WARNUNG
Ein übermäßiges Drehmoment kann das
Gehäuse des Hydranten beschädigen und
zu unkontrolliertem Wasseraustritt mit einem
Druck von bis zu 16 bar führen. In diesem Fall
sind weitere Arbeiten am Hydranten sofort
einzustellen und es ist ein Sicherheitsabstand
zum Hydranten, insbesondere direkt über dem
Hydranten, einzuhalten. Die vor dem Hydranten
installierte
Absperrarmatur
geschlossen werden, um die Wasserzufuhr zu
stoppen.
Wenn das zum Schließen des Hydranten
erforderliche Drehmoment über den MOT-
Werten liegt, planen Sie eine Wartungsphase
am Hydranten.
Im Falle eines übermäßigen Drehmoments am
Hydranten muss eine ordnungsgemäße Wartung
einschließlich des Austauschs der beschädigten
Bestandteile durchgeführt werden.
Der Nenndruck in der Rohrleitung sollte den zulässigen
Betriebsdruck, den der Hydrant unterstützen kann, nicht
überschreiten.
Die Materialien und der Korrosionsschutz des Hydranten
sind gegen die üblicherweise verwendeten Desinfektions-
mittel beständig. Achten Sie darauf, die Werkstoffe des
Hydranten bei der Verwendung von Reinigungs-/Desinfek-
tionsmitteln nicht zu beeinträchtigen.
Zum Öffnen
Führen Sie eine Verkehrssicherung durch.
Reinigen Sie den äußeren Bereich des äußeren Straßen-
kappenbereichs von Verschmutzungen.
Lösen Sie den fest sitzenden Straßenkappendeckel
durch Schläge auf den Deckelrand oder verwenden Sie
dafür ggf. eine geeignete Deckelhebevorrichtung.
Deckel am Aushebesteg herausnehmen und seitlich
schwenken.
Klaue und Klauendeckel vom Schmutz befreien, dann
erst Klauendeckel abheben und ggf. anschließend spü-
len ohne Standrohr.
Standrohr mit nach unten geschraubter Klauenmutter in
die Klaue einführen und solange nach rechts drehen, bis
fester Sitz erreicht ist.
Abgangsarmatur am Standrohr ganz öffnen, damit beim
Öffnen des Hydranten die Luft entweichen kann.
Durch linksdrehen des Schlüssels C nach DIN 322
Hydrantenabsperrung langsam vollständig öffnen bis
zum deutlich spürbaren Anschlag sowie Hydrant und
Standrohr durch das ausströmende Wasser spülen bzw.
reinigen.
Abgangsarmatur am Standrohr schließen und ggf.
Schläuche ankuppeln.
Abgangsarmatur am Standrohr öffnen und Entnahme-
menge nur durch diese regeln.
WARNUNG
Wenn diese Reihenfolge nicht
eingehalten wird, besteht die Gefahr,
dass das Trinkwasser verunreinigt wird.
Zum Schliessen
Bei leicht geöffneter Abgangsarmatur am Standrohr
durch gleichmäßiges Rechtsdrehen mittels Bedienungs-
schlüssel Hydrantenabsperrung vollständig bis zum spür-
baren Anschlag schließen. Es wird empfohlen eine ¼ Um-
drehung nach links zu drehen um zu entkontern. (Bei nicht
geöffneter Abgangsarmatur kann sich durch den Schließ-
vorgang des Hydranten ein Überdruck aufbauen). Es wird
muss
sofort
empfohlen, eine ¼-Drehung nach links durchzuführen,
um das innere Ventil zu entspannen. Wenn die Auslas-
sarmatur des Mantelrohrs beim Schließvorgang nicht
geöffnet ist, kann sich ein Überdruck aufbauen. Ggf.
Schläuche abschrauben (Abkuppeln).
Standrohr durch Linksdrehen aus der Klaue lösen.
Beobachten Sie, ob der Wasserspiegel im Mantelrohr
bei der Entleerung sinkt.
Klauendeckel einsetzen. Straßenkappe durch Einlegen
des Kappendeckels in gesäuberten Kappenrand ver-
kehrssicher schließen.
Schließen Sie den Schoner.
Entfernen Sie die Verkehrssicherheitseinrichtungen.
7. Wartung
7.1 Wartungsempfehlungen
Bei richtiger Anwendung sind unsere Unterflurhydranten
wartungsfrei. Allerdings müssen die Leistungs- und Be-
triebsbedingungen der Systemteile in regelmäßigen Ab-
ständen überprüft werden. Sicht- und Funktionsprüfun-
gen und die daraus resultierenden Wartungsarbeiten am
Hydranten dürfen nur von qualifizierten Personen (DVGW
W400-3 (A)) durchgeführt und müssen dokumentiert wer-
den. Gemäß DVGW-Merkblatt W392/W331 sollte die Über-
wachung der Funktionsfähigkeit und Dichtheit durch den
TÜV in regelmäßigen Abständen mindestens ≤4Jahre er-
folgen:
• Sichtprüfung im größtmöglichen Umfang (Unversehrtheit
des Korrosionsschutzes, Vorhandensein der Erkennungs-
UNZULÄSSIGER BETRIEB
Der Dauerbetrieb in nicht vollständig
geöffneter Position führt aufgrund der
hohen Strömungsgeschwindigkeit zu
Kavitationsschäden.
Eine Verlängerung des Betätigungs-
schlüssels durch einen Hebel o. ä. ist
nicht zulässig. Es ist nicht erlaubt, den
Hydranten mit geschlossenem Revisi-
onsschieber zu öffnen.
Überschreiten Sie niemals die Grenzwer-
te für Betriebstemperatur und Betriebs-
druck. Der geschlossene Hydrant darf
nur bis zum zulässigen Betriebsdruck
belastet werden. Um einen Überdruck
im Mantelrohr und damit eine Beschädi-
gung des Ventileinsatzes zu vermeiden,
darf der Hydrant nicht mit geschlosse-
nem Standrohr oder geschlossener Ab-
grenzarmatur geschlossen werden.
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