2.3.3
Strommessung
Die Strommessung erfolgt indirekt über externe Stromsensoren, abhängig von der Gerätevariante:
•
X/333 mV (Rogowski-Spulen, Kleinsignalwandler)
•
X/5 A (konventionelle Eisenkernstromwandler)
Beim Anschluss ist unbedingt auf die Polarität (S1 / S2) zu achten.
Die korrekte Polung kann überprüft werden:
•
über das Vorzeichen der Wirkleistung
•
oder mittels Zeigerdiagramm in der ENVIS.Daq
Abgeschirmte Sensorleitungen sind gerätenah auf PE aufzulegen.
Aktive Sensoren (z. B. Rogowski-Spulen mit Integrator) sind extern aus einer SELV-Spannungsquelle zu versorgen; dabei ist
in der Regel der Minuspol mit PE zu verbinden.
Die X/333-mV-Eingänge arbeiten mit einem auf PE bezogenen Bezugspotential.
Die maximale Leitungslänge zwischen Sensor und Gerät beträgt 3 m.
Empfohlene Leiter:
•
X/5 A: 2,5 mm²
•
X/333 mV: 0,75 mm²
•
Maximal: 2,5 mm²
Abbildung 3: Beispiel einer typischen Schaltung des UMD 705 in einem Niederspannungsnetz mit einer direkten Mes-
sung der Spannung.
2.3.4
Local Bus
Der Local-Bus dient zur Erweiterung des UMD 705 mit MMI-12-Strommessmodulen.
Die Verbindung erfolgt:
•
entweder über Steckbrücken zwischen den Geräten
•
oder über RJ45 (8P8C)-Kabel
Der Local-Bus ist ein herstellerspezifischer Bus für:
•
Kommunikation
•
Synchronisation
•
Spannungsversorgung der Erweiterungsmodule
Wichtiger Hinweis:
Der Local-Bus ist nicht Ethernet-kompatibel. Der Anschluss an Netzwerkgeräte kann zu Geräteschäden führen.
•
Maximal 5 EMI-12-Module pro UMD 705
•
Keine Busverzweigungen erlaubt
•
Max. Kabellänge zwischen zwei Modulen: 3 m
Die Module werden automatisch erkannt. Die Identifikation erfolgt über Seriennummern, die an den Busanschlüssen aufge-
druckt sind.
Bedienungsanleitung | UMD 705
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