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Installation
8.2
Maximaler Motornennstrom
Baugrößen 2 bis 4:
Der vom Umrichter maximal zugelassene Motornennstrom ist größer als
die Nennstromangabe bei hoher Überlast (Pr 77).
Die Nennwerte für den Betrieb mit hoher Überlast finden Sie im
Leistungsmodul-Installationshandbuch.
Ab Baugröße 5:
Der maximal vom Umrichter zugelassene Motornennstrom ist größer
als der Wert in Maximaler Nennstrom bei hoher Überlast (Pr 77).
Das Verhältnis zwischen dem Nennstrom bei Betrieb mit normaler
Überlast und Maximaler Nennstrom bei hoher Überlast (Pr 77) ist von
der jeweiligen Umrichterbaugröße abhängig. Die Nennwerte für den
Betrieb mit Normallast und hoher Überlast finden Sie im
Leistungsmodul-Installationshandbuch. Wenn Motornennstrom (Pr 06)
auf einen höheren Wert als Maximaler Nennstrom bei hoher Überlast
(Pr 77) eingestellt ist, ändern sich die Stromgrenzen und der thermische
Motorschutz (siehe Abschnitt 8.3 Stromgrenzen und Abschnitt 8.4
Thermischer Motorschutz).
8.3
Stromgrenzen
Die Standardeinstellungen für die Stromgrenzen von Umrichtern sind
wie folgt:
•
165 % x Wirkstrom für das Nenndrehmoment des Motors im Open-
Loop-Modus.
•
175 % x Wirkstrom für das Nenndrehmoment des Motors im RFC-A-
Modus.
Die Stromgrenzen werden über drei Parameter gesteuert:
•
Stromgrenze motorisch: begrenzt den vom Umrichter zum Motor
fließenden Strom
•
Generatorische Stromgrenze: begrenzt den vom Motor zum
Umrichter fließenden Strom
•
Symmetrische Stromgrenze: begrenzt den Strom in motorischer und
generatorischer Richtung symmetrisch
Es gilt entweder die niedrigere Grenze von Motor- und
Regenerationsstromgrenze oder die symmetrische Stromgrenze.
Die maximale Einstellung dieser Parameter hängt vom Motornennstrom,
Umrichternennstrom und Leistungsfaktor ab. Ab Baugröße 5 führt eine
Erhöhung des Motornennstroms (Pr 06 / Pr 05.007) über den Nennstrom
bei hoher Überlast (Standardwert) automatisch zu einer Reduzierung der
Stromgrenzen in Pr 04.005 bis Pr 04.007. Wenn der Motornennstrom
dann auf oder unter den Nennstrom bei erhöhter Überlast eingestellt wird,
werden die Stromgrenzen auf ihren reduzierten Werten belassen.
Zur Erzielung höherer Beschleunigungsmomente kann ein
überdimensionierter Umrichter verwendet werden (max. 1000 %.
Hierdurch sind höhere Stromgrenzen einstellbar.
8.4
Thermischer Motorschutz
Ein thermisches Modell mit Zeitkonstanten wird bereitgestellt, um die
Motortemperatur als einen Prozentwert seiner maximal zulässigen
Temperatur zu schätzen.
Der thermische Motorschutz wird mithilfe von Verlusten im Motor
modelliert. Die Verluste im Motor werden als Prozentwert berechnet,
sodass unter diesen Bedingungen der Wert in Thermischer Motorschutz
(04.019) möglicherweise 100 % erreichen könnte.
Prozentuale Verluste = 100 % x [Lastbezogene Verluste]
wobei:
Lastbezogene Verluste = [I / (K
wobei:
I = Stromamplitude (Pr 88)
I
= Motornennstrom (Pr 06)
Nenn
FDD Betriebsanleitung: Steuereinheit
Ausgabenummer: 2
Elektrische
Bedienung und
Installation
Softwarestruktur
2
x I
)]
1
Nenn
Basis-
Inbetrieb-
Optimierung
parameter
nahme
Wenn Motornennstrom (Pr 06) ≤ Maximaler Nennstrom bei hoher
Überlast (Pr 77)
Abbildung 8-1 Thermischer Motorschutz (Betrieb mit hoher
Überlast (Heavy Duty))
1,00
1,00
0,70
K
0,00
50 % der Grunddrehzahl/
-frequenz
Wenn Pr 04.025 gleich 0 ist, gilt die Kennlinie für einen Motor, der über
den gesamten Drehzahlbereich bei Nennstrom betrieben werden kann.
Asynchronmotoren mit einer solchen Kennlinie sind normalerweise
fremdbelüftet. Wenn Pr 04.025 den Wert 1 besitzt, gilt die Kennlinie für
Motoren, bei denen sich die Kühlwirkung des Motorlüfters unterhalb der
halben Nenndrehzahl/-frequenz verringert. Der Höchstwert für K1 ist
1,05, sodass der Motor oberhalb des Knickpunkts der Kennlinie
dauerhaft bis zu einem Wert von 105 % Strom betrieben werden kann.
Abbildung 8-2 Thermischer Motorschutz (Betrieb mit normaler
Überlast)
1,00
0,70
K
0,00
15 % der
50 % der
Grunddrehzahl/
Grunddrehzahl/
-frequenz
-frequenz
Beide Einstellungen von Pr 04.025 sind für Motoren vorgesehen, bei
denen die Kühlwirkung des Motorlüfters mit reduzierter Motordrehzahl
verringert wird, jedoch mit unterschiedlichen Drehzahlen, unterhalb
derer sich die Kühlwirkung verringert. Wenn Pr 04.025 den Wert 0
besitzt, gilt die Kennlinie für Motoren, bei denen sich die Kühlwirkung
unterhalb von 15 % der Nenndrehzahl/-frequenz verringert. Wenn
Pr 04.025 den Wert 1 besitzt, gilt die Kennlinie für Motoren, bei denen
sich die Kühlwirkung unterhalb von 50 % der Nenndrehzahl/-frequenz
verringert. Der Höchstwert für K1 ist 1,01, sodass der Motor oberhalb
des Knickpunkts der Kennlinie dauerhaft bis zu einem Wert von 101 %
Strom betrieben werden kann.
Wenn die in Pr 04.019 angegebene geschätzte Temperatur 100 %
erreicht, löst der Umrichter je nach den Einstellungen in Pr 04.016
folgende Aktionen aus: Bei Pr 04.016 = 0 löst der Umrichter eine
Fehlerabschaltung aus, wenn Pr 04.019 100 % erreicht. Bei Pr 04.016 =
1 wird die Stromgrenze auf (K - 0,05) x 100 % verringert, wenn
Pr 04.019 100 % erreicht.
Erweiterte
Diagnose
UL-Zertifikat
Parameter
1,05
Pr 04.025 = 0
Pr 04.025 = 1
Grunddrehzahl/-
frequenz
1,01
Pr 04.025 = 0
Pr 04.025 = 1
Grunddrehzahl/
-frequenz
65