Funktionsdiagramm
U H
R
E
Erdschluß
R
pA
R
A
Hystereseverhalten
21-24
Arbeitsstromprinzip
21-22
21-24
Ruhestromprinzip
21-22
11-14
Arbeitsstromprinzip
11-12
11-14
Ruhestromprinzip
11-12
Speicherverhalten
Reset
21-24
Arbeitsstromprinzip
21-22
21-24
Ruhestromprinzip
21-22
11-14
Arbeitsstromprinzip
11-12
11-14
Ruhestromprinzip
11-12
Schaltbild
L(+)
L(-)
VSG1
VSG2
L(+) L(-)
11
U H
PE1
PE2
12
B B
A A
X1 X2
11 12 14 21 22 24
Anschlussklemmen
Klemmenbezeichnung
Signalbeschreibung
A1(+), A2
Hilfsspannung AC oder DC
Anschlüsse für Messkreis bzw.
L(+), L(-), VSG1, VSG2
Anschlüsse für Vorschaltgerät
PE1, PE2
Anschlüsse für Schutzleiter
Steuereingang (kombinierter externer
X1, X2
Test- und Reset-Eingang)
Alarm-Triggerausgang für Isolationsfehler-
Y1, Y2
Suchsystem
11, 12, 14
Alarm-Melderelais K1 (1 Wechslerkontakt)
Pre-Alarm-Melderelais K2 (1 Wechsler-
21, 22, 24
kontakt)
A
Modbussignal A
B
Modbussignal B
Modbus RTU
Zur Kommunikation des Isolationswächters mit einer übergeordneten
Steuerung wird das Modbus RTU-Protokoll nach Spezifikation V1.1b3
verwendet.
M11457
A1
A2
(+)
Y1
Y2
21
14
22
24
PE1 PE2
M12376_a
Aufbau und Wirkungsweise
Das Gerät wird über die Klemmen A1(+)/A2 mit Hilfsspannung versorgt.
Nach Einschalten der Hilfsspannung (Power-On) läuft zunächst für ca. 12 s
ein interner Selbsttest ab (siehe „Gerätetestfunktionen").DerTestablauf wird
mit Hilfe der Gerätestatus-LED visualisiert. Danach beginnt die Messung
des Isolationswiderstandes im Messkreis, die Status-LED wechselt auf grün.
t
Messkreis
(Isolationsmessung zwischen den Klemmen L(+) / L(-) und PE1/PE2)
Der Isolationswächter RN 5897/311 kann sowohl mit Vorschaltgerät (VSG),
als auch ohne VSG eingesetzt werden. Dabei sind die maximalen Netz-
t
Nennspannungen und Anschlussbeispiele zu beachten!
Wird der Isolationswächter ohneVSG betrieben, sind die Klemmen L(+) und
L(-) direkt mit dem zu überwachenden Netz zu verbinden, sowie die Klemmen
VSG1/L(+) und VSG2/L(-) jeweils miteinander zu brücken (für den Betrieb
mit VSG, siehe "Anschluss eines externen zusätzlichen Vorschaltgerätes").
Eine abschaltbare Anschlussüberwachung erzeugt bei Aktivierung eine
Fehlermeldung, wenn nicht beide Klemmen L(+) und L(-) niederohmig durch
das Netz verbunden sind. Die Netz- bzw. Anschlussform (AC, DC, 3NAC)
ist über Modbus richtig einzustellen. Außerdem sind die beiden Klemmen
PE1 und PE2 über getrennte Leitungen an das Schutzleitungssystem
anzuschließen. Bei Unterbrechung einer Leitung erfolgt auch hier eine
Fehlermeldung (siehe „Verhalten bei Anschlussfehlern").Die Überwachung
der PE1/PE2-Verbindung ist nicht deaktivierbar.
Zur Messung des Isolationswiderstandes wird zwischen L(+) und L(-) und
PE1/PE2 eine aktive Messspannung mit wechselnder Polarität angelegt.
Am Ende jeder Messphase wird der aktuelle Isolationswiderstand ermittelt
und ausgewertet. Die Melderelais für Alarm K1 und Pre-Alarm K2 schalten
entsprechend bei Unterschreiten der eingestellten Ansprechwerte.Sind die
Ansprechwerte unterschritten, leuchtet zusätzlich die Gerätestatus-LED
orange bei Pre-Alarm bzw. rot bei Alarm. Der aktuelle Messwert wird über
den Modbus ausgegeben.Ein unsymmetrischer Isolationswiderstand gegen
„+" oder „-" wird ebenfalls über Modbus ausgegeben (nur bei DC-Netzen,
bzw. Isolationsfehlern auf der DC-Seite).
Speicherung von Isolationsfehlermeldungen
Über den Modbus kann die Speicherung von Isolationsfehlermeldungen
eingestellt werden (Alarmspeicherung).Ist die Speicherung aktiv, bleiben die
IsolationsfehlermeldungendesMesskreisesbeiUnterschreitendesjeweiligen
Ansprechwertes gespeichert, auch wenn der Isolationswiderstand danach
wieder in den Gutbereich geht.Der Minimalwert des Isolationswiderstandes
wird gespeichert und kann über den Modbus ausgelesen werden. Wird für
2 s die Taste „Reset" auf der Gerätefront gedrückt, wird die Alarmmeldung
und der gespeicherte Minimalwert gelöscht bzw. zurückgesetzt, wenn sich
der Isolationswiderstand wieder im Gutbereich befindet. Das Gerät kann
auch über einen Modbus-Befehl zurückgesetzt werden.
Melderelais für Isolationsfehlermeldungen
Für die Melderelais K1 (Kontakte 11-12-14, für Alarm) und K2 (Kontakte
21-22-24, für Pre-Alarm) kann über den Modbus Arbeitsstromprinzip oder
Ruhestromprinzip eingestellt werden. Bei Arbeitsstromprinzip sprechen
die Relais bei Unterschreiten der Ansprechwerte an, bei Ruhestromprinzip
fallen sie bei Unterschreiten der Ansprechwerte ab. Der Schaltzustand der
Melderelais kann über Modbus ausgelesen werden.
Verwendung von Isolationsfehlersuchsystemen
Über Triggerausgang
Am Isolationswächter RN 5897/311 ist ein zusätzlicher Triggerausgang für
ein Isolationsfehlersuchsystem vorhanden.
Dieser Triggerausgang (Y1-Y2) kann mit dem Triggereingang Y1-Y2 des
RR 5886 zusammengeschaltet werden, um eine automatische Fehlersuche
mit dem Isolationsfehlersuchsystem, bestehend aus RR 5886 und
RR 5887, einzuleiten. Der Triggerausgang wird ausgelöst, wenn der Alarm-
Ansprechwert (RE < RA) unterschritten wird.Solange, wie der Ansprechwert
Alarm unterschritten bzw. eine Alarm-Meldung gespeichert ist, bleibt der
Triggerausgang Y1-Y2 angesteuert.
Über Modbus
Das Isolationsfehlersuchsytem RR 5886 besitzt ebenfalls eine Modbus-
Schnittstelle. Somit kann die übergeordnete Master-Steuerung das
Isolationsfehlersuchsystem über das selbe Bussystem entsprechend
den Angaben vom RR 5886 ansteuern, wenn nach Auswertung der
entsprechenden Register vom Isolationswächter mit der Fehlersuche
begonnen werden soll.
2
20.03.25 de / 940A