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Mess-Vorbereitungen
4.1
Erste Schritte
Lassen Sie das Gerät sich nach dem Auspacken mindestens 30 Minuten an
die neue Umgebung akklimatisieren.
Stellen Sie die Höhe der Standfüße vorne am Gerät so ein, dass die Waage
eben aufgestellt ist. Auf der Rückseite befindet sich eine Libelle; diese können
Sie zur Orientierung nutzen.
Schließen Sie die Waage ans Stromnetz an, indem Sie das Stromkabel auf
der einen Seite mit dem Stromanschluss der Waage und auf der anderen
Seite mit einer Steckdose verbinden.
Der Standort der Waage sollte so gewählt werden, dass störende Einflüsse so
gering wie möglich gehalten werden. Dabei sollte genügend Platz zum
Arbeiten vorhanden sein und die Waage auf einem stabilen Tisch stehen,
ACHTUNG!
dessen Material sich nicht magnetisch auf die Waage auswirken kann. Starke
Windzüge, Vibrationen, Staub, stark schwankende Temperaturen oder eine
Luftfeuchtigkeit von über 75 % sollten für den Betrieb der Waage vermieden
werden. Das gleiche gilt für starke Hitzequellen und Geräte, die ein starkes
elektromagnetisches oder magnetisches Feld erzeugen.
4.2
Probenvorbereitung
Bereiten Sie immer nur eine Probe für die Messung vor. Dadurch wird vermieden, dass die Probe
Feuchtigkeit mit der Umgebung austauschen kann. Müssen mehrere Proben gleichzeitig
entnommen werden, so sollten diese in luftdichte Behälter verpackt werden, damit deren
Eigenschaften sich während der Lagerung nicht verändern. Die Behälter sollten dabei nicht
großen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden, da das ggf. zu Kondensierungen führen
kann und Einfluss auf die Probe nimmt. Bevor Sie mit der Messung beginnen, sollten Sie die
Probenschale und ggf. den Glasfaserrundfilter auf das Schalenstativ legen und tarieren, damit
nur das Gewicht Ihrer Probe bewertet wird. Verteilen Sie die Probe gleichmäßig und dünn auf der
Probenschale, um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten. Durch ungleichmäßiges Aufbringen
kommt es zu einer inhomogenen Wärmeverteilung in der zu trocknenden Probe, was eine
unvollständige Trocknung oder eine Verlängerung der Trocknungszeit zur Folge hat. Durch eine
Anhäufung der Probe erfolgt eine stärkere Erwärmung an den oberen Schichten, was folglich zu
Verbrennungen oder Verkrustungen führt. Eine zu große Schichtdicke oder eventuell
entstehende Verkrustung verhindert das Entweichen der Feuchtigkeit aus der Probe. Diese
Restfeuchte hat zur Folge, dass so ermittelte Messergebnisse nicht nachvollziehbar und
reproduzierbar sind. Zusätzlich kann eine Veränderung des Aggregatzustandes ggf. eine
Gewichtsveränderung mit sich bringen, die das Ergebnis verfälschen kann. Verwenden Sie die
Aluminiumprobenschalen immer nur einmal. Sollten Sie die warme/heiße Probenschale für die
nächste Messung verwenden, kann die Hitze der Schale schon vor der Trocknung Einfluss auf
die Probe nehmen. Sollten Sie mehrere Messungen hintereinander vornehmen, bedenken Sie,
dass eine gewisse Hitze der vorangegangenen Messung immer noch besteht und die
Verdunstung bereits beim Schließen des Deckels erfolgt, was zu einer Messabweichung führen
kann. Wenn Sie die Trocknungskammer nicht auskühlen lassen, nehmen Sie eine
Messabweichung in Kauf.
© PCE Instruments
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