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SIGMATEK FDD Betriebsanleitung Seite 63

Frequenzumrichter zur regelung von asynchronmotoren
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Installation
Pr 38 {05.012} Autotune
Im RFC-A-Modus stehen drei Autotune-Tests (stationär, dynamisch oder mechanische Belastungsprüfung) zur Verfügung. Ein stationäres Autotune
ergibt mittlere Leistung, dagegen ergibt ein dynamisches Autotune verbesserte Leistung, denn es misst die Istwerte der vom Umrichter benötigten
Motorparameter. Eine Trägheitsmessung sollte getrennt vom stationären oder dynamischen Autotune vorgenommen werden.
HINWEIS
Wir empfehlen dringend die Durchführung eines dynamischen Autotunings (Pr 38 auf 2 gesetzt).
Das stationäre Autotune kann in Fällen, bei denen Motoren unter Last laufen und diese Last nicht von der Motorantriebswelle entfernt werden
kann, durchgeführt werden. Ein stationäres Autotune misst den Ständerwiderstand (05.017) und die Streuinduktivität (05.024) des Motors.
Diese Werte dienen zur Berechnung der Verstärkungen des Stromregelkreises. Nach Abschluss des Tests werden die Werte in Pr 04.013 und
Pr 04.014 entsprechend aktualisiert. Ein stationäres Autotuning misst den Leistungsfaktor des Motors allerdings nicht. Daher muss dieser Wert
in Pr 09 eingegeben werden. Pr 38 muss zur Durchführung eines stationären Autotunings auf 1 gesetzt werden. Weiterhin benötigt der
Umrichter ein Freigabesignal (an Klemme 31 und 34 bei Baugröße 1 bis 4 bzw. an Klemme 31 und 35 bei Baugröße 5 bis 9) und ein Startsignal
(an Klemme 12 oder 13).
Das dynamische Autotune darf nur an Motoren durchgeführt werden, die ohne Last laufen. Ein dynamisches Autotune führt zunächst ein
stationäres Autotune durch, dann wird ein dynamischer Test durchgeführt, bei dem der Motor mit den derzeit ausgewählten Rampen bis zur
Motornennfrequenz (Pr 39) x 2/3 beschleunigt wird, und diese Frequenz wird für 40 Sekunden aufrecht erhalten. Während des dynamischen
Autotune-Tests werden Ständerinduktivität (05.025) und die Stützpunkte für die Magnetisierungskennlinie des Motors (Pr 05.029, Pr 05.030,
Pr 05.062 und Pr 05.063) vom Umrichter modifiziert. Der Leistungsfaktor wird ebenfalls korrigiert angezeigt, jedoch danach nicht mehr genutzt,
da die Ständerinduktivität zur Berechnung in den Vektorregelalgorithmen verwendet wird. Zur Durchführung eines dynamischen Autotune muss
Pr 38 auf 2 gesetzt werden. Weiterhin benötigt der Umrichter an Klemme 31 und 34 ein Freigabesignal und an Klemme 12 oder 13 ein
Startsignal.
Bei der mechanischen Belastungsprüfung wird die Gesamtträgheit von Last und Motor gemessen. Es werden mehrere, zunehmend größere
Drehmomente (20 %, 40 % ... 100 % des Nenndrehmoments) angelegt, um den Motor bis auf ¾ x Nenndrehzahl (Pr 07) zu beschleunigen und
das Trägheitsmoment anhand der Beschleunigungs-/Verzögerungszeit zu bestimmen. Bei dem Test wird versucht, die erforderliche Drehzahl
innerhalb von 5 s zu erreichen. Wenn dies nicht gelingt, wird jeweils das nächsthöhere Drehmomentniveau verwendet. Wenn 100 %
Drehmoment anliegen, gestattet der Test maximal 60 s, um die erforderliche Drehzahl zu erreichen. Falls dies nicht gelingt, wird eine
tun.1-Fehlerabschaltung ausgelöst. Um die Zeitdauer des Tests zu verkürzen, kann man das für den Test anzuwendende Drehmomentniveau
mit Niveau d. mech. Belastungsprüfung (05.021) auf einen Wert ungleich null setzen. Wenn das Testniveau definiert ist, wird der Test
ausschließlich mit diesem definierten Testniveau ausgeführt und der Motor hat 60 s lang Zeit, um die erforderliche Drehzahl zu erreichen.
Bitte beachten Sie: Wenn die Höchstdrehzahl zu einer Feldschwächung führt, ist es evtl. nicht möglich, das erforderliche Drehmomentniveau zu
erreichen, um den Motor rasch genug zu beschleunigen. In diesem Fall muss der Drehzahlsollwert verringert werden.
1. Zu Beginn des Tests muss der Motor stillstehen.
2. Der Motor wird in der erforderlichen Richtung auf bis zu ¾ des maximalen Drehzahlsollwerts beschleunigt und dann bis zum Stillstand
abgebremst.
3. Der Test wird mit einem zunehmend höheren Drehmoment wiederholt, bis die erforderliche Drehzahl erreicht wird.
Zur Durchführung einer mechanischen Lastmessung muss Pr 38 auf 3 gesetzt werden. Weiterhin benötigt der Umrichter an Klemme 31 und 34
ein Freigabesignal und an Klemme 12 oder 13 ein Startsignal. Nach dem Abschluss eines Autotune-Tests wechselt der Umrichter in den
gesperrten Zustand. Der Umrichter muss in einen geregelten Sperrzustand versetzt werden, bevor er mit dem gewünschten Sollwert betrieben
werden kann. Der Umrichter kann in einen geregelten Sperrzustand versetzt werden, indem das Signal „Sicher abgeschaltetes Drehmoment"
(Safe Torque OFF, STO) von den Anschlussklemme 31 und 34 entfernt wird, die Umrichterfreigabe (06.015) auf Aus (0) gesetzt oder der
Umrichter über das Steuerwort (Pr 06.042 und Pr 06.043) gesperrt wird.
{04.013} / {04.014} Verstärkungen der Stromregelkreise
Proportionale (Kp) und integrale (Ki) Verstärkung bestimmen das Verhalten des Stromregelkreises bei einer Änderung des Stromsollwertes
(Drehmomentsollwerts). Die Standardwerte ermöglichen bei den meisten Motoren einen zufriedenstellenden Betrieb. Zum Erreichen einer
optimalen Regelung in dynamischen Anwendungen kann es notwendig werden, die Verstärkungen zu ändern. Die Kp-Verstärkung im Stromregler
(Pr 04.013) ist zum Erreichen einer optimalen Regelung der kritischste Wert. Bei einem stationären oder dynamischen Autotune (siehe Autotune
Pr 38 weiter oben in dieser Tabelle) misst der Umrichter den Ständerwiderstand (05.017) und die Streuinduktivität (05.024) des Motors und
errechnet die Verstärkungen der Stromregelkreise.
Durch diese Optimierung wird nach einer Änderung des Stromsollwertes eine Sprungantwort mit minimalem Überschwingen erreicht.
Die P-Verstärkung kann um den Faktor 1,5 erhöht werden, wodurch sich ein ähnlicher Anstieg der Bandbreite ergibt. Dies führt jedoch zu einer
Sprungantwort mit ca. 12,5 % Überschwingen. Die Gleichung für die integrale Verstärkung liefert einen ausreichenden Wert. Bei einigen
Anwendungen, in denen es notwendig ist, dass die vom Umrichter verwendeten Sollwerte dem Verlauf des magnetischen Flusses dynamisch sehr
schnell folgen müssen (d. h. bei Asynchronmotoren hoher Drehzahl im RFC-A-Modus), kann es sein, dass die integrale Verstärkung einen sehr viel
höheren Wert haben muss.
FDD Betriebsanleitung: Steuereinheit
Ausgabenummer: 2
Elektrische
Bedienung und
Installation
Softwarestruktur
parameter
Basis-
Inbetrieb-
Optimierung
nahme
Erweiterte
Diagnose
UL-Zertifikat
Parameter
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