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FUTABA R2106 GF Bedienungsanleitung Seite 2

Auch die Anzahl der Servos, sowie deren Kabellänge und Verle-
gung hat Einfluss auf die Empfangsqualität. Sind große Teile des
Rumpfes oder Rumpfverstärkungen aus leitendem Material her-
gestellt (Karbon, Alufolie, Metall) so schirmen diese das Sender-
signal ab, wodurch ebenfalls die Empfangsqualität deutlich redu-
ziert wird. Dies gilt auch für stark pigmentierte oder metallhaltige
Farben für den Rumpf.
Gestänge, Karbon-Rowings, Servokabel welche parallel zur
Antenne verlaufen, verschieben das elektrische Feld um die
Antenne und saugen die Senderenergie zudem noch ab, wodurch
die Energie des Sendesignals welches in der Antenne des Emp-
fängers gewonnen werden soll, deutlich reduziert wird.
Auch das Wetter hat seinen Einfluss, bei trockenen Schönwet-
terperioden sinkt die Luftfeuchtigkeit ab, wodurch es eher zu
elektrostatischen Aufladungen am Modell kommt als an feuchten
Tagen. An feuchten Tagen wiederum nimmt die Reflexion der
Senderabstrahlung am Boden zu. Je nach Antennenwinkel und
Distanz können „Funklöcher" entstehen, weil sich die über die
Luft abgestrahlte und die am Boden reflektierte Sendeinformati-
onen gegenseitig aufheben oder verstärken können (Laufzeitun-
terschiede beider Wellen). Beim Indoor-Betrieb in Hallen, welche
oft aus einer Stahlkonstruktion oder Stahlbeton bestehen, können
durch Mehrfachreflexion (Dach-Boden-Wand) besonders häufig
„Funklöcher" entstehen.
Es ist unmöglich alle diese Kombinationen von Modell, Material,
Antennenwinkel, Antennenposition vom Hersteller auszutesten,
zudem sich auch mehrere kleine „Sünden" zu einer „Störung"
summieren können. Dies kann nur der jeweilige Modellbauer bzw.
Anwender prüfen.
Im folgenden ein paar elementare Hinweise um bestmögliche
Empfangsverhältnisse zu erhalten:
EMPFÄNGERANTENNE:
• Nicht parallel zu elektrisch leitenden Materialien, wie Kabel,
Bowdenzug, Seilsteuerung, Karbonschubstangen etc., oder
innen bzw. außen an elektrisch leitenden Rümpfen entlang
verlegen.
• Am Empfänger angeschlossene Kabel (Servo, Stromversor-
gung etc.) sollten nicht die gleiche Länge besitzen wie die
Antenne, bzw. die Hälfte davon oder gradzahlige Vielfache.
• Möglichst weit weg von
- stromführenden Regler- oder Motorkabeln.
- Zündkerzen, Glühkerzenheizern.
- Orten mit statischer Aufladung, wie Zahnriemen, Turbinen
etc.
- Aus Rümpfen mit abschirmenden Materialien (Karbon,
Metall, etc.) auf kürzestem Weg aus dem Rumpf führen.
- Das Antennen-Ende nicht an elektrisch leitenden Materi-
alien (Metall, Karbon) befestigen.
EMPFÄNGER:
• für die Platzierung des Empfängers gilt im Prinzip das Gleiche,
wie vorstehend.
• möglichst keine anderen Elektronikkomponenten in unmittel-
barer Nähe positionieren.
• Stromversorgung möglichst mit einem niederohmigen LiPo-
oder NiMH Akku herstellen.
• Getaktete BEC-Systeme zur Stromversorgung sind zu vermei-
den, diese „Frequenzgeneratoren" erzeugen ein sich ständig
änderndes Frequenzspektrum mit hoher Leistung. Über das
Anschlusskabel wird dies dann direkt dem Empfänger zuge-
führt. Durch die ständig wechselnde Last und Spannungslage
können diese Systeme oft keine ausreichende Stromversor-
gung bieten. Insbesondere Synthesizerempfänger, welche
eine höhere Stromaufnahme besitzen werden davon beein-
flusst.
• Regler für höhere Zellenzahlen welche kein BEC-System für
die Empfängerstromversorgung haben, besitzen trotzdem ein
„internes" BEC -System für die Eigenversorgung der Regler-
Elektronik, welche nach dem gleichen Prinzip arbeitet, nur
eben mit weniger Leistung. Durch Anschluss wird hier ebenfalls
die Störquelle direkt an den Empfänger geführt. Es empfiehlt
sich, einen Entstörfilter einzusetzen um diese Störungen vom
Empfänger fern zu halten. Im Gegensatz zu anderen Filtern,
welche oft nur einen Ferritkern besitzen, filtert das Futaba-Ent-
störfilter auch den Eingangsimpuls.
• Die verschiedenen Empfängertypen reagieren auch unter-
schiedlich auf den Anschluss von elektronischen Zusatz-
bausteinen, wie Glühkerzenheizer, Turbinen-Steuereinheit,
Telemetriesysteme, GPS, etc. Auch hier empfiehlt sich unter
Umständen der Einsatz des Entstörfilters, zur Entkopplung.
UM OPTIMALE EMPFANGSERGEBNISSE ZU ERZIELEN,
BEACHTEN SIE FOLGENDE HINWEISE:
• Große Modelle besitzen oft größere Metallteile, welche den
HF-Empfang dämpfen, in solchen Fällen die Antenne links
oder rechts davon positionieren.
• Die Antenne sollte mindestens 1,5...2 cm von leitenden Mate-
rialien, wie Metall, Carbon etc. entfernt sein.
• Empfänger vor Feuchtigkeit schützen.
HINWEISE FÜR DEN BETRIEB
Alle Futaba-Empfänger arbeiten noch bei einer Versor-
gungsspannung von 3 V mit gleicher Reichweite. Da durch
ergibt sich der Vorteil, dass selbst bei Ausfall einer Akku-
zelle (Kurzschluss) normalerweise kein Ausfall der Emp-
fangsanlage erfolgt, da Futaba Servos bei 3,6 V noch
arbeiten, nur etwas langsamer und mit weniger Kraft. Dies
ist sehr wichtig im Winter bei tiefen Außentemperaturen,
um kurzzeitige Spannungseinbrüche nicht wirksam wer-
den zu lassen.
Allerdings ergibt sich dadurch der Nachteil, dass u. U.
der Ausfall der Akkuzelle gar nicht bemerkt wird. Deshalb
sollte der Empfängerakku von Zeit zu Zeit überprüft wer-
den.
Empfehlenswert ist der Einsatz des Accumonitors, wel-
cher mittels LED-Leuchtband die aktuelle Empfänger-
Akkuspannung anzeigt.
EINSCHALTREIHENFOLGE
Immer zuerst den Sender einschalten, dann den Empfän-
ger. Beim Ausschalten in umgekehrter Reihenfolge vor-
gehen. Nach dem Einschalten des Empfängers laufen die
Servos in die Neutralstellung. Es empfiehlt sich jede Funk-
tion durch Betätigung der Geber zu prüfen. Außerdem
sind die Steuerfunktionen auf die korrekte Dreh richtung
zu überprüfen. Bewegt sich ein Servo in die falsche Rich-
tung, muss der Drehsinn umgedreht werden.
ELEKTRONISCHE ZÜNDUNGEN
Auch Zündungen von Verbrennungsmotoren erzeugen
Störungen, die die Funktion der Fernsteuerung negativ
beeinflussen können. Versorgen Sie elektrische Zündun-
gen immer aus einer separaten Batterie. Verwenden Sie
nur entstörte Zündkerzen, Zündkerzenstecker und abge-
schirmte Zündkabel. Halten Sie mit der Empfangsanlage
ausreichend Abstand zu einer Zündanlage.
Kompatibilität
Sender
T2PL, T3PL, T3 PRKA, T4YF
T4PL
T6J
Empfänger
System
R 2106 GF
x
FHSS
x
FHSS
x
S-FHSS
x
FHSS
x
S-FHSS
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Diese Anleitung auch für:

P-r2106gf/2-4g