Holz lässt sich zwar mit reduzierter Luftzufuhr ver-
brennen, jedoch soll stets ein klar erkennbares
Flammbild gewährleistet bleiben. Holz darf nicht
„kokelnd" verfeuert werden.
Wenn Sie dies und die weiteren Hinweise der
Bedienungsanleitung beachten, können Sie Ihren
Dauerbrandofen sorglos betreiben und sich an seiner
beeindruckenden Wärmeleistung und Regelbarkeit
erfreuen.
Betrieb mit Kohleprodukten
Wenn Sie Ihren Dauerbrandofen mit Kohleprodukten
(Braunkohlebriketts oder Steinkohle) betreiben möch-
ten, sollten Sie diesen zunächst mit Holz in Betrieb
nehmen. Gehen Sie hierzu genau nach dem Absatz
„Normale Inbetriebnahme" vor. Wenn der Zeitpunkt
erreicht ist, dass Sie im Holzbetrieb die Betriebstem-
peratur von Ofen und Abgassystem erreicht haben
(guter Zug und spürbare Hitzeentwicklung), legen Sie
2 kg Steinkohle oder 2 – 3 Braunkohlebriketts auf.
Lassen Sie beide Zuluftregler noch für 10 – 15
Minuten vollständig geöffnet. Anschließend kann die
Sekundärluftzufuhr vollständig geschlossen und die
Primärluftzufuhr auf die gewünschte Leistungsstufe
im Automatikbereich gestellt werden. Die Automatik
regelt die Luftzufuhr jetzt in Abhängigkeit von der
Ofentemperatur. Weitere Hinweise zur Kohlefeuerung
finden Sie auf Seite 14.
Betriebsweise in der Übergangszeit
Bei wechselndem Luftdruck, sowie starkem Wind,
kann es bei stark steigender bzw. höherer
Außentemperatur (etwa ab 15° C) u. U. zu
Beeinträchtigungen des Schornsteinzuges kommen,
so dass die Rauchgase schlecht abgeführt werden. Es
ist darauf zu achten, dass in dieser Zeit bei eventuell
unzureichendem Zug auf eine Inbetriebnahme der
Feuerstätte verzichtet werden muss.
Während dieser Zeit keinesfalls den Leistungsregler bis zu seiner
kleinsten Einstellung drosseln. In diesem Falle die Luftregler des
Ofens so einstellen, dass der Brennstoff sichtbar brennt. Rütteln
Sie die Asche regelmäßig ab.
Bei einer zu kleinen Einstellung der Verbrennungsluftzufuhr können
erfahrungsgemäß Beeinträchtigungen des Schornsteinzuges auftreten.
Dies kann auch zur Verrußung des Sichtfensters führen. Im
Normalfall brennt die Ruß-Schicht von selbst wieder ab, wenn der
Ofen mit geöffneten Reglern und entsprechend Brennstoff betrieben wird.
Evtl. mit nicht scheuernden Reinigungsmitteln nachreinigen.
Betriebsempfehlung zur Verbrennung mit Holz
Es darf nur naturbelassenes, stückiges Scheitholz verbrannt werden
(trocken und unbehandelt lt. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutz-
gesetz). Die Scheitlänge muss der Feuerraumtiefe bzw. -breite
angepasst werden.
Scheitholz mit einer Länge von 25 bis 30 cm ist am besten
ge eignet. Der Umfang der Scheite sollte, wie bei handels üblichem
Scheitholz, ca. 25 bis 30 cm betragen. Heizen Sie nur mit trockenem
im Kamin- & Kachelofenbau
Abbildung D
Deckkacheln
Seitenkacheln
Seitenkachel-/
5
4
Stein-Höhen-
A U
T O
nivellierung links
Holz (Restfeuchte unter 20 %). Geeignete Messgeräte sind
im Fachhandel oder bei der Firma HARK erhältlich. Die Holzfeuchte
wird im Inneren, in der Mitte eines Holzscheites gemessen. Unmittel-
bar vor der Messung wird der zu prüfende Holzscheit gespalten. Das
Messgerät wird quer zur Faserrichtung angesetzt. Zu feuchtes Holz hat
einen zu geringen Heizwert, führt zu verrußten Scheiben und kann eine
Schornsteinversottung begünstigen. Verbrennen Sie keine Abfälle, insbe-
sondere keine Kunststoffe! In den Abfallmaterialien sind Schadstoffe ent-
halten die dem Ofen, dem Schornstein und der Umwelt schaden. Die Ver-
brennung von Hausmüll ist nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz
verboten! Beschichtete Holzreste sowie Spanplatten dürfen auf keinen
Fall verfeuert werden. Durch die Verfeuerung un geeigneter Brennstoffe
kann sich Glanzruß im Schornstein bilden, der einen Schornsteinbrand
zur Folge haben kann. Im Fall eines Schornsteinbrandes verschließen Sie
sofort alle Luftöffnungen am Kaminofen und informieren die Feuerwehr.
Bei Beachtung unserer Hinweise ist ein Schornsteinbrand jedoch auszu-
schließen.
In der Anheizphase führen Sie dem Holz sowohl Primär- als auch Sekun-
därluft zu. Anschließend wird die Primärluft geschlossen und über die
Sekundärluft gesteuert.
Grundsätzlich ist der Brennstoff Holz nur bedingt regelbar. Deshalb ist
ein gleichmäßiger Abbrand nur begrenzt möglich. In begrenztem
-5-
Konvektionsluftgitter
Gewindestifte zur Ausrichtung
und Verschiebesicherung der
Deckkacheln/steine
Abstrahlblech
hintere Kachel-
Halteschiene
(verstellbar)
A Z
Seitenkachel-/
Stein-Höhen-
nivellierung rechts
Dauerbrandkaminofen Roma GT ECOplus
Seitenkacheln