Während der ersten Heizvorgänge soll der Aufstellraum des
Gerätes gut belüftet werden (Querlüftung).
Bitte beachten Sie, dass hochhitzefeste Spezial-Ofenlacke
keinen Korrosionsschutz bieten können. So kann es bei zu
feuchter Reinigung des Ofens oder des Fußbodens in Ofennähe
oder bei der Aufstellung in feuchten Räumen zur Bildung von
Flugrost kommen.
Normale Inbetriebnahme
Im kalten Zustand des Dauerbrandofens nehmen Sie folgende
Grundeinstellungen vor. Die Regler für die Primär- und die Se-
kundärluftzufuhr müssen vollständig geöffnet werden. Die Asche-
kastenklappe bleibt geschlossen. (Abb. C).
Legen Sie einen Holzscheit quer parallel zur Tür, vorne in die Guss-
mulde der Feuerstätte. Auf diesen Holzscheit legen Sie zwei wei-
tere Holzscheite rechtwinkelig zur Tür in den Feuerraum. Zwischen
die beiden oberen Holzscheite legen Sie zwei Kamin- oder Gril-
lanzünder. Auf die Holzscheite legen Sie eine großzügige Menge
klein gespaltenes Anzündholz. Die Abbildungen in der „Kurzan-
leitung zum Anfeuern" verdeutlichen Ihnen die o. g. Schritte. Ver-
wenden Sie zum Anzünden kein Papier oder Pappe, sondern nur
Kamin- bzw. Grillanzünder!
Zünden Sie die Kaminanzünder an und verschließen Sie
die Feuerraumtür. Lassen Sie diese Holzaufgabe mit ge-
öffneten Verbrennungsluftreglern herunterbrennen, bis eine
Abbildung C
Rüttelrostbetätigung
Nach dem Abbrand einer
Brennstofffüllung den Ofen
durch Hin- und Herbewegen
des Rüttelrostes entaschen.
Auf rechtzeitiges Entaschen
achten. Es darf kein Asche-
kegel in den Rost hineinragen.
5
4
A U
T O
Primärluft-Einstelleinrichtung
Beim Heizen mit Holz
Primärluft-Einstelleinrichtung "MIN"
Beim Heizen mit Kohle
Primärluft- Einstelleinrichtung "MAX"
In der Anheizphase
Primärluft- Einstelleinrichtung "MAX"
Nie beide Einstelleinrichtungen gleichzeitig auf "MIN" stellen.
!
Verpuffungsgefahr!
im Kamin- & Kachelofenbau
A Z
Sekundärluft-Einstelleinrichtung
Beim Heizen mit Holz
Sekundärluft-Einstelleinrichtung "MAX"
Beim Heizen mit Kohle
Sekundärluft-Einstelleinrichtung "MIN"
In der Anheizphase
Sekundärluft-Einstelleinrichtung "MAX"
!
Grundglut vorhanden ist. Je nach Holzgüte, Schornsteinzug
und Witterung dauert diese Verbrennungsphase unterschiedlich
lange.
Legen Sie auf diese Grundglut zwei weitere Holzscheite paral-
lel zur Feuerraumscheibe auf und verschließen die Feuerraumtür.
Sind auch diese Holzscheite rundherum angebrannt, sollten Ofen
und Abgassystem weitgehend die Betriebstemperatur erreicht
haben. Jetzt können Sie den Primärluftregler (links) schließen
und die Verbrennung hauptsächlich über den Sekundärluftregler
(rechts) regeln.
Die hier benannte Menge an Anzündholz und der Zeitpunkt der
Reduzierung der Verbrennungsluft können nur Anhaltswerte
darstellen. Die optimale Menge bzw. die besten Regler-
einstellungen
hängen
Feuchtegehalt des Brennstoffs, der Witterung und den örtlichen
Gegebenheiten (vor allem Schornsteinzug) ab. Mit den ersten
Brennstoffauflagen
kann
Betrieb sparsam heizen. Zuerst muss genügend Holz schnell
und mit viel Sauerstoffzufuhr verbrannt werden, bis die Feuerstätte
und der Schornstein Betriebstemperatur erreicht haben und
gut „ziehen". Das erkennen Sie daran, dass sich die beim
Anfeuern vorrübergehend schwarz verfärbten Schamotte-
steine frei brennen und ihre ursprünglich helle Farbe wieder
annehmen.
Für einen sicheren Betrieb der Feuerstätte beachten Sie bitte unbe-
dingt die folgenden „Wichtigen Hinweise":
Wichtige Hinweise zum sachgerechten und gefahrlosen Betrieb
Ihrer Feuerstätte.
Moderne Feuerstätten erfüllen sehr hohe Anforderungen
an
die
Dichtheit
Luftregler.
Dies
gewährleistet
brennung mit einem sehr hohen Wirkungsgrad.
Damit nimmt jedoch naturgemäß auch die Gefahr einer Verpuf-
fung bei unsachgemäßem Betrieb zu. Wenn stark ausgasende
Brennstoffe, wie zum Beispiel Holz, mit Sauerstoffmangel ver-
brannt werden, nehmen Rußanteile und Schadstoffe im Rauch-
gas zu.Verpuffungsgefahr entsteht, wenn dem Brennstoff zuviel
Sauerstoff entzogen wird, so dass in größerem Umfang unver-
brannte, aber zündfähige Gase im Feuerraum und Abgassystem
entstehen und verweilen. Dieser Zustand kann zum Beispiel
entstehen, wenn Brennstoff auf die Glut im heißen Feuerraum
nachgelegt wird, ohne dass die Luftregler gleichzeitig ausrei-
chend geöffnet werden. Das Brenngut wird aufgrund der Glut und
Hitze ausgasen, ohne dass die Gase gleich vollständig verbrannt
werden. Wenn dann plötzlich Sauerstoff zugeführt wird (Luftregler
oder Feuerraumtür schlagartig öffnen), können die unverbrannten
Gase explosionsartig „verpuffen".
Um einer Verpuffung vorzubeugen, ist daher grundsätzlich
darauf
zu
achten,
Holz oder Holzprodukte) nie mit zu starker Reduzierung
der Luftzufuhr gefeuert wird.
Holz lässt sich zwar mit reduzierter Luftzufuhr verbrennen,
jedoch soll stets ein klar erkennbares Flammbild gewähr-
leistet bleiben. Holz darf nicht „kokelnd" verfeuert werden.
-3-
ganz
erheblich
von
man
nicht
im
des
Feuerraums
eine
hocheffiziente
dass
das
Brenngut
(insbesondere
Art
und
reduzierten
und
der
Ver-