94 | Funktionsmodule für die Erweiterung des Regelsystems
Systemintegration des Moduls IGM
Je nach Anforderung gibt unterschiedliche Möglichkei-
ten zur Systemintegration des IGM:
• Einfache Schnittstelle: Verwendung als Schnittstelle
zwischen dem EMS-2-BUS-System und einem Wär-
meerzeuger ohne EMS-2- oder 2-Draht-BUS-Anschluss
• Einfache Kaskade: Verwendung als einfache Schnitt-
stelle und zusätzlicher Anschluss eines EMS-2- oder 2-
Draht-BUS-fähigen Wärmeerzeugers ( Bild 84, [C]),
Steuerung der beiden Wärmeerzeuger als Kaskaden-
system durch IGM, Kaskadeneinstellungen am Modul
IGM vornehmbar. Für die Kesselfolgeschaltung muss
ein festes Führungsgerät angegeben werden.
• Schnittstelle und Kaskadenmodul MC 400: Verwen-
dung als einfache Schnittstelle zu einem Fremd- oder
Alt-Wärmeerzeuger, BUS-seitiger Anschluss an ein
Kaskadenmodul MC 400, weitere EMS(-2)-Wärmeer-
zeuger am Modul MC 400 angeschlossen, Steuerung
der Kaskade über BUS-Regelungssystem (Regler, Mo-
dul MC 400), Beeinflussung der Einstellungen für den
nicht-BUS-fähigen Wärmeerzeuger am Modul IGM
möglich, wie Heizleistung, max. Vorlauftemperatur
usw.
• 2 x Schnittstelle und Kaskadenmodul MC 400: Zu-
sätzlich zum vorherigen Punkt kann noch ein weiterer
nicht-BUS-fähiger Wärmeerzeuger über ein zweites
IGM an ein Kaskadenmodul MC 400 angeschlossen
werden. Die Regelung funktioniert wie zuvor beschrie-
ben
Systemvarianten zur Regelung des IGM
Das IGM kann grundsätzlich auf 2 verschiedene Arten an-
gesteuert werden:
• BUS-gesteuerte Regelung: Bei Anschluss an das BUS-
Regelsystem ( Seite 93, Bild 85, [A]) ist eine opti-
male Anpassung der Wärmeerzeugung an den Wärme-
bedarf der Heizungsanlage möglich. Die Kombination
mit allen verfügbaren Module und Bedieneinheiten im
EMS-2-System wird ermöglicht.
• Ein/Aus-gesteuerte Regelung: In Verbindung mit ei-
nem Ein/Aus-Schalter am IGM ( Seite 93, Bild 85,
[H]) wird die Leistung der angeschlossenen Wärmeer-
zeuger stetig nach dem vom Modul berechneten Wär-
mebedarf geregelt und über das Display dargestellt.
Ein Öffnen des Kontaktes schaltet beide Heizgeräte
aus.
Zusatzfunktion Pufferspeicher mit Temperaturfühler
Das IGM kann durch Anschluss von Temperaturfühlern
(TC1, TC2) die Beladung eines installierten Pufferspei-
chers selbständig regeln. Dies gilt sowohl für die Ver-
wendung als einfache Schnittstelle wie auch als einfache
Kaskade. Dafür wird der obere Temperaturfühler im Puf-
ferspeicher benötigt, optional kann ein unterer Tempera-
turfühler im Pufferspeicher installiert werden. Die
Einstellungen zur Beladung und Schaltdifferenz werden
am IGM vorgenommen.
6 720 815 159 (2016/05)
Technische Daten
Abmessungen (B × H × T)
Maximaler Leiterquerschnitt
– Anschlussklemme 230 V
– Anschlussklemme
Kleinspannung
Nennspannungen
– BUS (verpolungssicher)
– Netzspannung Modul
Sicherung
– Netzspannung
– geräteintern (T)
Verlustleistung
BUS-Schnittstelle
Maximale Leistungsabgabe
– pro Anschluss PC0, PC1
– pro Anschluss A0 ... A1
Messbereich Vorlauf- und Rück-
lauftemperaturfühler
– Untere Fehlergrenze
– Anzeigebereich
– Obere Fehlergrenze
Messbereich Außentemperatur-
fühler
– Untere Fehlergrenze
– Anzeigebereich
– Obere Fehlergrenze
EMV-Entstörgrad nach
Schutzart
Tab. 38 Technische Daten IGM
Weitere Eigenschaften
• Internes Display zur Konfiguration
• Kontroll-LEDs für Netzspannung, BUS-Kommunikati-
on, Störungsanzeige und angeschlossene Wärmeer-
zeuger
• Codierte und farbliche gekennzeichnete Stecker
• Zugentlastung für alle Anschlusskabel
• Klemmabdeckung
Lieferumfang
• Modul IGM inkl. Installationsmaterial
• System-Vorlaufsystemtemperaturfühler (T0)
• Installationsanleitung
Einheit
IGM
mm
235x165x58
2
mm
2,5
2
mm
1,5
V DC
15
V AC/Hz
230/50
V/A
230/16
V/A
230/5
W
5
–
EMS 2
W
400
W
10
°C
< –10
°C
0...100
°C
> 125
°C
< –35
°C
-30...50
°C
> 125
–
EN 60730
–
IPX4D
EMS 2