ABB VD4 Handbuch

Einleitung

Diese Publikation enthält die Informationen, die für die Installation von VD4 Mittelspannungsschaltern und deren Inbetriebnahme erforderlich sind. Für den korrekten Gebrauch des Produkts lesen Sie diese bitte sorgfältig durch.
Wie alle von uns gefertigten Geräte sind die VD4 Leistungsschalter für verschiedene Installationskonfigurationen ausgelegt.
Dieses Gerät ermöglicht jedoch weitere technische Konstruktionsmodifikationen (auf Kundenwunsch), um es an spezielle Installationsanforderungen anzupassen.
Folglich können die nachstehenden Informationen manchmal keine Anweisungen zu speziellen Konfigurationen enthalten.
Abgesehen von diesem Handbuch ist es daher immer notwendig, die aktuelle technische Dokumentation (Schaltpläne und Verdrahtungspläne, Montage- und Installationszeichnungen, eventuelle Schutzkoordinationsstudien usw.) zu konsultieren, insbesondere bezüglich aller angefragten Varianten in Bezug auf die standardisierten Konfigurationen. Verwenden Sie für Wartungsarbeiten ausschließlich Original-Ersatzteile.
Für weitere Informationen siehe auch den technischen Katalog des Leistungsschalters und den Ersatzteilkatalog.

WarnungAlle Installations-, Inbetriebnahme-, Betriebs- und Wartungsarbeiten müssen von qualifiziertem Personal mit fundierten Kenntnissen des Geräts durchgeführt werden.

Verpackung und Transport

Der Leistungsschalter wird in Spezialverpackung, in geöffneter Stellung und mit entladenen Federn versandt.
Jedes Gerät ist durch eine Kunststoffabdeckung geschützt, um das Eindringen von Wasser während des Be- und Entladens zu verhindern und es während der Lagerung staubfrei zu halten.

Überprüfung bei Erhalt

WarnungVergewissern Sie sich vor jeder Operation stets, dass die Federn des Betriebsmechanismus entladen sind und das Gerät sich in der geöffneten Position befindet.
Überprüfen Sie bei Erhalt den Zustand des Gerätes, die Unversehrtheit der Verpackung und die Übereinstimmung der Typenschilddaten (siehe Abb. 1) mit den Angaben in der Auftragsbestätigung und dem beiliegenden Lieferschein.
Stellen Sie außerdem sicher, dass alle im Lieferschein beschriebenen Materialien im Lieferumfang enthalten sind. Sollten beim Auspacken Schäden oder Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, benachrichtigen Sie ABB (direkt oder über den Vertreter oder Lieferanten) so schnell wie möglich, in jedem Fall aber innerhalb von fünf Tagen nach Erhalt.
Das Gerät wird nur mit den zum Zeitpunkt der Bestellung spezifizierten und in der von ABB gesendeten Auftragsbestätigung validierten Zubehörteilen geliefert.
Die in der Versandverpackung enthaltenen Begleitdokumente sind:

  • Bedienungsanleitung (dieses Dokument)
  • Prüfzertifikat
  • Identifikationsetikett
  • Kopie der Versanddokumente
  • Elektrischer Schaltplan.

Weitere Dokumente, die vor dem Versand des Geräts verschickt werden, sind:

  • Auftragsbestätigung
  • Original-Versandavis
  • Alle Zeichnungen oder Dokumente, die sich auf spezielle Konfigurationen/Bedingungen beziehen.

Überprüfung bei Erhalt

  1. Leistungsschalter-Typenschild.
  2. Typenschild des Antriebsmechanismus.
  1. Gerätetyp.
  2. Symbole der Übereinstimmung mit Normen.
  1. Seriennummer.
  2. Leistungsschalter-Eigenschaften.
  3. Eigenschaften der Hilfseinrichtungen des Antriebsmechanismus.

Lagerung

Wenn eine Lagerzeit vorgesehen ist, können unsere Werkstätten (auf Anfrage) eine geeignete Verpackung für die angegebenen Lagerbedingungen bereitstellen. Bei Erhalt muss das Gerät sorgfältig ausgepackt und wie unter „Überprüfung bei Erhalt“ beschrieben überprüft werden. Ist eine sofortige Installation nicht möglich, muss die Verpackung durch das ursprünglich mitgelieferte Material ersetzt werden. Legen Sie spezielle hygroskopische Substanzen in die Verpackung, mindestens ein Standardpaket pro Gerät. Sollte die Originalverpackung nicht mehr vorhanden und eine sofortige Installation nicht möglich sein, lagern Sie das Gerät in einer überdachten, gut belüfteten, trockenen, staubfreien, nicht korrosiven Umgebung, fern von leicht entflammbaren Materialien und bei einer Temperatur zwischen –5°C und +45°C.
Vermeiden Sie in jedem Fall unbeabsichtigte Stöße oder eine Positionierung, die die Struktur des Geräts beansprucht.

Handhabung

Vergewissern Sie sich vor jeder Operation stets, dass die Federn des Betriebsmechanismus entladen sind und das Gerät sich in der geöffneten Position befindet.
Zum Anheben und Handhaben des Leistungsschalters gehen Sie wie folgt vor (Abb. 2):

  • Verwenden Sie ein spezielles Hebewerkzeug (1) (nicht im Lieferumfang enthalten), das mit Seilen und Sicherheitshaken (2) ausgestattet ist;
  • Führen Sie die Haken (2) in die am Rahmen des Leistungsschalters befestigten Halterungen (3) ein und heben Sie an. Stecken Sie die Haken (2) gemäß dem Gerätetyp in die Halterungslöcher (3) (siehe Tabelle);
  • Nach Abschluss des Vorgangs (und in jedem Fall vor der Inbetriebnahme) das Hebewerkzeug (1) aushaken und die Halterungen (3) vom Rahmen demontieren.
    Handhabung - Schritt 1

Achten Sie bei der Handhabung sorgfältig darauf, die Isolierteile und die Anschlüsse des Leistungsschalters nicht zu belasten.

WarnungDas Gerät darf nicht durch direktes Anbringen von Hebevorrichtungen unter dem Gerät selbst gehandhabt werden! Sollte diese Technik notwendig sein, stellen Sie den Leistungsschalter auf eine Palette oder eine stabile Unterlage (siehe Abb. 3). Es ist in jedem Fall immer ratsam, das Anheben mit den Halterungen (3) durchzuführen.
Handhabung - Schritt 2

Handhabung - Schritt 3

Version Polachs-Abstand Nennstrom Loch
Fest 150-210 mm bis zu 1250 A A
Fest 275 mm von 1600 bis 2500 A A
Fest 210 mm von 1600 bis 2000 A A
Ausfahrbar 150 mm bis zu 1250 A A
Ausfahrbar 210 mm von 1600 bis 2500 A B
Ausfahrbar 275 mm bis zu 1250 A B
Ausfahrbar 275 mm von 1600 bis 2500 A C
Ausfahrbar 210 mm bis zu 1250 A C

Beschreibung

Allgemein
Die Leistungsschalter der VD4-Serie sind Vakuumschaltgeräte für die Inneninstallation.
Informationen zu den elektrischen Leistungen entnehmen Sie bitte dem entsprechenden technischen Katalog mit der Bestellnummer 1VCP000001.
Für spezielle Installationsanforderungen wenden Sie sich bitte an ABB.
Folgende Versionen sind erhältlich:

  • Fest
  • Ausfahrbar für UniGear ZS1-Schaltanlagen und PowerCube-Module.

Referenznormen
Die VD4-Leistungsschalter entsprechen den Normen IEC 62271-100, CEI 17-1 Datei 1375 und denen der wichtigsten Industrieländer.

Feste Leistungsschalter
Der feste Leistungsschalter (Abb. 4) ist die Basisversion komplett mit Struktur und Frontschutzschild. Die Befestigungslöcher befinden sich im unteren Teil der Struktur. Für die elektrischen Anschlüsse der Hilfsstromkreise des Leistungsschalters steht der Klemmkasten (10) zur Verfügung. Die Erdungsschraube befindet sich im hinteren Teil des Leistungsschalters. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Legende zu Abbildung 4.

Allgemeine Merkmale fester Leistungsschalter

Verfügbare Leistungsschaltertypen in fester Ausführung

Hinweise
H = Höhe des Leistungsschalters.
W = Breite des Leistungsschalters.
D = Tiefe des Leistungsschalters.
u/l = Abstand zwischen unterem und oberem Anschluss.
l/g = Abstand zwischen unterem Anschluss und der Auflagefläche des Leistungsschalters.
I = Horizontaler Polmittenabstand.

Standardausstattung für feste Leistungsschalter
Standardausstattung für feste Leistungsschalter

  • Manueller Antrieb Typ EL
  • Mechanische Meldeeinrichtung für Schließfedern geladen/entladen
  • Mechanische Meldeeinrichtung für Leistungsschalter offen/geschlossen
  • Schließtaster, Öffnungstaster und Betriebszähler
  • Satz von zehn Hilfskontakten Leistungsschalter offen/geschlossen
    Hinweis: Mit dem standardmäßig gelieferten Satz von zehn Hilfskontakten und der maximal möglichen Anzahl elektrischer Anwendungen stehen drei Öffnerkontakte (Signal Leistungsschalter offen) und fünf Schließerkontakte (Signal Leistungsschalter geschlossen) zur Verfügung.
  • Hebel zum manuellen Laden der Schließfedern

Ausfahrbare Leistungsschalter
Die ausfahrbaren Leistungsschalter sind für UniGear ZS1-Schaltanlagen, PowerCube-Module (siehe Abb. 5a) und für ZS8.4-Schaltanlagen erhältlich. Sie bestehen aus einem Fahrgestell, auf dem die Tragstruktur des Leistungsschalters befestigt ist.

Leistungsschalter für UniGear ZS1-Schaltanlagen und PowerCube-Module (Abb. 5a)
Das Kabel mit dem 64-poligen Stecker (13) (Steckverbinder) zum Anschluss der elektrischen Zubehörteile des Antriebs kommt aus dem Anschluss (14).
Die Betätigungsstifte für die Kontakte (eingeschaltet/getrennt), die in der Schaltanlage platziert sind, sind im oberen Teil des Leistungsschalters befestigt. Die Schieber (9) zur Betätigung der Trennklappen der Mittelspannungskontakte des Gehäuses oder der Schaltanlage sind an den Seiten des Leistungsschalters befestigt. Der Querträger mit den Griffen (16) zum Einhaken des Leistungsschalters für die Ein- und Ausfahrvorgänge mittels des speziellen Bedienhebels (15) ist an der Vorderseite des Leistungsschalterwagens montiert.
Der Leistungsschalter ist mit den Trennkontakten (8) ausgestattet.
Der ausfahrbare Leistungsschalter ist an der vorderen Traverse mit speziellen Verriegelungen ausgestattet, die das Einrasten in die entsprechenden Kupplungen der Schaltanlage ermöglichen. Die Verriegelungen können nur mit vollständig am Querträger anliegendem Wagen über die Griffe betätigt werden. Der Bedienhebel (15) muss vollständig eingeführt sein. Eine Verriegelung verhindert das Einfahren des Wagens in das Gehäuse oder den festen Teil, wenn der Erdungsschalter geschlossen ist.
Eine weitere Verriegelung verhindert das Ein- und Ausfahren bei geschlossenem Leistungsschalter. Befindet sich der Wagen in einer Zwischenposition zwischen getrennt und eingeschaltet, verhindert eine weitere Verriegelung das Schließen des Leistungsschalters (entweder mechanisch oder elektrisch). Am Wagen ist auch ein Verriegelungsmagnet montiert, der bei stromloser Betätigung den Einfahrvorgang des Wagens verhindert.
Auf Anfrage ist eine Verriegelung erhältlich, die das Einfahren des Leistungsschalters bei geöffneter Tür und das Öffnen der Tür bei geschlossenem Leistungsschalter verhindert.
Leistungsschalter für UniGear ZS1

  1. Hebel zum manuellen Laden der Schließfedern
  2. Meldeeinrichtung für Leistungsschalter offen/geschlossen
  3. Typenschild
  4. Öffnungstaster
  5. Schließtaster
  6. Meldeeinrichtung für Schließfedern geladen/entladen
  7. Betriebszähler
  8. Trennkontakte
  9. Schieber zur Betätigung der Schaltanlagenschieber
  10. Wagen
  11. Verriegelungen zum Einhaken in den festen Teil
  1. Betätigungsstifte zur Aktivierung der im Gehäuse platzierten Kontakte
  2. Steckverbinder (Stecker)
  3. Kabelanschluss
  4. Betätigungshebel zum Ein-/Ausfahren des Leistungsschalters
  5. Griffe zur Betätigung der Verriegelungen (11).

Allgemeine Merkmale von ausfahrbaren Leistungsschaltern für UniGear ZS1-Schaltanlagen

(1) Bemessungsdauerströme garantiert mit ausfahrbarem Leistungsschalter, installiert in UniGear ZS1-Schaltanlagen bei einer Lufttemperatur von 40°C.

Standardausstattung für ausfahrbare Leistungsschalter für UniGear ZS1-Schaltanlagen
Die Basisversionen der ausfahrbaren Leistungsschalter sind dreipolig und ausgestattet mit:

  • Manueller Antrieb Typ EL
  • Mechanische Meldeeinrichtung für Schließfedern geladen/entladen
  • Ein-/Ausfahrhebel (die Menge muss entsprechend der Anzahl der bestellten Geräte festgelegt werden)
  • Verriegelungsmagnet im Wagen. Dieser verhindert das Einfahren des Leistungsschalters in die Schaltanlage bei nicht angeschlossenen Hilfsstromkreisen (Stecker nicht in der Buchse).
    Standardausstattung für ausfahrbare Leistungsschalter
    Hinweis: Mit dem standardmäßig gelieferten Satz von zehn Hilfskontakten und der maximal möglichen Anzahl elektrischer Anwendungen stehen drei Öffnerkontakte (Signal Leistungsschalter offen) und vier Schließerkontakte (Signal Leistungsschalter geschlossen) zur Verfügung.
  • Hebel zum manuellen Laden der Schließfedern
  • Trennkontakte
  • Kabel mit 64-poligem Stecker (nur Stecker) für Hilfsstromkreise, mit einem Stift, der den Anschluss des Steckers in der Buchse verhindert, wenn der Bemessungsstrom des Leistungsschalters vom Bemessungsstrom der Schaltanlage abweicht
  • Mechanische Meldeeinrichtung für Leistungsschalter offen/geschlossen, eingefahren in die Schaltanlage mit nicht angeschlossenen Hilfsstromkreisen (Stecker nicht in der Buchse).
  • Schließtaster
  • Öffnungstaster
  • Betriebszähler
  • Satz von zehn Hilfskontakten Leistungsschalter offen/geschlossen

Allgemeine Merkmale von ausfahrbaren Leistungsschaltern für PowerCube-Module

(1) Bemessungsdauerströme garantiert mit ausfahrbaren Leistungsschaltern, installiert in PowerCube-Modulen bei einer Lufttemperatur von 40°C.

Standardausstattung für ausfahrbare Leistungsschalter für PowerCube-Module
Die Basisversionen der ausfahrbaren Leistungsschalter sind immer dreipolig und ausgestattet mit:

  • Manueller Antrieb Typ EL
  • Mechanische Meldeeinrichtung für Schließfedern geladen/entladen
  • Mechanische Meldeeinrichtung für Leistungsschalter offen/geschlossen
  • Schließtaster
  • Öffnungstaster
  • Betriebszähler
  • Satz von zehn Hilfskontakten Leistungsschalter offen/geschlossen
  • Hebel zum manuellen Laden der Schließfedern
  • Trennkontakte
  • Kabel mit Stecker (nur Stecker) für Hilfsstromkreise, mit einem Stift, der den Anschluss des Steckers in der Buchse verhindert, wenn der Bemessungsstrom des Leistungsschalters vom Bemessungsstrom der Schaltanlage abweicht
  • Ein-/Ausfahrhebel (die Menge muss entsprechend der Anzahl der bestellten Geräte festgelegt werden)
  • Verriegelungsmagnet im Wagen. Dieser verhindert das Einfahren des Leistungsschalters in die Schaltanlage bei nicht angeschlossenen Hilfsstromkreisen (Stecker nicht in der Buchse).
    HINWEIS: Mit dem standardmäßig gelieferten Satz von 10 Hilfskontakten und der maximal möglichen Anzahl elektrischer Anschlüsse stehen drei Öffnerkontakte (Signal Leistungsschalter offen) und vier Schließerkontakte (Signal Leistungsschalter geschlossen) zur Verfügung.
    Standardausstattung für ausfahrbare Leistungsschalter

Standardausstattung für ausfahrbare Leistungsschalter für ZS8.4-Schaltanlagen

Die Basisversionen der ausfahrbaren Leistungsschalter sind immer dreipolig und ausgestattet mit:

  • Manueller Antrieb Typ EL
  • Mechanische Meldeeinrichtung für Schließfedern geladen/entladen
  • Mechanische Meldeeinrichtung für Leistungsschalter offen/geschlossen
  • Schließtaster
  • Öffnungstaster
  • Betriebszähler
  • Satz von zehn Hilfskontakten Leistungsschalter offen/geschlossen
    Hinweis: Mit dem standardmäßig gelieferten Satz von zehn Hilfskontakten und der maximal möglichen Anzahl elektrischer Anwendungen stehen drei Öffnerkontakte (Signal Leistungsschalter offen) und vier Schließerkontakte (Signal Leistungsschalter geschlossen) zur Verfügung.
  • Trennkontakte
  • Kabel mit Stecker (nur Stecker) für Hilfsstromkreise, mit einem Stift, der den Anschluss des Steckers in der Buchse verhindert, wenn der Bemessungsstrom des Leistungsschalters vom Bemessungsstrom der Schaltanlage abweicht
  • Ein-/Ausfahrhebel (die Menge muss entsprechend der Anzahl der bestellten Geräte festgelegt werden)

Eigenschaften des elektrischen Zubehörs
Arbeitsstromauslöser (-M01);
Zusätzlicher Arbeitsstromauslöser (-M02);
Einschaltstromauslöser (-MC)

Unterspannungsauslöser (-MU)

Hilfskontakte des Leistungsschalters

Hinweis:
Mit dem standardmäßig gelieferten Satz von 10 Hilfskontakten sind folgende verfügbar:

  • 3 NO-Kontakte + 5 NC-Kontakte für feste Leistungsschalter
  • 3 NO-Kontakte + 4 NC-Kontakte für ausfahrbare Leistungsschalter

Mit dem Satz von 15 Hilfskontakten (+5 NC-Kontakte auf Anfrage im Vergleich zu den standardmäßig gelieferten 10) sind folgende verfügbar:

  • für feste Leistungsschalter, nach Wunsch, 6 NO-Kontakte + 7 NC-Kontakte oder 5 NO-Kontakte + 8 NC-Kontakte oder 3 NO-Kontakte + 10 NC-Kontakte
  • für ausfahrbare Leistungsschalter, je nach den erforderlichen Anwendungen, maximal 6 NO-Kontakte + 6 NC-Kontakte und mindestens 5 NO-Kontakte + 5 NC-Kontakte.

Verriegelungsmagnet am Wagen (-RL2)

Motorantrieb (-MS)

Betriebsanleitung für den Leistungsschalter

Sicherheitshinweise

WarnungDie VD4 Leistungsschalter gewährleisten einen Mindestschutzgrad von IP2X, wenn sie unter den folgenden Bedingungen installiert werden:

  • fester Leistungsschalter, hinter einem schützenden Metallgitter installiert
  • ausfahrbarer Leistungsschalter, in Schaltanlagen installiert.

Unter diesen Bedingungen ist der Bediener vollständig vor unbeabsichtigtem Kontakt mit beweglichen Teilen geschützt. Sollten mechanische Arbeiten am Leistungsschalter außerhalb der Schaltanlage durchgeführt werden, ist äußerste Vorsicht bei den beweglichen Teilen geboten.
Sollten die Vorgänge blockiert sein, die mechanischen Verriegelungen nicht erzwingen und die korrekte Betätigungsreihenfolge überprüfen.
Das Ein- und Ausfahren des Leistungsschalters aus der Schaltanlage muss schrittweise erfolgen, um Stöße zu vermeiden, die die mechanischen Verriegelungen verformen könnten.
Sicherheitshinweise

  1. Schlüsselschloss (falls vorhanden)
  2. Hebel zum manuellen Spannen der Schließfedern
  3. Kupplungshebel für den Ausfahrvorgang (nur Version VD4/ZS8)
  4. Öffnungstaste
  5. Schließtaste
  6. Meldeeinrichtung für Leistungsschalter offen/geschlossen
  7. Meldeeinrichtung für Schließfedern gespannt/entspannt
  8. Betätigungszähler.
  9. Griffe zum Betätigen der Fahrwerkverriegelungen (nur für ausfahrbare Leistungsschalter)
  10. Betätigungshebel für das Ein-/Ausfahren des Leistungsschalters (es gibt eine spezielle Version für VD4/ ZS8)
  11. Mechanische Unterspannungsauslöser-Überbrückung (auf Anfrage).

Schließ- und Öffnungsvorgänge des Leistungsschalters
Der Betrieb des Leistungsschalters kann manuell oder elektrisch erfolgen (Abb. 6 - Abb. 7).

  1. Manuelles Spannen der Schließfedern für VD4-Leistungsschalter für UniGear-Schaltanlagen und PowerCube-Module (Abb. 7a)
    Den Ladehebel (2) wiederholt betätigen (maximaler Rotationswinkel des Hebels: ca. 90°), bis die gelbe Anzeige (7) erscheint. Die maximale Kraft, die normalerweise auf den Hebel ausgeübt werden kann, beträgt Schließ- und Öffnungsvorgänge des Leistungsschalters
  2. Elektrischer Federspannvorgang
    Auf Wunsch kann der Leistungsschalter mit den folgenden Zubehörteilen für den elektrischen Betrieb ausgestattet werden:
  • Getriebemotor zum automatischen Spannen der Schließfedern
  • Arbeitsstrom-Schließauslöser
  • Arbeitsstrom-Öffnungsauslöser
    Der Getriebemotor lädt die Federn nach jedem Schließvorgang automatisch wieder auf, bis die gelbe Anzeige (7) erscheint. Wird die Stromversorgung während des Ladevorgangs unterbrochen, stoppt der Getriebemotor und beginnt automatisch wieder mit dem Spannen der Federn, sobald die Stromversorgung wiederhergestellt ist.
    In jedem Fall ist es immer möglich, den Ladevorgang manuell abzuschließen.
  1. Leistungsschalter schließen
    Der Vorgang kann nur mit vollständig gespannten Schließfedern durchgeführt werden. Zum manuellen Schließen die Schließtaste (5 Abb. 6b) drücken.
    Wenn ein Arbeitsstrom-Schließauslöser vorhanden ist, kann der Vorgang auch ferngesteuert mittels eines speziellen Steuerkreises durchgeführt werden. Das erfolgte Schließen wird durch die Meldeeinrichtung (6 - Abb. 6b) angezeigt.
  2. Leistungsschalter öffnen
    Zum manuellen Öffnen die Öffnungstaste (4 Abb. 6b) drücken.
    Wenn ein Arbeitsstrom-Öffnungsauslöser vorhanden ist, kann der Vorgang auch ferngesteuert mittels eines speziellen Steuerkreises durchgeführt werden. Das erfolgte Öffnen wird durch die Meldeeinrichtung (6 - Abb. 6b) angezeigt.

Installation

Allgemeines
WarnungDie korrekte Installation ist von größter Bedeutung. Die Anweisungen des Herstellers müssen sorgfältig studiert und befolgt werden. Es ist ratsam, bei der Handhabung der Teile während der Installation Handschuhe zu tragen.

Installations- und Betriebsbedingungen
Die folgenden Normen müssen bei Installation und Wartung besonders berücksichtigt werden:

  • IEC60694/DIN VDE 0101
  • VDE 0105: Betrieb elektrischer Anlagen
  • DIN VDE 0141: Erdungssysteme für Anlagen mit Nennspannung über 1 kV
  • Alle in den jeweiligen Ländern geltenden Unfallverhütungsvorschriften.

Normalbedingungen
Befolgen Sie die Empfehlungen der Normen IEC 60694 und 62271-100. Im Detail:

Umgebungstemperatur
Maximum + 40°C
Maximaler Durchschnitt über 24 Stunden + 35°C
Minimum (gemäß Klasse– 5), Geräte für Innenaufstellung – 5°

Feuchtigkeit
Der Durchschnittswert der relativen Luftfeuchtigkeit, gemessen über einen Zeitraum von mehr als 24 Stunden, darf 95 % nicht überschreiten. Der Durchschnittswert des Wasserdampfdrucks, gemessen über einen Zeitraum von mehr als 24 Stunden, darf 2,2 kPa nicht überschreiten.
Der Durchschnittswert der relativen Luftfeuchtigkeit, gemessen über einen Zeitraum von mehr als 1 Monat, darf 90 % nicht überschreiten.
Der Durchschnittswert des Wasserdampfdrucks, gemessen über einen Zeitraum von mehr als 1 Monat, darf 1,8 kPa nicht überschreiten.

Höhe
< 1000 m über dem Meeresspiegel.

Sonderbedingungen
Installationen über 1000 m ü.d.M.
Innerhalb der durch die Reduzierung der dielektrischen Festigkeit der Luft zulässigen Grenzen möglich.

Erhöhung der Umgebungstemperatur
Reduzierung des Nennstroms. Wärmeabfuhr durch geeignete zusätzliche Belüftung fördern.

Klima
Um das Risiko von Korrosion oder anderen Schäden in Bereichen zu vermeiden:

  • mit hoher Luftfeuchtigkeit, und/oder
  • mit schnellen und großen Temperaturschwankungen sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen (z. B. durch den Einsatz geeigneter elektrischer Heizgeräte), um Kondensationsphänomene zu verhindern.

Für spezielle Installationsanforderungen oder andere Betriebsbedingungen wenden Sie sich bitte an ABB.
WarnungDie Bereiche, die vom Durchgang von Hauptleitern oder Hilfsstromkreisleitern betroffen sind, müssen vor dem Zugang von Tieren geschützt werden, die Schäden oder Störungen verursachen könnten.

Vorbereitende Arbeiten

  • Reinigen Sie die Isolierteile mit einem sauberen, trockenen Tuch.
  • Überprüfen Sie, ob die oberen und unteren Klemmen sauber und frei von Verformungen sind, die durch Stöße während des Transports oder der Lagerung verursacht wurden.

Installation von fest eingebauten Leistungsschaltern
Der Leistungsschalter kann direkt auf vom Kunden bereitgestellten Tragrahmen oder auf einem speziellen Fahrwagen (auf Anfrage erhältlich) montiert werden.
Der Leistungsschalter muss mit dem Fahrwagen vom Kunden am Boden seines eigenen Fachs ordnungsgemäß befestigt werden.
Die Bodenfläche im Bereich der Fahrwagenräder muss sorgfältig nivelliert werden. Ein Mindestschutzgrad (IP2X) muss von vorne gegenüber spannungsführenden Teilen gewährleistet sein.
Installation von fest eingebauten Leistungsschaltern

Montage des Leistungsschalters auf einem Fahrwagen anderer Hersteller
Die VD4-Leistungsschalter, die nicht auf ABB-Fahrwagen, sondern auf vom Kunden gefertigten Fahrwagen installiert werden, müssen mit einem oder zwei zusätzlichen Hilfskontakten (aktiviert durch die mechanische Verriegelung und die Auslöseeinrichtung des Leistungsschalters) ausgestattet sein, um die Funktion der Unterbrechung des Shunt-Einschalt-Auslösekreises (-MC) zu erfüllen. Bei ABB-Fahrwagen wird diese Funktion durch die Hilfskontakte -BT1 und -BT2 ausgeführt, die die Auslöseenergie während und vor der Aktivierung der mechanischen Verriegelung der Spindel-Einsteckvorrichtung des Fahrwagens unterbrechen. Dies bedeutet, dass die Shunt-Einschalt-Auslöseenergie erst am Ende der Aktivierung der mechanischen Verriegelung angelegt werden kann. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass kein elektrischer Impuls die Shunt-Einschalt-Auslösung aktivieren kann, wenn sich der Leistungsschalter in einer Zwischenstellung befindet.
Montage des Leistungsschalters auf einem Fahrwagen anderer Hersteller

Installation von ausfahrbaren Leistungsschaltern in Schaltanlagen vom Typ UniGear ZS1 und PowerCube-Modulen.
Die ausfahrbaren Leistungsschalter sind für den Einsatz in Schaltanlagen vom Typ UniGear ZS1 und PowerCube-Modulen voreingestellt.
Zum Ein-/Ausfahren des Schaltgeräts den Hebel (1) (Abb. 9) vollständig in die entsprechende Aufnahme (2) einführen und zum Einfahren im Uhrzeigersinn und zum Ausfahren gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis die Endschalterpositionen erreicht sind. Das Ein-/Ausfahren des Leistungsschalters muss schrittweise erfolgen, um Stöße zu vermeiden, die die mechanischen Verriegelungen und die Endschalter verformen könnten. Das normalerweise zum Ein- und Ausfahren erforderliche Drehmoment beträgt <25 Nm. Dieser Wert darf nicht überschritten werden. Wenn Vorgänge verhindert oder schwierig sind, nicht erzwingen und die korrekte Reihenfolge der Bedienung überprüfen.
Hinweis
Um den Ein-/Ausfahrvorgang abzuschließen, sind für Leistungsschalter bis 17,5 kV etwa 20 Umdrehungen des Hebels und für 24-kV-Leistungsschalter etwa 30 Umdrehungen erforderlich.
Wenn der Leistungsschalter die Prüf-/Trennposition erreicht hat, gilt er als in die Schaltanlage eingefahren und gleichzeitig über die Fahrwagenräder geerdet. Ausfahrbare Leistungsschalter gleicher Ausführung und somit gleicher Abmessungen sind austauschbar. Wenn jedoch beispielsweise unterschiedliche elektrische Zusatzausstattungen vorgesehen sind, verhindert ein anderer Code für den Stecker der Hilfsstromkreise falsche Kombinationen zwischen Feldern und Leistungsschaltern. Für die Installation des Leistungsschalters beachten Sie bitte auch die technische Dokumentation der genannten Schaltanlage.
WarnungDie Ein-/Ausfahrvorgänge müssen immer bei geöffnetem Leistungsschalter durchgeführt werden.

Anschlüsse der Hauptstromkreise von fest eingebauten Leistungsschaltern 7.6.1. Allgemeine Empfehlungen

  • Wählen Sie den Querschnitt der Leiter entsprechend dem Betriebsstrom und dem Kurzschlussstrom der Anlage.
  • Bereiten Sie spezielle Polisolatoren in der Nähe der Klemmen des fest eingebauten Leistungsschalters oder des Gehäuses vor, die entsprechend den elektrodynamischen Kräften, die sich aus dem Kurzschlussstrom der Anlage ergeben, dimensioniert sind.

Montage der Anschlüsse

  • Überprüfen Sie, ob die Kontaktflächen der Anschlüsse plan sind und frei von Graten, Oxidationsspuren oder Verformungen, die durch Bohren oder Stöße entstanden sind.
  • Führen Sie je nach Leitermaterial und verwendeter Oberflächenbehandlung die in Tabelle T1 angegebenen Arbeiten an der Kontaktfläche des Leiters durch.

Montageverfahren

  • Bringen Sie die Anschlüsse in Kontakt mit den Leistungsschalterklemmen und achten Sie darauf, mechanische Belastungen (Zug / Druck) auf z. B. die Stromschienen an den Klemmen zu vermeiden.
  • Legen Sie eine Federscheibe und eine Unterlegscheibe zwischen den Schraubenkopf und den Anschluss.
  • Es ist ratsam, Schrauben gemäß DIN Klasse 8.8 zu verwenden, wobei auch auf die Angaben in Tabelle T2 Bezug genommen werden sollte.
  • Bei Kabelanschlüssen sind die Anweisungen des Herstellers zur Herstellung der Klemmen strikt zu befolgen.

T1

Blankes Kupfer Kupfer oder versilbertes Aluminium Blankes Aluminium
  • Mit einer feinen Feile oder Schmirgelleinen reinigen.
  • Vollständig anziehen und die Kontaktflächen mit 5RX Moly Fett bestreichen.
  • Mit einem rauen, trockenen Tuch reinigen.
  • Nur bei hartnäckigen Oxidationsspuren mit einem sehr feinkörnigen Schmirgelleinen reinigen und dabei darauf achten, die Oberflächenschicht nicht zu entfernen.
  • Falls erforderlich, die Oberflächenbehandlung erneuern.
  • Mit einer Metallbürste oder Schmirgelleinen reinigen.
  • Die Kontaktflächen sofort wieder mit neutralem Fett abdecken.
  • Das Kupfer-Aluminium-Bimetall mit glänzenden Oberflächen (Kupferseite in Kontakt mit der Klemme; Aluminiumseite in Kontakt mit dem Anschluss) zwischen dem Aluminiumanschluss und der Kupferklemme einfügen.

T2

Schraube Empfohlenes Anzugsdrehmoment (1)
M6 Ohne Schmiermittel Mit Schmiermittel (2)
10 Nm 4,5 Nm
M8 30 Nm 10 Nm
M10 40 Nm 20 Nm
M12 70 Nm 40 Nm
M16 200 Nm 80 Nm
  1. Das nominelle Anzugsdrehmoment basiert auf einem Reibungskoeffizienten des Gewindes von 0,14 (verteilter Wert, dem das Gewinde ausgesetzt ist, was in einigen Fällen nicht vernachlässigbar ist). Das nominelle Anzugsdrehmoment mit Schmiermittel entspricht den DIN 43673 Normen.
  2. Öl oder Fett. Das Gewinde und die Kontaktflächen mit den geschmierten Köpfen. Berücksichtigen Sie Abweichungen von der allgemeinen Normtabelle (z. B. für Kontaktsysteme oder Klemmen), wie in der spezifischen technischen Dokumentation vorgesehen. Das Gewinde und die Kontaktflächen der Schraubenköpfe müssen leicht geölt oder gefettet werden, um ein korrektes nominelles Anzugsdrehmoment zu erreichen.

Erdung
Für den fest eingebauten Leistungsschalter ist die Erdung mittels der speziellen Schraube vorzunehmen, die mit dem entsprechenden Symbol gekennzeichnet ist. Reinigen und entfetten Sie den Bereich um die Schraube auf einen Durchmesser von etwa 30 mm und decken Sie die Verbindung nach Abschluss der Montage erneut mit Vaselinefett ab. Verwenden Sie einen Leiter (Sammelschiene oder Geflecht) mit einem Querschnitt, der den geltenden Normen entspricht.

Anschluss der Hilfsstromkreise
Hinweis: Der Mindestquerschnitt der für die Hilfsstromkreise verwendeten Drähte darf nicht geringer sein als der für die interne Verdrahtung verwendete. Darüber hinaus müssen sie für eine Prüfspannung von 2 kV isoliert sein.

Fest eingebauter Leistungsschalter
Der Anschluss der Hilfsstromkreise des Leistungsschalters muss über den im Leistungsschalter montierten Klemmenkasten (1) (Abb. 10) erfolgen, und die Kabel müssen durch den Stecker (2) geführt werden. Außerhalb des Steckers müssen die Kabel durch eine geeignete metallische Schutzabdeckung (Rohr, Kabelkanal usw.) geführt werden, die geerdet sein muss. Um zu verhindern, dass die außerhalb des Leistungsschalters (vom Kunden verlegte) Verdrahtung versehentlich mit beweglichen Teilen in Berührung kommt und dadurch die Isolation beschädigt wird, wird empfohlen, die Drähte wie in Abb. 10a gezeigt zu befestigen.
WarnungBevor die Abdeckung des Schaltmechanismus entfernt wird, um Zugang zum Klemmenkasten zu erhalten, überprüfen Sie, ob der Leistungsschalter geöffnet und die Schließfedern entladen sind.

Fest eingebauter Leistungsschalter

Ausfahrbare Leistungsschalter
Die Hilfsstromkreise der ausfahrbaren Leistungsschalter sind im Werk bis zum Stecker (Abb. 11) vollständig verdrahtet.
Für die externen Anschlüsse beachten Sie bitte den elektrischen Schaltplan der Schaltanlage.
Ausfahrbare Leistungsschalter

Gesamtabmessungen
Gesamtabmessungen - Teil 1
Gesamtabmessungen - Teil 2

Inbetriebnahme

Allgemeine Verfahren
WarnungAlle Vorgänge zur Inbetriebnahme müssen von ABB-Personal oder von entsprechend qualifiziertem Kundenpersonal mit umfassenden Kenntnissen des Geräts und der Installation durchgeführt werden. Sollten die Vorgänge verhindert werden, erzwingen Sie die mechanischen Verriegelungen nicht und prüfen Sie, ob die Betriebssequenz korrekt ist.
Bevor der Leistungsschalter in Betrieb genommen wird, sind die folgenden Schritte durchzuführen:

  • Die Festigkeit der Leistungsanschlüsse an den Leistungsschalterklemmen prüfen;
  • Die Einstellung der primären elektronischen Überstromauslösung vornehmen (falls vorhanden);
  • Prüfen, ob der Wert der Versorgungsspannung der Hilfsstromkreise zwischen 85 % und 110 % der Nennspannung des elektrischen Zubehörs liegt;
  • Prüfen, dass keine Fremdkörper wie Verpackungsreste in die beweglichen Teile gelangt sind;
  • Prüfen, ob am Installationsort ein ausreichender Luftaustausch gewährleistet ist, um eine Übertemperatur zu vermeiden;
  • Führen Sie auch die in Tabelle T3 angegebenen Prüfungen durch.

T3

GEPRÜFTER GEGENSTAND VERFAHREN POSITIVER PRÜFNACHWEIS
  1. Isolationswiderstand
Mittelspannungsschaltkreis
Messen Sie mit einem 2500 V Megger den Isolationswiderstand zwischen den Phasen und dem berührbaren leitfähigen Teil des Stromkreises.
Der Isolationswiderstand sollte mindestens 50 MOhm betragen und in jedem Fall über die Zeit konstant sein.
Hilfsstromkreise
Messen Sie mit einem 500 V Megger (falls das installierte Gerät dies zulässt) den Isolationswiderstand zwischen den Hilfsstromkreisen und dem berührbaren leitfähigen Teil.
Der Isolationswiderstand sollte einige MOhm betragen und in jedem Fall über die Zeit konstant sein.
  1. Hilfsstromkreise
Prüfen Sie, ob die Anschlüsse an den Steuerkreis korrekt sind: fahren Sie mit der entsprechenden Stromversorgung fort. Betrieb und Signale normal.
  1. Manueller Betätigungsmechanismus
Führen Sie einige Ein- und Ausschaltvorgänge durch. HINWEIS: Versorgen Sie die Unterspannungsauslösung und den Verriegelungsmagneten am Betätigungsmechanismus mit der entsprechenden Nennspannung (falls vorhanden). Die Vorgänge und zugehörigen Signale erfolgen normal.
  1. Motorantrieb (falls vorhanden)
Versorgen Sie den Federspann-Getriebemotor mit der entsprechenden Nennspannung. Die Federn werden normal gespannt. Die Signale sind normal.
Führen Sie einige Ein- und Ausschaltvorgänge durch. HINWEIS: Versorgen Sie die Unterspannungsauslösung und den Verriegelungsmagneten am Betätigungsmechanismus mit der entsprechenden Nennspannung (falls vorhanden). Bei gespannten Federn stoppt der Getriebemotor. Der Getriebemotor spannt die Feder nach jedem Einschaltvorgang neu.
  1. Unterspannungsauslösung (falls vorhanden)
Versorgen Sie die Unterspannungsauslösung mit der entsprechenden Nennspannung und führen Sie den Einschaltvorgang des Leistungsschalters durch. Der Leistungsschalter schließt normal. Die Signale sind normal.
Unterbrechen Sie die Stromversorgung der Auslösung. Der Leistungsschalter öffnet. Die Signalisierung schaltet um.
  1. Shunt-Öffnungsauslösung und zusätzliche Shunt-Öffnungsauslösung (falls vorhanden)
Schließen Sie den Leistungsschalter und versorgen Sie die Shunt-Öffnungsauslösung mit der entsprechenden Nennspannung. Der Leistungsschalter öffnet normal. Die Signale sind normal.
  1. Shunt-Einschaltauslösung (falls vorhanden)
Öffnen Sie den Leistungsschalter und versorgen Sie die Shunt-Einschaltauslösung mit der entsprechenden Nennspannung. Der Leistungsschalter schließt normal. Die Signale sind normal.
  1. Schlüsselschloss (falls vorhanden).
Öffnen Sie den Leistungsschalter. Drehen Sie den Schlüssel und entfernen Sie ihn. Versuchen Sie den Einschaltvorgang des Leistungsschalters. Weder manuelles noch elektrisches Einschalten ist möglich.
Setzen Sie den Schlüssel wieder ein und drehen Sie ihn um 90°. Führen Sie den Einschaltvorgang durch. Sowohl elektrisches als auch manuelles Einschalten erfolgen normal; in dieser Position kann der Schlüssel nicht entfernt werden.
  1. Verriegelungsmagnet (-RL1) (falls vorhanden).
Versuchen Sie bei geöffnetem Leistungsschalter, gespannten Federn und nicht versorgtem Verriegelungsmagneten den Leistungsschalter sowohl manuell als auch elektrisch zu schließen. Schließen ist nicht möglich.
  1. Hilfskontakte im Betätigungsmechanismus.
Führen Sie die Hilfskontakte in geeignete Meldeschaltungen ein. Führen Sie einige Ein- und Ausschaltvorgänge durch. Signale erfolgen normal.
  1. Verriegelungsmagnet am Leistungsschalter-Fahrwerk (-RL2) (falls vorhanden).
Versuchen Sie bei geöffnetem Leistungsschalter, in der Prüfposition und bei nicht versorgtem Verriegelungsmagneten das Einfahren des Leistungsschalters. Einfahren ist nicht möglich.
Versorgen Sie den Verriegelungsmagneten und führen Sie den Einfahrvorgang durch. Das Einfahren erfolgt korrekt.
  1. Hilfsübertragungskontakte zur Signalisierung Leistungsschalter eingefahren, isoliert (UniGear-Schaltanlage der PowerCube-Module).
Führen Sie die Hilfskontakte in geeignete Meldeschaltungen ein. Führen Sie bei in das Gehäuse eingefahrenem Leistungsschalter einige Verfahrvorgänge von der Prüfposition in die Betriebsposition durch. Bringen Sie den Leistungsschalter in die ausgefahrene Position. Die Signale, die sich aus den entsprechenden Vorgängen ergeben, erfolgen normal.

Wartung

Die Wartungsarbeiten dienen dazu, das Gerät so lange wie möglich in einem guten Betriebszustand zu halten. Gemäß den Spezifikationen der Normen IEC 61208 / DIN 31 051 müssen die folgenden Arbeiten durchgeführt werden.

Inspektion: Feststellung der tatsächlichen Zustände
Überholung: Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der spezifischen Zustände
Reparaturen: Maßnahmen zur Wiederherstellung der spezifischen Zustände.

Allgemeines
Die Vakuum-Leistungsschalter zeichnen sich durch eine einfache, robuste Bauweise und eine lange Lebensdauer aus. Das Schaltwerk ist während seiner gesamten Betriebsdauer wartungsfrei und erfordert lediglich Funktionsprüfungen. Die Vakuum-Unterbrecher sind während ihrer gesamten Betriebsdauer wartungsfrei.
Die Vakuumunterbrechung erzeugt keine schädlichen Effekte, selbst bei häufigen Unterbrechungen bei Nenn- und Kurzschlussstrom.
Die Eingriffe während des Betriebs und ihr Zweck werden durch die Umgebungsbedingungen, durch die Reihenfolge der Operationen und durch die Kurzschlussunterbrechungen bestimmt.
Hinweis
Beachten Sie die folgenden Normen für Wartungsarbeiten:

  • Die entsprechenden Spezifikationen im Kapitel „Normen und Spezifikationen“;
  • Arbeitssicherheitsvorschriften im Kapitel „Inbetriebnahme und Betrieb“;
  • Normen und Spezifikationen des Landes, in dem das Gerät installiert ist.

Die Wartungsarbeiten dürfen nur von geschultem Personal durchgeführt werden, das alle Sicherheitsvorschriften beachtet. Darüber hinaus ist es ratsam, ABB-Personal hinzuzuziehen, zumindest zur Überprüfung der Leistungen im Betrieb und für Reparaturen. Unterbrechen Sie während der Wartungsarbeiten die Stromversorgung und bringen Sie das Gerät in einen sicheren Zustand.
WarnungBevor Sie Arbeiten durchführen, stellen Sie sicher, dass der Leistungsschalter geöffnet ist, die Federn entladen sind und er nicht versorgt wird (Mittelspannungskreis und Hilfsstromkreise).

Erwartete Lebensdauer
Die erwartete Lebensdauer für die VD4 Leistungsschalter ist wie folgt:

  • Vakuum-Unterbrecher: bis zu 30.000 Schaltspiele, je nach Typ (siehe Auslösekurven).
  • Antrieb und Übertragungssystem: bis zu 30.000 Schaltspiele, unter normalen Betriebsbedingungen, je nach Typ des Leistungsschalters und bei regelmäßiger Wartung.

Inspektionen
Unterbrechungsvorrichtungen allgemein

  • Überprüfen Sie den Zustand der Unterbrechungsvorrichtungen durch regelmäßige Inspektionen.
  • Inspektionen in festen Intervallen können vermieden werden, wenn das Gerät dauerhaft von qualifiziertem Personal überwacht wird.
  • Die Prüfungen müssen in erster Linie eine Sichtprüfung umfassen, um Verunreinigungen, Korrosionsspuren oder elektrische Entladungserscheinungen zu erkennen.
  • Führen Sie häufigere Inspektionen durch bei ungewöhnlichen Betriebsbedingungen (einschließlich schwerer klimatischer Bedingungen) und bei Umweltverschmutzung (z.B. hohem Kontaminationsgrad oder aggressiver Atmosphäre).
  • Sichtprüfung der Trennkontakte.

Es wird empfohlen, das Kontaktsystem abwechselnd zu drehen, um die Innenfläche der Kontaktbereiche sauber zu halten. Die Kontaktbereiche müssen gereinigt werden, wenn Anzeichen von Überhitzung (verfärbte Oberfläche) vorliegen (siehe auch Reparaturen).

  • Im Falle abnormaler Bedingungen sind geeignete Überholungsmaßnahmen zu ergreifen (siehe Abschnitt Überholung).

Prüfung des Schraubenanzugs
Prüfung des Schraubenanzugs

Federspeicherantrieb
Führen Sie den Funktionstest des Schaltwerks nach 5.000 Schaltspielen oder nach 4 Jahren durch.
Vor dem Test öffnen Sie den Leistungsschalter und führen die folgenden Schritte aus:

Schmierung des Rollenlagers
Schmierung des Rollenlagers

  • Bei ausfahrbaren Leistungsschaltern bringen Sie den Leistungsschalter in die Prüftrennposition.
  • Bei fest installierten Leistungsschaltern: Unterbrechen Sie die Stromversorgung des Mittelspannungskreises.
    Hinweis Isolieren Sie den Arbeitsbereich und sichern Sie ihn gemäß den in den IEC/DIN VDE Normen festgelegten Sicherheitsvorschriften.

Schmierung des rechten Lagers (Leistungsschalter von vorne gesehen)
Schmierung des rechten Lagers

Schmierung des linken Lagers (Leistungsschalter von vorne gesehen)
Schmierung des linken Lagers

Funktionstest

  • Führen Sie bei nicht an die Last angeschlossenem Leistungsschalter einige Öffnungs- und Schließvorgänge durch.
  • Falls vorgesehen, unterbrechen Sie die Stromversorgung des Federspannmotors. Entladen Sie die Federn, indem Sie den Leistungsschalter mittels der Ein- und Ausschalttasten schließen und öffnen.
  • Kontrollieren Sie visuell den Schmierzustand der Tulpen-Trennkontakte, der Gleitflächen usw.
  • Überprüfen Sie die korrekte elektrische und mechanische Funktion der verschiedenen Vorrichtungen, mit besonderem Augenmerk auf die Verriegelungen.
  • Die Schrauben und Muttern werden im Werk angezogen, und der korrekte Anzug ist mit einer farbigen Markierung versehen. Während der gesamten Lebensdauer des Leistungsschalters sind keine weiteren Anziehvorgänge vorgesehen.

Sollte es jedoch nach Eingriffen notwendig sein, Schrauben oder Muttern nachzuziehen, wird empfohlen, die in Abb. 12 angegebenen Werte einzuhalten.

  • Überprüfen Sie die Schmierung des Rollenlagers des Hauptantriebshebels (siehe Details A von Abb. 13): Es ist ratsam, mit einigen Tropfen Öl vom Typ SAE 80W/90 unter Verwendung eines speziellen Ölers zu schmieren.

Gehen Sie wie folgt vor:

  • Entfernen Sie die Leistungsschalterabdeckung.
  • Spannen Sie die Schaltwerksfedern und schmieren Sie das rechte Lager (Leistungsschalter von vorne gesehen).
  • Schließen Sie den Leistungsschalter und schmieren Sie das linke Lager (Leistungsschalter von vorne gesehen).

Leistungsschalterpol
Keine weiteren Überprüfungen außer den bereits angegebenen sind erforderlich.

Überholung
Unterbrechungsvorrichtungen allgemein
Sollte es während der Inspektionen erforderlich gewesen sein, die Vorrichtungen zu reinigen, gehen Sie gemäß den angegebenen Anweisungen wie folgt vor:

  • Isolieren Sie den Arbeitsbereich und sichern Sie ihn gemäß den in den IEC/DIN VDE Normen festgelegten Sicherheitsvorschriften;
  • allgemeine Reinigung der Oberflächen:
    • Trocknen Sie und entfernen Sie leichte Schmutzablagerungen mit einem weichen, trockenen Tuch;
    • Hartnäckigere Schmutzablagerungen können mit einem leicht alkalischen Haushaltsreiniger oder einem Reiniger vom Typ Rivolta BWR 210 entfernt werden;
  • Reinigung isolierender Oberflächen und leitender Teile:
    • leichte Verschmutzung: mit Rivolta BWR 210 Reiniger;
    • hartnäckige Verschmutzung: mit Kaltreiniger Typ 716.

Nach der Reinigung gründlich mit sauberem Wasser abspülen und sorgfältig trocknen.
Hinweis
Verwenden Sie nur halogenfreie Reinigungsmittel und niemals Trichlorethan, Trichlorethylen oder Tetrachlorkohlenstoff!

Antrieb und Übertragungssystem Leistungsschalter bis 31,5 kA
Ein vollständiger Austausch muss nach 30.000 Schaltspielen für den Antrieb (Auslösekasten), den Stoßdämpfer und alle anderen Komponenten des Übertragungssystems (Welle, Haupthebel, Sicherungsringe usw.) durchgeführt werden. Leistungsschalter bis 44 kA: Ersetzen Sie den Antrieb (Auslösekasten) und den Stoßdämpfer alle 10.000 Schaltspiele, und die anderen Komponenten des Übertragungssystems alle 30.000 Schaltspiele.
Hinweis
Demontage und Austausch des Schaltwerks (Auslösekasten) dürfen nur von ABB-Personal oder von qualifiziertem und speziell geschultem Personal durchgeführt werden, insbesondere im Hinblick auf die notwendigen Einstellungen.

Details zur Überholung

  • Falls vorgesehen, unterbrechen Sie die Stromversorgung des Federspannmotors und entladen Sie die Schaltwerksfedern manuell durch Schließen und Öffnen des Leistungsschalters.
  • Ersetzen Sie die Teile, die mechanischer Beanspruchung oder Beanspruchung durch besondere Umweltbedingungen ausgesetzt sind, (Kontakt und ABB Service Center).

Hinweis
Diese Arbeiten dürfen nur von ABB-Personal oder von qualifiziertem und speziell geschultem Personal durchgeführt werden.

Leistungsschalterpol
Der Leistungsschalterpol und der zugehörige Vakuum-Unterbrecher sind wartungsfrei, bis die maximale Anzahl elektrischer Schaltspiele für den Unterbrechertyp erreicht ist (siehe Auslösekurven).
Die Lebensdauer des Vakuum-Unterbrechers wird durch die Summe der Nennströme definiert, die dem spezifischen Unterbrechertyp entsprechen, gemäß den in den Diagrammen der Auslösekurven angegebenen Werten. Wenn die Summe der Nennströme erreicht ist, muss der gesamte Pol ersetzt werden.
Hinweis
Demontage und Austausch des Pols dürfen nur von ABB-Personal oder von qualifiziertem und speziell geschultem Personal durchgeführt werden, insbesondere im Hinblick auf die notwendigen Einstellungen. Um den Unterbrechertest ohne Demontage des Leistungsschalterpols durchzuführen, verwenden Sie:

  • den VIDAR Vakuumtester, hergestellt von der Firma Programma Electric GmbH, Bad Homburg v.d. H.

Zur Überprüfung der Vakuumdichtigkeit des Unterbrechers müssen die folgenden Prüfwerte am VIDAR Tester eingestellt werden:

Nennspannung des Leistungsschalters Gleichstrom-Prüfspannung
12 kV 40 kV

Die Prüfung muss immer bei geöffnetem Leistungsschalter mit den Kontakten im Nennabstand (12 kV) durchgeführt werden.

Verfahren zur Prüfung des Vakuumgrades des Unterbrechers der Leistungsschalterpole:

  • Schalten Sie die Stromversorgung aus und sichern Sie den Arbeitsbereich gemäß den in den IEC/DIN VDE Normen festgelegten Sicherheitsvorschriften;
  • Öffnen Sie den Leistungsschalter;
  • Erden Sie einen Anschluss jedes Leistungsschalterpols;
  • Verbinden Sie den Erdanschluss des VIDAR Testers mit der Leistungsschalterstruktur;
  • Verbinden Sie den Hochspannungsanschluss des VIDAR Testers mit dem nicht geerdeten Anschluss des Leistungsschalterpols (Phase L1) und führen Sie den Test durch. Wiederholen Sie den Test für die Phasen L2 und L3.

Hinweis
Die Anschlusskabel des Testers können aufgrund des kapazitiven Effekts eine Anzeige erzeugen. In diesem Fall dürfen die Kabel nicht entfernt werden.

Reparaturen
Der Austausch von Ersatzteilen und Zubehör darf nur von ABB-Personal oder entsprechend qualifiziertem und speziell geschultem Personal durchgeführt werden. Arbeiten Sie immer bei geöffnetem und verriegeltem Leistungsschalter, sodass er nicht wieder geschlossen werden kann, und bei isoliertem und gesichertem Arbeitsbereich. Die Schaltwerksfedern müssen entladen sein.
Alle Stromversorgungsquellen müssen während der Demontage- und Installationsarbeiten getrennt und gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten gesichert werden.

WarnungSollten Wartungsarbeiten durch das Personal des Kunden durchgeführt werden, verbleibt die Verantwortung für die Eingriffe beim Kunden.
Der Austausch von Teilen, die nicht in der „Ersatzteil-/Zubehörliste“ aufgeführt sind, darf nur von ABB-Personal durchgeführt werden. Insbesondere:

  • vollständiger Pol mit Durchführungen/Anschlüssen
  • Antrieb und Übertragungssystem
  • Einschaltsatz Federn
  • Öffnungsfeder
  • Stoßdämpfer.

Anwendung der Röntgenemissionsnormen

Eine der physikalischen Eigenschaften der Vakuumisolation ist die Möglichkeit der Röntgenemission, wenn die Unterbrecherkontakte geöffnet sind. Die spezifischen Tests, die in den PTB-Laboratorien (Physikalisch-Technische Bundesanstalt, in Braunschweig – Deutschland) durchgeführt wurden, zeigen, dass die lokale Emission in einem Abstand von 10 cm von der Unterbrecher- oder Poloberfläche 1 mSv/h nicht überschreitet. Daraus folgt:

  • bei Nennbetriebsspannung ist der Einsatz von Vakuum-Unterbrechern absolut sicher;
  • die Anwendung der Stehwechselspannung bei Netzfrequenz gemäß den Normen IEC 62271-100 und VDE 0670 ist sicher;
  • die Anwendung einer Spannung, die höher ist als die Stehwechselspannung bei Netzfrequenz, oder einer Gleichstrom-Prüfspannung, die in den IEC- und VDE-Normen spezifiziert ist, ist nicht zulässig;
  • die Begrenzung der oben genannten lokalen Phänomene bei Unterbrechern mit offenen Kontakten hängt von der Einhaltung des spezifischen Abstands zwischen den Kontakten ab.

Diese Bedingung wird durch den korrekten Betrieb des Schaltwerks und durch die Einstellungen des Übertragungssystems intrinsisch gewährleistet.

Ersatzteile und Zubehör

WarnungAlle Montagearbeiten von Ersatzteilen/Zubehör müssen gemäß den den Ersatzteilen beiliegenden Anweisungen von ABB-Personal oder von entsprechend qualifiziertem Kundenpersonal mit fundierten Kenntnissen des Geräts (IEC 60694) und aller Normen zur Durchführung dieser Eingriffe unter sicheren Bedingungen durchgeführt werden. Sollten die Wartungsarbeiten vom Kundenpersonal durchgeführt werden, verbleibt die Verantwortung für die Eingriffe beim Kunden. Vor der Durchführung jeglicher Arbeiten ist immer sicherzustellen, dass der Leistungsschalter geöffnet und die Federn entladen sind und dass er nicht unter Spannung steht (Mittelspannungskreis und Hilfsstromkreise).
Zur Bestellung von Leistungsschalter-Ersatzteilen/Zubehör beziehen Sie sich auf die in der technischen Dokumentation angegebenen Bestellcodes und geben Sie immer Folgendes an:

  • Typ des Leistungsschalters
  • Nennspannung des Leistungsschalters
  • Nennstrom des Leistungsschalters
  • Ausschaltvermögen des Leistungsschalters
  • Seriennummer des Leistungsschalters
  • Nennspannung aller elektrischen Ersatzteile.

Für Verfügbarkeit und Bestellung von Ersatzteilen kontaktieren Sie bitte unser Servicebüro.

Liste der Ersatzteile

  • Nebenschlussauslöser zum Öffnen
  • Zusätzlicher Nebenschlussauslöser zum Öffnen
  • Unterspannungsauslöser (falls vorhanden)
  • Kontakt zur Meldung Unterspannungsauslöser erregt/nicht erregt
  • Nebenschlussauslöser zum Schließen
  • Federspannmotor mit elektrischer Meldung der gespannten Federn
  • Kontakt zur Meldung Schutzschalter des Getriebemotors offen/geschlossen
  • Kontakt zur Meldung Schließfedern gespannt/entladen
  • Transienter Kontakt mit kurzzeitigem Schließen während des Leistungsschalter-Öffnungsvorgangs
  • Leistungsschalter-Hilfskontakte
  • Verriegelungselektromagnet am Antriebsmechanismus
  • Positionskontakt des ausfahrbaren Wagens
  • Kontakte zur Meldung verbunden/getrennt
  • Öffnungsmagnet
  • Schlüsselschloss in geöffneter Position (falls vorhanden)
  • Trennverriegelung mit der Tür
  • Schutz für Öffnungstaster (falls vorhanden)
  • Schutz für Schließtaster (falls vorhanden)
  • Verriegelungselektromagnet am ausfahrbaren Wagen
  • Satz von sechs Tulpenkontakten.

Für Ihre Sicherheit

  • Stellen Sie sicher, dass der Aufstellungsraum (Platz, Unterteilung und Umgebung) für das elektrische Gerät geeignet ist.
  • Stellen Sie sicher, dass alle Installations-, Inbetriebsetzungs- und Wartungsarbeiten von qualifiziertem Personal mit entsprechenden Kenntnissen des Geräts durchgeführt werden.
  • Stellen Sie sicher, dass die Standard- und gesetzlichen Anforderungen während Installation, Inbetriebnahme und Wartung eingehalten werden. Befolgen Sie strikt die Angaben in dieser Bedienungsanleitung.
  • Überprüfen Sie, dass die Nennleistung des Geräts während des Betriebs nicht überschritten wird.
  • Überprüfen Sie, dass das Bedienpersonal dieses Handbuch sowie die notwendigen Informationen für korrekte Eingriffe zur Hand hat.
  • Beachten Sie besonders die Gefahrenhinweise, die im Handbuch durch das folgende Symbol gekennzeichnet sind:
    Warnung

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Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.

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