Um Überhitzungsschäden wie Verfärbungen des Stahls,
Deformationen usw. zu vermeiden und um die optimale Funk-
tion noch nach Jahren gewährleisten zu können, muss der
Kaminofen richtig befeuert werden. Eine Überhitzungsgefahr
kann ausgeschlossen werden, wenn die maximale Heizleis-
tung nicht überschritten wird.
Die Holzaufgabemenge pro Stunde entnehmen Sie bitte den
technischen Daten. Der Umfang der einzelnen Holzscheite
sollte ca. 25 cm betragen!
Bitte beachten Sie: Größere Aufgabemengen können zu
Überhitzung und Beschädigungen am Kaminofen führen.
Holzpresslinge (Briketts) besitzen eine höhere Heizleistung
als Hartholz. Die stündlichen Aufgabemengen sind darum
mindestens um 20 % geringer zu halten als bei Scheitholz!
Bei Schäden durch Überhitzung (zu hohe Aufgabemengen
pro Stunde) lehnen wir jegliche Garantieleistungen ab.
5.5 HEIZEN IN DER ÜBERGANGSZEIT/
UNGÜNSTIGE
WITTERUNGSBEDINGUNGEN
In der Übergangszeit, d.h. bei höheren Außentemperaturen
(über ca. 15°C), oder bei ungünstigen Bedingungen (Fallwin-
de, etc.) kann es bei plötzlichem Temperaturanstieg zu Stö-
rungen des Schornsteinzuges kommen, so dass die Heizgase
nicht vollständig abgezogen werden. Die Feuerstätte ist dann
mit geringerer Brennstoffmenge zu befüllen und bei größ-
ter Stellung des Luftschiebers zu betreiben. Somit wird der
vorhandene Brennstoff schneller (mit größerer Flammenent-
wicklung) abbrennen. Dadurch kann sich der Schornsteinzug
stabilisieren. Zur Vermeidung von Widerständen im Glutbett
sollte die Asche öfter vorsichtig abgeschürft werden. Nach-
dem sich der Schornsteinzug stabilisiert hat, kann die Luftzu-
fuhr etwas gedrosselt (Mittelstellung) werden.
5.6 HEIZLEISTUNGSREGELUNG
Die Regelung der Heizleistung erfolgt über die aufgegebe-
ne Brennstoffmenge. Versuchen Sie nicht, die Verbrennung
durch Verminderung der Luftzufuhr zu stark zu verlangsamen.
Dies führt beim Heizen mit Holz zu einer unvollständigen Ver-
brennung und damit zu einer Brennstoffverschwendung und
unnötiger Umweltbelastung, denn Holz entgast auch ohne
Flammenbildung. Dies führt zu einer erhöhten Scheibenver-
rußung! Zudem entsteht die Gefahr einer Verpuffung (explo-
sionsartige Entzündung der Rauchgase). Achten Sie darauf,
dass die Feuerraumtür immer fest verschlossen ist, damit die
Verbrennung nicht durch unkontrollierten Luftzutritt beschleu-
nigt wird.
Die Leistung Ihres Kaminofens ist auch vom Zug Ihres Schorn-
steins abhängig. Der Zug kann durch viele Faktoren wie z.B.
Querschnitt wirksame Höhe, Oberflächenrauigkeit oder durch
Wettereinflüsse wie z.B. starke Winde etc. beeinträchtigt werden.
5.7 RAUMHEIZVERMÖGEN / RAUMKLIMA
Das Raumheizvermögen wurde früher entsprechend der Norm
DIN 18893 (letzte Ausgabe August 1987) angegeben und ist
so für moderne Häuser nach 1990 nicht mehr sinnvoll. Als
Vergleichswert oder zur Anwendung bei älterer Bausubstanz,
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