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Funktionsbeschreibung - Vallox Kwl 90 R Technische Anleitung

FUNKTIONSBESCHREIBUNG

Betriebssteuerung
Die Stromzufuhr zum Gerät kann bei Bedarf über den Kontaktor der
Gruppenzentrale gesteuert werden, beispielsweise über ein
Zeitprogramm. Das Gerät schaltet nach dem Start zunächst auf minimale
Leistungsstufe, hiernach erfolgt die Leistungsregelung auf der Grundlage
der von den Luftqualitätsfühlern übermittelten Messwerte und / oder
durch manuelle Steuerung an der Reglereinheit.
Regelung der Ventilatorgeschwindigkeit
Manuelle Steuerung
Die Ventilatorleistung des Luftaustauschgerätes wird in 8 Stufen an der
Reglereinheit H geregelt.
CO
- und Feuchte-Regelung
2
Die Ventilatorleistung des Luftaustauschgeräts wird in mehreren Stufen
entsprechend den Belastungszuständen aufgrund der Messdaten der in
der Luftaustauschzone befindlichen Luftqualitätsfühler (CO
Fühler) geregelt. Der CO
- und/oder Feuchte-Gehalt der Zone wird
2
unterhalb des an der Reglereinheit H eingestellten Grenzwertes zu halten
versucht. Für den Grenzwert des Feuchte-Gehalts kann an der
Reglereinheit H auch ein automatischer Suchvorgang gewählt werden. Es
können gleichzeitig mehrere Steuerungsarten in Betrieb sein: dominant ist
diejenige Steuerungsart, die eine Leistungssteigerung erfordert. Der
Betriebsbereich der Luftaustauschregelung hat maximal 8 Stufen. Die
Ventilatorgeschwindigkeit variiert je nach Belastungszustand zwischen
der Grund- und der Maximalstufe. Die Grund- und die
Maximallüftungsstufe können an der Reglereinheit H auf das gewünschte
Niveau eingestellt werden.
Steuerung über Spannungssignal
Die Ventilatorleistung des
Luftaustauschgerätes kann über ein
Spannungssignal von 0 - 10 VDC
oder ein Stromsignal von 0 - 20
mA in 8 Stufen geregelt werden,
bei aktivierter Automatikregelung
jedoch nicht über die eingestellte
Maximallüftungsstufe. Mit dem
Spannungs- oder Stromsignal wird
die Grundlüftungsstufe gesteuert,
d.h. die manuelle Steuerung und
die CO
-und Feuchte-Regelung
2
können die Lüftungsstufe bei
Bedarf nach oben, aber nicht nach
unten verändern.
Zulufttemperatur
Die Zulufttemperatur kann über die Konstanttemperatur-Regelung oder
die Kaskadenregelung gesteuert werden.
Konstanttemperatur-Regelung der Zuluft (nicht im Gerät VALLOX 90)
Die Steuer- und Regeleinheit des Gerätes steuert die Funktion der Nach-
heizeinheit LP2 nach den Messdaten des Temperaturfühlers TE2 und ver-
sucht dabei, die Zulufttemperatur auf dem an der Reglereinheit H einge-
stellten Wert (+10 ... +30° C) zu halten.
Kaskadenregelung der Zuluft (nicht im Gerät VALLOX 90)
Die Steuer- und Regeleinheit des Gerätes steuert die Funktion der Nach-
heizeinheit LP2 nach den Messdaten des Abluft-Temperaturfühlers TE4
und versucht dabei, die Ablufttemperatur auf dem an der Reglereinheit H
eingestellten Wert (+10 ... +30° C) zu halten.
Umgehung des Wärmeaustauschers
Der Wärmeaustauscher ist immer in Betrieb, wenn die Nachheizung ein-
geschaltet ist. Die Umgehungsautomatik des Wärmeaustauschers ist ak-
tiv, wenn die Nachheizung ausgeschaltet ist und die Außenlufttempera-
tur über dem eingestellten Grenzwert (einstellbar von +2 ... +16° C)
liegt. Hierbei steuert die Steuer- und Regeleinheit den Klappenmotor FG
nach den Messdaten des Außentemperaturfühlers TE3 und des Ablufttem-
peraturfühlers TE4 und versucht dabei, möglichst kühle Zuluft in die Luft-
austauschzone zu bringen. Der Wärmeaustauscher ist jedoch immer in
Betrieb, wenn die Außenlufttemperatur unter dem eingestellten Grenz-
wert liegt oder wenn die Außenluft wärmer als die Abluft ist.
Gefrierschutz des Wärmeaustauschers
Diese Funktion ist bei Außentemperaturen unter 0° C aktiviert. Die
Steuer- und Reglereinheit des Gerätes steuert die Funktion der
Vorheizeinheit LP1 nach den Messdaten der Temperaturfühler TE1 und TE3
und verhindert das Entstehen einer Vereisungsgefahr und ein
VALLOX KWL 90
-und Feuchte-
2
Werte für Spannungssignale
(Auswahl an der Hauptplatine)
Lüftungsstufe Spannungssignal (VDC)
pro Lüftungsstufe
0
(0,20...1,25 VDC)
1
(1,75...2,25 VDC)
2
(2,75...3,25 VDC)
3
(3,75...4,25 VDC)
4
(4,75...5,25 VDC)
5
(5,75...6,25 VDC)
6
(6,75...7,25 VDC)
7
(7,75...8,25 VDC)
8
(8,75...10,00 VDC)
Stehenbleiben des Zuluftventilators TF. Wenn die Leistung der
Vorheizeinheit LP1 nicht ausreicht oder diese Einheit nicht vorhanden ist,
hält die Steuer- und Regeleinheit den Zuluftventilator TF nach den
Messwerten der Temperaturfühler TE1 und TE3 an, um eine Vereisung des
Wärmetauschers zu verhindern. Wenn die Vereisungsgefahr vorüber ist,
schaltet sich der Ventilator automatisch wieder ein. Die Grenztemperatur
der Gefrierschutzfunktion (-6 ... +15° C) und der Differenzbereich (1 ...
10 °C) können an der Reglereinheit H voreingestellt werden. Wenn der
Ventilator TF stehenbleibt, wird die Stromzufuhr zu den Heizregistern LP1
unterbrochen, das Nachheizregister LP2 heizt weiter (das Gerät VALLOX
90 hat keine Nachheizung).
Überhitzungsschutz der Heizeinheit
Die Überhitzungsschutzthermostate TZ1 und TZ2 überwachen die Ober-
flächentemperatur der Vorheizeinheit LP1. Wenn die Oberflächen-
temperatur den Grenzwert übersteigt, wird der Überhitzungsschutz
aktiviert und die Stromzufuhr zur Heizeinheit wird unterbrochen. Die
Überhitzungsschutzthermostat TZ1 werden manuell und TZ2 automatisch
quittiert.
Alarme
Die Druckdifferenzschalter PDS1 und PDS2 überwachen die Druckdifferenz
der Zuluft- und Abluftseite. Wenn die Druckdifferenz wegen verschmutzter
Filter oder verstopfter Kanäle zu stark ansteigt, wird Alarm ausgelöst, der
als Symbol ( ) in der Hauptanzeige der Reglereinheit angezeigt wird.
Wenn im Gerät keine Druckdifferenzschalter installiert sind, erinnert ein
in der Hauptanzeige der Reglereinheit aufleuchtendes Symbol ( ) an
einen eventuellen Wartungsbedarf des Gerätes; das Schaltintervall ist
von 1 ... 15 Monaten einstellbar. Die Werkseinstellung ist 4 Monate.
Diese Funktion ist immer aktiv. Das Fehlermelderelais vermittelt
potentialfreie Alarmmeldungen über folgende Störungen:
• Der Alarm bei hohem CO
-Gehalt (> 5000 ppm) schaltet das Relais in
2
einem 1-Sekunden-Intervall. Die Ventilatoren bleiben stehen; quittiert
wird durch Stromunterbrechung am Gerät.
• Bei sonstigen Störungen, z.B. der Fühler oder Alarm der
Filterüberwachung ( ), schließen die Relaiskontakte.
Stoßlüftungs- oder Kaminschalter
Im Klemmenkasten des Gerätes kann ein zusätzlicher Schalter S
angeschlossen werden, der als Stoßlüftungs- oder Kaminschalter fungiert.
Die Funktion des Schalters wird an der Reglereinheit H gewählt. Die
Stoßlüftungs-Schaltfunktion schaltet die Lüftungsstufe für 45 Minuten auf
die eingestellte Maximalstufe.
Die Kaminschalter-Funktion schaltet den Abluftventilator für 15 Minuten aus,
wodurch in der Luftaustauschzone ein Überdruck entsteht.
Die LON-Fernüberwachung kann mit dem VALLOX LON-Wandler gesteuert
werden.
Teileverzeichnis VALLOX 90
Kennung Bezeichnung
Technische Werte
(Werksvorseinstellung in Klammern)
CO2
Kohlendioxid-Fühler
Regelbereich 500 ... 2000 ppm (900)
Kohlendioxid -Steuerung
Regelintervall 1 ... 15 Min. (10)
EU3
Filter
Abluft EU3
EU7
Zuluft EU7
EU1
Außenluft EU1
FG
Klappenmotor
WT-Umgehungsautomatik
24 V, 2 W, 4 Nm
H
Reglereinheit
Einstellung, Betrieb, Anzeige
LP1
Vorheizregister
Elektroregister, 1 kW
WT
Wärmetauscher
Gegenstromzelle, Wirkungsgrad > 75 %
PF
Abluftventilator
qv = 85 dm
% RF
Feuchte-Fühler
Automatik / Regelbereich 1 ... 99 %
Feuchte-Regelung
Regelintervall 1 ... 15 Min. (10)
S
Kamin-/Stoßlüftungs-
Wählbare Funktionen: Kamin- oder
tastschalter
Stoßlüftungstastschalter (Kamintastschalter)
TE 1
Temperaturfühler
Regelbereich -6 ... +15 (WT)
WT-Gefrierschutz
Regelbereich -6 ... +15 (Vorheizung)
TE 2
Temperaturfühler
Zulufttemperatur
TE 3
Temperaturfühler
Außenlufttemperatur
TE 4
Temperaturfühler
Ablufttemperatur
TF
Zuluftventilator
qv = 78 dm
TZ1
Überhitzungsschutz
Manuell rückstellbar, +80° C
des Elektroregisters
TZ2
Überhitzungsschutz
Automatisch, +40 ˚C
des Elektroregisters
8
Ausrüstung
Zusatzausstattung
Standard
Standard
Standard
Standard
Standard
3
/Sek. (50 Pa)
Standard
Zusatzausstattung
Standard
Standard
Standard
Standard
Standard
3
/Sek. (50 Pa)
Standard
Standard
Standard
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Diese Anleitung auch für:

Kwl 90 l