EMY-IN-Konfigura-
tion OPEN. In diesem Fall Öffnen beide Türflügel.
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Montage- und Betriebsanleitung