Praxishinweise
Sehr geehrter Modellbaufreund,
heute möchten wir Ihnen als Besitzer einer BELL 47 G
einige Tips und Hinweise geben, die aus der Praxis kom-
men. Wir wollen Ihnen helfen, so rasch wie möglich über
die erste Übungsphase hinwegzukommen. Trotzdem ist
ein gewisses Maß an Geduld und Ausdauer erforderlich,
bis Sie die ersten erfolgreichen Flüge durchführen kön-
nen.
Zusammenbau:
Sicher hatten Sie anhand der klaren und ausführlichen
Bauanleitung beim Zusammenbau des Modells keine
Schwierigkeiten. Bauen Sie auf jeden Fall die Abweis-
spanten (119) und (120) ein (wie abgebildet). Falls nicht
vorhanden, können diese angefordert werden. Benutzen
Sie bitte auch nur die neuen Heckrotorblätter mit der ae-
rodynamischen, verbesserten Form in Verbindung mit
dem neuen Pitcheinstellhebel.
Im Zuge der technischen Weiterentwicklung wurde am
Hauptrotorkopf der frühere Bolzen (182) durch den neuen
Bolzen (188) mit den beiden Sicherungsringen (033) er-
setzt. Wenn der Rotorkopf (4601/68) nicht bereits mit dem
Bolzen (188) ausgerüstet ist, muß vor Austausch die im
Teil (180) eingedrehte Schraube (014) mit einem Inbus-
schlüssel gelöst bzw. nach Einbau des Bolzen (188) an-
gezogen werden. Achten Sie darauf, daß bei Mittelstellung
der Servos die Taumelscheibe (4601/73) genau waage-
recht steht. Ziehen Sie vor jedem Flug die Bolzen (202)
ggf. (209) nach.
Überprüfen Sie bei dieser Gelegenheit, ob der aus dem
Führungsröhrchen (112) in Richtung Servo herausstehen-
de Teil der Bowdenzuglitze (255) durch Verzinnen genü-
gend versteift wurde, so daß dieser nicht seitlich auskni-
cken kann.
Belegung der Steuerfunktionen am Sender:
Belegen Sie die Funktionen am Sender so, wie Sie glau-
ben, am günstigsten damit zurecht zu kommen. Verwen-
den Sie den Sender nicht als Handsender, sondern hän-
gen Sie ihn um. Fliegen Sie auch mit den aufgesteckten
langen Knüppeln und legen Sie die Handballen seitlich am
Sendergehäuse auf; nur so können Sie Ihre Ruderaus-
schläge fein dosieren. Sind Sie Neuling auf dem Gebiet
des Modellbaues, so belegen Sie die Steuerfunktionen am
Sender entsprechend unserer Anleitung. Sollten Sie je-
doch bereits Modellflieger sein, so übertragen Sie sinn-
gemäß die Belegung der Steuerfunktionen entsprechend
Ihrem Flächenmodell auf den Hubschrauber.
Es entspricht somit:
Querruder
= Taumelscheibe rechts/links
Seitenruder = Heckrotorbetätigung rechts/links
Höhenruder/
Tiefenruder = Taumelscheibe vorwärts/rückwärts
Die Knüppelbetätigung zum Regulieren des Vergasers
übernehmen Sie ebenfalls unverändert.
Kraftstoff:
Besonders bewährt hat sich unser Kraftstoff Nr. 1632 (im
gelben Kanister). Dieser Kraftstoff macht das Einregulie-
ren der Düsennadel in einem weiten Bereich unkritisch.
BELL 47 G
Zur Leistungssteigerung empfehlen wir ausschließlich den
erprobten Cox-Kraftstoff, Best.-Nr. 1646. In die Kraftstoff-
zuleitung vom Tank zum Motor empfehlen wir, ein Kraft-
stofffilter, Best.-Nr. 1648, einzusetzen.
Motor:
Der HB 25 ist ein Präzisionserzeugnis. Gehen Sie deshalb
mit der notwendigen Sorgfalt mit ihm um. Sehr wichtig ist,
daß Sie den Motor sorgfältig einlaufen lassen und zwar 3-
4 Tankfüllungen mit dem Kraftstoff, Best.-Nr. 1632. Dieses
Einlaufen bewirkt eine wesentliche Drehzahlerhöhung bei
Vollgas. Haben Sie Schwierigkeiten mit dem Motor, so
schicken Sie ihn bitte an unsere Service-Abteilung ein.
Gut bewährt haben sich die Glühkerzen, Best.-Nr. 177/2
und Best.-Nr. 1604. Achten Sie bei Verwendung der Ker-
ze, Best.-Nr. 1604, darauf, daß diese nur mit 1,5 V ange-
glüht wird. Diese Kerze ist empfindlich gegen Überspan-
nung.
Motor anlassen:
Verwenden Sie nur einen hochtourigen Starter ohne
Untersetzungsgetriebe, wie den Bosch-Starter, Best.-Nr.
1629. Starter mit Getriebe, wie Best.-Nr. 1620, und andere
sind zum Anlassen nicht geeignet. Ziehen Sie beim An-
lassen den Keilriemen etwas nach hinten, damit er nicht
am Fahrwerksträger (111) streift.
Bitte beachten Sie: Durch den hängenden Einbau des Mo-
tors kann sich Kraftstoff im Verbrennungsraum sammeln,
der das Durchdrehen des Motors mit dem Anlasser blok-
kiert. Nach Herausdrehen der Kerze ist der Motor mit dem
Anlasser zuerst bei Vollgasstellung und dann bei Drossel-
stellung 10-15 sec. durchzudrehen. Nach Eindrehen der
Kerze sowie Anglühen wird Ihr Motor in Drosselstellung
sofort anlaufen.
Vergaser:
Überprüfen Sie, ob bei Vollgasstellung des Steuerknüp-
pels am Sender, einschließlich vollen Trimmweg, der Ver-
gaser tatsächlich ganz geöffnet hat. Bei Drosselstellung
des Steuerknüppels einschließlich vollem Trimmweg muß
das Drosselküken voll geschlossen sein. Wird jetzt die
Trimmung voll in entgegengesetzter Richtung gestellt, so
darf nur ein kleiner Spalt der runden Bohrung des Drossel-
kükens sichtbar sein. Von dieser letzten Grundstellung
ausgehend
muß
die
Gemischregelscheibe entsprechend der Anleitung vorge-
nommen werden, so daß die Motordrehzahl so niedrig ist,
daß die Kupplung nicht mehr im Eingriff ist. Die sorgfältige
Einstellung entscheidet über den zuverlässigen Lauf des
Motors.
Zum Fliegen:
Unter Beachtung der entsprechenden Sicherheitsvorkeh-
rungen muß das Modell, hochgestellt auf einem Montage-
bock, durch Einregulieren der Düsennadel auf die max.
Drehzahl gebracht werden. Die Düsennadel ist anschlie-
ßend 1/4 Umdrehung wieder zu öffnen, um ein einwand-
freies Durchlaufen des Motors zu gewährleisten.
Die ersten Flugversuche sollten Sie auf jeden Fall bei
gutem Wetter und leichtem, gleichmäßigem Wind durch-
führen. Wechseln Sie das herkömmliche Fahrwerk gegen
die Schwimmer, Best.-Nr. 4601/78, aus; diese stabilisieren
im Flug und dämpfen beim Landen. Starten und Landen
Sie immer gegen den Wind. Stellen Sie sich hinter den
Hub schrauber und geben Sie langsam Gas. Sehen Sie
jetzt ausschließlich nach der Kanzel.
4601
Best.-Nr.
weitere
Einstellung
der