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Ausführen Einer Messung Mit Handmess-Sonden - Newsonic Sonodur-R Bedienungsanleitung

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7.4.2
Ausführen einer Messung mit Handmess-Sonden
Messungen sind nur möglich, wenn das SonoDur-Anzeige-Gerät im Messmodus ist. Die Prüfkraft wird
manuell aufgebracht gegen eine Feder im Sondengehäuse. Die Kräfte sind i.d.R. wesentlich höher als
bei Motorsonden (HV1-10N, HV5-50N bzw. HV10-100N) und die Feder ist schon stark vorgespannt,
so dass die Nenn-Prüfkraft schon nach sehr kurzer Distanz erreicht wird – ca. 3mm Eindringweg. Dies
erfordert ein sehr vorsichtiges Umgehen mit Handsonden, um eine Beschädigung des Diamanten
durch zu hartes Aufsetzen zu vermeiden!
Achtung:
Die Eindringzeit in dieser Betriebsart wird automatisch bei Erkennung einer Handmesssonde auf 0
sec gesetzt und darf unter keinen Umständen verändert werden! Ansonsten besteht die Gefahr
von Fehlmessungen!
So geht man vor:
1.) Vorsichtig möglichst senkrecht zur Prüfteiloberfläche aufsetzen – das Kontaktsignal erscheint
im Display
2.) Kontinuierlich die Sonde vorsichtig auf das Material drücken bis der Sondenüberwurf die
Prüfteiloberfläche leicht berührt bzw. bei abgeschraubtem Sondenüberwurf bis der innere
Anschlag im Sondengehäuse erreicht ist. Dabei sollte man nur die Sonde bzw. die
Prüfposition im Auge behalten – denn das Gerätedisplay zeigt ja nur den alten Messwert!
3.) Beim vorsichtigen Drücken wird die Nenn-Prüfkraft vor der Endposition schon erreicht und
sofort der Härtewert aus der gemessenen Frequenzverschiebung berechnet – Sonde ab-
heben und jetzt erst Messwert ablesen!
Starkes Aufdrücken ist absolut unnötig und gefährlich, da die Messung schon längst erfolgt ist, wenn
der Anschlag erreicht ist. Es ist auch nicht notwendig wie eventuell bei anderen Härteprüfgeräten,
die Prüfschritte innerhalb eines kurzen Zeitlimits auszuführen (siehe Bilder 7.22 – 7.25).
Im Gegenteil: Es ist angebracht, sich genügend Zeit zu lassen und den gesamten Vorgang langsam
und kontrolliert auszuführen. Dadurch werden Überlastungen bzw. Schäden am Diamanten ver-
mieden. Die Messsonden verhalten sich außerordentlich gutmütig und es wird kaum ein Bediener-
einfluss spürbar sein. Ebenso sind die Messergebnisse richtungsunabhängig.
Mit obiger Methode lassen sich nach kurzer Übung exakte Messergebnisse erzielen, die man sonst
allenfalls nur mit Hilfe von zusätzlichen Führungshilfen oder Stativen erreicht.
NewSonic SonoDur-R
Ausgabe 02 Nov/2014
Seite 29
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