Seite 1
CODIX 554 R.600.011 Prozess-Steuergerät für Thermoelemente, Messwiderstände, Widerstandsthermometer, Sensoren im mV-Bereich mit 2 Grenzwerten Process Controller for thermocouples, measuring resistors, resistance thermometers, sensors in mV range with 2 Limits Contrôle de process pour thermocouples, résistances de mesure, thermorésistance, capteurs délivrant quelques millivolts avec 2 alarmes...
Technische Daten Versorgung Spannungsversorgung DC 10 .. 30 V oder AC 90 .. 260 V Leistungsaufnahme max. 2 W oder max. 6 VA Netzbrummunterdrückung digitale Filterung 50 Hz oder 60 Hz Eingänge Messbereiche Thermoelemente Bereich Fehlergrenzen Typ B 0 °C .. 1820 °C ±1,5 °C –200 °C ..
Eingang Latch/Reset Funktion des Eingangs je nach Parametrierung Latch-Signal zum Anhalten der Anzeige Reset-Impuls > 5 ms zum Rücksetzen der Ausgänge (wenn elektrische Rücksetzung aktiviert ist) Schaltpegel Logisch 0 DC 0 .. 2 V Logisch 1 DC 4 .. 30 V Ausgänge Ausgang 1 / Ausgang 2 Relais mit potentialfreiem Wechselkontakt,...
Betriebsstemperatur –10 °C .. +50 °C Lagertemperatur –25 °C .. +70 °C Maße Seite 6 Gewicht ca. 220 g Schutzart IP 65 (von vorn) Reinigung Die Frontseite des Geräts darf nur mit einem weichen, mit Wasser angefeuchteten Tuch gereinigt werden. Lieferumfang Prozess-Steuergerät CODIX 554 Schraubklemmen...
Einbau Bevor Sie das Gerät einbauen, sollten Sie die Betriebs- parameter einstellen. Schalttafelausschnitt herstellen: Gerät in den Ausschnitt einsetzen und mit der Spannbügel befesti- gen. Elektrische Anschlüsse Ansicht auf Rückseite Mess- und Steuereingänge sowie Hilfssignale Zur Belegung und zu den Anschlussvarianten sie- he nachfolgende Darstel- Ω...
Steuereingänge und Hilfssignale " " y f l i f l i r ü f l i Alternativ direkt an DC-Versorgung anschließen (galvani- sche Trennung von Steuer- und Messeingängen). Nur bei Versorgung mit AC 90 .. 260 V Spannungsversorgung und Ausgänge Ansicht auf Rückseite Spannungsversorgung und Ausgänge...
Parametrieren Die Parameter müssen vor Inbetriebnahme eingestellt wer- den. Es empfiehlt sich, dies vor dem Einbau auszuführen. – Eingangsparameter Der für dieses Gerät eingesetzte Sensor muss ausgewählt werden, um die vorbereitete Kennlinie zu aktivieren. – Kennlinie Die Zuordnung der Eingangssignale zu den Anzeige- werten erfolgt über Kennlinien.
Seite 11
Anzeige und Tasten kennen lernen Durch das rollierende Prinzip kann die Auswahl bzw. Einstel- lung beliebig oft durchlaufen werden. Menüpunkt: Die Anzeige wech- Menü Auswahl selt alle 2 s zwischen Menüpunkt und Auswahl. Einstieg in den Menüpunkt: Entweder ist eine Auswahl zu treffen oder ein Wert ist einzu- stellen.
Eingangsparameter für Momentanwert Hier wird die Sensorart eingestellt um das Gerät auf den verwendeten Sensor abzustimmen. Die Anzeigewerte erhält man über eine Kennlinie aus dem Eingangssignal. Je nach verwendetem Sensor kann entwe- der eine im Gerät vorgegebene oder eine selbst definierte Kennlinien verwendet werden.
4.2.1 Thermoelemente Menü Auswahl Übernehmen 4.2.1.1 Thermoelementetyp auswählen Menü Auswahl Übernehmen Typ B Für die aufgeführten Typ E Thermoelemente sind die Kennlinien mit 24 Typ J Wertepaaren im Gerät gespeichert. Eingangs- Typ K werte zwischen den Typ N gespeicherten Werte- paaren werden linear Typ R interpoliert.
4.2.1.3 Vergleichsstellenkompensation Die vom Thermoelement gemessene Temperatur kann ent- weder durch eine geräteintern gemessene Temperatur (int.) oder durch einen externen Referenzwert kompensiert wer- den. Zusätzlich kann ein Korrekturwert (siehe Kapitel 4.2.1.5 15) hinzugefügt werden. Das Gerät rechnet diese Werte ein und zeigt das Ergebnis an.
Seite 15
4.2.1.5 Korrekturwert Eingabe eines Korrekturwertes um den der gemessene Wert korrigiert wird. Der Wert wird zum Messergebnis addiert. Es sind positive und negative Korrekturwerte möglich. Die Einga- be erfolgt immer mit einer Dezimalstelle. Menü Auswahl Übernehmen Beispiel: –1.5 Ziffer einstellen Dezimalstellen wählen Ist der gemessene Wert 28.45 und der Korrekturwert –1.5, so wird 26.95 angezeigt.
Seite 17
4.2.2.3 Anzeigeeinheit (bei Pt 100 bzw. bei Pt 1000) Diese Einstellung gilt auch für den Korrekturwert. Menü Auswahl Übernehmen Anzeige in °C oder °F. 4.2.2.4 Korrekturwert (bei Pt 100 bzw. bei Pt 1000) Eingabe eines Korrekturwertes um den der gemessene Wert korrigiert wird.
4.2.2.5 Dezimalpunkt (bei 0 .. 400 Ω Ω Ω Ω Ω bzw. bei 0 .. 4 kΩ Ω Ω Ω Ω ) Menü Auswahl Übernehmen 0.00 0.000 0.0000 Die Dezimalpunkteinstellung ist hier nur optisch zu werten. Sie beeinflusst weder die Messgenauigkeit noch die tatsäch- liche Auflösung.
4.2.3 Eingangsbereich 0 .. 100 mV, pos. Polarität Menü Auswahl Übernehmen 4.2.3.1 Dezimalpunkt für die Anzeigewerte Menü Auswahl Übernehmen 0.00 0.000 0.0000 Die Dezimalpunkteinstellung ist hier nur optisch zu werten. Sie beeinflusst weder die Messgenauigkeit noch die tatsäch- liche Auflösung. D.h. beispielsweise, eine Verschiebung um 2 Stellen nach links ergibt Anzeigewerte in 100er-Einheiten.
Seite 20
4.2.4 Eingangsbereich –100 .. +100 mV, bipolar Menü Auswahl Übernehmen 4.2.4.1 Dezimalpunkt für die Anzeigewerte Menü Auswahl Übernehmen 0.00 0.000 0.0000 Die Dezimalpunkteinstellung ist hier nur optisch zu werten. Sie beeinflusst weder die Messgenauigkeit noch die tatsäch- liche Auflösung. D.h. beispielsweise, eine Verschiebung um 2 Stellen nach links ergibt Anzeigewerte in 100er-Einheiten.
Seite 21
Untere Bereichsgrenze Menü Auswahl Übernehmen Beispiel: –50.00 Dezimalstellen wählen Ziffer einstellen Dezimalstellen wählen Ziffer einstellen Unterschreitet das Eingangssignal den hier eingestellten Wert, wird „Lo“ angezeigt. Obere Bereichsgrenze Menü Auswahl Übernehmen Beispiel: 80.00 Dezimalstellen wählen Ziffer einstellen Überschreitet das Eingangssignal den hier eingestellten Wert, wird „hi“...
Anzeigekennlinie parametrieren Es sind mindestens 2 Stützstellen (2 Wertepaare) für Beginn und Ende der Kennlinie erforderlich. Die Kennlinie kann stei- gend oder fallend verlaufen. Maximal können bis zu 24 Stützstellen realisiert werden. Dabei ist zu beachten, dass bei steigender Kennlinie alle Kennlinienelemente einen steigenden Verlauf aufweisen bzw.
Basierend auf dem Eingangsbereich von –100 .. +100 mV soll ein Beispiel mit 4 Stützstellen realisiert werden: Eingangswerte Spannung [mV] Anzeigewerte Stütz- Es empfiehlt sich, vor Eingangswert Anzeigewert stelle Beginn der Parametrie- –50.00 –250.0 rung die gewünschten 20.00 300.0 Wertepaare der Stütz- stellen für die Kennlinie 70.00 700.0...
4.3.2 1. Stützstelle definieren Eingangswert in mV für den Beginn der Kennlinie einstellen. Menü Auswahl Übernehmen Beispiel: –50.00 Dezimalstelle wählen. Ziffer einstellen. Anzeigewert für den Beginn der Kennlinie einstellen. Menü Auswahl Übernehmen Beispiel: –250.0 Dezimalstelle wählen. Ziffer einstellen. 4.3.3 2. Stützstelle definieren Eingangswert einstellen.
Grenzwerte / Ausgänge Es können kein, ein oder zwei Grenzwerte aktiv sein. Ü e t i 4.4.1 Grenzwert 1 / Ausgang 1 4.4.1.1 Grenzwert 1 aus-/einschalten Menü Auswahl Übernehmen Beispiel: on Grenzwert 1 ist nicht aktiv 4.4.2 Grenzwert 2 .. Grenzwert 1 ist aktiv 4.4.1.2 Mode für Ausgang 1 wählen Menü...
Seite 26
4.4.1.3 Hysterese für Grenzwert 1 Hysterese bedeutet hier: Differenz der Ansprechschwellen beim Ein- und Ausschalten. Diese Differenz ist so groß zu wählen, dass Schwankungen des Momentanwerts nicht zu unerwünschten Schaltvorgängen am Ausgang führen. Beachte: Grenzwert und Hysterese beziehen sich immer auf den angezeigten Momentanwert, nicht auf das Eingangs- signal.
Seite 27
Bei negativem Grenzwert: Grenzwert Momentanwert negativ Ausschalt- Einschalt- hysterese hysterese Ausgang Einschaltwert = Grenzwert – Einschalthysterese ∆a Ausschaltwert = Grenzwert + Ausschalthysterese ∆b Der Betrag (Wert ohne Vorzeichen) des Einschaltwerts muss größer sein als der Betrag des Ausschaltwerts. Einschalthysterese ∆ ∆ ∆ ∆ ∆ a für Grenzwert 1 einstellen Menü...
Ausschalthysterese ∆ ∆ ∆ ∆ ∆ b für Grenzwert 1 einstellen Menü Auswahl Übernehmen Beispiel: 1.0 Dezimalstelle wählen Ziffer einstellen 4.4.1.5 Signalform für Ausgang 1 wählen 4.4.1.4 Latch-Signal auf Ausgang 1 rücksetzen Es wird ausgewählt, wie das Latch-Signal zurückgesetzt werden soll. Menü...
4.4.2 Grenzwert 2 / Ausgang 2 4.4.2.1 Grenzwert 2 aus-/einschalten Menü Auswahl Übernehmen Beispiel: on Grenzwert 2 ist nicht aktiv 4.5 Netzfilter Grenzwert 2 ist aktiv 4.4.2.2 Mode für Ausgang 2 wählen Menü Auswahl Übernehmen Latch-Signal 4.4.2.4 Latch-Signal auf Ausgang 2 rücksetzen Auto 4.4.2.3 Hystere für Grenzwert 2 Einschalthysterese ∆...
4.4.2.4 Latch-Signal auf Ausgang 2 rücksetzen Es wird ausgewählt, wie das Latch-Signal zurückgesetzt werden soll. Menü Auswahl Übernehmen Reset mit manuell roter Taste RESET-Signal elektrisch sowohl manuell als auch elektrisch 4.4.2.5 Signalform für Ausgang 2 wählen Menü Auswahl Übernehmen Positives Ausgangssignal Arbeitskontakt ist geschlossen, wenn der Momentanwert >...
Netzfilter Zur Verminderung von netzseitigen und umgebungsbeding- ten Störungen (Netzbrumm) muß das Gerät auf die lokale Netzfrequenz eingestellt werden. Menü Auswahl Übernehmen Lokales Netz mit 60 Hz. Lokales Netz mit 50 Hz. Ende der Parametrierung ja/nein? Menü Auswahl Übernehmen Parameter werden übernommen. 5 Betrieb 4.7 Parametrierung überprüfen/ ändern...
Betrieb Beim Einschalten der Spannungsversorgung oder nach Be- enden der Parametrierung befindet sich das Gerät im Betriebszustand. Die Ziffernanzeige kann dabei folgende Zustände annehmen: Es ist kein Messsignal angeschlossen oder der Messbereich wurde überschritten. Das Messsignal liegt an, der aktuelle Messwert wird angezeigt.
Anzeige im Betrieb umschalten Um die Anzeige weiter zu schalten muss die Taste inner- halb von etwa 2 s gedrückt werden. Taste Meldung Anzeige 1x drücken aktueller Messwert Grenzwert 1 1x drücken LED Pr1 ein (wenn aktiviert) Grenzwert 2 1x drücken LED Pr2 ein (wenn aktiviert) 1x drücken...
Grenzwerte im Betrieb einstellen Befindet sich ein Grenzwert in der Anzeige, kann dessen eingestellter Wert verändert werden! Beachte: Die Tastenverriegelung „Key“ darf nicht aktiviert sein. Kapitel 3.5 Grenzwert 1 wird angezeigt. LED ‘Pr1’ leuchtet. Grenzwert 1 einstellen: Anzeige Aktion = Dezimalstelle wählen und = Ziffer einstellen.
CODIX 554 R.600.011 Prozess-Steuergerät für Thermoelemente, Messwiderstände, Widerstandsthermometer, Sensoren im mV-Bereich, mit 2 Grenzwerten Process Controller for thermocouples, measuring resistors, resistance thermometers, sensors in mV range, with 2 limits Contrôle de process pour thermocouples, résistances de mesure, thermorésistance, capteurs délivrant quelques millivolts avec 2 alarmes...
Seite 69
CODIX 554 R.600.011 Prozess-Steuergerät für Thermoelemente, Messwiderstände, Widerstandsthermometer, Sensoren im mV-Bereich mit 2 Grenzwerten Process Controller for thermocouples, measuring resistors, resistance thermometers, sensors in mV range with 2 Limits Contrôle de process pour thermocouples, résistances de mesure, thermorésistance, capteurs délivrant quelques millivolts avec 2 alarmes...