Danfoss VLT 2800 Handbuch

Einleitung
Verwenden Sie diese Kurzanleitung, um eine schnelle und EMV-konforme Installation des Frequenzumrichters in fünf Schritten durchzuführen.
Lesen Sie den Sicherheitsabschnitt, bevor Sie das Gerät installieren.
ACHTUNG! Die Betriebsanleitung, MG. 27.AX.YY, enthält weitere Installationsbeispiele und beschreibt alle Funktionen detailliert. Die Auslegungsanleitung, MG. 27.EX.YY, enthält umfassende Informationen.

Abkürzungen
| ELCB | Fehlerstromschutzschalter |
| NO | Normalerweise geöffnet |
| NC | Normalerweise geschlossen |
| PD2 | Zweiphasig (für 2822, 2840, die standardmäßig nur 3-phasig als D2 laufen), 220 - 240 V |
| RCD | Fehlerstrom-Schutzeinrichtung |
Mechanische Installation
VLT 2800 Frequenzumrichter ermöglichen die nebeneinanderliegende Installation an einer Wand in jeder beliebigen Position, da die Geräte seitlich keine Belüftung benötigen. Aufgrund des Kühlbedarfs muss oberhalb und unterhalb des Frequenzumrichters ein freier Luftdurchlass von 10 cm vorhanden sein.
Alle Geräte mit Schutzart IP 20 müssen in Schaltschränke und Paneele integriert werden. IP 20 ist nicht für die Fernmontage geeignet. In einigen Ländern, z. B. in den USA, sind Geräte mit Schutzart NEMA 1 für die Fernmontage zugelassen.
ACHTUNG! Bei der IP 21-Lösung benötigen alle Geräte einen Mindestabstand von 100 mm Luft auf jeder Seite. Dies bedeutet, dass eine nebeneinanderliegende Montage NICHT zulässig ist.

| Größe mm | A | a | B | b | C | D | E | ła | łb | F | łc |
| S2 | |||||||||||
| VLT 2803 - 2815 | 200 | 191 | 75 | 60 | 168 | 7 | 5 | 4.5 | 8 | 4 | 4.5 |
| D2 | |||||||||||
| VLT 2803 - 2815 | 200 | 191 | 75 | 60 | 168 | 7 | 5 | 4.5 | 8 | 4 | 4.5 |
| VLT 2822* | 267.5 | 257 | 90 | 70 | 168 | 8 | 6 | 5.5 | 11 | 4.5 | 5.5 |
| VLT 2840* | 267.5 | 257 | 140 | 120 | 168 | 8 | 6 | 5.5 | 11 | 4.5 | 5.5 |
| PD2 | |||||||||||
| VLT 2822 | 267.5 | 257 | 140 | 120 | 168 | 8 | 6 | 5.5 | 11 | 4.5 | 5.5 |
| VLT 2840 | 505 | 490 | 200 | 120 | 244 | 7.75 | 7.25 | 6.5 | 13 | 8 | 6.5 |
| T2 | |||||||||||
| VLT 2822 | 267.5 | 257 | 90 | 70 | 168 | 8 | 6 | 5.5 | 11 | 4.5 | 5.5 |
| VLT 2840 | 267.5 | 257 | 140 | 120 | 168 | 8 | 6 | 5.5 | 11 | 4.5 | 5.5 |
| T4 | |||||||||||
| VLT 2805 - 2815 | 200 | 191 | 75 | 60 | 168 | 7 | 5 | 4.5 | 8 | 4 | 4.5 |
| VLT 2822 - 2840 | 267.5 | 257 | 90 | 70 | 168 | 8 | 6 | 5.5 | 11 | 4.5 | 5.5 |
| VLT 2855 - 2875 | 267.5 | 257 | 140 | 120 | 168 | 8 | 6 | 5.5 | 11 | 4.5 | 5.5 |
| VLT 2880 - 2882 | 505 | 490 | 200 | 120 | 244 | 7.75 | 7.25 | 6.5 | 13 | 8 | 6.5 |
Tabelle 1.1: * Nur 3-phasig
Bohren Sie Löcher gemäß den in der obigen Tabelle angegebenen Maßen. Bitte beachten Sie den Unterschied in den Gerätespannungen.
Ziehen Sie alle vier Schrauben nach.
Bringen Sie die Entkopplungsplatte an den Stromkabeln und der Erdungsschraube (Klemme 95) an.
Motordrosseln (195N3110) und RFI 1B Filter (195N3103)

Klemmenabdeckung
Die untenstehende Zeichnung zeigt die Abmessungen der NEMA 1 Klemmenabdeckungen für VLT 2803-2875. Das Maß 'a' hängt vom Gerätetyp ab.

IP 21-Lösung

| Typ | Artikelnummer | A | B | C |
| VLT 2803-2815 200-240 V, VLT 2805-2815 380-480 V | 195N2118 | 47 | 80 | 170 |
| VLT 2822 200-240 V, VLT 2822-2840 380-480 V | 195N2119 | 47 | 95 | 170 |
| VLT 2840 200-240 V, VLT 2822 PD2, TR1 2855-2875 380-480 V | 195N2120 | 47 | 145 | 170 |
| TR1 2880-2882 380-480 V, VLT 2840 PD2 | 195N2126 | 47 | 205 | 245 |
Tabelle 1.2: Abmessungen

EMV-Filter für lange Motorleitungen

| Filter | Abmessungen | |||||||
| 192HA719 | A | B | C | øa | D | E | F | G |
| 20 | 204 | 20 | 5.5 | 8 | 234 | 27.5 | 244 | |
| H | I | øb | J | K | L | M | N | |
| 75 | 45 | 6 | 190 | 60 | 16 | 24 | 12 | |
| 192H4720 | A | B | C | øa | D | E | F | G |
| 20 | 273 | 20 | 5.5 | 8 | 303 | 25 | 313 | |
| H | I | øb | J | K | L | M | N | |
| 90 | 50 | 6 | 257 | 70 | 16 | 24 | 12 | |
| 192H4893 | A | B | C | øa | D | E | F | G |
| 20 | 273 | 20 | 5.5 | 8 | 303 | 25 | 313 | |
| H | I | øb | J | K | L | M | N | |
| 140 | 50 | 6 | 257 | 120 | 16 | 24 | 12 | |
Elektrische Installation
Elektrische Installation im Allgemeinen
HINWEIS!
Alle Kabel müssen den nationalen und lokalen Vorschriften bezüglich Kabelquerschnitten und Umgebungstemperatur entsprechen. Kupferleiter erforderlich, (60-75 C) empfohlen.
Details zu den Anzugsdrehmomenten der Klemmen.
| VLT | Klemmen | Drehmoment (Nm) | Drehmoment, Steuerkabel (Nm) |
| 2803 - 2875 | Netzbremse Erde | 0.5 - 0.6 2 - 3 | 0.22 - 0.25 |
| 2880 - 2882, 2840 PD2 | Netzbremse Erde | 1.2 - 1.5 2 - 3 |
Tabelle 1.3: Anziehen der Klemmen.
Netzkabel
HINWEIS! Bitte beachten Sie, dass die Leistungsanschlussklemmen entfernt werden können.
Schließen Sie das Netz an die Netzanschlussklemmen des Frequenzumrichters, d.h. L1, L2 und L3, und den Erdanschluss an Klemme 95 an.


Montieren Sie ein geschirmtes/armiertes Kabel vom Motor zu den Motorklemmen des Frequenzumrichters, d.h. U, V, W. Die Schirmung endet in einem Schirmanschluss.
Netzanschluss
HINWEIS! Bitte beachten Sie, dass bei 1 x 220-240 Volt der Neutralleiter an Klemme N (L2) und der Phasenleiter an Klemme L1 (L1) angeschlossen werden muss.

HINWEIS! Bitte überprüfen Sie, ob die Netzspannung zur Netzspannung des Frequenzumrichters passt, was auf dem Typenschild ersichtlich ist.
400-Volt-Geräte mit RFI-Filtern dürfen nicht an Netze angeschlossen werden, bei denen die Spannung zwischen Phase und Erde mehr als 300 Volt beträgt. Bitte beachten Sie, dass bei IT-Netzen und Dreieckserdung die Netzspannung zwischen Phase und Erde 300 Volt überschreiten kann. Geräte mit Typcode R5 (IT-Netz) können an Netze mit bis zu 400 V zwischen Phase und Erde angeschlossen werden.
Siehe Technische Daten für die korrekte Dimensionierung des Kabelquerschnitts. Siehe auch den Abschnitt Galvanische Trennung in der Betriebsanleitung für weitere Details.
Motoranschluss
Schließen Sie den Motor an die Klemmen 96, 97, 98 an. Schließen Sie die Erde an Klemme 99 an. Siehe Technische Daten für die korrekte Dimensionierung des Kabelquerschnitts.
Alle Arten von dreiphasigen Asynchron-Standardmotoren können an einen Frequenzumrichter angeschlossen werden. Normalerweise werden kleine Motoren sternförmig geschaltet (230/400 V, Δ/ Y).
HINWEIS!
Bei Motoren ohne Phasenisolierpapier sollte ein LC-Filter am Ausgang des Frequenzumrichters angebracht werden.

Die Werkseinstellung ist für Rechtslauf.
Die Drehrichtung kann durch Umschalten von zwei Phasen an den Motorklemmen geändert werden.
Parallelschaltung von Motoren
Der Frequenzumrichter kann mehrere parallel geschaltete Motoren steuern. Weitere Informationen finden Sie in der Betriebsanleitung.
HINWEIS!
Beachten Sie, dass die Gesamtkabellänge im Abschnitt EMV-Emissionen aufgeführt ist.
HINWEIS!
Parameter 107 Automatic motor adaption, AMT kann bei Parallelschaltung von Motoren nicht verwendet werden. Parameter 101 Torque characteristic muss bei Parallelschaltung von Motoren auf Special motor characteristics [8] eingestellt werden.
Motorkabel
Siehe Allgemeine Spezifikationen für die korrekte Dimensionierung von Motorkabelquerschnitt und -länge. Siehe EMV-Emissionen für den Zusammenhang zwischen Länge und EMV-Emission.
Beachten Sie stets die nationalen und lokalen Vorschriften zum Kabelquerschnitt.
HINWEIS!
Bei Verwendung eines ungeschirmten/unarmierten Kabels werden einige EMV-Anforderungen nicht erfüllt, siehe EMV-Testergebnisse im Designhandbuch.
Sollen die EMV-Spezifikationen bezüglich der Emission eingehalten werden, muss das Motorkabel geschirmt/armiert sein, sofern für den betreffenden RFI-Filter nichts anderes angegeben ist. Es ist wichtig, das Motorkabel so kurz wie möglich zu halten, um den Geräuschpegel und die Leckströme auf ein Minimum zu reduzieren. Der Motorkabelschirm muss mit dem Metallgehäuse des Frequenzumrichters und mit dem Metallgehäuse des Motors verbunden werden. Die Schirmanschlüsse sind mit der größtmöglichen Oberfläche (Kabelklemme) herzustellen. Dies wird durch verschiedene Installationsvorrichtungen in verschiedenen Frequenzumrichtern ermöglicht. Die Montage mit verdrillten Schirmenden (Pigtails) ist zu vermeiden, da diese den Schirmeffekt bei hohen Frequenzen beeinträchtigen. Ist es notwendig, den Schirm zur Installation eines Motor-Trennschalters oder Motorrelais zu unterbrechen, muss der Schirm mit der geringstmöglichen HF-Impedanz fortgesetzt werden.
Motorschutz
Das elektronische Thermorelais in UL-zugelassenen Frequenzumrichtern hat die UL-Zulassung für den Einzelmotorschutz erhalten, wenn Parameter 128 Motor thermal protection auf ETR
Trip eingestellt und Parameter 105 Motor current, IM, N auf den Nennmotorstrom (siehe Motortypenschild) programmiert wurde.
Steuerkabel
Entfernen Sie die Frontabdeckung unterhalb des Bedienfeldes. Legen Sie eine Brücke zwischen die Klemmen 12 und 27.
Steuerkabel müssen geschirmt/armiert sein. Die Schirmung muss mittels einer Klemme mit dem Frequenzumrichtergehäuse verbunden werden. Normalerweise muss der Schirm auch mit dem Gehäuse der steuernden Einheit verbunden werden (beachten Sie die Anweisungen für die betreffende Einheit). Bei sehr langen Steuerkabeln und analogen Signalen können in seltenen Fällen, abhängig von der Installation, 50/60 Hz Erdschleifen aufgrund von aus Netzkabeln übertragenen Störungen auftreten. In diesem Zusammenhang kann es notwendig sein, den Schirm zu unterbrechen und eventuell einen 100 nF Kondensator zwischen Schirm und Gehäuse einzufügen.
Siehe den Abschnitt „Erdung von geschirmten/armierten Steuerkabeln“ im VLT 2800 Design Guide für die korrekte Terminierung von Steuerkabeln.

| Nr. | Funktion |
| 01-03 | Relaisausgänge 01-03 können zur Anzeige von Status und Alarmen/Warnungen verwendet werden. |
| 12 | 24 V DC Spannungsversorgung. |
| 18-33 | Digitaleingänge. |
| 20, 55 | Gemeinsamer Rahmen für Eingangs- und Ausgangsklemmen. |
| 42 | Analogausgang zur Anzeige von Frequenz, Referenz, Strom oder Drehmoment. |
| 461 | Digitalausgang zur Anzeige von Status, Warnungen oder Alarmen, sowie Frequenzausgang. |
| 50 | +10 V DC Versorgungsspannung für Potentiometer oder Thermistor. |
| 53 | Analoger Spannungseingang 0 - 10 V DC. |
| 60 | Analoger Stromeingang 0/4 - 20 mA. |
| 671 | + 5 V DC Versorgungsspannung für Profibus. |
| 68, 691 | RS 485, serielle Kommunikation. |
| 701 | Rahmen für die Klemmen 67, 68 und 69. Diese Klemme ist normalerweise nicht zu verwenden. |
- Die Klemmen sind nicht gültig für DeviceNet/CANopen. Siehe auch das DeviceNet manual, MG.90.BX.YY für weitere Details.
Siehe Parameter 323 Relay output zur Programmierung des Relaisausgangs.Nr. 01 - 02 1 - 2 Schließer (NO) 01 - 03 1 - 3 Öffner (NC)
HINWEIS! Bitte beachten Sie, dass der Kabelmantel für das Relais die erste Reihe der Steuerkartenklemmen abdecken muss – andernfalls kann die galvanische Trennung (PELV) nicht aufrechterhalten werden. Max. Kabeldurchmesser: 4 mm.
Erdung
Beachten Sie bei der Installation Folgendes:
- Schutzerdung: Der Antrieb hat einen hohen Ableitstrom und muss zur Sicherheit ordnungsgemäß geerdet werden. Befolgen Sie alle lokalen Sicherheitsvorschriften.
- Hochfrequenzerdung: Halten Sie die Erdverbindungen so kurz wie möglich.
Verbinden Sie alle Erdungssysteme, um die geringstmögliche Leiterimpedanz zu gewährleisten. Die geringstmögliche Leiterimpedanz wird erreicht, indem der Leiter so kurz wie möglich gehalten und mit der größtmöglichen Oberfläche geerdet wird. Werden mehrere Antriebe in einem Schaltschrank installiert, sollte die Schaltschrankrückwand, die aus Metall bestehen muss, als gemeinsame Erdungsreferenzplatte verwendet werden. Die Antriebe müssen mit der geringstmöglichen Impedanz an der Rückwand befestigt werden.
Um eine geringe Impedanz zu erreichen, verbinden Sie den Antrieb mit den Befestigungsschrauben des Antriebs mit der Rückplatte. Die Rückplatte muss vollständig frei von Farbe sein.
EMV-Emission
Die folgenden Systemergebnisse wurden an einem System erzielt, das aus einer VLT Serie 2800 mit geschirmtem/armiertem Steuerkabel, einem Steuerkasten mit Potentiometer, geschirmtem/armiertem Motorkabel und geschirmtem/armiertem Bremskabel sowie einer LCP2 mit Kabel besteht.
| VLT 2803-2875 | Emission | |||
| Industrielle Umgebung | Wohn-, Gewerbe- und Leichtindustrie | |||
| EN 55011 class 1A | EN 55011 class 1B | |||
| Konfiguration | Leitungsgebunden 150 kHz - 30 MHz | Abgestrahlt 30 MHz - 1 GHz | Leitungsgebunden 150 kHz - 30 MHz | Abgestrahlt 30 MHz - 1 GHz |
| 3 x 480 V Version mit 1A RFI-Filter | Ja 25 m geschirmt/armiert | Ja 25 m geschirmt/armiert | Nein | Nein |
| 3 x 480 V Version mit 1A RFI-Filter (R5: Für IT-Netze) | Ja 5 m geschirmt/armiert | Ja 5 m geschirmt/armiert | Nein | Nein |
| 1 x 200 V Version mit 1A RFI-Filter 1. | Ja 40 m geschirmt/armiert | Ja 40 m geschirmt/armiert | Ja 15 m geschirmt/armiert | Nein |
| 3 x 200 V Version mit 1A RFI-Filter (R4: Zur Verwendung mit RCD) | Ja 20 m geschirmt/armiert | Ja 20 m geschirmt/armiert | Ja 7 m geschirmt/armiert | Nein |
| 3 x 480 V Version mit 1A+1B RFI-Filter | Ja 50 m geschirmt/armiert | Ja 50 m geschirmt/armiert | Ja 25 m geschirmt/armiert | Nein |
| 1 x 200 V Version mit 1A+1B RFI-Filter 1. | Ja 100 m geschirmt/armiert | Ja 100 m geschirmt/armiert | Ja 40 m geschirmt/armiert | Nein |
| VLT 2880-2882 | Emission | |||
| Industrielle Umgebung | Wohn-, Gewerbe- und Leichtindustrie | |||
| EN 55011 class 1A | EN 55011 class 1B | |||
| Konfiguration | Leitungsgebunden 150 kHz - 30 MHz | Abgestrahlt 30 MHz - 1 GHz | Leitungsgebunden 150 kHz - 30 MHz | Abgestrahlt 30 MHz - 1 GHz |
| 3 x 480 V Version mit 1B RFI-Filter | Ja 50 m | Ja 50 m | Ja 50 m | Nein |
- Für VLT 2822-2840 3 x 200-240 V gelten die gleichen Werte wie für die 480 V Version mit 1A RFI-Filter.
- EN 55011: Emission
Grenzwerte und Messverfahren für die Funkstöreigenschaften von industriellen, wissenschaftlichen und medizinischen (ISM) Hochfrequenzgeräten.
Klasse 1A:
Geräte zur Verwendung in industrieller Umgebung.
Klasse 1B:
Geräte zur Verwendung in Bereichen mit öffentlichem Versorgungsnetz (Wohn-, Gewerbe- und Leichtindustrie).
Zusätzlicher Schutz
RCD-Relais/ELCBs, mehrfache Schutzerdung oder Erdung können als zusätzlicher Schutz verwendet werden, vorausgesetzt, die örtlichen Sicherheitsvorschriften werden eingehalten.
Dreiphasige VLT Frequenzumrichter erfordern einen RCD Typ B. Wenn ein RFI-Filter im Antrieb montiert ist und entweder der Schalter des RCD oder ein manuell betätigter Schalter verwendet wird, um den Antrieb mit der Netzspannung zu verbinden, ist eine Zeitverzögerung von mindestens 40 ms erforderlich (RCD Typ B).
Wenn kein RFI-Filter montiert ist oder ein CI-Schütz für den Netzanschluss verwendet wird, ist keine Zeitverzögerung erforderlich.
Einphasige VLT Frequenzumrichter erfordern einen RCD Typ A. Es besteht keine besondere Notwendigkeit für eine Zeitverzögerung, unabhängig davon, ob RFI-Filter montiert sind oder nicht.
Weitere Informationen zu ELCBs finden Sie in der Anwendungsbeschreibung MN.90.GX.YY.
EMV-gerechte Elektroinstallation
Allgemeine Punkte, die für eine EMV-gerechte Elektroinstallation zu beachten sind.
- Verwenden Sie nur geschirmte/armierte Motorkabel und geschirmte/armierte Steuerkabel.
- Verbinden Sie die Schirmung an beiden Enden mit Erde.
- Vermeiden Sie die Installation mit verdrillten Schirmenden (Pigtails), da dies den Schirmeffekt bei hohen Frequenzen zunichtemacht. Verwenden Sie stattdessen Kabelschellen.
- Es ist wichtig, einen guten elektrischen Kontakt von der Montageplatte über die Montageschrauben zum Metallgehäuse des Frequenzumrichters sicherzustellen.
- Verwenden Sie Zahnscheiben und galvanisch leitfähige Montageplatten.
- Verwenden Sie keine ungeschirmten/unarmierten Motorkabel in den Schaltschränken.
Die folgende Abbildung zeigt eine EMV-gerechte Elektroinstallation, bei der der Frequenzumrichter in einem Schaltschrank montiert und an eine SPS angeschlossen wurde.

Sicherungen
Stromkreisabsicherung:
Um die Installation vor elektrischen Gefahren und Brandgefahr zu schützen, müssen alle Stromkreise einer Installation, Schaltanlagen, Maschinen usw. gemäß nationalen/internationalen Vorschriften kurzschluss- und überstromgeschützt sein.
Kurzschlussschutz:
Danfoss empfiehlt die Verwendung der in der folgenden Tabelle genannten Sicherungen zum Schutz des Servicepersonals oder anderer Geräte im Falle eines internen Fehlers im Gerät oder eines Kurzschlusses im DC-Link. Der Frequenzumrichter bietet vollen Kurzschlussschutz im Falle eines Kurzschlusses am Motor- oder Bremsausgang.
Überstromschutz:
Sorgen Sie für Überlastschutz, um eine Überhitzung der Kabel in der Installation zu vermeiden. Der Überstromschutz muss immer gemäß den nationalen Vorschriften erfolgen. Sicherungen müssen für den Schutz in einem Stromkreis ausgelegt sein, der maximal 100.000 Aeff (symmetrisch), 480 V maximal liefern kann.
Nicht-UL-Konformität:
Wenn die UL/cUL-Konformität nicht eingehalten werden muss, empfiehlt Danfoss die Verwendung der in der folgenden Tabelle genannten Sicherungen, die die Einhaltung von EN50178/IEC61800-5-1 gewährleisten:
Im Falle einer Fehlfunktion kann die Nichtbeachtung der Sicherungsempfehlung zu Schäden am Frequenzumrichter führen.
| Alternative Sicherungen 380-500 V Antriebe | ||||||||||
| VLT 2800 | Bussmann E52273 | Bussmann E4273 | Bussmann E4273 | Bussmann E4273 | Bussmann E4273 | Bussmann E4273 | SIBA E18027 6 | Little Fuse E81895 | Ferraz- Shawmut E16326 7/E2137 | Ferraz- Shawmut E16326 7/ E2137 |
| RK1/ JDDZ | J/JDDZ | T/JDDZ | CC/JDDZ | CC/JDDZ | CC/JDDZ | RK1/ JDDZ | RK1/ JDDZ | CC/JDDZ | RK1/ JDDZ | |
| 2805- 2820 | KTS-R20 | JKS-20 | JJS-20 | FNQ- R-20 | KTK-R-20 | LP-CC-20 | 5017906- 020 | KLS-R20 | ATM-R25 | A6K-20R |
| 2855- 2875 | KTS-R25 | JKS-25 | JJS-25 | 5017906- 025 | KLS-R25 | ATM-R20 | A6K-25R | |||
| 2880- 2882 | KTS-R50 | JKS-50 | JJS-50 | 5014006- 050 | KLS-R50 | - | A6K-50R | |||
| Alternative Sicherungen 200-240 V Antriebe | ||||||||||
| 2803-2882 | KTN-R20 | JKS-20 | JJN-20 | 5017906-020 | KLS-R20 | ATM-R25 | A6K-20R | |||
| 2822 2840 | KTN-R25 | JKS-25 | JJN-25 | 5017906- 025 | KLS-R25 | ATM-R20 | A6K-25R | |||
Tabelle 1.4: Vorsicherungen für UL-Anwendung /cUL
RFI-Schalter
Netzversorgung erdfrei:
Wenn der Frequenzumrichter aus einer isolierten Netzquelle (IT-Netz) oder aus einem TT/TN-S-Netz mit geerdetem Leiter versorgt wird, wird empfohlen, den RFI-Schalter auszuschalten (OFF). Weitere Informationen finden Sie unter IEC 364-3. Falls eine optimale EMV-Leistung erforderlich ist, Parallelmotoren angeschlossen sind oder die Motorkabellänge über 25 m liegt, wird empfohlen, den Schalter in die Position ON zu stellen.
In der OFF-Position werden die internen RFI-Kapazitäten (Filterkondensatoren) zwischen dem Gehäuse und dem Zwischenkreis abgetrennt, um Schäden am Zwischenkreis zu vermeiden und um die Erdkapazitätsströme zu reduzieren (gemäß IEC 61800-3).
Bitte beachten Sie auch den Anwendungshinweis VLT für IT-Netze, MN.90.CX.02. Es ist wichtig, Isolationswächter zu verwenden, die für den Einsatz mit Leistungselektronik geeignet sind (IEC 61557-8).
HINWEIS! Der RFI-Schalter darf nicht betrieben werden, wenn das Netz an das Gerät angeschlossen ist. Stellen Sie sicher, dass die Netzversorgung getrennt wurde, bevor Sie den RFI-Schalter betätigen. Der RFI-Schalter trennt die Kondensatoren galvanisch von Masse.
Der Schalter Mk9, neben Klemme 96 platziert, sollte entfernt werden, um den RFI-Filter zu trennen. Der RFI-Schalter ist nur verfügbar bei VLT 2880-2882.
Programmierung
Steuereinheit
An der Vorderseite des Frequenzumrichters befindet sich ein Bedienfeld, das in vier Abschnitte unterteilt ist.

- Sechsstellige LED-Anzeige.
- Tasten zum Ändern von Parametern und zum Umschalten der Anzeigefunktion.
- Anzeigeleuchten.
- Tasten für den lokalen Betrieb.
LED-Anzeige
| Warnung | gelb |
| Alarm | rot |
| Auslösung verriegelt | gelb und rot |
Alle Datenanzeigen erfolgen über eine sechsstellige LED-Anzeige, die im Normalbetrieb kontinuierlich einen Betriebsdatenpunkt anzeigen kann. Ergänzend zur Anzeige gibt es drei Anzeigelampen für Netzanschluss (ON (EIN)), Warnung (WARNING (WARNUNG)) und Alarm (ALARM (ALARM)). Die meisten Parametereinstellungen des Frequenzumrichters können sofort über das Bedienfeld geändert werden, es sei denn, diese Funktion wurde über Parameter 018 Sperre für Datenänderungen als "Locked" (Verriegelt) [1] programmiert.
Bedientasten
[QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) ermöglicht den Zugriff auf die Parameter, die für das Schnellmenü verwendet werden.
Die Taste [QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) wird auch verwendet, wenn eine Änderung eines Parameterwerts nicht übernommen werden soll. Siehe auch [QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) + [+].
[CHANGE DATA] (DATEN ÄNDERN) wird zum Ändern einer Einstellung verwendet.
Wenn die Anzeige rechts drei Punkte zeigt, hat der Parameterwert mehr als drei Ziffern. Um den Wert anzuzeigen, [CHANGE DATA] (DATEN ÄNDERN) aktivieren.
Die Taste [CHANGE DATA] (DATEN ÄNDERN) wird auch zum Bestätigen einer Änderung von Parametereinstellungen verwendet.
[+] / [-] werden zur Auswahl von Parametern und zum Ändern von Parameterwerten verwendet.
Diese Tasten werden auch im Anzeigemodus zur Auswahl der Anzeige eines Betriebswerts verwendet.
Die Tasten [QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) + [+] müssen gleichzeitig gedrückt werden, um auf alle Parameter zuzugreifen. Siehe Menümodus.
[STOP/RESET] (STOP/RÜCKSETZEN) wird zum Stoppen des angeschlossenen Motors oder zum Zurücksetzen des Frequenzumrichters nach einer Auslösung verwendet.
Kann über Parameter 014 Lokaler Stopp/Reset als Active (Aktiv) [1] oder Not active (Nicht aktiv) [0] ausgewählt werden. Im Anzeigemodus blinkt die Anzeige, wenn die Stoppfunktion aktiviert ist.
NB! (HINWEIS!) Wenn die Taste [STOP/RESET] (STOP/RÜCKSETZEN) in Parameter 014 Lokaler Stopp/Reset auf Not active (Nicht aktiv) [0] eingestellt ist und kein Stoppbefehl über die digitalen Eingänge oder die serielle Kommunikation erfolgt, kann der Motor nur durch Trennen der Netzspannung zum Frequenzumrichter gestoppt werden.
[START] (STARTEN) wird zum Starten des Frequenzumrichters verwendet. Er ist immer aktiv, aber die Taste [START] (STARTEN) kann einen Stoppbefehl nicht außer Kraft setzen.
Manuelle Initialisierung
Netzspannung trennen. Die Tasten [QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) + [+] + [CHANGE DATA] (DATEN ÄNDERN) gedrückt halten, während gleichzeitig die Netzspannung wieder angeschlossen wird. Tasten loslassen; der Frequenzumrichter ist nun auf die Werkseinstellung programmiert.
Anzeigezustände
Im Normalbetrieb kann eine Betriebsdatenposition nach Wahl des Bedieners kontinuierlich angezeigt werden. Mit den Tasten [+/-] können im Anzeigemodus folgende Optionen ausgewählt werden:
- Ausgangsfrequenz [Hz]
- Ausgangsstrom [A]
- Ausgangsspannung [V]
- Zwischenkreisspannung [V]
- Ausgangsleistung [kW]
- Skalierte Ausgangsfrequenz fout x p008
Menümodus
Um in den Menümodus zu gelangen, müssen [QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) + [+] gleichzeitig aktiviert werden. Im Menümodus können die meisten Parameter des Frequenzumrichters geändert werden. Mit den Tasten [+/-] durch die Parameter scrollen. Während des Scrollens im Menümodus blinkt die Parameternummer.
Schnellmenü
Mit der Taste [QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) kann auf die 12 wichtigsten Parameter des Frequenzumrichters zugegriffen werden. Nach der Programmierung ist der Frequenzumrichter in den meisten Fällen betriebsbereit. Wenn die Taste [QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) im Anzeigemodus aktiviert wird, startet das Schnellmenü. Mit den Tasten [+/-] durch das Schnellmenü scrollen und die Datenwerte ändern, indem zuerst [CHANGE DATA] (DATEN ÄNDERN) gedrückt und dann der Parameterwert mit den Tasten [+/-] geändert wird. Die Parameter des Schnellmenüs sind im Abschnitt Parameterlisten aufgeführt.
Hand/Auto
Im Normalbetrieb befindet sich der Frequenzumrichter im Auto-Modus, bei dem das Referenzsignal extern, analog oder digital über die Steuerklemmen gegeben wird. Im Hand-Modus ist es jedoch möglich, das Referenzsignal lokal über das Bedienfeld einzugeben.
An den Steuerklemmen bleiben die folgenden Steuersignale aktiv, wenn der Hand-Modus aktiviert ist:
| Hand-Start (LCP2) | Schnellstopp invers | Thermistor |
| Aus-Stopp (LCP2) | Stopp invers | Präziser Stopp invers |
| Auto-Start (LCP2) | Reversieren | Präziser Stopp/Start |
| Reset | DC-Bremsung invers | Tippen |
| Auslaufstopp invers | Setup-Auswahl LSB | Stopp Komm. über ser. Komm. |
| Reset und Auslaufstopp invers | Setup-Auswahl MSB |
Umschalten zwischen Auto- und Hand-Modus:
Durch Aktivieren der Taste [Change Data] (DATEN ÄNDERN) im [Display Mode] (Anzeigemodus) zeigt die Anzeige den Modus des Frequenzumrichters an.
Zum Umschalten in den Hand-Modus auf/ab scrollen, die Referenz kann mit [+]/[- ] geändert werden.
NB! (HINWEIS!) Bitte beachten Sie, dass Parameter 020 die Moduswahl blockieren kann.
Eine Änderung der Parameterwerte wird nach einem Netzausfall automatisch gespeichert.
Wenn die Anzeige rechts drei Punkte zeigt, hat der Parameterwert mehr als drei Ziffern. Um den Wert anzuzeigen, [CHANGE DATA] (DATEN ÄNDERN) aktivieren. [QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) drücken:
Motortypenschildparameter einstellen
| Motorleistung [kW] | Parameter 102 |
| Motorspannung [V] | Parameter 103 |
| Motorfrequenz [Hz] | Parameter 104 |
| Motorstrom [A] | Parameter 105 |
| Nennmotordrehzahl | Parameter 106 |
AMT aktivieren
Automatische Motorabstimmung Parameter 107
- In Parameter 107 Automatische Motorabstimmung den Datenwert [2] auswählen. 107 blinkt nun, und 2 blinkt nicht.
- AMT wird durch Drücken von "Start" (Starten) aktiviert. 107 blinkt nun, und Striche bewegen sich von links nach rechts im Datenwertfeld.
- Wenn 107 erneut mit dem Datenwert [0] erscheint, ist die AMT abgeschlossen. [STOP/ RESET] (STOP/RÜCKSETZEN) drücken, um die Motordaten zu speichern.
- 107 blinkt dann weiterhin mit dem Datenwert [0]. Sie können nun fortfahren.
NB! (HINWEIS!) VLT 2880-2882 verfügen nicht über die AMT-Funktion.
Referenzbereich einstellen
Min. Referenz, RefMIN Parameter 204
Max. Referenz, RefMAX Parameter 205
Rampenzeit einstellen
Hochlaufzeit [s] Parameter 207
Bremszeit [s] Parameter 208
In Parameter 002, Lokale/Fernsteuerung, kann der Frequenzumrichtermodus als Remote operation (Fernbetrieb) [0], d.h. über die Steuerklemmen, oder Local (Lokal) [1], d.h. über die Steuereinheit, ausgewählt werden.
Steuerort auf Lokal [1] einstellen
Lokale/Fernsteuerung = Local (Lokal) [1], Par. 002
Motordrehzahl durch Anpassen der lokalen Referenz einstellen
Lokale Referenz, Par. 003
Motorstart
[START] (STARTEN) drücken, um den Motor zu starten. Die Motordrehzahl durch Anpassen von Par. 003, Lokale Referenz, einstellen.
Prüfen, ob die Drehrichtung der Motorwelle im Uhrzeigersinn ist. Falls nicht, zwei beliebige Phasen am Motorkabel tauschen.
[STOP/RESET] (STOP/RÜCKSETZEN) drücken, um den Motor zu stoppen.
[QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) drücken, um zum Anzeigemodus zurückzukehren.
Die Tasten [QUICK MENU] (SCHNELLMENÜ) + [+] müssen gleichzeitig gedrückt werden, um auf alle Parameter zuzugreifen.
Anschlussbeispiele
Weitere Beispiele finden Sie in der Betriebsanleitung (MG.27.AX.YY).
Start/Stopp
Start/Stopp über Klemme 18 und Auslaufstopp über Klemme 27.

Par. 302 Digitaler Eingang = Start (Starten) [7]
Par. 304 Digitaler Eingang = Auslaufstopp invertiert [2]
Für präzisen Start/Stopp werden folgende Einstellungen vorgenommen:
Par. 302 Digitaler Eingang = Präziser Start/Stopp [27]
Par. 304 Digitaler Eingang = Auslaufstopp invertiert [2]
Parameterliste
Alle Parameter sind im Folgenden aufgeführt. Informationen zu Umrechnungsindex, Datentyp und weiteren Beschreibungen finden Sie in der Betriebsanleitung (MG.27.AX.YY) oder dem Design Guide (MG.27.EX.YY).
Für die externe Kommunikation beachten Sie bitte die entsprechende Literatur (siehe Abschnitt Verfügbare Literatur).
NB! (HINWEIS!) Verwenden Sie MCT-10 und USB-zu-RS485-Konverter, um Parameter zu ändern.




Warn-/Alarmmeldungen


W: Warnung, A: Alarm, T: Auslösung verriegelt
Eine Warnung oder ein Alarm wird auf dem Display als numerischer Code Err. xx angezeigt. Eine Warnung wird auf dem Display angezeigt, bis der Fehler behoben wurde, während ein Alarm weiterhin blinkt, bis die Taste [STOP/RESET] (STOP/RÜCKSETZEN) aktiviert wird. Die Tabelle zeigt die verschiedenen Warnungen und Alarme und ob der Fehler den Frequenzumrichter verriegelt. Nach einer "Trip locked" (Auslösung verriegelt) wird die Netzversorgung unterbrochen und der Fehler behoben. Die Netzversorgung wird wieder angeschlossen und der Frequenzumrichter zurückgesetzt. Der Frequenzumrichter ist nun betriebsbereit. Eine "Trip" (Auslösung) kann auf drei Arten manuell zurückgesetzt werden:
- Über die Bedientaste [STOP/RESET] (STOP/RÜCKSETZEN).
- Über einen digitalen Eingang.
- Über serielle Kommunikation.
Es ist auch möglich, einen automatischen Reset in Parameter 405 Reset-Funktion zu wählen. Wenn ein Kreuz sowohl bei Warnung als auch bei Alarm erscheint, kann dies bedeuten, dass eine Warnung vor einem Alarm auftritt. Es kann auch bedeuten, dass der Benutzer programmieren kann, ob eine Warnung oder ein Alarm für einen bestimmten Fehler angezeigt wird. Dies ist beispielsweise in Parameter 128 Motortemperaturschutz möglich. Nach einer Auslösung läuft der Motor aus, und Alarm und Warnung blinken am Frequenzumrichter, aber wenn der Fehler verschwindet, blinkt nur der Alarm. Nach einem Reset ist der Frequenzumrichter wieder bereit für den Betrieb.
Spezifikationen
Netzversorgung 200 - 400 V

Netzversorgung 380 - 480 V


Allgemeine Spezifikationen
| Netzversorgung (L1, L2, L3): | |
| Versorgungsspannung VLT 2803-2840 220-240 V (N, L1) | 1 x 220/230/240 V ±10% |
| Versorgungsspannung VLT 2803-2840 200-240 V | 3 x 200/208/220/230/240 V ±10% |
| Versorgungsspannung VLT 2805-2882 380-480 V | 3 x 380/400/415/440/480 V ±10% |
| Versorgungsspannung VLT 2805-2840 (R5) | 380 / 400 V + 10 % |
| Netzfrequenz | 50/60 Hz ± 3 Hz |
| Max. Unsymmetrie der Versorgungsspannung | ± 2.0% der Nennversorgungsspannung |
| Wirkleistungsfaktor (λ) | 0,90 nominal bei Nennlast |
| Verschiebungsfaktor (cos φ) | nahe Eins (> 0,98) |
| Anzahl der Anschlüsse am Netzeingang L1, L2, L3 | 2 Mal/Min. |
| Max. Kurzschlusswert | 100.000 A |
Siehe Abschnitt „Spezielle Bedingungen“ im Design Guide
| Ausgangsdaten (U, V, W): | |
| Ausgangsspannung | 0 - 100% der Versorgungsspannung |
| Ausgangsfrequenz | 0,2 - 132 Hz, 1 - 1000 Hz |
| Nennmotorspannung, 200-240 V Einheiten | 200/208/220/230/240 V |
| Nennmotorspannung, 380-480 V Einheiten | 380/400/415/440/460/480 V |
| Nennmotorfrequenz | 50/60 Hz |
| Schalten am Ausgang | Unbegrenzt |
| Rampenzeiten | 0,02 - 3600 Sek. |
| Drehmomentkennlinien: | |
| Anlaufmoment (Parameter 101 Drehmomentkennlinie = Konstantes Drehmoment) | 160% in 1 Min. * |
| Anlaufmoment (Parameter 101 Drehmomentkennlinien = Variables Drehmoment) | 160% in 1 Min. * |
| Anlaufmoment (Parameter 119 Hohes Anlaufmoment) | 180% für 0,5 Sek. |
| Überlastmoment (Parameter 101 Drehmomentkennlinie = Konstantes Drehmoment) | 160%* |
| Überlastmoment (Parameter 101 Drehmomentkennlinie = Variables Drehmoment) | 160%* |
Der Prozentsatz bezieht sich auf den Nennstrom des Frequenzumrichters.
* VLT 2822 PD2 / 2840 PD2 1 x 220 V nur 110% in 1 Min.
| Steuerkarte, digitale Eingänge: | |
| Anzahl der programmierbaren digitalen Eingänge | 5 |
| Klemmennummer | 18, 19, 27, 29, 33 |
| Spannungspegel | 0 - 24 V DC (PNP positive Logik) |
| Spannungspegel, Logik „0“ | < 5 V DC |
| Spannungspegel, Logik „1“ | > 10 V DC |
| Maximale Eingangsspannung | 28 V DC |
| Eingangswiderstand, R i (Klemmen 18, 19, 27, 29) | ca. 4 kΩ |
| Eingangswiderstand, R i (Klemme 33) | ca. 2 kΩ |
Alle digitalen Eingänge sind galvanisch von der Versorgungsspannung (PELV) und anderen Hochspannungsklemmen isoliert. Siehe Abschnitt „Galvanische Trennung“ in der Betriebsanleitung.
| Steuerkarte, analoge Eingänge: | |
| Anzahl der analogen Spannungseingänge | 1 Stk. |
| Klemmennummer | 53 |
| Spannungspegel | 0 - 10 V DC (skalierbar) |
| Eingangswiderstand, R i | ca. 10 kΩ |
| Max. Spannung | 20 V |
| Anzahl der analogen Stromeingänge | 1 Stk. |
| Klemmennummer | 60 |
| Strompegel | 0/4 - 20 mA (skalierbar) |
| Eingangswiderstand, R i | ca. 300 Ω |
| Max. Strom | 30 mA |
| Auflösung für analoge Eingänge | 10 Bit |
| Genauigkeit der analogen Eingänge | Max. Fehler 1% des Endwerts |
| Abtastintervall | 13,3 ms |
Die analogen Eingänge sind galvanisch von der Versorgungsspannung (PELV) und anderen Hochspannungsklemmen isoliert. Siehe Abschnitt „Galvanische Trennung“ in der Betriebsanleitung.
| Steuerkarte, Impulseingänge: | |
| Anzahl der programmierbaren Impulseingänge | 1 |
| Klemmennummer | 33 |
| Max. Frequenz an Klemme 33 | 67,6 kHz (Push-Pull) |
| Max. Frequenz an Klemme 33 | 5 kHz (Open Collector) |
| Min. Frequenz an Klemme 33 | 4 Hz |
| Spannungspegel | 0 - 24 V DC (PNP positive Logik) |
| Spannungspegel, Logik „0“ | < 5 V DC |
| Spannungspegel, Logik „1“ | > 10 V DC |
| Maximale Eingangsspannung | 28 V DC |
| Eingangswiderstand, R i | ca. 2 kΩ |
| Abtastintervall | 13,3 ms |
| Auflösung | 10 Bit |
| Genauigkeit (100 Hz - 1 kHz) Klemme 33 | Max. Fehler: 0,5% des Endwerts |
| Genauigkeit (1 kHz - 67,6 kHz) Klemme 33 | Max. Fehler: 0,1% des Endwerts |
Der Impulseingang (Klemme 33) ist galvanisch von der Versorgungsspannung (PELV) und anderen Hochspannungsklemmen isoliert. Siehe Abschnitt „Galvanische Trennung“ in der Betriebsanleitung.
| Steuerkarte, Digital-/Frequenzausgang: | |
| Anzahl der programmierbaren Digital-/Impulsausgänge | 1 Stk. |
| Klemmennummer | 46 |
| Spannungspegel am Digital-/Frequenzausgang | 0 - 24 V DC (O.C PNP) |
| Max. Ausgangsstrom am Digital-/Frequenzausgang | 25 mA. |
| Max. Last am Digital-/Frequenzausgang | 1 kΩ |
| Max. Kapazität am Frequenzausgang | 10 nF |
| Minimale Ausgangsfrequenz am Frequenzausgang | 16 Hz |
| Maximale Ausgangsfrequenz am Frequenzausgang | 10 kHz |
| Genauigkeit am Frequenzausgang | Max. Fehler: 0,2% des Endwerts |
| Auflösung am Frequenzausgang | 10 Bit |
Der Digitalausgang ist galvanisch von der Versorgungsspannung (PELV) und anderen Hochspannungsklemmen isoliert. Siehe Abschnitt „Galvanische Trennung“ in der Betriebsanleitung.
| Steuerkarte, Analogausgang: | |
| Anzahl der programmierbaren Analogausgänge | 1 |
| Klemmennummer | 42 |
| Strombereich am Analogausgang | 0/4 - 20 mA |
| Max. Last gegen Masse am Analogausgang | 500 Ω |
| Genauigkeit am Analogausgang | Max. Fehler: 1,5% des Endwerts |
| Auflösung am Analogausgang | 10 Bit |
Der Analogausgang ist galvanisch von der Versorgungsspannung (PELV) und anderen Hochspannungsklemmen isoliert. Siehe Abschnitt „Galvanische Trennung“ in der Betriebsanleitung.
| Steuerkarte, 24 V DC Ausgang: | |
| Klemmennummer | 12 |
| Max. Last | 130 mA |
Die 24 V DC Versorgung ist galvanisch von der Versorgungsspannung (PELV) isoliert, hat aber das gleiche Potenzial wie die analogen und digitalen Ein- und Ausgänge. Siehe Abschnitt „Galvanische Trennung“ in der Betriebsanleitung.
| Steuerkarte, 10 V DC Ausgang: | |
| Klemmennummer | 50 |
| Ausgangsspannung | 10,5 V ±0,5 V |
| Max. Last | 15 mA |
Die 10 V DC Versorgung ist galvanisch von der Versorgungsspannung (PELV) und anderen Hochspannungsklemmen isoliert. Siehe Abschnitt „Galvanische Trennung“ in der Betriebsanleitung.
| Steuerkarte, RS 485 serielle Kommunikation: | |
| Klemmennummer | 68 (TX+, RX+), 69 (TX-, RX-) |
| Klemmennummer 67 | + 5 V |
| Klemmennummer 70 | Gemeinsamer Anschluss für Klemmen 67, 68 und 69 |
Volle galvanische Trennung. Siehe Abschnitt „Galvanische Trennung“ in der Betriebsanleitung. Für CANopen/DeviceNet-Einheiten siehe VLT 2800 DeviceNet Handbuch, MG.90.BX.YY.
| Relaisausgänge: 1 | |
| Anzahl der programmierbaren Relaisausgänge | 1 |
| Klemmennummer, Steuerkarte (ohmsche und induktive Last) | 1-3 (Öffner), 1-2 (Schließer) |
| Max. Klemmenlast (AC1) an 1-3, 1-2, Steuerkarte | 250 V AC, 2 A, 500 VA |
| Max. Klemmenlast (DC1 (IEC 947)) an 1-3, 1-2, Steuerkarte | 25 V DC, 2 A /50 V DC, 1A, 50W |
| Min. Klemmenlast (AC/DC) an 1-3, 1-2, Steuerkarte | 24 V DC 10 mA, 24 V AC 100 mA |
Der Relaiskontakt ist durch verstärkte Isolation vom Rest der Schaltung getrennt.
Hinweis: Nennwerte ohmsche Last – cosΦ >0,8 für bis zu 300.000 Schaltspiele. Induktive Lasten bei cosΦ 0,25 ca. 50% Last oder 50% Lebensdauer.
| Kabellängen und Querschnitte: | |
| Max. Motorkabellänge, geschirmtes/armiertes Kabel | 40 m |
| Max. Motorkabellänge, ungeschirmtes/unarmiertes Kabel | 75 m |
| Max. Motorkabellänge, geschirmtes/armiertes Kabel und Motorspule | 100 m |
| Max. Motorkabellänge, ungeschirmtes/unarmiertes Kabel und Motorspule | 200 m |
| Max. Motorkabellänge, geschirmtes/armiertes Kabel und RFI/1B Filter | 200 V, 100 m |
| Max. Motorkabellänge, geschirmtes/armiertes Kabel und RFI/1B Filter | 400 V, 25 m |
| Max. Motorkabellänge, geschirmtes/armiertes Kabel und RFI 1B/LC Filter | 400 V, 25 m |
Max. Querschnitt zum Motor, siehe nächster Abschnitt.
| Max. Querschnitt zu Steuerleitungen, starre Leitung | 1,5 mm 2 /16 AWG (2 x 0,75 mm 2 ) |
| Max. Querschnitt zu Steuerkabeln, flexibles Kabel | 1 mm 2 /18 AWG |
| Max. Querschnitt zu Steuerkabeln, Kabel mit umschlossenem Kern | 0,5 mm 2 /20 AWG |
Bei Einhaltung von EN 55011 1A und EN 55011 1B muss das Motorkabel in bestimmten Fällen reduziert werden. Siehe EMV-Emission.
| Steuereigenschaften: | |
| Frequenzbereich | 0,2 - 132 Hz, 1 - 1000 Hz |
| Auflösung der Ausgangsfrequenz | 0,013 Hz, 0,2 - 1000 Hz |
| Wiederholgenauigkeit von Präzisions-Start/Stopp (Klemmen 18, 19) | ± 0,5 ms |
| Systemreaktionszeit (Klemmen 18, 19, 27, 29, 33) | 26,6 ms |
| Drehzahlregelbereich (offener Regelkreis) | 1:10 der Synchrondrehzahl |
| Drehzahlregelbereich (geschlossener Regelkreis) | 1:120 der Synchrondrehzahl |
| Drehzahlgenauigkeit (offener Regelkreis) | 150 - 3600 U/Min.: Max. Fehler von ±23 U/Min. |
| Drehzahlgenauigkeit (geschlossener Regelkreis) | 30 - 3600 U/Min.: Max. Fehler von ±7,5 U/Min. |
Alle Steuereigenschaften basieren auf einem 4-poligen Asynchronmotor
| Umgebung: | |
| Gehäuseschutzart | IP 20 |
| Gehäuse mit Optionen | NEMA 1 |
| Vibrationstest | 0,7 g |
| Max. relative Luftfeuchtigkeit | 5% - 93% während des Betriebs |
| Umgebungstemperatur | Max. 45°C (24-Stunden-Durchschnitt max. 40°C) |
Derating für hohe Umgebungstemperatur, siehe spezielle Bedingungen im Design Guide
| Min. Umgebungstemperatur bei Volllastbetrieb | 0°C |
| Min. Umgebungstemperatur bei reduzierter Leistung | -10°C |
| Temperatur bei Lagerung/Transport | -25 - +65/70°C |
| Max. Höhe über dem Meeresspiegel | 1000 m |
Derating für hohen Luftdruck, siehe spezielle Bedingungen im Design Guide
| EMV-Normen, Emission | EN 61000-6-4, EN 61800-3, EN 55011 |
| EMV-Normen, Störfestigkeit | EN 61000-6-1/2, EN 61000-4-2, EN 61000-4-3, EN 61000-4-4, EN 61000-4-5, EN 61000-4-6, EN 61800-3 |
Siehe Abschnitt „Spezielle Bedingungen“ im Design Guide
Schutzvorrichtungen:
- Elektronischer thermischer Motorschutz gegen Überlast.
- Die Temperaturüberwachung des Leistungsmoduls stellt sicher, dass der Frequenzumrichter abschaltet, wenn die Temperatur 100°C erreicht. Eine Überlasttemperatur kann erst zurückgesetzt werden, wenn die Temperatur des Leistungsmoduls unter 70°C liegt.
Spezielle Bedingungen
Aggressive Umgebungen
Der Frequenzumrichter darf nicht in Umgebungen installiert werden, in denen Flüssigkeiten, Partikel oder Gase in der Luft vorhanden sind, die die Elektronik beeinträchtigen und beschädigen könnten. Werden nicht die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des Frequenzumrichters ergriffen, besteht die Gefahr von Ausfällen, die die Lebensdauer des Frequenzumrichters verkürzen.
Aggressive Gase wie Schwefel-, Stickstoff- und Chlorverbindungen begünstigen zusammen mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperatur mögliche chemische Prozesse an den Komponenten des Frequenzumrichters. Diese chemischen Prozesse beeinträchtigen und beschädigen die Elektronik schnell. In diesen Bereichen wird eine Schaltschrankinstallation mit Frischluftzirkulation im Schaltschrank empfohlen, um sicherzustellen, dass aggressive Gase vom Frequenzumrichter ferngehalten werden.
Hinweis!
Die Installation von Frequenzumrichtern in aggressiven Umgebungen erhöht das Risiko von Ausfällen und verkürzt zudem die Lebensdauer des Geräts erheblich.
Bevor der Frequenzumrichter installiert wird, muss geprüft werden, ob Flüssigkeiten, Partikel oder Gase in der Luft vorhanden sind. Dies kann durch die Betrachtung bestehender Installationen in derselben Umgebung erfolgen. Typische Anzeichen für schädliche luftgetragene Flüssigkeiten sind Wasser oder Öl auf Metallteilen oder Korrosion von Metallteilen. Zu viele Staubpartikel sind typischerweise auf Schaltschränken und an bestehenden Elektroinstallationen zu beobachten. Anzeichen dafür, dass aggressive Gase in der Luft vorhanden sind, sind schwarze Kupferschienen und Kabelenden an bestehenden Elektroinstallationen.
Leistungsreduzierung für Umgebungstemperatur
Die über 24 Stunden gemessene Umgebungstemperatur sollte mindestens 5°C unter der maximalen Umgebungstemperatur liegen.
Wird der Frequenzumrichter über 45°C betrieben, sollte der Dauerausgangsstrom reduziert werden.
Leistungsreduzierung für niedrigen Luftdruck
Über 1000 m muss die Umgebungstemperatur oder der max. Ausgangsstrom reduziert werden. Für Höhen über 2000 m wenden Sie sich bitte an Danfoss bezüglich PELV.
Leistungsreduzierung für Betrieb bei niedrigen Drehzahlen
Wenn ein Motor an einen Frequenzumrichter angeschlossen ist, muss sichergestellt werden, dass die Motorkühlung ausreichend ist.
Bei Anwendungen mit konstantem Drehmoment kann es bei niedrigen Drehzahlen zu Problemen kommen. Ein kontinuierlicher Betrieb bei niedrigen Drehzahlen unter der halben Motornenndrehzahl kann eine zusätzliche Luftkühlung erfordern. Alternativ ist ein größerer Motor (eine Baugröße höher) zu wählen.
Leistungsreduzierung für lange Motorkabel
Der Frequenzumrichter wurde mit einem 75 m ungeschirmten/unarmierten Kabel und einem 25 m geschirmten/armierten Kabel getestet und ist für den Betrieb mit einem Motorkabel mit Nennquerschnitt ausgelegt. Wird ein Kabel mit größerem Querschnitt benötigt, wird empfohlen, den Ausgangsstrom für jeden Schritt der Querschnittsvergrößerung um 5% zu reduzieren. (Ein erhöhter Kabelquerschnitt führt zu einer erhöhten Kapazität gegen Erde und somit zu einem erhöhten Erdschlussstrom).
Leistungsreduzierung für hohe Schaltfrequenz
Der Frequenzumrichter reduziert automatisch den Nennausgangsstrom IVLT,N, wenn die Schaltfrequenz 4,5 kHz überschreitet.
In beiden Fällen erfolgt die Reduzierung linear, bis auf 60% von IVLT,N.
Sicherheit
|
Die Spannung des Frequenzumrichters ist gefährlich, sobald er an das Stromnetz angeschlossen ist. Eine fehlerhafte Installation des Motors oder des Frequenzumrichters kann zu Geräteschäden, schweren Verletzungen oder zum Tod führen. Folglich ist es unerlässlich, die Anweisungen in diesem Handbuch sowie die lokalen und nationalen Regeln und Sicherheitsvorschriften zu beachten. |
|
Das Berühren elektrischer Teile kann tödlich sein – selbst nachdem das Gerät vom Netz getrennt wurde. Stellen Sie auch sicher, dass andere Spannungseingänge getrennt wurden (Verbindung des DC-Zwischenkreises). Beachten Sie, dass auch bei ausgeschalteten LEDs Hochspannung am DC-Zwischenkreis anliegen kann. Bevor Sie potenziell spannungsführende Teile des Frequenzumrichters berühren, warten Sie mindestens 4 Minuten. |
|
Der Erdschlussstrom des Frequenzumrichters übersteigt 3,5 mA. Gemäß IEC 61800-5-1 muss eine verstärkte Schutzleiterverbindung mittels eines min. 10mm† Cu oder eine zusätzliche PE-Leitung – mit demselben Kabelquerschnitt wie die Netzverdrahtung – separat angeschlossen werden. Um die Sicherheit zu erhöhen, installieren Sie einen RCD Fehlerstrom-Schutzeinrichtung: Dieses Produkt kann einen Gleichstrom im Schutzleiter verursachen. Wenn eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) für zusätzlichen Schutz verwendet wird, darf auf der Versorgungsseite dieses Produkts nur ein RCD des Typs B (zeitverzögert) verwendet werden. Siehe auch Danfoss Application Note zu RCD, MN.90.GX.YY. Die Schutzerdung des Frequenzumrichters und die Verwendung von RCDs müssen stets den nationalen und lokalen Vorschriften entsprechen. |
|
Der Schutz vor Motorüberlastung ist in der Werkseinstellung nicht enthalten. Falls diese Funktion erforderlich ist, stellen Sie den Parameter 128 Motor Thermal Protection auf den Datenwert ETR trip oder den Datenwert ETR warning ein. Für den nordamerikanischen Markt: Die ETR-Funktionen bieten Überlastschutz des Motors, Klasse 20, gemäß NEC. |
|
Für Höhen über 2 km kontaktieren Sie Danfoss bezüglich PELV. |
Sicherheitshinweise
- Der Frequenzumrichter muss vom Netz getrennt werden, wenn Reparaturarbeiten durchgeführt werden sollen. Prüfen Sie, ob die Netzversorgung getrennt und die vorgeschriebene Zeit abgelaufen ist, bevor Sie Motor- und Netzstecker entfernen.
- Stellen Sie sicher, dass der Frequenzumrichter ordnungsgemäß geerdet ist.
- Schützen Sie Benutzer vor Netzspannung.
- Schützen Sie den Motor vor Überlastung gemäß nationalen und lokalen Vorschriften.
- Der Erdschlussstrom übersteigt 3,5 mA. Für ELCB-Typen siehe Anwendungshinweis MN.90.GX.YY.
- Die Taste [STOP/RESET] (STOP/RÜCKSETZEN) auf dem Bedienfeld des Frequenzumrichters trennt das Gerät nicht vom Netz und ist daher nicht als Sicherheitsschalter zu verwenden.
- Beachten Sie, dass der Frequenzumrichter mehr Spannungseingänge als L1, L2 und L3 hat, wenn DC-Bus-Klemmen verwendet werden. Prüfen Sie, ob alle Spannungseingänge getrennt und die vorgeschriebene Zeit abgelaufen ist, bevor Reparaturarbeiten begonnen werden.
Warnung vor unbeabsichtigtem Start
- Der Motor kann mittels digitaler Befehle, Busbefehle, Referenzen oder eines lokalen Stopps zum Stillstand gebracht werden, während der Frequenzumrichter an das Netz angeschlossen ist. Wenn aus Gründen der persönlichen Sicherheit sichergestellt werden muss, dass kein unbeabsichtigter Start erfolgt,reichen diese Stoppfunktionen nicht aus.
- Während Parameter geändert werden, kann der Motor anlaufen. Folglich muss die Stopptaste [STOP/RESET] (STOP/RÜCKSETZEN) immer aktiviert werden, danach können Daten geändert werden.
- Ein Motor, der gestoppt wurde, kann anlaufen, wenn Fehler in der Elektronik des Frequenzumrichters auftreten oder wenn eine temporäre Überlastung oder ein Fehler in der Netzversorgung oder der Motorverbindung behoben wird.
Verwendung an isolierten Netzen
Siehe Abschnitt RFI Switch (RFI-Schalter) in der Bedienungsanleitung bezüglich der Verwendung an isolierten Netzen.
Es ist wichtig, die Empfehlungen zur Installation an IT-Netzen zu befolgen, da ein ausreichender Schutz der gesamten Installation gewährleistet sein muss. Eine Nichtbeachtung der Verwendung relevanter Überwachungsgeräte für IT-Netze kann zu Schäden führen.
Anleitung herunterladen
Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.
Danfoss VLT 2800 Handbuch herunterladen