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Synchrongenerator ohne Antriebsmotor BST-Serie Benutzer- und Wartungshandbuch DE B1906 Stand Juli 2019 Gültig für: Modell Art.Nr. Modell Art.Nr. BST-1A-010-KW GEN245 BST-3A-010-KW GEN247 BST-1A-015-KW GEN246 BST-3A-015-KW GEN248...
Handbuchs entstehen, erlischt der Garantieanspruch. Für Folgeschä- den, die daraus resultieren, übernehmen wir keine Haftung. Dieses Handbuch darf ohne schriftliche Genehmigung von Rotek weder vollständig noch teilweise in jeglicher Form und mit jeglichen Mitteln elektronischer oder mechanischer Art reproduziert werden.
1. Sicherheitshinweise 1.3. Risiken durch sich bewegende Teile Dieser Synchrongenerator ist als Komponente für industrielle Nut- Führen Sie niemals Arbeiten an sich bewegenden Teilen durch. zung bestimmt (als Teil von Maschinen oder Anlagen), und kann deshalb nicht wie Einzelhandelsware behandelt werden. Aus diesem Das Gerät darf niemals mit offenen, entfernten oder gelockerten Grund richten sich die Anweisungen in diesem Handbuch vorrangig Schutzabdeckungen in Betrieb genommen werden.
2. Transport und Lagerung 2.1. Transport und Anheben Das Gerät sollte erst kurz vor der Montage an den Antriebsmotor von der Grundplatte der Transportverpackung gehoben werden. Beachten Sie, dass die Standfüße eventuell mit einer Palettengrundplatte ver- schraubt sind, um ein Verrutschen während des Transportes zu unter- binden.
3. Spezifikation 3.1. Beschreibung Beidseitig gelagerter Synchrongenerator, je nach Ausführung 1-phasig bzw. 3-phasig in Sternschaltung mit Nulleiter. Das Gerät ist für eine Wel- lenumdrehungszahl von 1.500 min (für 50Hz) ausgelegt. Die Erregung und somit die Steuerung der Ausgangsspannung erfolgt über Bürsten und einem elektronischen Regler (AVR).
4. Mechanische Installation 4.3. Kupplung Bevor der Generator an einen Verbraucher angeschlossen werden Die Installation muss von Fachpersonal vorgenommen werden. Man- kann, müssen beide Geräte auf Verträglichkeit überprüft werden! Es ist gelnde Installation kann zu Geräteschäden führen (z.B. Lagerschaden zu überprüfen, ob Generator und Motor drehschwingungstechnisch bei unzureichendem Parallelität).
4.3.3. Direkte Ankupplung 4.3.4. Antrieb über Riemenscheibe Die Kupplungsmuffe muss so ausgewählt werden, dass das übertra- Die Rotorachse muss parallel zur Achse der antreibenden Maschine gene Drehmoment, die Anlaufeigenschaften sowie die notwendigen montiert werden, um die Axialkräfte auf die Lager zu minimieren. Über- Sicherheitseigenschaften berücksichtigt werden.
5. Elektrische Installation Ob der Generator mit Erde verbunden werden muss, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten, der verwendeten Schutzart und den jewei- 5.1. Kontrolle der Isolation ligen Bestimmungen ab. Im Falle der Erdung ist zu beachten, dass die Erdverbindungskabel/-bänder mindestens Vollstrom-Belastungsfähig- Vor der Inbetriebnahme und in wiederkehrenden Prüfungsintervallen keit haben.
5.3. Beschaltung 5.3.3.Vorgang bei AVR Tausch Es ist nicht gestattet den Generator bei Lastbetrieb mit Unterfrequenz Sollte die AVR ausgetauscht werden müssen, gehen sie wie folgt (Drehzahl) zu betreiben. Dies würde die Erregereinrichtung der AVR vor: überlasten. • Drehen Sie nach Tausch des Spannungsreglers, jedoch VOR Inbetriebnahme den Regler VOLT vollständig gegen den Uhrzeigersinn auf minimale Ausgangs- 5.3.1.
5.4. Notwendige Beschaltung Da dieses Produkt als Teil einer Anlage konzipiert ist, fehlen im Standardlieferumfang einige zum Betrieb notwendige Komponenten. Ohne der korrekten Schutz- konzeptauswahl sowie einem Generator-Überlastschutz darf dieses Gerät nicht in Betrieb genommen werden (siehe auch 5.2.)! Des weiteren empfehlen wir die Integration von einigen Instrumenten um eine etwaige Fehlfunktion des Generators, der Antriebsmaschine oder einer Last rechtzeitig erkennen zu können.
6. Inbetriebnahme 6.4.2. Hoher Anlauf-/Startstrom Elektrische Verbraucher, welche gegen Last anlaufen bzw. eine gro- Generator nur in Betrieb nehmen, wenn die Installation in Übereinstim- ße Masse beschleunigen müssen, benötigen in der Regel einen ho- mung mit den Anweisungen und Hinweisen dieses Handbuchs vorge- hen Start- oder Anlaufstrom.
7. Instandhaltung und Reinigung 7.5. Lagerschmierung Die verwendeten Wellenlager sind je nach Ausführung in offener Regelmäßiges Service und Wartung verlängert die Lebensdauer und Version bzw. in geschlossener Version mit Lebenslagerschmierung gewährleistet einen störungsfreien Betrieb. ausgeführt. Offene Versionen müssen regelmäßig gefettet werden. Das für die Instandhaltung bzw.
8. Mögliche Fehler und Lösungen 7.9. Rotor magnetisieren / Funktionskontrolle Synchrongeneratoren mit diesem Erregersystem benötigen einen Funktioniert der Generator nach der Erstinbetriebnahme nicht nor- geringen Restmagnetismus am Läufer, um beim Hochfahren des mal, muss die Ursache der Fehlfunktion ermittelt werden. Wieder- Generators eine geringe Spannung zu erzeugen.
Verkehr gebrachten Ausführung den einschlägigen, Etwaige Reparaturen müssen von einer durch ROTEK autorisierte grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der EG-Richtlinien Werkstätte bzw. durch ROTEK selbst erfolgen. Jedenfalls ist vor ei- entspricht. ner Garantieleistung durch eine Fremdfirma das schriftliche Einver- ständnis von ROTEK einzuholen.
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