Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Landeanflug Und Landung; Schleppflug Und Motorstart; Überzogene Und Kritische Flugzustände - Pro-Design Thema 3 Betriebshandbuch

Inhaltsverzeichnis
5 von 14
Bremsleinenbruch) beschränkt, ist ein gefühlvolles Ziehen an den vorderen (Achtung auf Einklappen)
oder hinteren (Achtung auf einseitigen Strömungsabriß) Tragegurten. Wir empfehlen daher, diese Art
des Kurvenflugs nicht im Normalfall einzusetzen.

LANDEANFLUG UND LANDUNG

Um im Landeanflug Streßsituationen zu vermeiden ist es wichtig, die Landeeinteilung in ausreichender
Höhe vorzunehmen. So bleibt Ihnen genügend Zeit, die Windrichtung und andere sich im Anflug
befindliche Fluggeräte zu beobachten und entsprechend zu handeln. Der Endanflug soll stets gerade
gegen den Wind und mit voll gelösten Bremsen erfolgen, um den Schirm steuerbar zu halten. Sollte
die Luft turbulent sein, ist es besser leicht angebremst zu landen, um die Wahrscheinlichkeit des
Einklappens zu verringern. Um mit den Füßen und nicht auf dem Rücken liegend zu landen ist es
notwendig, daß Sie sich spätestens 5 m über dem Boden im Sitzgurt aufrichten. Ziehen Sie in
ausreichender Höhe (ca.2 m über dem Boden) beide Bremsen zügig durch, bis der Schirm genügend
abgebremst ist. Bei Gegenwind genügt es, die Bremsen nur leicht zu ziehen, um sanft aufzusetzen.
Bei Windstille oder gar Rückenwind müssen Sie die Bremsen möglichst abrupt ziehen. Dadurch
vergrößert sich der Anstellwinkel dynamisch und Sie erreichen den maximalen Bremseffekt.
ACHTUNG! - Wenn Sie in zu großer Höhe (speziell bei starkem Gegenwind) die Bremsen zu stark
ziehen besteht die Gefahr, daß Sie rückwärts nach hinten fallen.
Bei starkem Bodenwind empfiehlt es sich, die Schirmkappe nach dem Aufsetzen durch Ziehen und
Wickeln der Bremsleinen einzuholen. Für den Landeanflug Beschleunigungssystem nicht betätigen,
sondern die Einstellung Langsamflug wählen.

SCHLEPPFLUG UND MOTORSTART

Der THEMA 3 ist für Schleppflug, sowie Flug mit Rucksackmotor geeignet. Hierzu gibt es keine
speziellen Verfahrensweisen. Hinweis: In Deutschland und Österreich ist der Motorflug nur begrenzt
zugelassen! Bitte informieren Sie sich bei entsprechenden Stellen.
ACHTUNG! - Der THEMA 3 ist für den Absprung aus Flugzeugen nicht geeignet!
(3) ÜBERZOGENE UND KRITISCHE FLUGZUSTÄNDE
Es wird sicher jeder Pilot, der in Turbulenzen fliegt, einmal mit besonderen Flugzuständen konfrontiert
werden. Setzen Sie sich daher unbedingt mit solchen Flugzuständen auseinander bzw. bereiten Sie
sich im Rahmen eines Sicherheitstrainings über Wasser darauf vor. Indem Sie den Umgang mit
diesen Flugzuständen beherrschen, erhöhen Sie Ihre aktive Flugsicherheit erheblich. Ausreichende
Höhe, sowie das Mitführen eines Rettungsschirmes sind unerläßlich.
ACHTUNG! - Eine absichtliche Herbeiführung aller kritischen Flugzustände setzt eine profunde
Kenntnis voraus, andernfalls kann eine Ausübung sehr gefährlich sein. Bei keinem Gleitschirm darf
damit gerechnet werden, daß sich der Schirm immer genau so verhält, wie es laut der
Zulassungseinstufung zu erwarten wäre. Änderungen im Ein- und/oder Ausleitverhalten können zu
radikal schlechteren Reaktionen des Gleitschirmes und bis zum Absturz führen. Vergessen Sie auch
nicht, daß alle Störungen der Schirmkappe die Sinkwerte zum Teil extrem erhöhen.
Hinweis: Kunstflug ist nicht zulässig!
Besondere Flugzustände sind;
- eiseitig seitliches Einklappen
- frontales Einklappen
- zentrales Einklappen
- Sackflug mit den Steuerleinen
- Sackflug mit den B-Tragegurten
- Sackflug mit den C/D-Tragegurten
- totaler Strömungsabriss
- Trudeln (negativ Spiralen)
PRO-DESIGN VERSION 1.0 1.12

Quicklinks ausblenden:

Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis