2017-05-10
Handbuch SONO-MIX MINI Version 2_9
2. Messmodus-Konfiguration
Die Sondenkonfiguration ist vor Auslieferung der SONO-Sonde werkseitig voreingestellt. Eine
prozessbedingte Optimierung dieser geräteinternen Einstellung kann vorgenommen werden. Hierzu
kann die SONO-Sonde über das von IMKO lieferbare SM-USB Modul oder SONO-VIEW direkt am
USB-Port eines PC´s angeschlossen werden.
Folgende Einstellungen der SONO-Sonde können verändert werden.
Measure-Mode und Parameter:
Messmodus A - OnRequest (nur im Netzwerkbetrieb für das Abrufen von Messwerten über die
serielle Schnittstelle).
Messmodus C - Cyclic (Standardeinstellung für SONO-Sonden mit zyklischer Messung).
Betriebsarten: SONO-Sonden werden für Anwendungen in der Bauindustrie werkseitig mit Mode
CH ausgeliefert, für allgemeine Prozess-Anwendungen in Mode CA. Je nach Anwendung stehen
6 unterschiedliche Betriebsarten im C-Modus zur Verfügung.
Mode CS: (Cyclic-Successive) Ohne Mittelwertbildung und ohne Filterfunktionen, für sehr kurze
Messabläufe im Sekundenbereich (z.B. 1...10 Sekunden) mit intern bis zu 100 Messungen pro
Sekunde und einer Zykluszeit von 250 Millisekunden am Analogausgang.
Mode CA: (Cyclic Average Filter) Standard Mittelwertbildung für relativ schnelle aber
kontinuierliche Messvorgänge, mit einfacher Filterung und einer Genauigkeit bis zu 0,1%. Die
Betriebsart CA dient auch zur Aufnahme von Rohwerten ohne Mittelwertbildung und Filterung,
um anschließend die Messdaten analysieren zu können und eine optimale Betriebsart finden zu
können.
Mode CF: (Cyclic Floating Average mit Filter) Floating Mittelwertbildung für sehr langsame und
kontinuierliche Messvorgänge, mit einfacher Filterung und einer Genauigkeit bis zu 0,1%.
Geeignet für Anwendungen z.B. in Wirbelschichttrockner, auf dem Transportband, etc.
Mode CK: (Cyclic mit Boost-Filter) für komplexe Anwendungen in Mischern und Trocknern.
Mode CC: (Cyclic Cumulated) mit automatischer Aufsummierung der Feuchte-Mengenmessung
in einem Batchvorgang, wenn keine SPS-Steuerung verwendet wird.
Mode CH: (Cyclic Hold) Standard-Betriebsart für Anwendungen in der Bauindustrie. Ähnlich wie
Mode CC jedoch mit Filterung, aber ohne Aufsummierung. Mode CH ist ideal bei sehr kurzen
Batchzeiten bis herunter zu 2 Sekunden, wenn die SONO-Sonde unter der Siloklappe installiert
wurde. Mode CH führt eine automatische Filterung durch, womit z.B. das sich im Silo gebildete
Tropfwasser im Messwert ausgefiltert wird.
Mittelungszeit (Average-Time, Reaktionsgeschwindigkeit der Messwerte)
Kalibrierung (bei Verwendung von unterschiedlichen Materialien)
Filterfunktion Präzision einer Einzelwertmessung (siehe im Kapitel „Software SONO-CONFIG" unter
Punkt: „Einstellen der Präzision einer Einzelwertmessung".
Jede dieser Einstellungen bleibt auch nach Abschalten der Sonde erhalten, ist also nicht-flüchtig in
der SONO-Sonde gespeichert.
2.1. Betriebsart CA, CF, CH, CC und CK der SONO-Sonde
Die SONO-Sonde wird werkseitig mit passenden Parametern für die Mittelungszeit und mit einer
universellen Filterfunktion für gängige Anlagen eingestellt und ausgeliefert.
Die in diesem Kapitel beschriebenen Einstellmöglichkeiten und Sonderfunktionen der SONO-Sonde
werden nur in seltenen Fällen benötigt. Zu berücksichtigen ist, dass das Verändern der Einstellungen oder
Ausführen dieser Spezialfunktion zu einem Fehlverhalten der Sonde führen kann!
Die nachfolgenden in diesem Zusammenhang erwähnten Einstellungen können mittels dem Service-
Programm SONO-CONFIG verändert werden.
Für Anwendungen bei nicht-kontinuierlichem Materialfluss besteht die Möglichkeit, das Messwertverhalten
über die einstellbaren Filterwerte Filter-Lower-Limit-Offset, Filter-Upper-Limit-Offset zu optimieren. Die
Mittelwertbildung kann mit dem Parameter Average-Time eingestellt werden.
Die nachfolgend beschriebenen Standardeinstellungen für die Filterfunktion im Messmodus CA haben
sich in vielen Fällen bewährt und sollten nur für spezielle Anwendungen verändert werden.
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