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Transport; Wiederkehrende Prüfungen; Messvoraussetzungen - Pfeifer Messschieber 40 Bedienungsanleitung

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7. Transport

Das Messmittel ist im dafür vorgesehenen Transport­
behälter (Messmittelkoffer, Etui) zu transportieren.
Beim Transport sind starke Vibrationen und Stöße zu
vermeiden.
Das Gerät ist von starken elektro­/magnetischen Quellen
fernzuhalten.
Beim Transport ist das Messmittel vor Feuchtigkeit,
Verschmutzung und Temperaturen außerhalb der
Lagertemperatur zu schützen.
8. Wiederkehrende Prüfungen
Vor jeder Messung ist die korrekte Nullstellung gemäß
Abschnitt 5 des Messmittels zu prüfen.
Es wird spätestens alle 12 Monate eine Kalibrierung
des PFEIFER­Seil­Messschiebers (gilt nicht für PFEIFER­
Seil­Messschieber 125) nach VDI 2618 (oder gleich­
wertigen nationalen Standards) durch eine befähigte
Person empfohlen.

9. Messvoraussetzungen

WANN?
Es wird zwischen verschiedenen Zeitpunkten/Zuständen
im Produktlebenszyklus des Seiles und somit Gründen
für die Durchführung einer Messung des Seildurchmes­
sers unterschieden. Je nach Zustand sind unterschied­
liche Herangehensweisen und Messgenauigkeiten/
­toleranzen erforderlich.
• Neuseile, Durchmesserprüfung während der Seil­
fertigung, Warenausgangsprüfung beim Hersteller
oder Wareneingangsprüfung an vor der Inbetrieb­
nahme im Gerät:
Die Messung hat im komplett unbelasteten Zustand zu
erfolgen. Die Spezifikation des Ist­Seildurchmessers
bzw. der Durchmesser Toleranz zum Nennseildurch­
messer ist in diesem Zustand definiert. Bei Seilen mit
Abb. 1: Messung des Umkreis­Durchmessers
PFEIFER-Seil-Messschieber 01/2022 / Änderungen vorbehalten!
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d
m
höchsten Anforderungen in der Mehrlagenwicklung
(z. B. Toleranzfeldbreite ≤ 2 %-Punkte) wird die Ver­
wendung des PFEIFER­Seil­Messschiebers 60 bzw.
PFEIFER­Seil­Messschiebers 125 empfohlen.
• Seile im Betrieb, zur Ermittlung des Verschleißzu­
standes und der Ablegereife:
Die Durchmessermessungen können nach EN 12385­1
unter einem Strangzug bis 5 % der Seilmindestbruch­
kraft gemessen werden. In der Regel kann der ma­
ximale Strangzug von 5 % bei lastfreiem Zustand der
Anlage (z. B. leere Hakenflasche/­traverse) einge halten
werden und ist somit ohne größeren Aufwand möglich.
Es wird empfohlen die Referenzmessung im Neuzu­
stand (direkt nach dem Auflegen) und alle folgenden
Messungen über den Lebenszyklus des Seiles immer
im gleichen Belastungszustand durch zuführen.
WIE?
Zur Ermittlung des Ist­Durchmessers eines Drahtseils
wird nach DIN EN 12385­1 der Durchmesser „dm" des
Umkreises, Abb. 2, gemessen.
Hierzu ist es empfehlenswert, das Messwerkzeug
grundsätzlich so anzusetzen, dass über mehrere
Außenlitzen hinweg gemessen werden kann, was
durch den Einsatz des PFEIFER­Seil­Messschiebers
gewährleistet ist.
Je nach Zeitpunkt bzw. Zielsetzung der Messung sind
verschiedene Vorgehensweisen zu wählen.
• Bei Neuseilen (siehe Definition im vorigen Abschnitt)
hat die Messung an zwei Messstellen zu erfolgen,
welche mindestens einen Meter auseinander liegen.
Des Weiteren sollte die Messung nicht näher als 2 m
von einem Seilende oder Seilendverbindung erfolgen,
da je nach Endbearbeitung dort das Seilgefüge nicht
repräsentativ sein kann, Abb. 3.
• Bei Seilen im Betrieb haben Durchmessermessungen
über die gesamte Länge zu erfolgen. Ohne genauere
Kenntnis des Seiltriebes wird eine gleichmäßige
Verteilung der Messstellen über die Gesamtlänge
empfohlen. Dabei sollte ebenfalls die erste und letzte
Messstelle nicht näher als 2 m vom Seilende oder
der Seilendverbindung entfernt liegen. Mit genauerer

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