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Meade INFINITY series Bedienungsanleitung Seite 9

die durch die Geburt unserer Sonne entstanden
sind. Erst kürzlich haben Astronomen große
Objekte in dieser Gegend gefunden, wodurch
sich die Anzahl an Planeten in unserem
Sonnensystem erhöhen könnte.
Die vier Planeten, die der Sonne am nächsten
stehen, sind felsig und werden innere Planeten
genannt. Merkur, Venus, Erde und Mars bilden
diese inneren Planeten. Venus und Mars
können durch Ihr Teleskop leicht ausgemacht
werden.
Venus erscheint vor der Morgendämmerung
und nach Sonnenuntergang, weil sie der
Sonne sehr nahe ist. Bei zunehmendem
Mond lässt sich die Venus gut beobachten.
Oberflächendetails der Venus sind wegen
der sehr undurchdringlichen Gas-Atmosphäre
allerdings nicht auszumachen.
Steht der Mars nahe der Erde, enthüllt er einige
seiner Details, teilweise sogar die Polarkappen.
Doch meistens steht der Mars so weit weg,
dass er nur ein roter Punkt mit dunklen, ihn
überziehenden Linien ist.
Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und
Pluto bilden die äußeren Planeten. Diese
Planeten bestehen, mit Ausnahme von Pluto,
hauptsächlich aus Gasen und werden daher
manchmal auch Gasriesen genannt. Etwas
größer und sie wären Sterne geworden. Pluto
besteht fast nur aus Eis.
Jupiter ist ein äußerst interessantes
Beobachtungsziel. Der Jupiter schmückt sich
mit Bändern über seiner Oberfläche. Je öfter
Sie diese Bänder beobachten, desto mehr
Details werden Sie entdecken.
Bei Weitem am sehenswertesten sind die
Monde des Jupiter. Die vier größten Monde
heißen Galileische Monde, und wurden nach
dem Astronom Galileo benannt, der sie als
Erster beobachtete. Wenn Sie mit Ihrem
Teleskop die Galileischen Monde noch nicht
beobachtet haben, ist Ihnen etwas entgangen.
In jeder Nacht erscheinen diese Monde in
unterschiedlichen Positionen um den Jupiter.
Dieses Wechselspiel wird mitunter der
Galileische Tanz genannt. Es gibt Nächte,
in denen Sie sehen, wie ein Mond seinen
Schatten ganz deutlich auf die Oberfläche
des Jupiter wirft oder in der ein Mond den
anderen verdeckt oder sogar wie ein Mond
hinter der gigantischen Scheibe des Jupiters
auftaucht. Das Notieren der Mondpositionen
in aufeinanderfolgenden Nächten ist für
Astronomie-Einsteiger eine hervorragende
Übung.
Mit jedem kleinen Teleskop kann man die vier
Galileischen Monde des Jupiter
sogar ein paar weiter sehen – aber wie
viele Monde hat der Jupiter denn eigen-
tlich? Niemand kann das mit Sicherheit
sagen! Noch weiß jemand, wie viele
Saturn hat. Bei der letzten Zählung war-
tete Jupiter mit über 60 Monden auf und steht
damit eine Kopflänge vor Saturn. Die meisten
dieser Monde sind sehr klein und können nur
mit einem sehr großen Teleskop ausgemacht
werden.
Saturn bietet wohl den erhabensten Anblick
durch ein Teleskop. Obwohl nicht viele Details
der Saturn-Oberfläche zu erkennen sind, wird
Ihnen aber eine atemberaubende Ring-Struktur
präsentiert. Wahrscheinlich können Sie auch
die schwarze Cassiniteilung erkennen.
(Abb.
5) und
Die vier hellsten Jupitermonde sind mit
einem Teleskop leicht zu erkennen. Als
Galileo Galilei 1610 zum ersten Mal diese
Jupitertrabanten beobachtete, hatte er
den Beweis vor Augen, dass die Erde
nicht der Mittelpunkt des
Universums ist, wie man
damals allgemein
annahm.
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