Technische Daten:
Frequenzbereiche:
Versorgungsspannung:
Stromaufnahme:
Sondenmaße:
Gehäuse:
Lieferform:
* Batterien (4xType Mignon) gehören nicht zum Lieferumfang
HZ530 Sondensatz für EMV-Diagnose
Der HZ530-Sondensatz besteht aus drei
aktiven Breitbandsonden für die EMV-Dia-
gnose bei der Entwicklung elektronischer
Baugruppen und Geräte. Er enthält eine
aktive Magnetfeldsonde (H-Feld-Sonde),
einen aktiven E-Feld-Monopol und eine ak-
tive Hochimpedanzsonde. Die Sonden sind
zum Anschluß an einen Spektrum-Analysa-
tor vorgesehen und haben daher einen
koaxialen Ausgang mit einem Wellenwider-
stand von 50Ω. Je nach Typ haben die
Sonden haben eine Bandbreite von 100kHz
bis über 1000MHz. Die Sonden sind in
modernster Technologie aufgebaut. GaAs-
FET sowie Mikrowellen-Integrierte Schal-
tungen (MMIC) sorgen für Rauscharmut,
hohe Verstärkung und Empfindlichkeit. Der
Anschluß an einen Spektrumanalysator,
Meßempfänger oder Oszilloskop erfolgt
über ca. 1,5m lange BNC-Koaxial-Kabel. Die
in den Sonden schon eingebauten Vorver-
stärker (ca. 30 dB) erübrigen den Einsatz
von externen Zusatzgeräten, was natürlich
die Handhabung erheblich vereinfacht.
Die Sonden werden entweder durch
einsetzbare Batterien/Akkus betrieben oder
können direkt aus den HAMEG Spektrum-
analysatoren HM5010 und HM5011 mit
Spannung versorgt werden. Die schlanke
Bauform erlaubt guten Zugang zur prüfen-
den Schaltung auch in beengter Prüfum-
gebung. Mittels eines Akkusatzes hat jede
Sonde eine Betriebsdauer von ca. 20 - 30
Stunden.
Die Sonden werden komplett im Drei-
ersatz in einem stabilen und formschönen
Transportkoffer angeboten.
Die H-Feld-Sonde
Die H-Feld-Sonde gibt einen der ma-
gnetischen Wechsel-Feldstärke proportio-
nalen Pegel an den Spektrum-Analysator
Frequency Response E-Field Probe (typical)
Subject to change without notice
100 kHz – 1.0 GHz
6V aus HM5010/11 oder Batterie*
ca. 10 – 24 mA
40 x 19 x 195mm
Kunststoff, innen elektrisch geschirmt
1 E-Feld-Sonde
1 H-Feld- Sonde
1 Hochimpedanz-Sonde
1 BNC-Kabel 1,5m
1 Spannungsversorgungskabel
im Transportkoffer
ab. Mit ihr können Störquellen in elektroni-
schen Baugruppen relativ eng lokalisiert
werden.
Dies hat seine Ursache darin, daß mo-
derne elektronische Baugruppen als Stö-
rer meist niederohmig wirken (relativ klei-
ne Spannungsänderungen bei entspre-
chend großen Stromänderungen). Die ab-
gestrahlten Störungen beginnen daher an
ihrer Quelle zunächst überwiegend mit
einem magnetischen Wechselfeld. Da
beim Übergang vom Nah- zum Fernfeld
das Verhältnis vom magnetischen zum
elektrischen Feld die 377Ω Wellenwider-
stand der Luft erreichen muß, nimmt das
H-Feld zunächst mit der dritten Potenz des
Abstandes vom Störer ab. Eine Verdoppe-
lung des Abstandes bedeutet ein Abneh-
men des Feldes auf ein Achtel.
Beim praktischen Gebrauch der H-Feld-
Sonde bemerkt man deshalb ein sehr star-
kes Ansteigen des Pegels bei Annäherung
an den Störer. Beim Absuchen einer Bau-
gruppe mit der H-Feld-Sonde fallen die
Störer daher sofort auf. Es kann z.B. schnell
festgestellt werden, welcher IC stark stört
und welcher nicht. Ferner kann hierbei auf
dem Spektrum-Analysator erkannt wer-
den, wie sich die Störleistung über den
Frequenzbereich verteilt. Somit kann man
Bauelemente, die aus EMV-Gründen we-
niger geeignet sind, schon früh in der
Entwicklung eliminieren. Die Wirkung von
Gegenmaßnahmen läßt sich qualitativ gut
beurteilen. Man kann Abschirmungen auf
"undichte" Stellen untersuchen, und Ka-
bel oder Leitungen auf mitgeführte Störlei-
stungen absuchen.
Die Hochimpedanzsonde
Die Hochimpedanzsonde ermöglicht
eine Untersuchung des Störpegels auf ein-
Frequency Response H-Field Probe (typical)
ZUBEHÖR SPEKTRUMANALYSATOREN
zelnen Kontakten oder Leiterbahnen. Sie
ist sehr hochohmig (Isolationswiderstand
des Leiterplattenmaterials) und belastet
den geprüften Meßpunkt mit nur 2pF.
Dadurch kann direkt in der Schaltung ge-
messen werden, ohne nennenswerte Ver-
änderungen der Verhältnisse durch den
Meßeingriff.
Es kann z.B. die Wirkung von Filter- und
Abblockmaßnahmen quantitativ gemessen
werden. Es können einzelne Anschlüsse
von IC's als Störer identifiziert werden.
Innerhalb von Leiterplatten können proble-
matische Leiterbahnen ermittelt werden.
Mit dieser Sonde kann man jeden einzel-
nen Punkt einer Schaltung direkt dem Spek-
trum-Analysator zugänglich machen.
Der E-Feld-Monopol
Der E-Feld-Monopol hat von allen drei
Sonden die höchste Empfindlichkeit. Er ist
so empfindlich, daß man ihn ohne weite-
res als Antenne zum Radio- oder Fernseh-
empfang benutzen könnte. Daher kann
man mit ihm die Gesamtabstrahlung einer
Baugruppe oder eines Gerätes beurteilen.
Er wird z.B. verwendet, um die Wir-
kung von Abschirmmaßnahmen zu prü-
fen. Mit ihm kann auch die Gesamtwir-
kung von Filtermaßnahmen beurteilt wer-
den, soweit sie etwa das Gerätegehäuse
verlassende Kabel und Leitungen betref-
fen, und damit die Gesamtabstrahlung be-
einflussen. Ferner kann man mit dem E-
Feld-Monopol Relativmessungen zu Ab-
nahmeprotokollen durchführen. Dies
macht es möglich, erforderliche Nachbes-
serungen so gezielt auszuführen, daß man
bei der Abnahmeprüfung nicht ein zweites
Mal durchfällt. Ferner können Abnahme-
Änderungen vorbehalten
prüfungen so gut vorbereitet werden, daß
man im allgemeinen vor Überraschungen
sicher ist.
Frequency Response High Impedance Probe (typical)
9/96
3