SHARP PC-G850V(S) Bedienungsanleitung - Anhang A: 11-Pin Interface
PIO-Modus
Der PIO-Modus des PC-G850V(S) ist weniger zur Datenkommunikation als vielmehr zur
digitalen Hardwaresteuerung gedacht. Mit Hilfe dieser Funktionalität verwandeln Sie den
Pocket Computer in einen Mikrocontroller.
Das 11-Pin Interface wird zu einem programmierbaren 8-Bit Port, dessen logische Pegel
(LOW/HIGH) über die PIO-API (API = Application Programming Interface) in BASIC oder
C gesetzt oder gelesen werden können - je nachdem, ob das entsprechende Signal als
Eingang oder als Ausgang konfiguriert wurde. Die Konfiguration der Richtung für jedes
Signal/Bit erfolgt über die Funktion pioset/PIOSET (vgl. Referenzteil). Die Funktion
pioput/PIOPUT setzt die einzelnen Signalpegel (Signal(n)=LOW <=> Bit(n)=0,
Signal(n)=HIGH <=> Bit(n)=1), wobei Signale, die als Eingang konfiguriert wurden,
ignoriert werden. Die Funktion pioget/PIOGET liest entsprechend die acht Signalpegel
des PIO-Ports und fasst sie in einem Byte zusammen.
Das folgende, sehr einfach gehaltene Beispiel soll die Möglichkeiten und die korrekte
Verwendung demonstrieren.
Bit-0/Pin-4 soll in diesem Szenario als Ausgang dienen, der im aktiven Zustand (HIGH)
eine LED zum Leuchten bringt. Bit-1/Pin-5 hingegen wird als Eingang konfiguriert und
soll den Zustand eines Tasters repräsentieren. Ein offener Eingang (d.h. nicht definierter
Eingangspegel) wird als logisch 0 interpretiert. Genau dies ist der Fall, wenn der Taster
geöffnet ist. Um den geschlossenen Zustand davon unterscheiden zu können, ist der
Taster auf der anderen Seite mit VCC (d.h. HIGH/logisch 1) und nicht mit GND
verbunden.
Ziel der Software-Steuerung in diesem Beispiel soll es sein, bei einer Betätigung des
Tasters die LED anzuschalten und bei der folgenden Betätigung wieder auszuschalten.
Wir wollen hier die Programmiersprache C verwenden, die Programmierung in BASIC ist
ähnlich, aber weniger strukturiert.
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